Hat das Asperger Syndrom verschiedene Stadien?

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    • Hat das Asperger Syndrom verschiedene Stadien?

      Hallo,

      Ich habe eine etwas wage Theorie zum Asperger Syndrom, die ich hier einmal erläutern will. Erstmal will ich klarstellen, dass sich diese Theorie wirklich nur auf das ganz normale Asperger Syndrom (meiner Meinung nach) zutrifft, also mit normaler Sprachentwicklung, Intelligenz und kognitive Fähigkeiten. Bei klassischen HFAs ist dies meiner Meinung nach nicht der Fall.

      Ich glaube dass das Asperger Syndrom verschiedene Stadien hat.

      Das erste Stadium ist jenes, wo man nicht die geringste Ahnung hat, dass man anders ist. Man geht davon aus, zu den Normalen zu gehören. Verhaltensweisen wie exzessives Reden über das Sonderinteresse stehen hier oft im Vordergrund.

      Durch die Ablehnung oder Kritik die man wegen seiner Andersartigkeit bekommt, geht es dann langsam ins zweite Stadium rüber. In diesem Stadium merkt man, dass man sich mit seinem Umfeld nicht verständigen kann, aber man versucht vergebens etwas dran zu ändern. Die daraus resultierende Frustration kann zu starken Wutausbrüchen führen.

      Das letzte Stadium ist jenes, wo man verstanden hat, dass man sozial einfach nicht kompatibel ist. Um weitere Frustration und Enttäuschung zu vermeiden zieht man sich völlig zurück, weil man nur dies als sicher empfindet.

      So war es bei mir. Ich war als Kind eigentlich ganz extrovertiert und kontaktfreudig, aber nur sehr ugeschickt. Ich war halt ein Nerd, bekannt dafür dass ich viel über mein aktuelles Lieblingsthema rede und andere damit nerve, meinen ungeschickten Gehstil und dass ich sehr schusselig und verträumt war. Ich wurde aber so wie ich war, nie akzeptiert und über mehrere Lebensphasen hinweg wo ich ohne jeden Erfolg auf verschiedenste Arten versucht habe, mich irgendwie anzupassen, habe ich mich aus der Gesellschaft zurückgezogen, weil mir dann wenigstens diese Frustration beim Umgang mit anderen Menschen, vorallem Gleichaltrigen, erspart bleibt. Ich hatte es einfach nur satt, mich mit meinen sozialen Problemen zu beschäftigen.

      Ich wollte wissen, ob hier noch wer der Meinung ist, dass es beim AS verschiedene Phasen/Stadien gibt und ob sich hier jemand in dem was ich geschrieben habe, wiedererkennt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von halcXVl ()

    • Ich denke was Du beschreibst sind eher sowas wie "Die verschiedenen Stadien des Entdeckens und des Umgehens mit dem Asperger Syndrom". Das Syndrom selbst verändert sich ja eher weniger im Laufe des Lebens, aber Deine Art damit umzugehen verändert sich. Ich kann alle Deine Punkte komplett nachvollziehen und erkenne mich selbst darin wieder und ich sehe diesen Ablauf (auch in Bezug auf das, was ich hier oft im Forum lese) als den typischen "Werdegang eines Aspergers": Irgendwann kommt die Erkenntnis, dass man anders ist, dass die Umwelt einen nicht versteht und viele Leute ziehen sich dann zurück.

      Was mir in Deiner Liste fehlen würde, sind die Schritte, die danach folgen:

      1.) Das Erkennen der möglichen Ursache warum man sich anders fühlt
      2.) Das Auseinandersetzen mit einer möglichen offiziellen Diagnose
      3.) Der weitere Umgang mit dem Anders-sein für den Rest des Lebens

      Alle Punkte kann man natürlich in kleinere Unterpunkte einteilen (wie geht die Familie damit um, wem sage ich, was mit mir los ist, etc.). Auf die Gefahr hin, dass ich die Dinge mal wieder zu wörtlich nehme: Für mich sind das halt die Stadien, wie ich mit meinem Asperger umgehe und eher weniger die Stadien des Aspergers selbst. :)
    • bei mir war das anders, Stadien könnte ich schon bestimmen, aber andere.
      Mir war schon, seit ich denken kann, sehr klar, dass ich nicht so bin, wie die anderen.
      konnte deren denken und Handeln nicht nachvollziehen, weil es bei mir anders ablief.
      bin jetzt 47, eine Verbitterung und dieses "fertig mit der Welt sein" oder "Rückzug aus Enttäuschung" kenne ich überhaupt nicht.
      Rückzug aus Überreizung schon.
      Einen klaren Schnitt kann ich nach meinem Zusammenbruch ausmachen, danach wurde alles schwieriger und der Autismus trat stärker zutage (das hat mir dann eine späte Diagnose gebracht).
      Das Wissen, ob ich autist bin oder nicht, hat keinen Unterschied gemacht. "Irgendwie habe ich es immer gewusst" o^^o <-leia.
      Da hatte das Ding dann halt einen Namen und ich ein paar aha Erlebnisse und die Möglichkeit, neue Wege zu finden, um besser klar zu kommen.
      Auch habe ich versucht, mich anzupassen und nicht aufzufallen.
      Als Kind aus Angst, für verrückt erklärt zu werden und den schlimmen Konsequenzen, die man sich so ausmalt. Und als Erwachsene, weil ich mir keine Alternativen vorstellen konnte.
      (Partnerschaft, Arbeit, Freundschaften).
      Auch eine gute Sache, die ich nach dem Zusammenbruch lernen durfte.
      Kommt vielleicht auch immer auf die persönliche Perspektive und den Charakter an, wie man es erlebt.
    • Gewisse Entwicklungsstadien sind normal, ich denke das erlebt jder mensch, egal was er nun hat.
      Es kann sein das sich bei machen Dingen die sich bei vielen Gruppen gleichen, dann auch ähnliche Stadien feststellen lassen, halte aber die Theorie das eine gewisste Gruppe von ASlern nur diese Stadien durchläuft für unsinning bzw etwas verballhornend (wenn das das richtige Wort ist).
      Ich meine damit, das auch sehr viel von der Umgebung in der mal aufwächst und lebt dazu beiträgt wie man sich überhaupt entwickelt und wwas für Stadien man wann durchlebt.

      Die Stadien die du beschreibst kommen mir bekannt vor, ich habe teilweise auch solche Phasen gehabt allerdings auch aus anderen Gründen und vielleicht in anderen Lebensabständen als du @halcXVl

      Ich habe als Kind im Kindergarten kaum Interesse an anderen gehabt, und war meist eher ablehnend allem gegenüber was man mir versuchte beizubringen.
      Das fing mit dem Trinken an der Brust an und hörte mit Hausaufgaben auf bis ich begriff das man manche Dinge einfach lernen muss.
      Sagen wir mal so, ich habe sie gelernt aber nur widerwillig.
      Ich habe vor fremden auch eher angst gehabt, bis auf wenige Ausnahmen zu denen ich sogar mit zum Einkaufen ging und mich mit denen (meist ältere Omas die bei uns einkauften) redete.

      Ich habe sehr lange nicht begriffen das ich anders bin, denn ich konnte schon irgendwie andere Kinder (in Grundschule) dazu bewegen das zu spielen was ich wollte, aber die stetigen Wiederholungen sind denen irgendwann auf den Keks gegangen (RW).
      Sie wollten dann nicht mehr mit mir spielen und eine sagte mir sogar ich würde mich nicht weiter entwickeln (da war ich 10).
      Da hab ich aber immernoch nicht gedacht das ich anders bin.

      Auf dem Gymnasium waren nur Mädchen, da begriff ich das ich zumindest nicht an deren Gesprächen und Themen interessiert bin weil ich transgender bin und wegen des Geschlechts schon nichts mit ihnen anfangen konnte, jedenfalls waren sie nicht mehr wie Kinder die spielten und darum auch nicht interesannt für mich.
      Da begriff ich das ich zumindest geschlechter-mäßig nicht so war wie sie und nicht so sein wollte. Da war ich 11-12.

      Was das jetzt für eine Phase war kann ich nicht sagen.

      Bei der Frau meines vaters war es wieder anders. Da dort mein verhalten zu einem Staatsakt erklärt wurde, war ich der zurückgebliebene Geisteskranke der nicht in seine geschlechterrolle passen wollte und nur durch gewalt dazu gezwungen werden konnte. Meine Psyche sollte durch wegnehmen meiner Bilder und verbote zu malen oder selbstgespräche zu führen gebrochen werden, was auch kurz klappte. Ich versuchte das zu tun was die wollten, sie behaupteten später mein verhalten habe sich positiv verbessert.
      Ich habe aber heimlich weiter gemalt und fühlte mich innerlich krank und leer.
      Wie man diese Phase nennen kann weiß ich nicht. Verwirrungsphase?

      Das ging aber weiter als ich ins Heim kam denn dort sagte man mir zwar das ich anders bin aber das ich mich dadurch nicht unterkriegen lassen soll und das es okay ist.
      Das fand ich gut, aber wieder hier im "normal" Leben mit normalem Schulalltag wurde das sehr schnell zur Zerreißproble.
      Denn ich bin aufgefallen im verhalten, in meinen Interessen und wie ich mit anderen umging.
      Da merkte ich dann schon das ich doch anders bin und nicht "normal" wie man mir das im heim sagte.
      Da war ich 15 und älter.
      Es war aber dennoch verwirrend denn ich konnte mir nie erklären warum das so war.

      Der Verdacht bestätigte sich dann 2008 als ich Akten fand und Gutachten, aber sicher war ich mir dadurch auch nicht. Es war ja schon sehr lange her das diese angefertigt wurden und scheinbar hatten sie auch keinen "Wert" mehr denn so lang ich wieder hier wohnte (seit 2002) hat nie einer irgendwie hier angemerkt das mit mir was nicht stimmen würde.
      Ich erfuhr zwar Ablehnung, ich wurde sogar oft herablassend behandelt und beschimpft für mein immernoch zu kindisches Verhalten, aber keiner hat das in Verbindung mit einer Behinderung oder sonstwas gestellt und mir geraten ich solle doch mal zu einem Arzt gehen oder so.
      Ich denke das liegt einfach daran das den meisten das 1. egal war oder 2. sie vielleicht denken, wenn man jemandem sagt er könnte XY haben und solle das mal überprüfen, die Person dann erstrecht dagegen appeliert und das nicht einsieht.
      Diese Phase war zwar etwas erleichternt für mich weil ich durch die Akten erfuhr das mein verhalten nicht nur eingebildet ungewöhnlich ist, und das nicht nur mir und meinen "Peinigern" dies aufgefallen ist, aber es war auch eine Phase der Verwirrtheit.
      In dem Zeitraum war ich anfang 20.

      Als ich dann nachdem ich wiedermal in Jobs und Praktikas gescheitert war, habe ich es auf mein Anderssein (Psychische Krankheit) geschoben, dachte ich habe eine schizotypische PS weil das in einem der Berichte stand. (in einem späteren stand AS drin) Aber in dem Schizotypie-forum wurde ich genauso schlecht behandelt wie anderswo (nicht von allen aber es gab dort auch mobbing und wieder diese Leute die mit meiner naiven Art nicht umgehen konnten).
      Das war dann wieder verwirrend und ich dachte das kann es dann wohl auch nicht sein...

      ---------------

      Dieses Zurückziehen was du beschreibst (nachdem man erkennt das andere einem mehr schaden als gut tun) hat auch etwas schizoides, was nicht heißen soll das du kein AS hast.
      Ich lese das nur sehr häufig auch von anderen Forenmitgliedern.
      Es ist ja nur eine Sache die man auch bei Schizoide PS findet, aber wohl mit die Kernsache davon schlecht-hin.
      Ich hatte teilweise auch so ein Verhalten, jedenfalls gleichaltrigen gegenüber da ich diese auch meist eher als schädlich oder im geringesten fall als lästig und uninteresannt empfand.
      Die einzigen gleichaltrigen mit denen ich mich anfreunden konnte waren allenfalls Opfer die sich gegen die anderen selber nicht wehren konnten und wegen irgendetwas ausgegrenzt wurden.
      Mein Grund war überwiegend aber ein anderer. Ich wollte nicht drauf angesprochen werden weiblich zu sein, was mich eher an ängstlich-vermeidend erinnert als an schizoide PS.
      Ich hatte keine Angst davor mich körperlich mit anderen auseinander zusetzen, aber die idee das mich andere wegen meiner art kein richtiges Mädchen zu sein ansprechen und kritisieren oder sich noch lustig machen ich wäre ja eh kein Junge etc, hatte mich von anderen Abstand gewinnen lassen.
      Sonst hätte ich vielleicht eher versucht Freundschaften aufzubauen, was dann aber wieder an meinen speziellen für Jugendliche ungewöhnlichen Interessen eh gescheitert wäre.
      Erwachsenen gegenüber war ich anders. Ich hatte Respekt so wie vor den eigenen Eltern oder wie Vorgesetzten gegenüber.
      Denke das ist aber normal. Wäre nicht normal wenn es nicht so wäre XD
      Dieses "Sich von anderen fern halten weil gefährlich/schlecht" hatte ich mein ganzes Leben lang immer mal, aber nicht jedem gegenüber sondern nur vereinzelten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die mir als gewalttätig bekannt waren oder halt die ich als unberechenbar eingeschätzt habe.
    • Ich habe bis ins Jugendalter nicht wirklich kapiert, was Autismus bedeutet. Ich wollte immer normal sein und mit Freunden was unternehmen. Es ging aber nicht, weil zu viel Stress. Ich trinke keinen Alkohol, gehe nicht auf Partys und habe öfter Fehlzeiten wegen Depressionen.

      Erst mit etwa 20 habe ich angefangen zu kapieren, dass ich einfach so bin und sich das nicht ändern lässt - zumindest nicht viel ändern lässt. Also habe ich akzeptiert, dass ich eben ein Sonderling bin und komme gut damit zurecht. Einkaufen ist stress, aber ich habe auch gelernt, dass man sich durch manches einfach durchbeißen muss. Also gehe ich ab und zu einkaufen und wenn ich gerade gestresst bin und jemand Smalltalk mit mir betreiben will, dann sage ich einfach kurz, dass ich es eilig habe. (stimmt sogar, ich habe es eilig von dem Smalltalk weg zu kommen :lol: )

      Ich lerne Leute kennen und verhalte mich höflich und so normal ich kann. Und wenn es mir zu viel wird, dann sage ich das genau so: "Sorry, das wird mir gerade zu viel. Ich brauche meine Ruhe." Und wenn es zu laut ist halte ich mir halt in aller Öffentlichkeit die Ohren zu - auch wenn das vielleicht komisch aussieht. Die Leute müssen mich nicht alle mögen. Man muss nur mit vielen zurecht kommen. CDU und SPD mögen sich auch nicht, aber sie können im öffentlichen Raum normal miteinander umgehen. Und die Leute, die trotzdem bei einem bleiben, obwohl man öfter mal absagt oder nicht mit kann, die werden dann die besten Freunde. (Diese sind aber sehr schwer zu finden)
    • Persönlichkeit und individuelle Ausprägung des Autismus lassen ganz unterschiedliche Typen von Asperger entstehen. Die haben dann je nach Lebenslauf auch nochmal unterschiedliche "Stadien des Umgehens mit Asperger"
      Jemand, der gar nicht an Mitmenschen interessiert ist, wird andere Erfahrungen machen als jemand, der dazu gehören will. Ein AnpassungsTalent und ein Passiver werden deutlich weniger/später zurück gewiesen als ein extrovertierter Typ. Welche Folgebelastung durch Interaktion mit der Umwelt entstehen hängt auch von deinem persönlichen Pech ab. Ist jemand da, der dich bestärkt und dir hilft, wird dein Leben insgesamt besser sein. Nicht zuletzt ist auch dein Umgang mit den Belastungen entscheidend.
    • Neu

      halcXVl schrieb:

      Das erste Stadium ist jenes, wo man nicht die geringste Ahnung hat, dass man anders ist. Man geht davon aus, zu den Normalen zu gehören.
      Trifft auf mich nicht zu. Es wird dazu auch andere mit AS geben auf die das nicht zutrifft oder die bereits sehr früh wissen was mit ihnen los ist.

      halcXVl schrieb:

      Durch die Ablehnung oder Kritik die man wegen seiner Andersartigkeit bekommt, geht es dann langsam ins zweite Stadium rüber. In diesem Stadium merkt man, dass man sich mit seinem Umfeld nicht verständigen kann, aber man versucht vergebens etwas dran zu ändern.
      Auch das trifft auf mich nicht zu und auch dazu wird es von anderen mit AS ganz unterschiedliche Erfahrungswerte geben. Viele sind an Sozialkontakten gar nicht erst interessiert somit bleibt dieses bemühen auch aus.

      halcXVl schrieb:

      Das letzte Stadium ist jenes, wo man verstanden hat, dass man sozial einfach nicht kompatibel ist. Um weitere Frustration und Enttäuschung zu vermeiden zieht man sich völlig zurück, weil man nur dies als sicher empfindet.
      Sehe ich auch nicht so. Der eine zieht sich zurück der andere geht in die Offensive, wiederum andere handeln wieder anders. Ich würde auch nicht sagen, dass jeder mit AS sozial inkompatibel ist. Es gibt welche mit einem großen Freundeskreis und die gerne Feiern gehen wo die Schwerpunkte in anderen Bereichen liegen.

      halcXVl schrieb:

      So war es bei mir
      ...und das ist der Knackpunkt. Du kannst nicht von dir auf alle schließen. Der Mensch besteht nicht nur aus AS jeder bringt eine individuelle Persönlichkeit mit, jeder erfährt eine andere Erziehung, unterliegt anderen Umwelteinflüssen, hat anderst gelagerte Probleme in unterschiedlichen Bereichen und unterschiedlichen Intensitäten.
    • Neu

      Ich würde das eher als Stadien im Umgang mit der eigenen "Andersartigkeit" bezeichnen, aber nicht als Stadien des Asperger-Syndroms. AS verändert sich doch nicht groß (abgesehen davon, dass es immer schwieriger wird, zu kompensieren, je älter man wird). Verschiedene Stadien kann ich da beim besten Willen nicht erkennen.
      Ganz leise ging sie über die Regenbogenbrücke
      Madame Mim (Mimchen)
      2000 - 2018
    • Neu

      halcXVl schrieb:

      Ich wollte wissen, ob hier noch wer der Meinung ist, dass es beim AS verschiedene Phasen/Stadien gibt und ob sich hier jemand in dem was ich geschrieben habe, wiedererkennt.

      Cael schrieb:

      "Die verschiedenen Stadien des Entdeckens und des Umgehens mit dem Asperger Syndrom"
      Ich sehe es auch wie @Cael
      Es wirkt sich aber eben auf das Verhalten aus, worauf sich das Asperger-Syndrom ja bezieht, also diskutabel.

      +++
      Speziell das letzte Stadium fing bei mir ab der 10. Klasse an.
      Ich kann mich merkwürdigerweise genau erinnern, wie ich mir dachte, die anderen wollen mich nicht, für mich sind sie auch zu langweilig, was mache ich dann überhaupt, warum renne ich hinterher?
      Dann habe ich aufgehört, mich als 5. Rad am Wagen aufzudrängen und war viel glücklicher und zufrieden.
      Ich konnte mich selbst beschäftigen und hatte meine Ruhe (man konnte sich drinnen verstecken).
      Davor war ich wie ein Beutetier, das man auf den Hof zum Fraß geschmissen hat...

      Ich fürchte, wenn ich nicht ADS (gehabt) hätte, dann hätte ich die ganzen Schikanen nicht mitbekommen....
      >>Die sittliche Freiheit macht allein den Menschen erst in Wahrheit zum Herrn über sich selbst; denn der Trieb der bloßen Begierde ist Sklaverei und der Gehorsam gegen das Gesetz, das man sich selber vorgeschrieben hat, ist Freiheit.<<

      Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778), Genfer Schriftsteller, Philosoph und Pädagoge; wichtiger Wegbereiter der Französischen Revolution