Hochbegabung?

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    • Hochbegabung?

      Wurde bei Euch auch Hochbegabung festgestellt? 87
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        ich bin Aspie und hochbegabt (37) 43%
      2.  
        Ich bin Aspie und normalbegabt (14) 16%
      3.  
        ich bin Aspie und vermute eine Hochbegabung (11) 13%
      4.  
        ich bin Verdachtsautist und hochbegabt (7) 8%
      5.  
        ich bin Verdachtsautist und bin normalbegabt (6) 7%
      6.  
        ich bin woanders im Autismusspektrum und hochbegabt (4) 5%
      7.  
        ich bin Verdachtsautist und vermute eine Hochbegabung (4) 5%
      8.  
        ich bin woanders im Autismusspektrum und normalbegabt (3) 3%
      9.  
        ich bin woanders im Autismusspektrum und vermute eine Hochbegabung (1) 1%
      Hallo alle,

      hier wurde öfters schon mal Hochbegabung erwähnt. Mich würde einfach mal interessieren, ob unter (vor allem den Asperger-) Autisten hier Hochbegabung gehäuft vorkommt.

      Es ist nur reine Neugierde, aber ich glaube schon, dass wir hier eine Häufung von Hochbegabung finden. Warum das so ist, weiß ich auch nicht, vielleicht hat das was mit den Anpassungsleistungen, die wir erbringen müssen, zu tun.

      Mir ist schon klar, dass hier hauptsächlich hochfunktionale Autisten sind und deshalb hier mehr Hochbegabte sein werden, als unter der gesamten Menge der Autisten.

      Wenn Ihr noch was zu Eurer Begabung schreiben wollt, nur zu. :)
    • vermutlich gibt's bei dieser Umfrage eine Art response bias, weil am ehesten Menschen diesen Thread öffnen, die sich für das Thema Hochbegabung interessieren und das wiederum, weil sie selbst betroffen sind... oder so. :roll:

      Ich habe mal gelesen, dass Autisten bei Intelligenztests unterschiedlich abschneiden, je nachdem, welche Art Test mit ihnen gemacht wurde. Finde es generell schwierig, Intelligenz zu definieren - bei mir wurde mal ein HAWIK-Test gemacht, der aber über IQ oder Hochbegabung nichts aussagen kann. Da kam raus, dass mein räumliches Vorstellungsvermögen stark überdurchschnittlich, mein Arbeitsgedächtnis aber unterdurchschnittlich ist. Alles andere war im Durchschnitt.
      je länger ihr sie anseht, desto absurder erscheint die Welt... und jetzt erst... undjetzterst!

      Status: Irgendwo zwischen Autistin und Nichtautistin. Ziemlich kontextblind, exzentrisch und reizverarbeitungsgestört.
    • Lyranda wrote:

      Soll ich für meinen Sohn antworten oder willst du nur von Erwachsenen wissen?

      Du kannst gerne für Deinen Sohn antworten.

      Ist ja keine wissenschaftliche Arbeit, ich will hier nur meine persönliche Neugierde befriedigen. :)


      julai wrote:

      vermutlich gibt's bei dieser Umfrage eine Art response bias, weil am ehesten Menschen diesen Thread öffnen, die sich für das Thema Hochbegabung interessieren und das wiederum, weil sie selbst betroffen sind... oder so.

      Da hast Du sicher recht. Die, die hier im Forum sind, sind ja schon auf der hochfunktionalen Seite. Das die Umfrage hier jetzt nicht so ganz repräsentativ ist, glaube ich schon auch. ;)
    • Hier fehlt noch "überdurchschnittlich begabt" (eigentlich "überdurchschnittlicher IQ"). Gerade unter Aspies soll es ja viele davon geben ("normale bis überdurchschnittliche Intelligenz").

      Damit meine ich Werte zwischen 116 und 130, die als überdurchschnittlich gelten. Der Normalbereich liegt zwischen 85 und 115.

      Hochintelligent (-begabt) gilt man bei einem IQ ab 131.
      Keiner ist so verrückt, dass er nicht einen noch Verrückteren findet, der ihn versteht.
      (Friedrich Nietzsche)

      The post was edited 2 times, last by Palinurus ().

    • Genau, da liegt auch meine Schwierigkeit. Ich liege auch im überdurchschnittlichen Bereich, bin aber nicht hochbegabt.
      "Ich? Gescheitert? Niemals!
      ... Ich habe nur 10.000 Wege gefunden, die nicht funktionieren." -Thomas Edison, zumindest so ähnlich
    • Habt ihr auch schon mal von HSS gehört? High Sensation Seeking, steht eng in Verbindung mit Hochsensibilität und Hochbegabung, ist eine Sonderform. Das sind Menschen, die besondere Reize benötigen, um ihr Gehirn zu Höchstleistungen zu treiben, sonst verlieren sie schnell das Interesse oder langweilen sich.
      Ich kann mir vorstellen, dass ein IQ Test, der das nicht berücksichtigt, wenig Aussagekraft besitzt, denn solche Menschen werden darin eher selten eine Herausforderung sehen, weil sie häufig auch nicht unter Zeitdruck denken/arbeiten können. Ich kann mir vorstellen, dass gerade Aspies mit ihrer detailorientierten Wahrnehmung zu HSS und Hochsensibilität neigen und Vll viele zu Unrecht schlecht bei IQ Tests abschneiden.
    • Diamant wrote:

      Das sind Menschen, die besondere Reize benötigen, um ihr Gehirn zu Höchstleistungen zu treiben, sonst verlieren sie schnell das Interesse oder langweilen sich.
      Wer sein Gehirn nicht zu Höchstleistungen bringen kann, weil er es einfach will, der ist -in meinen Augen- auch nicht sonderlich begabt.
    • zaph wrote:

      Diamant wrote:

      Das sind Menschen, die besondere Reize benötigen, um ihr Gehirn zu Höchstleistungen zu treiben, sonst verlieren sie schnell das Interesse oder langweilen sich.
      Wer sein Gehirn nicht zu Höchstleistungen bringen kann, weil er es einfach will, der ist -in meinen Augen- auch nicht sonderlich begabt.
      Das kann man so einfach denken, da stimme ich Dir zu. Ich bin aber auch der Meinung, das zu viele so denken.
      Müsste Aspies doch eigentlich bekannt vorkommen: Stell dich nicht so an, du kannst das doch, du musst nur wollen usw. Wer kennt diese Phrasen nicht? Ich denke, hier im Forum die Wenigsten. Deshalb ist es vielleicht doch mindestens fragwürdig, ob man das so einfach denken darf. Sonst könnte man auch einfach sagen: wer nicht normal sein kann, der will es einfach nicht. Damit möchte ich eigentlich nur sagen, dass mir zu viel pauschalisiert und alles über einen Kamm geschoren wird, gerade bei IQ-Tests, die ich deshalb auch nicht für besonders aussagekräftig halte.
    • julai wrote:

      bei mir wurde mal ein HAWIK-Test gemacht, der aber über IQ oder Hochbegabung nichts aussagen kann
      Warum denn? Gibt es dafür eine Erklärung? Das ist doch ein anerkannter IQ-Test.

      zaph wrote:

      Wer sein Gehirn nicht zu Höchstleistungen bringen kann, weil er es einfach will, der ist -in meinen Augen- auch nicht sonderlich begabt.
      Das hängt doch vom IQ-Test und der Person ab. Eine Person, die die Sprache schlecht spricht, weil sie aus dem Ausland kommt, wird in einem IQ-Test mit verbalen Anteilen (deutlich) unterperformen, auch wenn sie sich anstrengt. Genauso wird eine sehbehinderte Person bei visuell fordernden Aufgaben Schwierigkeiten bekommen, und das hat dann auch nichts mit der Intelligenz zu tun.
    • Bei mir wurde ein IQ von 145 festgestellt auf der Autismusambulanz in Dresden. Sie haben mir auch eine AS Diagnose gegeben. Ob irgendetwas daran (an den beiden Sachen) richtig oder bedeutungsvoll ist weiß ich inzwischen nicht. Es ist eigentlich total frustrierend einen so hohen offiziellen IQ Wert zu bekommen wenn man mehr oder weniger gescheitert ist im Leben, weil man sich fragt: "WTF?"

      The post was edited 1 time, last by Unbewohnte Insel ().

    • Palinurus wrote:

      Ich auch (IQ 127), daher kann ich nichts davon ankreuzen.
      Ich habe den gleichen IQ-Wert. ;)


      Unbewohnte Insel wrote:

      Es ist eigentlich total frustrierend einen so hohen offiziellen IQ Wert zu bekommen wenn man mehr oder weniger gescheitert ist im Leben, weil man sich fragt: "WTF?"
      Mein Wert ist ja nicht ganz so hoch.
      Ich bin weniger frustriert über meinen IQ, als darüber, dass ich trotz dieser angeblichen Intelligenz weder lernfähig zu sein scheine noch mein Leben auf die Reihe bekomme (RW). Ich kann mein Potential wegen des Asperger und wegen meiner verdammten anderen psychischen Störungen nicht entfalten. Das ist für mich das Schlimmste daran. Als wäre man in einem unsichtbaren Käfig gefangen. Es ist unsagbar grausam für mich.

      The post was edited 2 times, last by FruchtigBunt ().

    • Traut ihr euch, über den IQ-Wert zu sprechen? (die Frage ist an diejenigen gerichtet, die überdurchschnittlich begabt bzw. hochbegabt sind).

      Ich traue mich das nicht zu sagen, weil ich im sozialen Kontakt wirklich behindert wirke und auch behindert bin (Asperger ist ja eine Behinderung). Ich hätte Angst, dass die Menschen dann behaupten würden, dass das gar nicht stimmen könne. Leider werde ich bzw. meine Fähigkeiten auch sehr oft unterschätzt. Das ist aber auch kein Wunder, wenn man sich so schlecht selbst darstellt wie ich es tue und so ungeschickt auftritt. Darunter leide ich zusätzlich.

      Wenn ich meinen IQ nennen würde (um die anderen davon zu überzeugen, dass ich nicht so dumm bin, wie ich manchmal wirke), würde mir das viel zu viel Druck machen.

      Als ich erfuhr, dass ich überdurchschnittlich begabt bin, fiel trotzdem eine sehr große Last von meinen Schultern. Zusammen mit der Asperger-Diagnose kann ich mir jetzt vieles erklären.
    • Für mich fehlt da die Option "Bin tiefbegabt".
      Ich hab mir eben mal die Ergebnisse der Abstimmung angeschaut und sah dann das, was ich schon ahnte.
      Wie macht sich die Hochbegabung im Alltag bemerkbar? Was sind typische Situationen/Beispiele, wo die Hochbegabung zum Vorschein kommt?
      Wenn ich bei Wikipedia "Hochbegabung" nachschaue, dann lese ich dort: Vor allem das Asperger-Syndrom, eine mildere Form des Autismus, kann zusammen mit Hochbegabung auftreten. Oftmals können die Betroffenen, dank ihrer hohen Intelligenz, ihre Schwächen relativ erfolgreich kompensieren, sodass das Syndrom häufig unerkannt bleibt. (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Hochbegabung#Autismus_und_Asperger )
      In letters of gold on a snow white kite I will write "I love you"
      And send it soaring high above you for all to read