Eure Erfahrungen mit dem Widerspruch

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    • Für später.

      Wenn der Widerspruch erfolglos bleibt, muss man einen guten Klagegrund finden. Nicht jedes Sozialgericht akzeptiert eine Klage, die schwach begründet ist.

      Ich sehe in meinem Bundesland immer häufiger, dass Widersprüche kurz und niederschmetternd abgelehnt werden.
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • Man muss keine Klage vorm Sozialgericht begründen, da der Amtsermittlungsgrundsatz gilt. Man sollte das nur tun, damit das Gericht weiß, was man für falsch hält und das bei seiner Prüfung nicht übersieht.

      Davon zu unterscheiden ist der Fall, dass eine Klage als unzulässig abgewiesen wird, weil sie offensichtlich unbegründet ist. Hier ist die Begründetheit auf den Erfolg in der Sachfrage bezogen, wenn man etwas einklagen will was nicht geht. Das kann z.B. sein, wenn man auf einen höheren GdB klagt, aber bereits einen von 100 hat.
    • Waspie wrote:

      Man muss keine Klage vorm Sozialgericht begründen, da der Amtsermittlungsgrundsatz gilt. Man sollte das nur tun, damit das Gericht weiß, was man für falsch hält und das bei seiner Prüfung nicht übersieht.

      Davon zu unterscheiden ist der Fall, dass eine Klage als unzulässig abgewiesen wird, weil sie offensichtlich unbegründet ist. Hier ist die Begründetheit auf den Erfolg in der Sachfrage bezogen, wenn man etwas einklagen will was nicht geht. Das kann z.B. sein, wenn man auf einen höheren GdB klagt, aber bereits einen von 100 hat.
      Schön, dass du so gut unterrichtetes Sozialgerichtspersonal kennst!
      Meine Erfahrungen dagegen mit dem SG sind grottenschlecht. Da wird man mit der Zeit vorsichtiger.
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • DrCarsonBeckett wrote:

      Deswegen der Versuch, Prozesskostenhilfe zu erhalten.
      Finde ich auf jeden Fall sinnvoll, vor allem, wenn deine Prozesshilfe ihr Metier versteht. Ob Autisten sich selbst immer angemessen vertreten, ist halt die Frage. Und wenn es Prozesskostenhilfe gibt, dann würde ich die auch in Anspruch nehmen. Versuch macht kluch ;)
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • elbeschaefchen wrote:

      Hallo,

      also bei mir war es auch so, dass mein Antrag auf Feststellung des Grades der Behinderung mit einem Wert von 40 festgesetzt wurde. Ich hatte ich auch vorher schon gehabt. Also habe ich Widerspruch eingelegt, mit wieso und weshalb, ich denke, dass der Wert höher sein müsste.

      Das zuständige Referat des Landkreises konnte dem Widerspruch nicht abhelfen. Der insgesamte Widerspruchsvorgang ist nun an den Kommunalen Sozialverband Sachsen zur weiteren Bearbeitung als höhere Stelle abgegeben wurden.
      Hallo,

      ich muss mich mal einfach selber zitieren.

      Heute ist der Widerspruchsbescheid vom Kommunalen Sozialverband Sachsen angekommen.

      Leider bleibt es bei einem Grad der Behinderung von 40.

      Alles Beeinträchtigungen im Sinne des SGB IX werden anerkannt:

      - seelische Störungen, Autismus: Einzel-GdB 40
      - Funktionsbehinderung der Wirbelsäule: Einzel-GdB 10
      - Kiefergelenkserkrankung: Einzel-GdB 10
      - Migräne: Einzel-GdB 10

      Muss nun erstmal eine Nacht darüber schlafen, was ich nun machen werde.

      Nachtrag: In dem Schreiben wird eine mittelgradige Auswirkung des Autismus angenommen, jedoch nur mit Einzel-GdB von 40 bewertet.

      Jedoch ist in der aktuellen Fassung der Versorgungsmedizinverordnung mit mittleren, sozialen Anpassungsschwierigkeiten ein GdB von 50 - 70 anzusetzen.

      Eigentlich sollte dies einer Behörde nicht passieren.

      The post was edited 1 time, last by elbeschaefchen ().

    • Hallo elbeschaefchen,

      meiner Meinung nach sollte dies einer Behörde keinesfalls passieren; über die Gründe, weshalb es doch immer wieder vorkommt, kann ich hier nur spekulieren.

      Letztlich bleibt Dir nur die Klage, wenn Du den Bescheid nicht zunächst hinnehmen willst. Ich würde es machen, schon um des Prinzipes willen und um den Verantwortlichen zu zeigen, dass man sich nicht alles bieten lässt. Alternativ wäre auch ein Antrag nach § 44 SGB X möglich.

      Lass Dich nicht unterkriegen.
    • Die Bestimmungen in der Vers.-Medizin-Verordnung (das ist die Grundlage der sozialmedizinischen ärztlichen Beurteilung) sagen dieses:

      "3.5 Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit undJugend

      Die Kriterien der Definitionen der ICD 10-GM Version 2011 müssen erfülltsein. Komorbide psychische Störungen sind gesondert zu berücksichtigen.

      Eine Behinderung liegt erst ab Beginn der Teilhabebeeinträchtigung vor.
      Eine pauschale Festsetzung des GdS nach einem bestimmten Lebensalterist nicht möglich.

      3.5.1 Tief greifende Entwicklungsstörungen (insbesondere frühkindlicherAutismus, atypischer Autismus, Asperger-Syndrom)

      Bei tief greifenden Entwicklungsstörungenohne soziale Anpassungsschwierigkeiten beträgt der GdS . . ..10 – 20.
      mit leichten sozialen Anpassungsschwierigkeiten beträgtder GdS . . . . 30 – 40.
      mit mittleren sozialen Anpassungsschwierigkeiten beträgtder GdS . . . .50 – 70.
      mit schweren sozialen Anpassungsschwierigkeiten beträgtder GdS . . . 80 – 100.

      Soziale Anpassungsschwierigkeiten liegen insbesondere vor, wenn die Integrationsfähigkeitin Lebensbereiche (wie zum Beispiel Regel-Kindergarten,Regel-Schule, allgemeiner Arbeitsmarkt, öffentliches Leben, häuslichesLeben) nicht ohne besondere Förderung oder Unterstützung (zum Beispieldurch Eingliederungshilfe) gegeben ist oder wenn die Betroffenen einerüber das dem jeweiligen Alter entsprechende Maß hinausgehenden Beaufsichtigungbedürfen.

      Mittlere soziale Anpassungsschwierigkeiten liegen insbesondere vor, wenn die Integration in Lebensbereiche nicht ohne umfassendeUnterstützung (zum Beispiel einen Integrationshelfer als Eingliederungshilfe)möglich ist.

      Schwere soziale Anpassungsschwierigkeitenliegen insbesondere vor, wenn die Integration in Lebensbereiche auch mitumfassender Unterstützung nicht möglich ist. "


      Wenn du nachgewiesen hast, dass es bei dir immer wieder zu Schwierigkeiten in Lebensbereichen (privat, beruflich,familiär, finanziell, gesundheitlich usw.) kommt, ist also mindestens ein GdB von 30-40 richtig. Wenn schon dem Wortlaut nach "mittlere soziale Anpassungsschwierigkeiten" bestehen und bekannt sind, muss der Gdb ab 50 aufwärts gewählt werden-ganz klar!

      Trotzdem habe ich öfter schon die Erfahrung gemacht, dass aus Flüchtigkeit, Unwillen oder wer-weiß-was solche Fehler in einem falschen Bescheid mündeten.
      Das hätte ja eigentlich im Widerspruchsbescheid geklärt werden müssen. Also sieht es so aus, dass die Sachbearbeiter bei deiner Angelegenheit wenig Erfahrung haben. Da hilft nur noch die Sozialgerichtsklage. Leider! Wie schon 0035454741 schrieb....
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • Capricorn wrote:

      Die Bestimmungen in der Vers.-Medizin-Verordnung (das ist die Grundlage der sozialmedizinischen ärztlichen Beurteilung) sagen dieses:

      "3.5 Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit undJugend

      Die Kriterien der Definitionen der ICD 10-GM Version 2011 müssen erfülltsein. Komorbide psychische Störungen sind gesondert zu berücksichtigen.

      Eine Behinderung liegt erst ab Beginn der Teilhabebeeinträchtigung vor.
      Eine pauschale Festsetzung des GdS nach einem bestimmten Lebensalterist nicht möglich.

      3.5.1 Tief greifende Entwicklungsstörungen (insbesondere frühkindlicherAutismus, atypischer Autismus, Asperger-Syndrom)

      Bei tief greifenden Entwicklungsstörungenohne soziale Anpassungsschwierigkeiten beträgt der GdS . . ..10 – 20.
      mit leichten sozialen Anpassungsschwierigkeiten beträgtder GdS . . . . 30 – 40.
      mit mittleren sozialen Anpassungsschwierigkeiten beträgtder GdS . . . .50 – 70.
      mit schweren sozialen Anpassungsschwierigkeiten beträgtder GdS . . . 80 – 100.

      Soziale Anpassungsschwierigkeiten liegen insbesondere vor, wenn die Integrationsfähigkeitin Lebensbereiche (wie zum Beispiel Regel-Kindergarten,Regel-Schule, allgemeiner Arbeitsmarkt, öffentliches Leben, häuslichesLeben) nicht ohne besondere Förderung oder Unterstützung (zum Beispieldurch Eingliederungshilfe) gegeben ist oder wenn die Betroffenen einerüber das dem jeweiligen Alter entsprechende Maß hinausgehenden Beaufsichtigungbedürfen.

      Mittlere soziale Anpassungsschwierigkeiten liegen insbesondere vor, wenn die Integration in Lebensbereiche nicht ohne umfassendeUnterstützung (zum Beispiel einen Integrationshelfer als Eingliederungshilfe)möglich ist.

      Schwere soziale Anpassungsschwierigkeitenliegen insbesondere vor, wenn die Integration in Lebensbereiche auch mitumfassender Unterstützung nicht möglich ist. "


      Wenn du nachgewiesen hast, dass es bei dir immer wieder zu Schwierigkeiten in Lebensbereichen (privat, beruflich,familiär, finanziell, gesundheitlich usw.) kommt, ist also mindestens ein GdB von 30-40 richtig. Wenn schon dem Wortlaut nach "mittlere soziale Anpassungsschwierigkeiten" bestehen und bekannt sind, muss der Gdb ab 50 aufwärts gewählt werden-ganz klar!

      Trotzdem habe ich öfter schon die Erfahrung gemacht, dass aus Flüchtigkeit, Unwillen oder wer-weiß-was solche Fehler in einem falschen Bescheid mündeten.
      Das hätte ja eigentlich im Widerspruchsbescheid geklärt werden müssen. Also sieht es so aus, dass die Sachbearbeiter bei deiner Angelegenheit wenig Erfahrung haben. Da hilft nur noch die Sozialgerichtsklage. Leider! Wie schon 0035454741 schrieb....
      Darf ich mich hier mal einklinken?

      Wir haben heute endlich den Bescheid des Versorgungsamts für meinen Sohn bekommen. Der GdB wurde für sein Asperger-Syndrom mit 30 bestimmt. Da er noch ein anderes gesundheitliches Problem hat, wurde ein Gesamt-GdB von 40 festgesetzt.

      Man bezieht sich auf Unterlagen aus einer Reha-Klinik, wo er Monate vor der Diagnosestellung war und die für sein tatsächliches Problem weder ausgelegt noch geeignet ist. Er wurde dort wegen einer Sozialphobie behandelt. Die er zweifellos hat, nur ist sie eben nicht so therapierbar, wie das dort versucht wurde. Außerdem gibts wohl ein Gutachten des Psychologen, der die Testungen durchgeführt und letztendlich die Diagnose Asperger-Syndrom gestellt hat.

      Ich habe nur einen kurzen Auszug aus den Unterlagen des Arztes. Dort ist u. a. die Rede von massiven Problemen in der sozialen Interaktion und schweren Beeinträchtigungen der sozialen Reaktivität. Wie das Gutachten aussieht, das dort erstellt wurde, weiß ich nicht. Allerdings hat der Arzt direkt geraten, einen SBA zu beantragen, er scheint also davon ausgegangen zu sein, dass mein Sohn einen bekommen sollte, weil die Einschränkungen massiv genug sind. Aber ich habe mit sowas wenig Erfahrung, vielleicht verstehe ich das auch falsch.

      Wir waren in den letzten Monaten beim Psychologen, bei der Autismus-Ambulanz, beim Jugendamt (wegen autismusspezifischer Förderung, wofür das JA Kostenträger ist ... das zieht sich auch ewig), Arbeitsamt, gefühlt 100 x bei seinen Lehrern ... von allen Seiten kam der Hinweis, dass mein Sohn auf Unterstützung angewiesen sein wird, wenn er eine Ausbildung macht. Und alle warteten auf den SBA, damit er die auch bekommt. Und nun kriegt er keinen?

      Was machen wir jetzt? Einfach hinnehmen? Ist ein GdB von 30 okay bei jemandem, der seit Jahren massivste soziale Probleme hat und deswegen Klassen/Schule wechseln musste?
      Oder Widerspruch einlegen? Wenn ja - macht man das alleine, sucht man sich Unterstützung von irgendwem?

      Kann nicht mal was einfach problemlos klappen? Warum hab ich mehr und mehr das Gefühl, dass es immer einen Schritt vorwärts und dann wieder mindestens zwei zurück geht? :nerved:
    • Geraldine wrote:

      Kann nicht mal was einfach problemlos klappen? Warum hab ich mehr und mehr das Gefühl, dass es immer einen Schritt vorwärts und dann wieder mindestens zwei zurück geht?
      Diese Grunderfahrung habe ich leider auch machen müssen - es nicht etwa so, dass Autisten oder andere Betroffene die Hilfe, die sie benötigen, seitens der zuständigen Behörden leicht erhielten. Nein, man kommt sich im Regelfall als lästiger Bittsteller vor, mit dem der Versuch des Abwimmelns der oft allzu berechtigten Forderung unternommen wird.

      Geraldine wrote:

      Was machen wir jetzt? Einfach hinnehmen? Ist ein GdB von 30 okay bei jemandem, der seit Jahren massivste soziale Probleme hat und deswegen Klassen/Schule wechseln musste?
      Oder Widerspruch einlegen? Wenn ja - macht man das alleine, sucht man sich Unterstützung von irgendwem?
      Einfach hinnehmen ist genau das, was die Behörde will - zeitsparende und kostensparende Verwaltung. Zudem sinkt dadurch die Quote der Schwerbehinderten im Bundesland, oft eine der Zielvorgaben der Behördenleitungen.
      Widerspruch einlegen kann man ohne weiteres, hier benötigt man keinen Anwalt. Unbedingt schriftlich, nicht per email - Gebot der Schriftlichkeit. Eine Begründung kann auch nachgereicht werden.
      In manchen Bundesländern gibt es auch noch die Möglichkeit, nach dem jeweiligen Informationsfreiheitsgesetz die genauen Vorgaben der Behörde (samt Akte) einzusehen.

      Ich selbst klage gerade vor dem Sozialgericht gegen den Widerspruchsbescheid.
    • Geraldine wrote:

      Man bezieht sich auf Unterlagen aus einer Reha-Klinik, wo er Monate vor der Diagnosestellung war und die für sein tatsächliches Problem weder ausgelegt noch geeignet ist. Er wurde dort wegen einer Sozialphobie behandelt. Die er zweifellos hat, nur ist sie eben nicht so therapierbar, wie das dort versucht wurde. Außerdem gibts wohl ein Gutachten des Psychologen, der die Testungen durchgeführt und letztendlich die Diagnose Asperger-Syndrom gestellt hat.

      Ich habe nur einen kurzen Auszug aus den Unterlagen des Arztes. Dort ist u. a. die Rede von massiven Problemen in der sozialen Interaktion und schweren Beeinträchtigungen der sozialen Reaktivität. Wie das Gutachten aussieht, das dort erstellt wurde, weiß ich nicht. Allerdings hat der Arzt direkt geraten, einen SBA zu beantragen, er scheint also davon ausgegangen zu sein, dass mein Sohn einen bekommen sollte, weil die Einschränkungen massiv genug sind. Aber ich habe mit sowas wenig Erfahrung, vielleicht verstehe ich das auch falsch.

      Wir waren in den letzten Monaten beim Psychologen, bei der Autismus-Ambulanz, beim Jugendamt (wegen autismusspezifischer Förderung, wofür das JA Kostenträger ist ... das zieht sich auch ewig), Arbeitsamt, gefühlt 100 x bei seinen Lehrern ... von allen Seiten kam der Hinweis, dass mein Sohn auf Unterstützung angewiesen sein wird, wenn er eine Ausbildung macht. Und alle warteten auf den SBA, damit er die auch bekommt. Und nun kriegt er keinen?

      Was machen wir jetzt? Einfach hinnehmen? Ist ein GdB von 30 okay bei jemandem, der seit Jahren massivste soziale Probleme hat und deswegen Klassen/Schule wechseln musste?
      Oder Widerspruch einlegen? Wenn ja - macht man das alleine, sucht man sich Unterstützung von irgendwem?
      Da du offenbar nicht alle im Amt eingereichten Unterlagen kennst, können weder du noch ich abschließend etwas zu der jetzt erfolgten Beurteilung sagen. Die beratenden Ärzte im Amt können ja nur das beurteilen, von dem sie etwas wissen.

      Erstens also Widerspruch einlegen und den in Ruhe begründen (z.B. fristwahrend WS einlegen und hinschicken und gleich mit schreiben, dass ihr ihn später ausführlich begründen werdet!).
      Dazu Akteneinsicht verlangen (steht euch zu, ggfs. müsst ihr Kopieen bezahlen, unbedingt machen, weil ihr sonst nicht wisst, was dem Amt überhaupt zur Beurteilung vorliegt und was nicht!), denn es kann sein, dass ein wenig erfahrener Sachbearbeiter nur ein paar Seiten mit wenig aussagekräftigen Beschreibungen vorliegen hatte. Das könnte ein Grund für die niedrige Einschätzung gewesen sein.

      Sehr wichtig ist m.E., dass ihr darauf hinweist, dass wenigstens mittlere soziale Anpassungsschwierigkeiten vorliegen. Auch wenn beispielsweise zur Zeit kein Integrationshelfer installiert ist - das kann ja viele Gründe haben - ,so heißt das ja nicht, dass ihr als Familie nicht massiv Unterstützung leistet.

      In der Beurteilung autistischer Jugendlicher unerfahrene Menschen denken aber gerne so: Kein Helfer = keine mittleren Einschränkungen, also GdB 30-40.

      Ob ihr dem VdK beitretet oder euch hier Rat holt oder ob ihr ( Rechtsschutzversicherung ? ) einen Anwalt beauftragen möchtet (spart ggfs. Nerven, hilft aber auch nicht immer), bleibt euch überlassen. Ich persönlich schaffe einen Widerspruch so gerade noch allein, ab Klage beim Sozialgericht bin ich inzwischen so desillusioniert, dass ich mir die künftig auch nur noch mit Anwalt antun würde (Sozialgerichtsklage).

      So, viel Erfolg, vieles kann, nichts muss!
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:

      The post was edited 1 time, last by Capricorn ().

    • 0035454741 wrote:

      Man kann die Klage auch ohne Anwalt führen, Vorwissen ist dann allerdings sehr hilfreich.
      ...was ja auch stimmt, aber ich glaubte, dieses Vorwissen zu haben! Mein "zuständiges" Sozialgericht ist aber very special. Und die Kammervorsitzende war noch spezieller.

      Da die letzte Erfahrung damit bereits der zweite Reinfall beim gleichen Sozialgericht war und ich nun mal hier wohne, bin ich halt vorsichtiger geworden. Ich muss meine Kräfte nämlich einteilen, da unsere Söhne (beide AS) ihre Eltern noch lange brauchen.
      Rein rechtlich benötigt man erst bei einer Klage vor dem Bundessozialgericht anwaltliche Vertretung. Soweit soll's nicht gehen müssen.... :frown:
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil: