Woher weiß man ... Mensch oder Routine vermisst?

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    • Woher weiß man ... Mensch oder Routine vermisst?

      Hi ihr,
      vielleicht kennt das jemand von euch aus eigener Erfahrung oder hat Impulse dazu:

      Eine wichtige Bezugsperson (Fachpersonal) von mir wird für ein paar Monate weg sein. Ich habe echt Angst, dass sie nicht wieder kommt, auch wenn sie das (momentan) vorhat.
      Ich weiß nicht genau, ob ich wirklich die Person vermisse, oder die Sicherheit der Routinen, die mit ihr zusammen hängt. Es wird sehr viele Änderungen für mich dadurch geben. Ich habe sowieso zur Zeit (zu) viele Änderungen. Ich fühle mich deswegen gerade sehr oft überfordert und allein. Meiner zweiten Bezugsperson (ebenfalls Fachpersonal) vertraue ich leider nicht mehr richtig. Deswegen kann ich mit ihr nicht mehr gut reden.
      Andere Bezugspersonen, die mir Sicherheit geben, habe ich nicht.

      Wie erkennt ihr, ob ihr an einem Menschen hängt, oder an den Routinen, die damit verbunden sind?
    • Kannst ja mal versuchen, dir diesen Menschen vorzustellen und überlegen, was du an ihm oder ihr magst, oder was dieser Mensch positives in dir auslöst. Wenn dir dazu ein paar Dinge einfallen, dann magst du wohl auch den Menschen und hängst nicht nur, also nicht ausschließlich, wegen der Routine an ihm/ihr.
    • ich wünschte manchmal, diese blöde behindertensachen würds nicht geben und wir treffen uns einfach so. vielleicht wären wir dann freunde. andere menschen sagen, man merke, dass wir uns verstehen. wir lachen auch viel zusammen. ich mache mir manchmal sorgen um sie. bestimmt alles nicht so gut für "professionelles verhältnis". :(
      ich gönne ihr die auszeit wirklich sehr. trotzdem ist es unendlich schwer.

      Satureja Antares schrieb:

      würdest du denn gerne Freizeit mit dieser Person verbringen oder würdest du gerne mehr über diese Person erfahren? Das sind meiner Meinung nach die Anzeichen. Echtes Interesse.
      ganz bestimmt auch das. ich weiß auch sachen, die andere in dem kontext nicht wissen. nichts "großes", trotzdem persönliches.
    • Hallo.
      Mir geht es gerade recht ähnlich mit einer Person.
      Ich mag sie sehr und ich denke es geht über Routine hinaus, auch wenn sie mir viel Sicherheit gibt. Das schon.
      Ich denke Asperger können sehr viel mehr empfinden als ihnen zugesprochen wird. Das merke ich gerade am eigenen Leib.
      Warum auch nicht? Sind wird doch trotz allem Menschen.
      Ich wünsche dir alles Gute und dass du die Zeit gut überstehst.

      Lg Veronika.
      Man sieht nur mit dem Herzen gut.
      Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.


      Antoine de Saint-Exupéry
    • Grübler_1988 schrieb:

      Veronika schrieb:

      Ich denke Asperger können sehr viel mehr empfinden als ihnen zugesprochen wird.
      Oh Ja. :nod: Nur leider gibt es bei mir oft eine Diskrepanz zwischen dem, was ich innerlich fühle und dem, was ich an Empathie "ausstrahle".
      Da muss ich leider voll zustimmen. Manchmal wünsche ich mir auch weniger zu fühlen. Und die größte Hürde ist für mich, diese Gefühle mal so zu vermitteln, dass sie auch bei den Menschen ankommen, denen sie gelten. Denn die kriegen davon meistens nichts mit, wundern sich aber, dass ich bei manchen Filmen weinen kann. :m(: Was für eine komplizierte Welt.
    • Ich kann dir @kastenfrosch leider nicht sagen ob es um die Person oder die Routine dabei geht.
      Das Gefühl mit der Routine kenne ich jedenfalls.
      Ich habe damals den Job in der Grundschule wo ich Küchenhilfe war auch nicht nur deswegen aufgegeben weil ich von einer Firma zur Stadt wechseln musste und sie mich dort nicht mehr versichert bezahlen wollten, sondern auch weil sie die Arbeitszeit verlängern wollten von 1,5 bezahlten Stunden auf 2,5 und es anstatt bis 14 uhr dann bis 15uhr gehen sollte, wo ich zeitliche Bedenken hatte da ich bereits eine Routine mir eingearbeitet hatte und dann noch mehr Essen angeliefert werden hätte müssen und noch mehr zum Spülen gewesen wäre was für mich das doppelte an Arbeit bedeutete, die ich in den 1,5stunden eh schon nicht packte denn ich machte immer überstunden, jeden Tag die mir keiner bezahlte.
      Es war schon ziemlich schwer überhaupt eine Routine aufzubauen und ich hielt sehr daran fest, das mir die Vorstellung mit dem neuen Pensum nicht umgehen zu können so groß wurde, das ich dann sagte das es keinen Sinn macht auch wegen der Versicherung, weiter für die zu arbeiten, also haben sie mich dann gekündigt.
      Mir war das damals nicht bewusst das mir Routine scheinbar doch sehr wichtig ist und das es sogar sehr unwohles Empfinden auslösen kann.
    • @Diamant
      @Grübler_1988

      Ja, so geht es mir auch. Ich habe oft Schwierigkeiten rüberzubringen was ich fühle bzw. wünsche ich mir auch oft, weniger zu fühlen.
      Meine Gefühle können sehr groß werden und das überfordert mich dann ziemlich. Aber ich arbeite in der Therapie daran und denke ich bin auf einem guten Weg.
      LG Veronika.
      Man sieht nur mit dem Herzen gut.
      Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.


      Antoine de Saint-Exupéry
    • Veronika schrieb:

      Ich denke Asperger können sehr viel mehr empfinden als ihnen zugesprochen wird. Das merke ich gerade am eigenen Leib.
      Warum auch nicht? Sind wird doch trotz allem Menschen.
      ich hab ganz sicher auch seeeeehr viel emotionen in mir drin. ich muss aber auch immer wieder feststellen, dass sie irgendwie nicht so ankommen. oder menschen melden mir zurück, meine mimik/ gestik würde nicht zu meinem (verbal geäußertem) gefühl passen, bishin zu man sehe mir garnichts an.
      ich glaube, meistens ist es so, dass menschen, die mich kennen (und sich für mich interessieren), mich schon ganz gut "lesen" können. also typische ausdrucksweisen scheine ich auf jeden fall zu haben.

      zum thema:
      die bezugsperson als person vermisse ich, denke ich, auch sehr.
      aber die routinen und die sicherheit vermisse ich auch. bzw. ich habe sehr große angst, vor dem "loch"(RW). weil ich weiß genau, es wird auf jeden fall stress geben. den ersten hatte ich heute schon wegen völlig unklarer aussagen einer dritten person (die von meinem nachfragen wegen der unklaren aussagen sehr schnell sehr genervt war :( :frown: )


      es ist wohl einfach auch sehr traurig, wenn man merkt, dass man nur die fachperson hat, keine familien-bezugsperson, enge freunde oder sowas, wo man sich immer drauf verlassen kann. es verdeutlicht wieder einmal mehr, wie allein ich am ende bin/ mich einsam fühle.
      ich kann nicht mit den menschen und nicht ohne sie. (einfach nur sch****)
    • kastenfrosch schrieb:

      Wie erkennt ihr, ob ihr an einem Menschen hängt, oder an den Routinen, die damit verbunden sind?
      Ich glaube, daß sich das schwer voneinander trennen läßt, auch bei "normalen" Menschen. Denn man mag einen Menschen ja auch deshalb, weil man damit gewohnte, vertraute, wiederkehrende Erfahrungen oder Elemente verbindet, sei es ein Partner, Freund, Familienangehöriger oder Arbeitskollege...
      Ich erkenne den Unterschied bzw. die Gewichtung vor allem daran, was ich genau vermisse, also ob ich eher/häufiger/intensiver die konkreten positiven Situationen vermisse oder die Gegenwart dieses Menschen, egal in welcher Situation. Und ob ich denjenigen vermisse, wenn ich gerade Probleme habe bzw. in einem Loch bin, oder ob ich ihn auch und gerade dann vermisse, wenn ich mich gerade neutral/positiv fühle und dann spontan an ihn denke.

      kastenfrosch schrieb:

      dass man nur die fachperson hat, keine familien-bezugsperson, enge freunde oder sowas, wo man sich immer drauf verlassen kann
      Erfahrungsgemäß ist auf Fachpersonal mehr Verlaß als auf Freunde und Familienangehörige, da Fachpersonal verläßlich und durchschaubar ist und meist zuverlässig und pünktlich das macht, wofür es bezahlt wird und was von ihm erwartet wird. Der wichtigere Unterschied, der dich vielleicht einsam macht, ist die Tatsache, daß das Fachpersonal nicht einen Finger mehr für dich rühren würde, wenn es kein Geld mehr dafür bekäme.
    • Necroghoul7 schrieb:

      daß das Fachpersonal nicht einen Finger mehr für dich rühren würde, wenn es kein Geld mehr dafür bekäme.
      die person, die länger geht, hat gerade erst einige stunden mir unbezahlt geschenkt. dafür musste sie sogar urlaub nehmen. ich glaube, sie hat es wirklich gern gemacht.
      also ganz so, wie du schreibst, stimmt es nicht.
      ich hatte auch schon mehr als eine psychotherapeutin, die mich unentgeltlich behandelt haben, z.t. über jahre (und ich bin gegangen, nicht sie). es sind nicht alle menschen so (auf geld fixiert)... ich konnte auch viel dadurch lernen.
    • kastenfrosch schrieb:

      also ganz so, wie du schreibst, stimmt es nicht.
      ich hatte auch schon mehr als eine psychotherapeutin, die mich unentgeltlich behandelt haben,
      Da hattest du ja echt Glück, das ist nicht die Regel und darf auch keinesfalls erwartet werden. Kein Wunder, daß du solche Menschen und ihre Hilfsbereitschaft vermißt. Und diese sind dann noch schwerer ersetzbar.

      kastenfrosch schrieb:

      es sind nicht alle menschen so (auf geld fixiert)...
      Ich würde das nicht als geldfixiert betrachten, sondern als gesunde, professionelle Abgrenzung zum Klienten. Aber wenn aus einer Arbeitsbeziehung so eine Art Freundschaft/Bekanntschaft entsteht, umso besser.
    • Necroghoul7 schrieb:

      Ich würde das nicht als geldfixiert betrachten, sondern als gesunde, professionelle Abgrenzung zum Klienten. Aber wenn aus einer Arbeitsbeziehung so eine Art Freundschaft/Bekanntschaft entsteht, umso besser.
      naja, "umso besser" kommt drauf an.... die eine psychologin habe ich auch deswegen "verlassen". das war einfach zu schräg und sie zu unprofessionell geworden. da kann sie es noch so gut meinen. ich kam deswegen unter druck, "schlechtes gewissen" und so...

      bei bewo/ ergotherapie o.ä. ist sowas, glaube ich, nicht ganz so tragisch. gerade im bewo-bereich höre ich immer wieder, dass sich dort auch geduzt wird. man muss schon sehr achtsam sein, dass die grenzen nicht zu sehr verrutschen. gerade wenn man sich schon viele jahre kennt und intensiv miteinander zu tun hat, ist es ja logisch, dass man sich gut kennenlernt, sind ja schließlich alles menschen (zum glück, wenns auch manchmal nervig ist :d :fun: ). Über die jahre kann dann aber auch so eine art "betriebsblindheit" entstehen (egal wie eng man arbeitet).


      @RegenbogenWusli
      ich merke erst die letzten monate (seitdem der autismus überhaupt thema ist), wie sehr ich an ritualen hänge. das war mir auch nie klar. und vor allem: sie gut finden ist eine sache. aber wie sehr es einem aus der bahn werfen kann (RW), wenn etwas anders läuft oder man sich (besonders in schlechteren phasen) sich nicht daran "entlanghangeln"(RW) kann... hätte ich nie gedacht, was für ein großer faktor das für mich ist.
    • kastenfrosch schrieb:

      wenn man sich schon viele jahre kennt und intensiv miteinander zu tun hat
      Vielleicht kann man dann auch einmal bewußt vorab darüber sprechen, womit zu rechnen ist, wenn der Helfer einmal für längere Zeit weg ist oder sogar für immer nicht mehr verfügbar sein wird. Also die damit verbundenen sachlichen Befürchtungen, aber auch Gefühle wie "Vermissen"/ Verlust der Routine usw. thematisieren und gemeinsam überlegen, wie man das gut ausgleichen bzw. auffangen könnte.
    • kastenfrosch schrieb:

      ich merke erst die letzten monate (seitdem der autismus überhaupt thema ist), wie sehr ich an ritualen hänge. das war mir auch nie klar. und vor allem: sie gut finden ist eine sache. aber wie sehr es einem aus der bahn werfen kann (RW), wenn etwas anders läuft oder man sich (besonders in schlechteren phasen) sich nicht daran "entlanghangeln"(RW) kann... hätte ich nie gedacht, was für ein großer faktor das für mich ist.
      Das ist bei Autisten ja auch eines der Kernsymptome wenn es um Routinen und Wiederholverhalten geht.
      Es gibt zwar glaube ich auch andere Dinge wo menschen mit sowas auffallen, glaube das ist bei den ADS-erkrankungen und manchen genetischen geistigen Behinderungen auch vorhanden, aber diese zeigen dann meist auch autistische Züge. Ich finde es durchaus interesannt das manche genetischen behinderungen scheinbar dazu neigen mit Autismus einher zugehen.
    • Ich habe mir jetzt leider nicht alles durchlesen können. Nur einiges, so die ersten Beiträge. Nur hatte ich da gerade keine Zeit, was zu schreiben, wollte ich aber gern. Weiß bloß nicht, ob ich helfen kann.

      Was mir zur Frage einfallen würde, unabhängig von der Geschichte: (denn ich habe mir auch schon mal so eine Frage gestellt)

      Wenn ich mir die gleiche Routine auch mit jemand anderem vorstellen könnte, dann wäre der Mensch ja imaginär fast austauschbar.

      Falls nicht, weil ja der Mensch, um den es geht, eine bestimmte Geschichte mitgestaltet hat im Leben, und ich mir die Routine nicht mit jemand anderem vorstellen könnte, sondern nur mit diesem einen Menschen, dann geht es nicht nur um die Routine. Da spielen dann bestimmt mehrere Faktoren eine Rolle. Dass ich besonders gut verstanden werde/ dieser Mensch gut riecht/ ich diesen Menschen gut verstehe, die Routine mit diesem Menschen gut klappt etc. Das geht dann schon in Richtung: sich verliebt haben.

      Von der Beschreibung her hatte ich den Eindruck, dass es nicht nur um die Routine geht. Aber Vorsicht, es ist ja eine Therapeutin, wenn ich das richtig verstanden habe. Die haben sich ja viel mit der Thematik beschäftigt und überdies noch Einfühlungsvermögen und das führt vielleicht schneller dazu, dass man sich besonders angenommen fühlt, aber mehr "nicht passieren darf".

      Ich wüßte nicht, was ich machen würde, wenn ich mich in einen Psychologen verlieben würde. Zum Glück ist mein Psychologe so viel jünger als ich, dass ich für ihn sowieso jenseits von Gut und Böse wäre und außerdem ist er verheiratet und hat Kinder, und das ist für mich sowieso immer ein Stop-Zeichen.
      Ich kann recht gut nachempfinden, glaube ich zumindest, weil ich auch so anfällig bin dafür, jemanden sehr sympathisch zu finden, der allerdings für mich nicht erreichbar ist. Wenn ich das weiß, mache ich auch meistens irgendwie "zu", weil mir das so peinlich ist. Aber ich versuche auch, umzuwandeln. Das heißt, den Menschen gedanklich möglichst wie einen Verwandten oder Lehrer zu behandeln oder so.
      Hab mal gehört, das Psychologen in ihrer Therapie zeitweise eine Ersatzfigur spielen für jemanden, zu dem man irgendwie unverarbeitete Gefühle hat. So hat eine Psychotherapeutin bei mir mal versucht, dass ich Gefühle des Ärgers gegenüber meinen Eltern auf sie übertrage, aber ich konnte mir das beim besten Willen nicht vorstellen und hab eigentlich nie auch nur irgendeine Art von Beziehung zu ihr aufgebaut.

      Ich hab nur immer zu tun gehabt, nicht zu spät zu kommen, und dann wußte sie manchmal nicht mehr, was wir in der Sitzung zuvor besprochen hatten (hatte ich das Gefühl), und ich wurde immer wieder gefragt, wenn ich was erzählte: und wie haben sie sich dabei (z. B. auch körperlich) gefühlt? Mir brachte das Ganze nicht all zu viel. @kastenfrosch: ich beneide Dich vielleicht fast ein bisschen um so eine gute Beziehung zu einem Therapeuten. Wenn es denn eine gute Beziehung ist. Die Therapeuten dürfen ja auch ihre Patienten nicht zu abhängig von sich machen!
      Sieh es mal so: während sie weg ist, diese Zeit ist vielleicht für Dich eine gute Chance, wieder einen Schritt in Richtung Selbstständigkeit zu schaffen. Und gemeinsam erarbeitete Routinen (ich weiß ja nicht, wie so eine Sitzung abläuft, aber z. B. zuerst, um anzukommen, wird dies oder das gemacht, vielleicht ein Tee gekocht und erzählt, ob etwas Neues in der Zwischenzeit passiert ist), können ja von Dir weitergeführt werden: Ich nehme mir Zeit, koche mir einen Tee, reflektiere, überlege, was sie jetzt evtl dazu sagen würde, oder schreibe was auf.
    • Necroghoul7 schrieb:

      Vielleicht kann man dann auch einmal bewußt vorab darüber sprechen, womit zu rechnen ist, wenn der Helfer einmal für längere Zeit weg ist oder sogar für immer nicht mehr verfügbar sein wird. Also die damit verbundenen sachlichen Befürchtungen, aber auch Gefühle wie "Vermissen"/ Verlust der Routine usw. thematisieren und gemeinsam überlegen, wie man das gut ausgleichen bzw. auffangen könnte.
      darüber gesprochen haben wir natürlich. aber wie es immer mit menschen ist: ein mensch ist nicht einfach austauschbar. man muss sich erstmal kennenlernen, aufeinander "einspielen", eine "gemeinsame sprache" finden. gerade letzteres ist (zumindest für mich) nicht gerade leicht. häufig kommt bei meinem gegenüber nicht das an, was ich mitteilen möchte.

      ich versuche es auch als chance zu sehen. die umstellung ist natürlich schwierig, aber darin liegt auch die chance, dinge anders zu machen, als bisher. ich versuche, neue wege auszuprobieren. zumindest gedanklich erstmal ;) Ob ich es dann auch real umetzen kann, zeigt sich dann noch.


      RegenbogenWusli schrieb:

      Das ist bei Autisten ja auch eines der Kernsymptome wenn es um Routinen und Wiederholverhalten geht.
      Es gibt zwar glaube ich auch andere Dinge wo menschen mit sowas auffallen, glaube das ist bei den ADS-erkrankungen und manchen genetischen geistigen Behinderungen auch vorhanden, aber diese zeigen dann meist auch autistische Züge.
      ADHS hab ich auch als nebendiagnose. die routinen sind sicher auch wichtig für mich bei planung im sinne von strukturierung. also dieses vorausplanen und alles im kopf zu ordnen (exekutive funktionen). die "datensynthese" geht mir da manchmal etwas durcheinander, weswegen ich für außenstehende manchmal erstaunlich starr in meinem denken bin. wenn andere menschen probleme haben, kann ich ihnen (so die rückmeldungen) sehr kreative lösungsvorschläge machen. nur für mich und meine pläne krieg ich das nicht hin. das können viele menschen erstmal nicht nachvollziehen.

      @Iska
      mit verlieben hat das bei mir definitiv nichts zu tun.
      es ist auch keine therapeutin wie psychotherapeutin. ich will es nicht zu weit ausführen, da ja jeder hier mitlesen kann. man weiß ja nie, wer so mitliest. es wäre mir sehr unangenehm wenn jemand weiß, dass ich hier schreibe, ich aber nicht weiß, dass die person hier liest.

      die situation ist schon etwas "speziell", da die "fachliche grenze" in den augen der meisten menschen hier berührt wird. andererseits habe ich auch die erfahrung gemacht, dass genau an diesem punkt ich besonders viel lernen kann. es hängt vielleicht auch mit traumatischen erlebnissen von früher zusammen. also eher "emotionales lernen" durch "beziehung", in welcher gestaltung auch immer. manchmal denke ich, ich brauche eher therapien, wie man sie eher bei jugendlichen anwendet, als bei erwachsenen. vielleicht liegt das problem auch einfach darin, dass es mir so schwer fällt, emotionen wahrzunehmen und zu benennen. wo sie stärker sind, erkennt man sie natürlich dann auch leichter. und: "erleben" ist natürlich etwas ganz anderes als dieses ganze verbalisieren, was in psychotherapien so gern gemacht wird. um psychotherapie geht es hier aber nicht.


      Iska schrieb:

      Sieh es mal so: während sie weg ist, diese Zeit ist vielleicht für Dich eine gute Chance, wieder einen Schritt in Richtung Selbstständigkeit zu schaffen. Und gemeinsam erarbeitete Routinen (ich weiß ja nicht, wie so eine Sitzung abläuft, aber z. B. zuerst, um anzukommen, wird dies oder das gemacht, vielleicht ein Tee gekocht und erzählt, ob etwas Neues in der Zwischenzeit passiert ist), können ja von Dir weitergeführt werden: Ich nehme mir Zeit, koche mir einen Tee, reflektiere, überlege, was sie jetzt evtl dazu sagen würde, oder schreibe was auf.
      siehe oben ;)

      ich war diese woche wohl etwas in "panik" geraten, da einfach gerade auch so viele dinge sich für mich ändern. der abschied der person ist "nur" ein punkt unter mehreren.