Stimming "neu erlernen" / Stimshaming

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    • sempron schrieb:

      Was das Schaukeln betrifft (ist damit "vor und zurück", also die sogenannte "Jaktation" gemeint?), so ist das auch nichts für mich, denn ich empfinde so eine Bewegung nicht als beruhigend, sondern als unangenehm, dabei wird mir direkt schwindlig, und ein unschönes Gefühl im Kopf entsteht. Ich kann also gar nicht verstehen, warum das bei Autisten so oft vorkommt/vorkommen soll...
      Ja, vor und zurück ist gemeint, manchmal auch seitwärts, sowie im Sitzen oder im Stehen.
      Mich beruhigt das, vielleicht weil es eine selbst gesteuerte gleichförmige Bewegung ist, oder weil man über die Bewegung eine Rückmeldung vom Körper und seiner Lage im Raum bekommt, oder weil es den Bewegungsdrang abbaut, oder... keine Ahnung, was sonst noch der Grund sein könnte.
      Menschen sind auch nur Tiere. - Ich mag Tiere!
    • Shenya schrieb:

      sempron schrieb:

      Was das Schaukeln betrifft (ist damit "vor und zurück", also die sogenannte "Jaktation" gemeint?), so ist das auch nichts für mich, denn ich empfinde so eine Bewegung nicht als beruhigend, sondern als unangenehm, dabei wird mir direkt schwindlig, und ein unschönes Gefühl im Kopf entsteht. Ich kann also gar nicht verstehen, warum das bei Autisten so oft vorkommt/vorkommen soll...
      Ja, vor und zurück ist gemeint, manchmal auch seitwärts, sowie im Sitzen oder im Stehen.Mich beruhigt das, vielleicht weil es eine selbst gesteuerte gleichförmige Bewegung ist, oder weil man über die Bewegung eine Rückmeldung vom Körper und seiner Lage im Raum bekommt, oder weil es den Bewegungsdrang abbaut, oder... keine Ahnung, was sonst noch der Grund sein könnte.
      Hmm also ich habe mich als Kind (bis so ca. 10 Jahre) immer "in den Schlaf geschaukelt", d.h. bin im Bett liegend seitlich hin und her gerollt. Offenbar habe ich das gebraucht um mich zu entspannen, damit ich einschlafen kann. Aber Irgendwann hab ich dann begriffen dass das irgendwie "seltsam" und "nicht normal" ist und habe dann beschlossen damit aufzuören. Am Anfang war es ungewohnt aber ich hab dann relativ schnell gelernt, ohne "Schaukeln" einzuschlafen.

      Aber einige Eigenheiten habe ich immer noch, die auch Stimming sein könnten. Ich spiele auch oft mit allem herum was mir in die Finger kommt, sei es ein Stift oder irgendwas anderes was auf meinem Schreibtisch rumliegt.
      I'm doing fine
      One step closer every day at the time
      I won't lose my mind
      Lose my mind
      --Gossip

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von tom_aus_berlin ()

    • Palinurus schrieb:

      Aber für den Preis machst du garantiert nichts falsch. Denn schlecht sind die von MoYu definitiv nicht.
      Ich hab den kleinen (30x30mm) Schlüsselanhängerwürfel heute bekommen. Der ist wirklich gut, lässt sich leicht drehen, hat wunderschöne Farben und die Kette kann man sogar abnehmen. Er ist echt um Klassen besser als der Schlüsselanhänger von Rubik's :nod:

      Das einzige, was mich ein bisschen stört, ist ein winziger schwarzer Punkt auf einer der orangenen Flächen :oops: :lol:
      "L'uomo ha una grande arte oratoria, la maggior parte della quale è inutile e falsa, gli animali l'hanno piccola ma è utile e vera; e meglio è la piccola certezza che la gran bugia." - Leonardo da Vinci
    • sempron schrieb:

      Mir extra irgendwelchen Kram zu kaufen, um mit den Händen daran herumzufummeln, dafür wäre mir das Geld zu schade
      Da tut es ja ganz prima der Schlüsselbund. Habe schon einen Autoschlüssel mit Fernsteuerung ruiniert, der Kunststoff auf dem Knopf zum Türen öffnen verschleißt halt irgendwann. Und den Ehering am Finger drehen ist auch gut.
    • DrCarsonBeckett schrieb:

      wenn ich an etwas herum spiele ist das beruhigend, aber wenn es wer anders macht stört es irgendwie
      Nicht immer und grundsätzlich, aber z.B. das Surren von Fidget-Spinnern nervt mich total - außer, ich bin diejenigen, die sie zum Surren bringt :d
      Das kennen aber bestimmt viele Menschen, etwa beim Herumklickern mit Kugelschreibern oder dem Fingertrommeln auf der Tischplatte. Den Ausführenden beruhigt es, alle anderen werden nervös(er).
    • ich las gerade in einem Artikel und erschrak:.

      Manchmal entsteht selbstverletzendes Stimming aus unterdrückter Wut oder wegen Missverständnissen, die den/die AutistIn verzweifeln lassen.


      Das kenne ich von früher...wenn ich nicht mehr aus und ein wusste und völlig völlig überfordert oder verletzt oder sehr verzweifelt mich fühlte...
      war ich bisweilen kurz vor einer größeren Selbstverletzung...mit großen Impulsen..zum Glück hat mich immer etwas von Schlimmerem abgehalten.
      Weglaufen hat auch viel gerettet, auch wenn es in dem Moment völlig merkwürdig war und zu Missverstehen führte.

      Durch mein Erkennen von alledem und besserem Einordnen ist es nun eher das Weglaufen noch oder das Heulen/Weinen und die "kleineren" Stimmings.
      Ich muss nur achtgeben, dass es nicht drinnen bleibt, das Gefühl , wenn alles Drunter und Drüber geht.

      ...und jetzt gehe ich spazieren. Om.
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert?"
      (Schrödinger lässt grüßen :) )
      ‚Der häufigste Fehler liegt in der Annahme, dass die Grenzen unserer Wahrnehmung auch die Grenzen des Wahrzunehmenden sind.’
      C.W. Leadbeater

      Was wir wissen, ist ein Tropfen...was wir nicht wissen, ein Ozean* (Isaac Newton)

    • Hmhm, das kenne ich . Das ist auch nicht nett mit sich selbst.
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert?"
      (Schrödinger lässt grüßen :) )
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    • tom_aus_berlin schrieb:

      Hmm also ich habe mich als Kind (bis so ca. 10 Jahre) immer "in den Schlaf geschaukelt", d.h. bin im Bett liegend seitlich hin und her gerollt. Offenbar habe ich das gebraucht um mich zu entspannen, damit ich einschlafen kann. Aber Irgendwann hab ich dann begriffen dass das irgendwie "seltsam" und "nicht normal" ist und habe dann beschlossen damit aufzuören.
      Als Säugling habe ich das wohl zuweilen auch gemacht; ich hatte aber auch Affektkrämpfe, bei denen ich mich quasi in die Bewusstlosigkeit schrie. Später als Kleinkind und Vorschulkind schaukelte ich im Wachzustand, wenn ich irgendwo sass. Es ging einfach "von selber" los, ich kann mich sogar noch daran erinnern. Ich weiß auch noch, dass ich das nicht sollte, auch gefragt wurde, weshalb ich es mache. Das konnte ich nie erklären, es fühlte sich einfach gut und richtig an. Am Anfang der Grundschulzeit passierte mir das auch vor anderen noch, aber dann, so mit 6, 7, lernte ich, es zu kontrollieren und nur noch unbeobachtet zu tun. Gleichzeitig wusste ich auch, dass es irgendwie "verhaltensgestört" sei. Ich versuchte mehrfach, damit aufzuhören, was ich nie schaffte. Es gab Zeiten, wo es stärker präsent war, in anderen kaum, ganz weg war es jedoch nie. Mit dem Wissen um Autismus wurde es dann zeitweise noch intensiver, aber dann "normalisierte" es sich allmählich. Mir hat die Diagnose geholfen, mich dabei nicht mehr "blöd" oder gestört zu fühlen, sondern es als etwas zu sehen, das für mich als Autistin halt "normal" ist.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Leonora ()

    • Neu

      Kleine schrieb:

      Stimming

      Ein niedliches Video zum Thema, allerdings zeigt sie eher bewegungsarme Stimming-Arten.
      Ah krass, ich dachte die ganze Zeit, dass ich dieses Stimming wohl kaum mache, weil es mir vermutlich abgewöhnt wurde, lediglich exzessives Schaukelstuhlschaukeln und "mit dem Kiefer mahlen" ist mir vorher aufgefallen. Nach dem Video merke ich, dass ich ständig "sowas" tue, an mir ist dauernd irgendwas in Bewegung 8o 8o 8o Und beim Ansehen des zweiten Videos erinnere ich mich, dass ich früher gefühlt stundenlang auf einem Drehstuhl rotiert habe, das hatte ich völlig verdrängt... Sitzbälle sind auch was Tolles, hatte ich vueld Jahre lang - zum Hüpfen, nicht zum Sitzen :oops: Ich glaube, ich kaufe mir mal wieder einen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Verwirrt ()

    • Neu

      auf den Füssen wippen..etwas ans Gesicht halten/ dran kuscheln...schnuppern..mit der glatten Fingernagelseite über die Lippen fahren..Lichtobjekte betrachten, Kreisel u ä.....etwas in der Hand kneten, mit SI beschäftigen, Ohren zuhalten, mit den Fingern wedeln, ....an etwas rasselndem horchen (also das Geräusch mit etwas erzeugen) ...Gegenstände aneinander klopfen, wenn es sich gut anhört...Schneekugeln, Glitzerkugeln, Lavalampen und co ....eine Hand hält sich in der anderen fest (sieht ein bisl seltsam aus).........
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      (Schrödinger lässt grüßen :) )
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    • Neu

      als ich mal einkaufen sah ich einen Jungen der sich die ganze Zeit im Kreis gedreht hat. Den Eltern war es unangenehm weil sie meinten "was machst du denn da? Mach nicht so einen Unsinn" in der Öffentlichkeit war es ihnen zu peinlich. Und genau das ist es. Man sollte sich "normal" verhalten, nicht auffallen. Ich habe als Kind immer auf meine Nase geguckt und den Kopf dabei immer so hoch gehoben, man sah es auch in einem Video von früher, es sah echt komisch aus auch wenn es nur mal kurz war. Wenn es Kinder machen lacht man, wenn es ein Erwachsener macht findet man es merkwürdig.

      Nägelkauen machen viele Kinder und auch noch Erwachsene, ich mach das auch seit meiner Kindheit mal mehr mal weniger und mal gar nicht. Verschiedene Ticks usw. Das kommt meist immer wenn ich nervös bin udn unausgeglichen.

      ich hätte es nie als "Stimming" gesehen weil ich auch viele solcher Dinge ab und zu mache wie das Mädel im Video zb mit den Füßen auf dem Boden tappen auf und ab auf und ab aber beide Füße unterschiedlich. Immer was in den Händen haben, einen Gummi um die Hände spannen und wieder ab und wieder drauf, oder ich halte auch gerne was kaltes glattes in den Händen zb einen Stein und reibe darauf rum. Aber ob das alles was mit Asperger zu tun hat , hm macht denke ich jeder Mensch mal.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lemon83 ()

    • Neu

      Verwirrt schrieb:

      Nach dem Video merke ich, dass ich ständig "sowas" tue, an mir ist dauernd irgendwas in Bewegung
      So gings mir auch, als ich das erste mal solche Videos gesehen habe, wo Autisten ihr Stimming Verhalten zeigen.
      Erst, als ich gesehen habe, was die Leute auf dem Video alles machen, ist es mir bei mir selber aufgefallen.

      Ich wippe auch gerade, wenn ich irgendwo länger stehe, häufig mit den Füßen vor und zurück, ich knicke mein Handgelenk (Spannung aufbauen) und dann flattere ich mit der rechten Hand.
      Ich fasse auch unglaublich gern irgendwelche weichen Sachen an, streiche darüber, aber am allerliebsten habe ich diese "Schuppen"-Kissen, die man in beide Richtungen bewegen kann :d
      Ich beiße viel auf meinen Fingern rum, ich knirsche mit den Zähnen bei Anspannungen, ich beiße mir die Lippe auf oder alternativ auch meine Wangeninnenseite.
      Außerdem habe ich immer ein Haargummi dabei, mit dem ich den ganzen Tag am Spielen bin.
      Was ich momentan viel mache ist z.B. auch Fäuste bilden, den Daumen unter den anderen Fingern begraben und dann ganz viel Druck aufbauen. Oder eben auch an meinen Händen ziehen.

      Was man ja gerade auch Kindern immer als Stimming Verhalten nachsagt, ist z.B. wenn sie auf den Zehenspitzen laufen. Das mache ich heute noch, wenn ich bergab laufe. Hab ich schon immer gemacht. Ich hasse das Gefühl, wenn ich normal bergab laufe. :nerved: Meine Eltern fanden das immer als komisch.