Umgang in der Arztpraxis

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    • Umgang in der Arztpraxis

      Hallo, wenn ihr beim Hausarzt seit der von eurer Autismus Diagnose weiß, wird in der Praxis darauf Rücksicht genommen?

      Ich hatte heute leider ein sehr belastendes Erlebnis bei meinem jahrelangen Hausarzt. Meine Autismus Diagnose ist dort bekannt, auch bei den Sprechstundenhilfen, und der Praxis liegt auch das Diagnoseschreiben vor.

      Letzen Freitag hatte ich mit einer Sprechstundenhilfe dort telefoniert, wegen einer Info von meiner Krankenkasse. Es ging darum ob ich etwas selbst bezahlen muss, oder ob es die Krankenkasse übernimmt. Die Krankenkasse hatte mir gesagt, das es eine Kassenleistung ist und die Arztpraxis das als Kassenleistung hätte abrechnen müssen. Diese Information habe ich dann an die Arztpraxis weiter gegeben. Ich kenne mich mit dem Thema nicht aus und verlasse mich darauf was mir gesagt wird. Und wenn die Krankenkasse selbst sagt das es eine Kassenleistung ist, denke ich schon das es stimmt.

      Als ich beim Hausarzt an der Reihe war, saßen dann 2 Sprechstundenhilfen (die mit der ich telefoniert hatte und eine die damit nichts zu tun hat) beim Arzt im Sprechzimmer. Sie hatten das extra so gemacht um mich im Beisein des Arztes zu konfrontieren. Es würde nicht stimmen, das die Arztpraxis das als Kassenleistung abrechnen muss, die Information der Krankenkasse wäre falsch. Aber das kann ich weder wissen, noch kann ich etwas dafür. Das ist kein Grund deshalb mich gegenüber so anzuprangern, das kann mir die Sprechstundenhilfe auch normal sagen. Und man weiß dort auch das ich manchmal eine ausführlichere Erklärung brauche. Wobei das auch ein normaler Mensch als Laie nicht wissen kann.

      Für mich war das Verhalten der Sprechstundenhilfe sehr schlimm, weil ich nicht verstanden habe warum sie ihre Emotion an mir ablädt. Und ich war deshalb auch sehr überfordert mit der Situation, weil ich nicht damit umgehen konnte.
    • Phreno schrieb:

      Sie hatten das extra so gemacht um mich im Beisein des Arztes zu konfrontieren.
      Woraus schließt du das? Vielleicht fanden sie es einfach praktisch, das mit dir und dem Arzt zusammen zu besprechen, könnte doch auch sein.
      In der Sache lässt sich das doch sicher klären. Notfalls muss die Arztpraxis halt selbst bei der Krankenkasse anrufen.
      Menschen sind auch nur Tiere. - Ich mag Tiere!
    • Shenya schrieb:

      Woraus schließt du das?
      Zum Einen aus der Reaktion vom Arzt auf die Situation, zum Anderen das die Sprechstundenhilfe zusätzlich eine Kollegin dazu genommen hat die mit der Sache nichts zu tun hat, und auch das die Sprechstundenhilfe vorab dem Arzt gegenüber eine inhaltlich andere Geschichte erzählte. Und als der Arzt sie fragte ob es so war wie ich erzählte, sie es kleinlaut zugab. Der Arzt hatte dann im Nachhinein auch kein Verständnis dafür, wo es überhaupt ein Problem gab und warum das so aufgebauscht werden musste.
    • Dann kann man leider nur spekulieren, warum sie sich so verhalten hat.
      (schlechten Tag gehabt, generell schnell gestresst oder wollte keinen Fehler zugeben....)

      Was jetzt die Frage mit der Rücksichtnahme angeht: mein Eindruck ist, dass manche schon bereit sind, Rücksicht zu nehmen, aber man muss dann konkret sagen, was man möchte oder braucht. Dass von sich aus jemand etwas angeboten hätte oder selbst drauf kam, was mir helfen könnte, ist mir noch nicht passiert.
      Menschen sind auch nur Tiere. - Ich mag Tiere!
    • Was da wie abgerechnet wird, ist inzwischen schwer zu durchblicken, insbesondere wenn es die IGeL betrifft. Ich hatte schonmal ein ähnliches Problem, wo der Arzt sagt, ich müsse das mit der Krankenkasse klären, und die sagen ich müsse das mit dem Arzt klären. Ich habe aufgegeben und es selbst bezahlt. Es bringt mich nicht um das zu bezahlen und ich habe auf das Theater keine Lust.

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    • Phreno schrieb:

      Hallo, wenn ihr beim Hausarzt seit der von eurer Autismus Diagnose weiß, wird in der Praxis darauf Rücksicht genommen?
      Nein, darauf wird keine Rücksicht genommen und das erwarte ich auch nicht.

      Phreno schrieb:

      Es würde nicht stimmen, das die Arztpraxis das als Kassenleistung abrechnen muss, die Information der Krankenkasse wäre falsch. Aber das kann ich weder wissen, noch kann ich etwas dafür. Das ist kein Grund deshalb mich gegenüber so anzuprangern, das kann mir die Sprechstundenhilfe auch normal sagen.
      Es richtet sich nach der Gebührenverordnung welche Leistungen Ärzte gegenüber Kassenpatienten privat abrechnen dürfen. Wenn du von der Krankenkasse die Auskunft erhältst, dass eine gewisse Leistung über die KK abgerechnet werden muss dann lass dir das schriftlich bestätigen und lege es beim Arzt vor oder erkundige dich bei der Krankenkasse was du im Falle einer Privatrechnung machen kannst.

      Es ist die Frage ob die Sprechstundenhilfe tatsächlich etwas ungehalten reagiert hat oder du das lediglich so empfunden hast. Wenn dann könnte ich mir vorstellen, dass sie sich von dir vllt. getadelt gefühlt hat, so quasi, dass du ihr erklärst wie sie ihre Arbeit zu machen hat.