Klaustrophobie

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    • Klaustrophobie

      Hallo zusammen,

      habt Ihr auch Probleme mit Klaustrophobie?

      Ich bin diese Woche (Montag bis Freitag) auswärts bei einem Workshop und übernachte in einem Hotel. Das Zimmer ist mit allem sehr eng bemessen. Als ich heute Abend das Zimmer nach dem einchecken betreten habe, musste ich nach kurzer Zeit das Zimmer wieder verlassen und ging erst mal noch etwas spazieren. Beim zweiten Anlauf habe ich mich an den Schreibtisch vor mein Netbook gesetzt. Dies damit ich den nicht den Raum beobachten muss.

      Z.B. in kleine Aufzüge gehe ich auch nicht gerne, denn ich bin mal vor 2 Jahren ca. 10 bis 15 Minuten drin stechen geblieben. Als dies damals geschah stieg bei mir die aufkommende Panik. Seit da meide ich so gut es geht Aufzüge.

      Bekommt ihr auch klaustrophobische Probleme wenn Ihr in zu kleinen Räumen seid?

      Lieben Gruß
      Trinity
      Wir können alles. Außer hochdeutsch. Baden-Württemberg
    • Hallo Trinity,

      Besonders mit engen Aufzügen habe ich auch große Probleme. Wo es geht nehme ich lieber die Treppe. An der Uni bin ich einmal unter den ungläubigen Blicken meines Jahrgangs (waren 20 Leute im Studium) in den 8. Stock gelaufen während sich die anderen in den alten und engen Fahrstuhl gequetscht haben. Bei großen modernen Aufzügen habe ich kein Problem. Außer wenn er auch voll ist, aber dann habe ich Probleme mit den Leuten und nicht mit dem Aufzug an sich.

      Auch bei engen Räume habe ich so meine Schwierigkeiten. Ich habe dann immer das Gefühl, dass die Luft knapp wird, komisch riecht und mir wird schwindelig.
      Wo es geht vermeide ich enge Räume, wenn es wie z.B. im Hotel schwierig vermeidbar ist, dann versuche ich mich so gut es geht abzulenken und den Raum optisch zu vergrößern.

      Hat der Raum den ein Fenster? Ich würde mal probieren es so hell zu machen wie möglich. Meist haben Hotels ja große Gardinen vor den Fenstern, welche den Raum verdunkeln und somit optisch nochmal verkleinern. Das hilft mir meistens ein bisschen. Oder das Fenster komplett aufmachen, allerdings dürfte das bei den Temperaturen schwer umsetzbar sein :roll:
      Und falls der Raum kein Fenster hat, vielleicht hilft es ja auch bisschen alle verfügbaren Lichter anzumachen?

      Liebe Grüße
      niima
      ~ Diagnose: Asperger Syndrom, 2015 in Freiburg ~
    • Ich habe zwar keine Klaustrophobie, jedoch habe ich Cleithrophobie wo ich ja auch einen eigenen Thread dazu habe.

      Klaustrophobie: Angst vor kleinen/engen Orten
      Cleithrophobie: Angst davor eingesperrt zu werden
      Beides sind Unterformen der Agoraphobie. Phobien vor bestimmten Orten.

      Es gibt jedoch einige Paralellen zwischen Klaustrophobie und Cleithrophobie. So könnte ich kleine Zimmer mit schwachem Licht und "Knastlook" auch nur schwer ertragen, zumal ich ja auch einen Zusammenbruch in der Geschlossenen miterleben musste... x(

      Jedoch hat es sich bei mir über die Jahre hinweg auch gebessert. Als Jugendlicher hatte ich es extremer.
      Ich halte nichts davon sich seinen Ängsten zu sehr auszusetzen. Die Geschlossene von damals habe ich bis heute nicht vergessen. :shake:
      Jedoch hilft es durchaus sich diesen bis zu einem gewissen Grad auszusetzen. So habe ich danach ein paar Mal Bekannte bzw Ärzte auf der Geschlossenen besucht und versuche auch andere Situationen die mir Angst bereiten bis zu einem gewissen Grad zu ertragen. So halte ich es für keine gute Taktik Aufzüge oder andere Orte komplett zu meiden. So gewinnt nur die Angst die Kontrolle über einen.
      Diagnose: Mensch
    • Hallo zusammen,

      mit viel Schlossbeleuchtung (RW) habe ich das Zimmer mit der Zeit ertragen, mich etwas daran gewöhnt.

      Somit habe ich für mich 50 % erreicht, denn ich checke heute nach dem Frühstück aus und fahre am Nachmittag nach Hause. Dies gibt ebenfalls wieder ein klaustrophobisches Highlight. Denn ich fahre heute U-Bahn, S-Bahn und Zug. Dies bedeutet für mich ca. Insgesamt 3 Stunden Stress mit Bahnhöfen und in Schienenfahrzeugen am Stück.

      Und kommende Woche nochmal dass selbe. Montag längere Anreise, unter der Woche mein beschriebenes Zimmer Abends/Nachts, unter der Woche öffentliche Verkehrsmittel zum pendeln zwischen Workshop und Unterkunft und am Freitag kommende Woche dann das letzte mal die Heimreise.

      Am WE bin ich froh dass ich wieder mit dem Auto fahren kann wenn ich wo hin gehe.

      Ich hatte bisher noch nie eine Woche in meinem Leben wo ich schon fast eine klaustrophobische Dauererprobung hatte. :nerved:


      Lieben Gruß
      Trinity
      Wir können alles. Außer hochdeutsch. Baden-Württemberg
    • Ja, ich habe damit auch Probleme.

      Wenn ich jetzt mal genauer darüber nachdenke, liegt es aber nicht nur an den Räumen... Also, Fahrstühle finde ich ziemlich unangenehm und weiche, wo immer ich kann, auf die Treppe aus (hab ich auch schon gemacht, wenn ich zu jemandem im 10. oder 12. Stock wollte).
      Meistens kann ich aber selbst den Entschluß fassen und mir sagen, daß es nicht schlimm ist und kann sie dann benutzen. Was mir Angst macht ist, wenn ich mit anderen Leuten in Fahrstühlen oder engen Räumen bin. Wenn ich die Leute kenne, geht es noch, mit Fremden ist es schlimmer. Ich suche mir dann immer einen Platz direkt an der Tür, so daß ich schnell wieder da raus komme.
      Das gleiche Problem habe ich in öffentlichen Verkehrsmitteln, wenn diese voll sind, beim Einkaufen in der Schlange oder wenn ich mich in Menschenmengen "gefangen" fühle.

      Andererseits gibt es auch Räume, die anderen Menschen zu eng sind, in denen es mir nichts ausmacht, zum Beispiel auf Arbeit die Maschinenräume der Lok oder die Kuppellücken zwischen den Wagen, aber da bin ich allein und ja auch irgendwie trotzdem draußen und das sind für mich - jedenfalls inzwischen - vertraute Orte, an denen ich mich wohlfühle.

    • Habe ich schon, seit ich denken kann. Zugfahrten sind eine Qual. Ich bekomme da generell Angstzustände bis hin zu Atemnot. Aber irgendwie muss ich mich da ja durchquälen, auch um meine Arbeit zu erreichen. Im Kino oder innerhalb von Menschenansammlungen kann sowas auch auftreten, aber beim Zugfahren ist es praktisch Meistens so.
      "(...) In meinen Alltagshandlungen bin ich dementsprechend entweder super naiv oder super paranoid. Aggressionen und Negativität treffen mich besonders hart, weil ich es extrem schwer finde, vorauszusehen wie Menschen reagieren ... dementsprechend ist es unmöglich, darauf vorbereitet zu sein (...)."

      (Andrew Curtis-Brignell - Sänger der Black-Metal-Band Caïna)
    • Phobien haben ja häufig einen Auslöser, z.B. irgendein Ereignis das einem als Kind passiert ist. Wisst ihr, was bei euch Klaustrophobie ausgelöst hat oder habt ihr einfach nur so diese Phobie bekommen? Wie lange habt ihr diese Phobie schon?

      Ich kam mit etwa 12 Jahren auf die Idee, mich mit meiner Freundin in meinem Kleiderschrank einzusperren. Ich wollte ihr nämlich unbedingt zeigen, dass man den Schrank von innen zu- und wieder aufmachen kann. Es war dann allerdings so dunkel im Schrank, dass wir fast 15 Minuten nicht mehr raus gekommen sind und es war wirklich verdammt eng da drin. Seitdem habe ich Klaustrophobie. Es ist nicht die einzige Phobie die ich habe... z.B. habe ich Angst vor Feuer, bestimmten Lebensmitteln, Spinnen, weiten Plätzen, Kotze und Fü.....en* .

      Aufzüge sind für mich auch nur ganz schwer zu ertragen. Lieber gehe ich die Treppe rauf, selbst wenn ich in den 5. Stock gehen muss. Züge und Busse sind sehr schlimm für mich, wenn sie überfüllt sind. Panik bekomme ich auch dann, wenn ich z.B. in München oder London irgendwo im Untergrund auf eine U-Bahn warten muss. Da bekomme ich oft das Gefühl zu ersticken und werde ganz nervös.

      Interessanterweise mag ich offene Türen aber überhaupt nicht und meine eigene Zimmertür sperre ich sogar von innen immer mit einem Schlüssel zu. Wenn ich mich in anderen Räumen aufhalte, z.B. in der Küche oder im Wohnzimmer, dann mache ich auch immer alle Fenster und Türen zu.

      Liebe Grüße,
      akfscb8

      * ich meine damit das Körperteil, das sich unten an den Beinen befindet. Mir wird schon übel dabei das Wort auszuschreiben.