Asperger und Arbeitsfähigkeit

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    • :nod:
      Verrückt ist der, der immer die gleichen Dinge tut, aber andere Ergebnisse erwartet.
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
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    • Daniel1 wrote:

      Seit Ihr arbeitsfähig?
      F.G. Daniel
      Hängt von diversen Dingen ab.

      - was für eine Arbeit es ist
      - wie Menschen dort mit mir umgehen
      - wie regelmäßig die Arbeitsstunden/Zeiten sind

      Ich arbeite meist langsam aber sorgfältig was viele nicht wollen wie mir scheint.
      Ich bin nicht flexibel, brauche feste Strukturen und Abläufe und ticke aus bei Plänen die schon eine Woche bekannt sind aber dann auf einmal geändert werden.
      Ich kann extrem unfreundlich oder kindisch berührt reagieren wenn man mich nicht anständig behandelt.

      Für durchschnittliche Arbeitsplätze bin ich wohl nicht geeignet außer es ist ein Team mit ein paar leuten oder zumindest in dem bereich wo ich tätig sein soll sind nicht mehr als 4 Leute die ich dann kennen lernen kann, mit festen Arbeitsbereichen und Tätigkeiten für mich denn ich kann mich schwer mal eben an Umstellungen anpassen, und ich arbeite am liebsten selbstständig für mich, und am besten wenn man mir vormacht wie ich was machen soll anstatt es nur mündlich zu erklären denn das verstehe ich oft nicht so wie andere das meinen.
      Ob ich dafür für den ersten Arbeitsmarkt geschaffen bin weiß ich nicht.
      Ich habe es mehrmals versucht, man wollte mich nach den 6 Monaten aber nie fest anstellen oder weigerte sich mich zu versichern, und so bin ich schon seit 10 Jahren ohne angestellt zu sein, aber ich bin auch nicht arbeitslos gemeldet. ich arbeite, für andere, male Bilder, entwerfe Designs auf die andere online bieten.
      Man kann nicht davon leben aber man kann mir auch nicht sagen das ich nicht arbeite.
    • Laut Gutachten (nach Aktenlage) des ÄD der AfA ja, aber laut allen anderen (Psychiaterin, SB, Psychologe und Psychologin vom psychologischen Dienst des Jobcenters, ABW-Betreuerin etc.) nicht. Ich selber halte mich auch nicht für arbeitsfähig, aber es ist für mich okay, wenn ich als Karteileiche beim Jobcenter bleibe. Mein SB läßt mich zum Glück in Ruhe und steckt mich auch nicht in irgendwelche sinnlosen Maßnahmen.
      Ich bin nicht auf der Welt, um zu sein, wie Andere mich gern hätten.
    • Meine Anwältin hat mir auch klar gemacht,
      dass es ausreicht, theoretisch, einen Job machen zu können,um es verweigert zu bekommen.
      Z.B. Nachtwächter.

      Ob es dann auch gesundheitlich möglich ist,oder ob ich dafür vermittelbar wäre steht wo ander.
      Da ich schon mit Wohnung überfordert bin, habe ich sehr starke Angst

      Herzlichen Dank,
      L.G. Daniel
    • RegenbogenWusli wrote:

      Daniel1 wrote:

      Seit Ihr arbeitsfähig?
      F.G. Daniel
      ... und so bin ich schon seit 10 Jahren ohne angestellt zu sein, aber ich bin auch nicht arbeitslos gemeldet. ich arbeite, für andere, male Bilder, entwerfe Designs ...
      ist für deine Rentenansprüche schlecht, da du ja schon 10 Jahre nicht in die Rentenkasse eingezahlt hast.
      "Versuche nicht, ein erfolgreicher, sondern ein wertvoller Mensch zu werden." (Albert Einstein)
    • aspie1 wrote:

      ist für deine Rentenansprüche schlecht, da du ja schon 10 Jahre nicht in die Rentenkasse eingezahlt hast.
      Das weiß ich, aber was soll man machen...
      Das rentenalter erreiche ich vermutlich eh nicht, dafür bin ich körperlich nicht gesund genug oder fit genug.
      Und ist da ein Unterschied wenn man jetzt durch HarzIV in die Rentenkasse einzahlt und dann kaum was bekommt (wenn man dann in rente geht) oder durch Grundsicherung das was fehlt aufstockt? Ich sehe da nicht wirklich einen Unterschied, denn ich werde eh so oder so nie so eine hohe Rente bekommen das es zum überleben reichen würde denn ich hatte nie einen Job bei dem ich 6000€ im Monat bekommen habe und werde so einen Job auch nie haben.
      Jemand der so viel verdient, bekommt vermutlich um die 3000 als Rente, und jemand der 3000 verdient hat bekommt vielleicht etwas über 1000 was nicht viel ist aber vielleicht zum Leben ohne Auto und auch ohne andere höheren Ausgaben reichen würde. Meine Mutter verdiehnt seit dem sie im beruf ist immer so knapp über 1000€ und sie wird mal sowas um die 600-700€ Rente bekommen, das reicht nicht zum Überleben allein, denn Miete kostet ja schon 400 kalt für eine normale Wohnung.
      Und die Mieten steigen ja wie man sieht, wer weiß wie das aussieht wenn ich ins Rentenalter komme, vielleicht gibt es dann was anderes oder garkeine Rente mehr, vielleicht ist dann 3. Weltkrieg, das kann man alles eh nicht sagen.
    • RegenbogenWusli wrote:

      aspie1 wrote:

      ist für deine Rentenansprüche schlecht, da du ja schon 10 Jahre nicht in die Rentenkasse eingezahlt hast.
      Und ist da ein Unterschied wenn man jetzt durch HarzIV in die Rentenkasse einzahlt...
      Seit Januar 2011 entfallen die Rentenbeitragszahlungen für Bezieher von ALG II.
      "Versuche nicht, ein erfolgreicher, sondern ein wertvoller Mensch zu werden." (Albert Einstein)
    • Ich hab gearbeitet, als ich die Diagnose (2016) bekam und bin auch weiter arbeitsfähig.
      Wir brauchen als Familie auch das Geld, das würde sonst finanziell gar nicht klappen, wenn ich nichts machen würde.
      Ich arbeite aber nicht Vollzeit, wegen Familie, und habe das große Glück, dass ich 50% von meinem Job von zu Hause aus machen kann.
    • aspie1 wrote:

      ist für deine Rentenansprüche schlecht, da du ja schon 10 Jahre nicht in die Rentenkasse eingezahlt hast.

      RegenbogenWusli wrote:

      Und die Mieten steigen ja wie man sieht, wer weiß wie das aussieht wenn ich ins Rentenalter komme, vielleicht gibt es dann was anderes oder garkeine Rente mehr, vielleicht ist dann 3. Weltkrieg, das kann man alles eh nicht sagen.
      Ja, was solls.
      Das Leben findet heute statt und man muss das Beste draus machen.

      Es gibt viele Menschen die ihr Leben lang in Vollzeit arbeiten und von der Rente nicht leben können. Das ist ungerecht. Alle wollen billig einkaufen, wollen dass der Bus pünktlich kommt, wollen saubere Strassen und Büros und Häuser haben, gepflegt werden wenn sie krank sind, keiner will die Menschen die diese Aufgaben erledigen anständig dafür bezahlen.

      Ich finde es toll wie du das hinkriegst ohne Dich offiziell irgendwo integrieren und verbiegen zu müssen, ich finde es gut wenn Leute ihren eigenen Weg gehen mit den Möglichkeiten die sie haben, anstatt sich in die Opferrolle zu begeben und zu kapitulieren. :thumbup:
    • Kraehe wrote:

      Ja, was solls.
      Das Leben findet heute statt und man muss das Beste draus machen.

      Es gibt viele Menschen die ihr Leben lang in Vollzeit arbeiten und von der Rente nicht leben können. Das ist ungerecht. Alle wollen billig einkaufen, wollen dass der Bus pünktlich kommt, wollen saubere Strassen und Büros und Häuser haben, gepflegt werden wenn sie krank sind, keiner will die Menschen die diese Aufgaben erledigen anständig dafür bezahlen.

      Ich finde es toll wie du das hinkriegst ohne Dich offiziell irgendwo integrieren und verbiegen zu müssen, ich finde es gut wenn Leute ihren eigenen Weg gehen mit den Möglichkeiten die sie haben, anstatt sich in die Opferrolle zu begeben und zu kapitulieren.
      Ehhm ist das ganze sarkastisch gemeint gewesen?
      Ich verstehe nicht was daran gut ist.


      Kraehe wrote:

      Das Leben findet heute statt und man muss das Beste draus machen.
      Das sehe ich selber zwar auch so, es bringt nicht viel extrem weit in die Zukunft zu planen, aber wer etwas ansparen kann um später, wenn man was brauchen sollte auch was zu haben, dem würde ich das raten. kann nicht schaden. Sofern man sparen kann, das geht leider nicht jedem so.

      Kraehe wrote:

      Es gibt viele Menschen die ihr Leben lang in Vollzeit arbeiten und von der Rente nicht leben können.
      Ja das stimmt, meine Mutter geht es vermutlich mal so, deswegen will ich ja mit ihr hier wegziehen und versuchen anderswo zumindest einen wenn auch unqualifizierten Vollzeitjob zu haben damit wir zusammen leben können so das das geld auch reicht.
      Dafür spare ich nach wie vor. Würde ich vom Amt Geld bekommen anstatt selber zu arbeiten, dann müssten wir aus dieser Wohnung ausziehen weil sie laut Amt zu groß sei (sind 80m² bei 520€ kalt) und ich möchte nicht das wir woanders hinziehen müssen, also genötigt werden ohne sich aussuchen zu können wohin.
      In ein paar jahren, vielleicht in einem jahr schon haben wir genug zusammen.

      Kraehe wrote:

      Alle wollen billig einkaufen, wollen dass der Bus pünktlich kommt
      Ich will garnicht alles billig, ich gebe mich auch mit weniger, dafür aber was Gescheites zufrieden XD und was den Bus angeht, ich bin froh das hier alles recht nah ist, so kann man auch notfalls noch zufuß gehen wenn es sein muss oder auf eine andere Linie ausweichen, das ist wohl der Vorteil im Ruhrgebiet zu wohnen.

      Kraehe wrote:

      wollen saubere Strassen und Büros und Häuser haben
      Mich regt es mehr auf das viele Leute nicht selber dazu in der Lage sind erstmal weniger Dreck zu machen.
      Sie würden sich garnicht über den ganzen Müll und Dreck auf den Straßen beschweren müssen wenn sie den nicht achtlos irgendwo hinwerfen würden.
      Weniger Dreck und Müll heißt auch weniger zutun für die die dafür bezahlt werden es wegzumachen.
      Ich habe sogar überlegt wenn wir nach Nürnberg ziehen mich bei der Städtischen Müllabfuhr zu bewerben, die Straßenfeger da bekommen zumindest noch ein ganz gutes gehalt und die Straßen dort sind viel auberer als die hier in NRW.

      Kraehe wrote:

      gepflegt werden wenn sie krank sind, keiner will die Menschen die diese Aufgaben erledigen anständig dafür bezahlen.
      Ja das ist allerdings ein problem. Die Stadt Essen ist da selber sehr knauserig weshalb ich ihnen deswegen auch Vorwürfe mache.
      Ich wurde ja selber von denen angestellt und ich machte jeden Tag überstunden die man mir nicht bezahlte und weigerte sich mich auf Steurkarte weiterhin zu halten, wie die Firma von der ich zu denen wechseln musste.
      Man fragte uns ja nicht, man hat das einfach gemacht und wenn wir damit nicht einverstanden waren, wurde man gefeuert, fertig.

      Kraehe wrote:

      Ich finde es toll wie du das hinkriegst ohne Dich offiziell irgendwo integrieren und verbiegen zu müssen
      Glaub mir, ich denke wenn ich flexibler wäre, dann hätte ich sicher eine bessere Zukunft, dann hätte ich vermutlich einen besseren Schulabschluss weil ich dann auch Mündlich bessere Noten bekommen hätte, hätte besser mit anderen zusammen agieren können und auch vermutlich einen Studienabschluss oder eine Ausbildung fertig, aber mit den Noten die ich hab und mit meiner art will mich keiner, ich hab es ja schon jahre lang versucht, sogar mit Hilfen vom Amt und Maßnahmen, alles ohne Erfolg.
      Wenn es bedeutet das ich nur dann einen Job bekomme wenn ich mich bis zum erbrechen verstellen muss halte ich das vielleicht eine Woche aus, wenn überhaupt bevor ich wieder so depressiv und leer oder sogar aggressiv werde, denn das hatte ich auch alles schon als ich mich für meinen vater und seine Frau versuchte zu verbiegen weil die das so wollten, das klappte ja auch nicht.
      Ich kann halt nicht leisten wofür ich nicht gemacht wurde.
      Vielleicht fällt das anderen einfach leichter.
      Es gibt ja selbst Autisten die das besser können als ich, die das jahrzehnte lang gemacht haben bis sie daran kaputt gingen.
      Ich habe das keine paar Monate ausgehalten.
      Ich muss mich nur deswegen nicht irgendwo integrieren weil ich mit meiner Mutter zusammen lebe.
      Ich weiß nicht was ich ohne sie machen würde. Vermutlich würde ich in eine Psychiatrie müssen wenn sie stirbt weil ich dann durchdrehe oder ich lande auf der Straße oder wenn man mir tatsächlich irgendwas diagnostiziert, komme ich in eine andere art von Unterbringung, keine Ahnung.
      Das wäre mir im Grunde egal, es ist besser als auf der Straße, mit Sicherheit.

      Kraehe wrote:

      ich finde es gut wenn Leute ihren eigenen Weg gehen mit den Möglichkeiten die sie haben, anstatt sich in die Opferrolle zu begeben und zu kapitulieren.
      Ich glaube in die Opferrolle lassen sich Leute dann bringen, wenn sie selber keine Lösung für ihr problem finden und erhoffen sich dann so Hilfe von außen.
      Ich weiß es nicht.
      Ich möchte kein Opfer sein, ich möchte auch ungern mich von anderen bevormunden lassen wenn ich zumindest eine Chance auf etwas besseres sehe.
      Wenn ich bestimmte Dinge einfach nicht kann weil ich zu behindert oder sonst was dafür bin, das respektiere ich das, aber ich heul deswegen nicht herum, das bringt nichts, das macht es auch nicht anders oder ändert den Zustand, der nunmal angeboren ist.
      Wenn ich in ein heim muss oder was weiß ich, dann ist das halt so, das würde mich nichtmal stören, da ich sowas bereits kenne und es mir leichter fällt mich den Regel solcher Heime anzupassen als das alles selber zu organisieren, da bin ich recht talentfrei drin sobald es ein gewisses Maß übersteigt.
      Ich verliere dann den Überblick, es wird zu komplex, vorallem da nicht immer alles vom Plan eingehalten werden kann und je voller der Plan ist, desto schwieriger wird es wenn man was verschiebt etc, das ist ein problem für mich.
      Das gleiche hat man auch an Arbeitsplätzen. In Behinderteneinrichtungen schauen leute da drüber, helfen einem dabei, das finde ich gut.
      Sowas würde ich mir auch wünschen, aber bevor ich zu solchen Maßnahmen greife möchte ich es wenigstens erstmal selber versuchen.
      Dazu bin ich aber auch etwas auf Verständniss von meiner Umgebung abhängig.
      Ich hoffe das ich die in Nürnberg finden werde.
      Hier habe ich bisher soetwas nicht erhalten.
    • RegenbogenWusli wrote:

      Ehhm ist das ganze sarkastisch gemeint gewesen?
      Ich verstehe nicht was daran gut ist.
      Nein, das ist ernst gemeint. Nicht sarkastisch sondern ganz einfach realistisch.

      RegenbogenWusli wrote:

      Ich möchte kein Opfer sein, ich möchte auch ungern mich von anderen bevormunden lassen wenn ich zumindest eine Chance auf etwas besseres sehe.
      Und das ist gut. Solange man in der Lage ist diese Chance zu sehen kann man etwas draus machen.

      Ich habe selber auch starke Einschränkungen und kann nicht auf dem normalen Arbeitsmarkt arbeiten, trotz einer hohen Leistungsfähigkeit und einer guten Ausbildung. Denn ich bin nicht integrierbar in das Sytem da ich meine Kollegen nicht wiedererkenne und ausserdem immer die Dinge sage die keiner hören will (obwohl oder vielleicht auch gerade weil sie meist bzw. fast immer stimmen :lol: )

      Wie ja auch hier erkennbar ist - ich schreibe etwas und Leute denken es sei sarkastisch gemeint. Das passiert im Alltag auch, sie denken ich mache irgendwelche fiesen Sprüche oder was auch immer, dabei sage ich einfach nur klar und direkt was ich denke, das ist halt unbequem.

      Die Realität ist aber so. Oft unschön und unbequem und wer das erkennt und akzeptiert kann das Beste draus machen.

      RegenbogenWusli wrote:

      Wenn ich bestimmte Dinge einfach nicht kann weil ich zu behindert oder sonst was dafür bin, das respektiere ich das, aber ich heul deswegen nicht herum, das bringt nichts, das macht es auch nicht anders oder ändert den Zustand, der nunmal angeboren ist.
      Ja.