Autismus Verhältnis männlich/weiblich?

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    • sempron schrieb:

      Ich hatte jedenfalls noch nie, auch nicht in Kindheit oder Jugend, das geringste Interesse an Fußball, geschweige denn am puren Ansehen von Fußballspielen im Fernsehen.
      Unterschreibe ich zu 100 Prozent. Und ich freue mich über Biergärten / Kneipen, in denen man während der Spiele problemlos Platz bekommt (vorausgesetzt, da gibt's keinen Riesenbildschirm irgendwo).
      "Die randständigen Grenzgänger weiten unsere Welt."
      Robert Seethaler, Deutschlandfunk Kultur am 10. Oktober 2018
    • keinname schrieb:

      Und seid ihr der Ansicht, dass Autismus bei Frauen "anders" ist als bei Männern, oder ob es da keine grundlegenden Unterschiede gibt?
      Mir ist vorrangig hier durch das Forum aufgefallen, dass ich wohl eher untypisch AS Frau bin. Ich war nie schüchtern, zurückhaltend, unauffällig ganz im Gegenteil, ich war oft aggressiv, depressiv, hab andere Kinder verletzt, wurde mehrfach straffällig (im Jugendalter), habe früher genauso wie heute ein schlechtes Empathie empfinden. Bei mir kam die Veränderung erst ca Mitte 20, dass ich plötzlich das Haus nicht mehr verlies, deutlich ruhiger und ängstlicher wurde. Mir kam es vor wie eine Persönlichkeitsveränderung binnen weniger Monate.
      Aber wie man halt so schön sagt: AS ist nicht gleich AS und so wird es sich bei jedem anders zeigen.
    • Willowtree schrieb:

      Erst vor kurzem ist ein Buch über einen Jungen erschienen, der mit seinem Vater alle möglichen Fußballvereine "austestet" um sehen, für wen es sich lohnt, Fan zu sein. "Wir Wochendrebellen" heißt das.
      Oh ja, habe ich erst letztens eine Rezension zu gelesen. :)

      Willowtree schrieb:

      Was ich weniger im Autismusspektrum vermute sind wohl so was wie Hooligans oder solche, die allein der sozialen Atmosphäre wegen zum Public Viewing gehen.
      Wär auch mein erster Gedanke... aber die ganzen "ritualisierten" Abläufe im Stadion (bspw. das Singen der Vereinshymne bei Heimspielen) können für Autisten sicherlich auch faszinierend sein.
      (Allerdings dürfte für viele die Reizüberflutung im Fußballstadion schnell zum Problem werden... :? )

      Linnea schrieb:

      Da habe ich in der Tat eher gedacht, das gerade Aspies mit ihree anderen klaren Denkweise nicht sich mit ihrer" deutschen.. Mannschaft identifizieren, weil das ja eigentlich Quatsch ist.
      "Identifizieren" ist vielleicht ein bisschen viel... Aber wenn man genügend Spiele einer Mannschaft gesehen hat, hat man irgendwann halt das Gefühl, diese Mannschaft besser zu "kennen". Und dann fiebert man vielleicht mehr mit als bei unbekannten Teams.
      "Make laugh, not war!"
      Kann das hier jemand sehen? :p
    • sempron schrieb:

      Ich dachte immer, Autisten würden sich nicht für solchen Mainstream-Kram (noch dazu Mannschaftssport und durch und durch Kommerz) interessieren...


      Ich hatte jedenfalls noch nie, auch nicht in Kindheit oder Jugend, das geringste Interesse an Fußball, geschweige denn am puren Ansehen von Fußballspielen im Fernsehen.
      Genauso wie Nicht-Autisten können sich auch Autisten für alles mögliche interessieren. Ob etwas mainstream ist, spielt eigentlich keine große Rolle und ist mir persönlich auch ziemlich egal. Als Kind habe ich mich lange Zeit für Fußball interessiert. Am Anfang habe ich mir Tabellen angeschaut, Ergebnisse verglichen usw. Danach habe ich im Alter von 10-14 Jahren in einem Verein gespielt und seitdem schaue ich nur noch Fußball (und selbst das mittlerweile nicht mehr so oft, auch nicht jetzt bei der WM).

      Letztendlich ist das Ganze mMn nicht verwunderlich, da "nicht mainstream" zu sein ja kein Kriterium für eine Autismus-Diagnose ist.