Ergotherapie für erwachsene Autisten...?!

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    • sempron wrote:

      Na ja, meinen Gesang mute ich lieber niemandem zu. :) Aber Melodien auf Instrumenten spielen, und sei es z.B. eine Sitar, das würde mich eher ansprechen. Nun gut, Rhythmus hat natürlich auch seinen Stellenwert.
      Vielleicht wäre ein Hexachord etwas für dich? Das lässt sich aus einer kleinen Holzkiste (z.B. Obstkiste), Schrauben und Nylonschnüren einfach selber bauen und lässt sich einfach spielen, weil es immer 'richtig' klingt, egal, was man macht.
      ~ Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein. ~
    • @Leseratte

      Danke für den Tip - schön, wenn sich so etwas einfach herstellen läßt.


      Ich dachte mehr daran, falls ich jetzt irgendwo Musiktherapie hätte.
      Für zu Hause habe ich ja meine Konzertgitarre, auf der ich vorhin wie wild gespielt habe und zu der ich auch immer wieder mal zwischendurch greife. :)
    • Also für mich waren bislang (einmal während des stationären Aufenthalts und später während des teilstationären) die Angebote und Inhalte von eher bescheidenem Nutzen.
      Körbe flechten? (War ich beim Mittelalter- Reenactment gelandet? :sarcasm: )
      Dinge aus Speckstein modellieren? (Ähm, mein Name ist Michael, nicht Michelangelo. :sarcasm: )
      Tücher bemalen? Mosaike aus buntem Glas basteln? :nerved:
      Musikinstrumententherapie? (Ich habe noch nicht einmal in der Grundschule den Blockflötenunterricht durchgehalten x( )

      Holzwerkstatt war ganz ok - als Abwechslung/ Beschäftigungstherapie. Aber erst, nachdem ich mich durchsetzen konnte, dass ich keine Heinzelmännchen-Schlüsselbretter bauen oder Blumenwiesen- Dioramen herstellen würde. Ich habe dann kleine Dosen, ein Trickkistchen und ein Trebuchet-model gebaut - funktionale Dinge eben mit Scharnieren und Mechanismen.

      Gut fand ich die Entspannungstherapie (nach Jacobsen).

      Aber dieses ganze künstlerische, diese Übungen zum Thema Achtsamkeit und Genuss - ein Graus:
      Therapeutin: "Was macht das mit Ihnen, wenn Sie diesen Baum betrachten? Die Form? Die Farben der Blätter? Wie fühlt sich der Baum an?
      Ich: "Öhm ... Ähh ... Nichts? Ein Baum halt." :nerved: x(
      Und dann wollte ich ironisch sein und fragte: "Wie wäre es, wenn wir gleich über den Stein da drüben reden?" und deutete auf ein Steinchen, das da am Wegrand lag.
      Therapeutin: "Oh, Ihnen gefällt also der Stein? Woran denken Sie, wenn Sie ihn betrachten? Was fühlen Sie?"
      Ich: :m(:


      Vielleicht wenn ich ein Angebot fände wie "Therapeutisches Schwertschmieden" oder "Mythbusters- Werkstatt" oder ... .

      Und warum läuft es immer auf Handarbeit hinaus? Der Mensch hat doch Maschinen erfunden, um sich die Arbeit zu erleichtern. Fragen über Fragen ...
      Of course I talk to myself! :nod: Sometimes I need expert advice. :prof:
    • Digital_Michael wrote:

      Und warum läuft es immer auf Handarbeit hinaus?
      In der Ergotherapie Ausbildung werden bestimmte handwerkliche und gestalterische Techniken gelehrt und querdenken ist wohl nicht jedermanns(-therapeuts) Sache.
      Aber ich denke, gerade in Kliniken hat man es mit ziemlichen Standarts zu tun in der (Ergo)therapie.
      Wobei es mich schon wundert, dass Du sogar dafür "kämpfen" musstest funktionale Sachen aus Holz herstellen zu dürfen, das sollte sogar noch in den Rahmen der in der Ausbildung gelehrten handwerklichen und gestalterischen Techniken fallen.
      Kunst - und Musiktherapie hat wohl immer den Ansatz einen (alternativen) Zugang zu Gedanken, Bildern, Gefühlen, Emotionen zu bekommen.
      Dazu sollte man schon Lust haben, bzw. auch hier wäre Aufgabe des Therapeuten zu erkennen, dass es wohl wenig Sinn macht, dich den Stein oder den Baum fühlen zu lassen denke ich, da könnten doch sicher andere Ansätze gefunden werden - was auch immer und wenns ein "es ganz sein lassen" ist.
    • sempron wrote:

      Ich dachte mehr daran, falls ich jetzt irgendwo Musiktherapie hätte.
      Für zu Hause habe ich ja meine Konzertgitarre, auf der ich vorhin wie wild gespielt habe und zu der ich auch immer wieder mal zwischendurch greife.
      Gitarre spiele ich auch - aber die ist sehr viel unhandlicher und 'schwieriger' zu spielen. Einfach nur einhändig drauf zupfen klingt halt nicht gut.

      Mit dem Hexachord kann ich im sitzen, stehen, liegen zupfen und falsche Töne gibt es nicht.

      hexachord.jpg Wenn ich mich recht erinnere, war das eine Mandarinenkiste.

      Digital_Michael wrote:

      Vielleicht wenn ich ein Angebot fände wie "Therapeutisches Schwertschmieden" oder "Mythbusters- Werkstatt" oder ... .
      Wenn du die Klinik oder den Therapeuten findest, der das im Angebot hat, sag Bescheid. Dann komme ich mit.
      ~ Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein. ~
    • Parallel zur Verhaltenstherapie bin ich auch bei einer Ergotherapie Praxis. Der Schwerpunkt ist Psychisch Funktionell. Das heißt, es werden direkte Probleme aufegriffen und daran gearbeitet. Zum Beispiel habe ich eine Arztphobie. Dazu wurde der Prozess Termin ausmachen und hingehen in Schritte gegliedert mit Teilzielen nach dem SMART Prinzip (Spezifisch, Messbar, Akzeptiert, Realistisch, Terminiert) erstellt. Es gibt dort anscheinend auch eine Gruppe für Soziales Training, die von einer Autistmus-Erfahrenen Person geleitet wird. Daran habe ich noch nicht teilgenommen.

      Für mich wäre noch eine Gestaltungstherapie interessant, die sich mit dem Thema Gefühlen beschäftigt. Ich habe Probleme meine eigenen zu erfassen und zu benennen.
    • Meso wrote:

      Parallel zur Verhaltenstherapie bin ich auch bei einer Ergotherapie Praxis. Der Schwerpunkt ist Psychisch Funktionell. Das heißt, es werden direkte Probleme aufegriffen und daran gearbeitet. Zum Beispiel habe ich eine Arztphobie. Dazu wurde der Prozess Termin ausmachen und hingehen in Schritte gegliedert mit Teilzielen nach dem SMART Prinzip (Spezifisch, Messbar, Akzeptiert, Realistisch, Terminiert) erstellt. Es gibt dort anscheinend auch eine Gruppe für Soziales Training, die von einer Autistmus-Erfahrenen Person geleitet wird. Daran habe ich noch nicht teilgenommen.

      Für mich wäre noch eine Gestaltungstherapie interessant, die sich mit dem Thema Gefühlen beschäftigt. Ich habe Probleme meine eigenen zu erfassen und zu benennen.
      @Meso

      Da ich mittlerweile auch deutschlandweit umziehen würde um eine angemessene therapeutische Unterstützung zu bekommen: Kannst du mir sagen, in welcher Stadt die Ergotherapie ist und bei welchem Behandler? Das SMART-Prinzip spricht ja für eine Behandlerin, die sich mit Autismus auskennt. Danach suche ich gerade. (siehe auch Thread: Sammlung von Ergotherapeuten (auf erwachsene Asperger spezialisiert))
    • Eine weitere Ergotherapeutische Praxis, die auf Autisten spezialisiert sind (Autismus steht nur bei den Kindern als Patienten dabei, aber da sie auch Erwachsene behandeln, ist es evtl. für den ein oder anderen interessant):

      Praxis für Ergotherapie am Eichenhof Stemmer & Fischer GbR
      Münchner Straße 6a
      82229 Seefeld
    • Da darf man nicht voreilig sein. Manche trennen das strickt und bieten das Autismuszeugs nur für Kinder an und für Erwachsene nur völlig andere Behandlungen an für völlig andere Problemlagen. Daher immer erst nachfragen!
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • An alle, die sich mit Gesetzen auskenne oder gerne knobeln: :lol:

      In der Heilmittelrichtlinie ist ja geregelt, dass Asperger (siehe Anhang 2 der HeilmittelRL) zu den "Erkrankungen" gehört, die einen langfristigen Heilmittelbedarf auslösen (sprich: Die Ergotherapie wird als dauerhaft für erforderlich gehalten). Zusätzlich kann man Ergotherapie "außerhalb des Regelfalles" verordnen bei Asperger, also man muss nicht erst das Verfahren mit 10 Einheiten ErstVO, 10 EInheiten FolgeVO, Schluss bei 40 Verordnungen durchmachen, sondern steigt direkt bei "dauerhaft" ein.

      In der HeilmittelRL steht bei Anlage 2 neben Asperger unter anderem "PS1"; das steht für psychisch-funktionelle Behandlung von Erkrankungen, die im Kindes- und Jugendalter begonnen haben. Im Heilmittelkatalog steht auf Seite 108, dass eine psychisch-funkionelle Behandlung, d. h. eine Verordnung nur möglich ist, nach einer nach einer Kinder- und Jugendpsychiatrischen Diagnostik.
      Das würde bedeuten, dass man mit einer Erwachsenendiagnostik gar keine psychisch-funkionelle Behandlung bekäme (was die Krankenkassen meines Wissens nach aber anders handhaben).

      Handelt es sich eurer Meinung nach nur um einen Schreibfehler, weil die Ersteller der HeilmittelRL davon ausgingen, dass von Störungen, die im Kindes- und Jugendalter begonnen haben, auch nur Kinder und Jugendliche betroffen sind und haben sie deshalb nicht daran gedacht, dass auch eine Diagnostik von einem Erwachsenenpsychiater möglich ist? Also wollten die damit wirklich ausdrücken, dass das nur für Kinder und Jugendliche gedacht ist oder wollten sie ausdrücken, dass man vorher einfach eine Diagnostik braucht? :nerved: Ich verstehe das gerade nicht.

      Man könnte es aber so hindrehen, weil auf Seite 108 die Überschrift ja "im Regelfall" lautet, dass man bei einer VO außerhalb des Regelfalles (was ja bei Asperger möglich ist), dann auch nicht mehr auf die Voraussetzungen "kinder- und jugendpsychiatrische Diagnostik" achten muss und man somit auch Zugang mit einer Erwachsenendiagnostik erhält.

      Auf Seite 108 heißt es auch "3.1 Geistige und psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter", die Gliederung der Psychischen Erkrankungen erfolgt aber nach den üblichen Begriffen, so dass eigentlich davon auszugehen ist, dass es "Geistige und psychische Störungen mit Beginn im Kindes- und Jugendalter" heißen müsste.
      Hat da jemand etwas falsch abgetippt oder habe ich einen Denkfehler? :|
      In der Diagnoseliste (Anlage 2) steht ja auch "Asperger" und nicht "Asperger nur bei Kindern und Jugendlichen. :frown: Ich hasse diesen Wirrwarr.

      The post was edited 2 times, last by FruchtigBunt ().

    • Ich bin seit 10 Terminen in psychisch-funktioneller ergotherapeutischer Behandlung. Anfangs hatte ich auch die 'Befürchtung', da würde gebastelt werden. Das ist aber bisher nicht der Fall. Meine Therapeutin agiert sehr flexibel auf meine jeweiligen Stimmungen und Bedürfnisse. Sie leitet mich zu mehr Selbst-Achtsamkeit und -Aktzeptanz an, fokussiert mich, schafft Raum und Möglichkeiten meine Gefühle zu äußern und zu erkennen. Wir machen verschiedene Achtsamkeitsübungen, besprechen z. B. Tagesstrukturen und malen. Die Maltherapie hat mit Kunst nichts zu tun, sondern es handelt sich um eine Technik auf Kleinformaten, Gefühle zuzulassen, ihnen Raum zu geben und sie zu begrenzen. (Mir scheint das eher mechanistische Auftragen der Farben auch gute Stimmingqualitäten zu besitzen).
      Soweit ich weiß, hat meine Therapeutin keine besonderen Qualifikationen hinsichtlich der Spektrumsstörungen ADHS und ASS – soll heißen: Aufgeschlossene, engagierte, modern und am Klienten orientiert arbeitende ErgotherapeutInnen können bestimmt häufig helfen. Ich gehe meist tiefenglücklich, mit Tränen in den Augen und voller Zuversicht – und bin dankbar diese Möglichkeit zu haben.
    • FruchtigBunt wrote:

      In der HeilmittelRL steht bei Anlage 2 neben Asperger unter anderem "PS1"; das steht für psychisch-funktionelle Behandlung von Erkrankungen, die im Kindes- und Jugendalter begonnen haben. Im Heilmittelkatalog steht auf Seite 108, dass eine psychisch-funkionelle Behandlung, d. h. eine Verordnung nur möglich ist, nach einer nach einer Kinder- und Jugendpsychiatrischen Diagnostik.
      Das würde bedeuten, dass man mit einer Erwachsenendiagnostik gar keine psychisch-funkionelle Behandlung bekäme (was die Krankenkassen meines Wissens nach aber anders handhaben).
      Ich kenne mich mit den Verordnungen nicht aus, kann aber aus Erfahrung sagen, dass es bei ADHS ähnlich ist.
      Ein gewisses Medikament durfte ich nur nehmen, weil ich eine Diagnose vor dem 18. Lebensjahr hatte und das Medikament auch vor dem 18. Lebensjahr bekommen hatte.
      Ansonsten hätte ich es praktisch nicht kriegen können.
      Wahrscheinlich ist das bei Asperger ähnlich.
      Das ist so nach dem Motto "Entweder ist es angeboren, dann hast du es immer gebraucht, oder es ist nicht angeboren, dann brauchst du es auch nicht wirklich."
      und
      "Im Erwachsenenleben ist jeder sowieso von "Kinderkrankheiten" geheilt."
      Diese Denke kann man so ungefähr aus der Regelung ziehen, dass autistische Kinder die Merkzeichen ab dem 18. Lebensjahr meist aberkannt bekommen (habe ich gelesen).

      Klingt etwas schräg, ist auch so.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Da scheint sich, denke ich, zuletzt vieles geändert zu haben. Ich habe meine ersten Diagnosen ja erst Ende 2018 erhalten und die Verordnung von Therapien ist und die von Medis wäre kein Problem. Recht neu scheint ja auch die Möglichkeit die Doppeldiagnose ADHS & ASS zu erhalten.
    • Cloudactive wrote:

      FruchtigBunt wrote:

      In der HeilmittelRL steht bei Anlage 2 neben Asperger unter anderem "PS1"; das steht für psychisch-funktionelle Behandlung von Erkrankungen, die im Kindes- und Jugendalter begonnen haben. Im Heilmittelkatalog steht auf Seite 108, dass eine psychisch-funkionelle Behandlung, d. h. eine Verordnung nur möglich ist, nach einer nach einer Kinder- und Jugendpsychiatrischen Diagnostik.
      Das würde bedeuten, dass man mit einer Erwachsenendiagnostik gar keine psychisch-funkionelle Behandlung bekäme (was die Krankenkassen meines Wissens nach aber anders handhaben).
      Ich kenne mich mit den Verordnungen nicht aus, kann aber aus Erfahrung sagen, dass es bei ADHS ähnlich ist.Ein gewisses Medikament durfte ich nur nehmen, weil ich eine Diagnose vor dem 18. Lebensjahr hatte und das Medikament auch vor dem 18. Lebensjahr bekommen hatte.
      Ansonsten hätte ich es praktisch nicht kriegen können.
      Wahrscheinlich ist das bei Asperger ähnlich.
      Das ist so nach dem Motto "Entweder ist es angeboren, dann hast du es immer gebraucht, oder es ist nicht angeboren, dann brauchst du es auch nicht wirklich."
      und
      "Im Erwachsenenleben ist jeder sowieso von "Kinderkrankheiten" geheilt."
      Diese Denke kann man so ungefähr aus der Regelung ziehen, dass autistische Kinder die Merkzeichen ab dem 18. Lebensjahr meist aberkannt bekommen (habe ich gelesen).

      Klingt etwas schräg, ist auch so.
      @Cloudactive

      Oh, vielen Dank für diese Info.
      Bei der Ergotherapie handelt es sich ja um ein Hilfsmittel und bei dem Medikament, das du wolltest, vermutlich um etwas anderes als ein Hilfsmittel (sind Medikamente Hilfsmitte? Ich glaube, das sind eher Heilmittel), aber es könnte in beiden Fällen doch daran liegen, dass es sich um eine Entwicklunggstörung handeln muss, die nicht per Definition in der Kindheit anzufangen hat (so wie Asperger), sondern auch tatsächlich bei dieser konkreten Person nicht nur in der Kindheit angefangen hat, sondern auch da schon diagnostiziert wurde. Ich fände das aber vollkommen ungerecht, denn niemand kann etwas dafür, wenn er noch nicht vor dem 18. Lebensjahr diagnostiziert wurde (z. B. weil er keinen Zugang zum Hilfesystem hatte). Eigentlich kann das nicht erlaubt sein, aber in unserem Gesundheitssystem wundert mich nichts mehr.
    • FruchtigBunt wrote:

      Cloudactive wrote:

      FruchtigBunt wrote:

      In der HeilmittelRL steht bei Anlage 2 neben Asperger unter anderem "PS1"; das steht für psychisch-funktionelle Behandlung von Erkrankungen, die im Kindes- und Jugendalter begonnen haben. Im Heilmittelkatalog steht auf Seite 108, dass eine psychisch-funkionelle Behandlung, d. h. eine Verordnung nur möglich ist, nach einer nach einer Kinder- und Jugendpsychiatrischen Diagnostik.
      Das würde bedeuten, dass man mit einer Erwachsenendiagnostik gar keine psychisch-funkionelle Behandlung bekäme (was die Krankenkassen meines Wissens nach aber anders handhaben).
      Ich kenne mich mit den Verordnungen nicht aus, kann aber aus Erfahrung sagen, dass es bei ADHS ähnlich ist.Ein gewisses Medikament durfte ich nur nehmen, weil ich eine Diagnose vor dem 18. Lebensjahr hatte und das Medikament auch vor dem 18. Lebensjahr bekommen hatte.Ansonsten hätte ich es praktisch nicht kriegen können.
      Wahrscheinlich ist das bei Asperger ähnlich.
      Das ist so nach dem Motto "Entweder ist es angeboren, dann hast du es immer gebraucht, oder es ist nicht angeboren, dann brauchst du es auch nicht wirklich."
      und
      "Im Erwachsenenleben ist jeder sowieso von "Kinderkrankheiten" geheilt."
      Diese Denke kann man so ungefähr aus der Regelung ziehen, dass autistische Kinder die Merkzeichen ab dem 18. Lebensjahr meist aberkannt bekommen (habe ich gelesen).

      Klingt etwas schräg, ist auch so.
      @Cloudactive
      Oh, vielen Dank für diese Info.
      Bei der Ergotherapie handelt es sich ja um ein Hilfsmittel und bei dem Medikament, das du wolltest, vermutlich um etwas anderes als ein Hilfsmittel (sind Medikamente Hilfsmitte? Ich glaube, das sind eher Heilmittel), aber es könnte in beiden Fällen doch daran liegen, dass es sich um eine Entwicklunggstörung handeln muss, die nicht per Definition in der Kindheit anzufangen hat (so wie Asperger), sondern auch tatsächlich bei dieser konkreten Person nicht nur in der Kindheit angefangen hat, sondern auch da schon diagnostiziert wurde. Ich fände das aber vollkommen ungerecht, denn niemand kann etwas dafür, wenn er noch nicht vor dem 18. Lebensjahr diagnostiziert wurde (z. B. weil er keinen Zugang zum Hilfesystem hatte). Eigentlich kann das nicht erlaubt sein, aber in unserem Gesundheitssystem wundert mich nichts mehr.
      Ich frage mich, was diese Beiträge mit dem Ausgangspost zu tun haben. Dort wurde nach Erfahrungen mit Ergotherapie gefragt.
      Außerdem veranlasst mich die Tatsache, dass wenige Minuten nach meinen Beiträgen Monate alte Posts, die mit dem Thema nichts zu tun haben wieder aufgegriffen werden, zu vermuten, dass manche hier einfach nur immer das (letzte) Wort haben wollen, ohne überhaupt die eigentliche Fragestellung zu berücksichtigen.
      Ich finde, dass führt zu einer Vermüllung dieses Forums und ich fände es besser, wenn auch solche Posts als Spam gemeldet werden sollten.
    • Ich finde, was du @Mock vom Plock über deine Therapie geschrieben hast, sehr interessant.
      Auch dass du dort jedes Mal so glücklich rausgehst. Da habe ich leider ganz andere Erfahrungen gemacht. Viel mit Zwang und extremem Druck. :( Schade.
      Manchmal denke ich auch wieder an Ergo, aber es ist Sehr angstbesetzt bei mir. Außerdem gehe ich schon in andere Therapien und finanziell ist das zusätzlich einfach nicht drin. Aber ich freu mich, mal positives gelesen zu haben.

      Lg Veronika.
      Man sieht nur mit dem Herzen gut.
      Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
      (Antoine de Saint-Exupéry)

      "Was ist falsch an sonderbar?"

      "Das Ende der Störung ist derzeit nicht absehbar."
    • Mock vom Plock wrote:

      Ich finde, dass führt zu einer Vermüllung dieses Forums und ich fände es besser, wenn auch solche Posts als Spam gemeldet werden sollten.
      Es wäre ja toll, wenn du entscheiden könntest, welche Beiträge erlaubt sind und welche nur unnötig das Forum vermüllen. Du hast ja auch schon ganze 3 Beiträge geschrieben. :roll:
      (Übrigens kannst du jeden Post unter Angabe eines Grundes melden, die Wahrscheinlichkeit, dass er gelöscht wird ist aber nicht so hoch).