Haushalt

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    • Das Statement von Quinn kann ich mittlerweile auch abnicken :nod: Hat leider lange gedauert, bis es bei mir Klick gemacht hat und ich begriffen habe, dass mein Leben immens an Qualität gewinnt, wenn ich mich in meiner Burg wohl fühle und alles gleich finden kann. - das schenkt mir schöne freie Zeit und unbelastetere Gedanken.


      Seit einigen Jahren habe ich mein Zuhause im Griff . Vom Vorher rede ich nicht gerne - es war in meinen Augen richtig schlimm...
      Immer wieder riesige Hauruckaktionen, nach denen mein Haus sauber und ordentlich und ich total ausgepowert war.. hat nie lange gehalten und ich hab einfach nicht begriffen, warum das so ist.
      Vollkommen überzogene Erwartungen an mich gestellt .

      Als mein Leidensdruck gross genug war, nicht mehr davor wegrennen zu wollen, habe ich mich in einem kleinen Selbsthilfeforum angemeldet.und mir erstmal Fragen beantwortet.:
      - Meinen Wohnungszustand ehrlich aufgelistet
      - etwa eine Woche alle meine Tätigkeiten des Tages aufgeschrieben und festgestellt, dass es Dinge gibt, die ich sowieso schon jeden Tag routiniert erledige
      Ich hab gemerkt, dass ich eben nicht stinkefaul bin, wie meine Eltern es gesehen haben.
      Ich war einfach nur total unstrukturiert und hatte die verrückte Idee, dass das Chaos ganz schnell weggehen muss...

      Das Chaos hat sich aber langfristig angesammelt und kann nur schrittweise wieder verschwinden.

      Erstmal Grundreinigung: geschämt und abwechselnd geschimpft und geheult...Schritt für Schritt, Tag für Tag habe ich mich aufgemacht und etwas getan.. Mal mehr , mal weniger, dazwischen immer Erholungspausen, wie ich es brauchte. .

      Und täglich wie ein Roboter geübt, die Beweise meines Tuns sofort zu beseitigen:

      1.Benutztes sofort zurück an seinen Platz
      2. Alles was ich öffne, sofort wieder schliessen
      3. Heruntergefallenes sofort wieder aufheben
      4. Verschüttetes sofort wegwischen
      5. Kaputtes sofort reparieren oder auf eine ToDo-Liste
      6: Was nicht mehr gebraucht werden kann, sofort wegwerfen
      7. Versuche, keinen Gang mit leeren Händen zu machen

      Hört sich albern an und simpel, ist aber nicht so einfach. Nach einem Vierteljahr lief mir das gut von der Hand und meine Aufräumaktion im Rest der Wohnung wurde endlich sichtbar..

      Aussortieren und Sachen weggeben gehört auch dazu. ;)
      Ich hab innerlich gejubelt, als mich einer um ein Metermass gefragt hat und ich das nach 15 Sekunden lächelnd überreichen konnte . Das hat mich motiviert.

      Und ich bleib dran. Nach einigen Jahren hartnäckigem Dranbleiben muss ich kaum noch Chaos beseitigen und bin mit den Tagesroutinen ganz schnell durch, es ist jetzt überhaupt nicht mehr viel - es ist wie Blumen gießen :)

      Mein Leben ist ein so großes Stück leichter und besser geworden, 'nur' durch ein bisschen Ordnung und Struktur - das hab ich vorher nicht für möglich gehalten..
    • Quinn wrote:

      Die erste Grundreinigung braucht in der Tat Zeit und Energie. Aber hat man das mal umgesetzt geht es immer aufwandsloser , da wirklich Dreck und Unordnung gar nicht mehr entsteht.
      Den Dreck hab ich so einigermaßen im Griff - dazu zwingen mich ja schon die Miezen und mein Ekel vor schmutzigen Badezimmern und Küchen. Aber die Unordnung.... irgendwie entsteht die von ganz allein...

      Marcie wrote:

      Und täglich wie ein Roboter geübt, die Beweise meines Tuns sofort zu beseitigen:

      1.Benutztes sofort zurück an seinen Platz
      2. Alles was ich öffne, sofort wieder schliessen
      3. Heruntergefallenes sofort wieder aufheben
      4. Verschüttetes sofort wegwischen
      5. Kaputtes sofort reparieren oder auf eine ToDo-Liste
      6: Was nicht mehr gebraucht werden kann, sofort wegwerfen
      7. Versuche, keinen Gang mit leeren Händen zu machen

      1. das scheitert oft daran, dass es schmerztechnisch nicht immer machbar ist.
      2. bis 6. mach ich
      7. ich versuche es - klappt aber oft nicht

      Ich arbeite aktuell an der Grundordnung. Ganz hoffnungslos bin ich nicht, dass ich das innerhalb der nächsten Wochen schaffe.
      ~ Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein. ~
    • Danke für eure zahlreichen Tipps :)
      Im Moment läuft es halbwegs okay. Ich sollte mir aber vornehmen, dass ich spätestes nächstes WE die Duschabtrennung putzen sollte. Ansonsten klappt es mit dem regelmäßigen wegräumen von Sachen und wenigstens saugen. Ich habe Katzen und selbst kurz nachdem ich gesaugt habe, liegen wieder neue Katzenhaare :(

      Diese Woche hatte ich Besuch vom SPDi. Das war so ein bisschen ein scherzhafter Deal. Von wegen, wenn ich in der neuen Wohnung bin, machen wir das. Naja, wir haben es überlebt. Meine Katzen haben sich zwar leicht daneben benommen :D aber egal.
    • Nicht wissen wo ich anfangen soll kenn ich zu gut.

      Ich wollte letztens staubsaugen. Vorher hätte ich aber den Staubsauger leer machen müssen. Wenn ich eh schon zur Tonne gehe, könnte ich gleich den Biomüll mit raus nehmen. Aber bevor ich anfangen kann muss ich auch noch das Bügelbrett wegräumen, auf dem aber noch Wäsche zum Bügeln liegt. Für zwei Stücke das Bügeleisen anzuwerfen lohnt sich nicht, also vielleciht erst die Wäsche aus dem Trockenkeller holen. ...
      So wurden es irgendwie immer mehr Aufgaben und ich wusste auf einmal nicht mehr wo ich anfangen soll und habe gar nichts gemacht.
      Leichter wäre es natürlich, wenn man sich angewöhnt, zum Beispiel das Bügelbrett gleich wieder wegzustellen, den Biomüll so wieso täglich raus zubringen ... Aber dem Moment war ich leider total überfordert und konnte gar ncihts mehr machen.
      Mit Freude im Leben udn Freunden an der Hand ist schnell jeder Kummer im Leben gebannt.
    • monschichi wrote:

      Nicht wissen wo ich anfangen soll kenn ich zu gut.

      Ich wollte letztens staubsaugen. Vorher hätte ich aber den Staubsauger leer machen müssen. Wenn ich eh schon zur Tonne gehe, könnte ich gleich den Biomüll mit raus nehmen. Aber bevor ich anfangen kann muss ich auch noch das Bügelbrett wegräumen, auf dem aber noch Wäsche zum Bügeln liegt. Für zwei Stücke das Bügeleisen anzuwerfen lohnt sich nicht, also vielleciht erst die Wäsche aus dem Trockenkeller holen. ...
      So wurden es irgendwie immer mehr Aufgaben und ich wusste auf einmal nicht mehr wo ich anfangen soll und habe gar nichts gemacht.
      Leichter wäre es natürlich, wenn man sich angewöhnt, zum Beispiel das Bügelbrett gleich wieder wegzustellen, den Biomüll so wieso täglich raus zubringen ... Aber dem Moment war ich leider total überfordert und konnte gar ncihts mehr machen.

      Das kenne ich so gut :lol: :lol: :lol: Dachte, das ist nur bei AD(H)S so!
      (gerade am Durchlaufen einer zweiten, intensiven Diagnostik, daher Status zunächst auf VA "zurückgesetzt")
    • @Gluon Du kannst dich ja (falls noch nicht getan), mal über ADHS belesen, vielleicht findest du da noch mehr. Vielleicht haben aber auch viele AS-ler solche Probleme? Es nervt jedenfalls ganz schön, wenn man nichts fertigbekommt, weil man alle paar Sekunden eine neue Baustelle entdeckt oder aufmacht.
      (gerade am Durchlaufen einer zweiten, intensiven Diagnostik, daher Status zunächst auf VA "zurückgesetzt")
    • @Kleine Über ADHS habe ich mich bereits belesen, einiges passt ganz gut, anderes wieder nicht. Ja das nervt mich auch, gerade im Haushalt habe ich das Problem, dass alles auch kein Ende nimmt, man ist sozusagen nie fertig und dann weiß ich auch nicht womit ich beginnen soll. Meine Haushaltsführung ist ein Versuch das Chaos zu beseitigen, es ist zwar nicht wüst bei mir, aber etwas mehr Ordnung wäre mir schon lieber.

    • Ich finde mich da auch wieder. Ich mache nicht nur immer neue Baustellen auf, sondern versuche auch vorher noch das Herangehen zu Optimieren und am Ende ist so viel Zeit beim Denken vergangen, dass ich gar nix mache. Vielleicht habe ich es auch so kompliziert gedacht, dass ich keine Lust mehr habe.
      Würde ADHS nicht automatisch mit diagnostiziert?
      Wo kann man es diagnostizieren lassen ?
    • monschichi wrote:

      Ich wollte letztens staubsaugen.
      ....
      Das kommt mir so bekannt vor. Aus einer Kleinigkeit wird auf einmal ein unübersichtlihcer Berg mit tausenden von Aufgaben. Klar, das ist übertrieben - aber es fühlt sich so an.

      Bei mir hilft dann nur entspannen und entweder handarbeiten oder am PC surfen oder zocken. Damit ist die Arbeit zwar auch nicht getan, aber ich kann mich von der Panik des unbezwingbaren Bergs ablenken.
      ~ Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein. ~
    • Mein allergrößtes Hindernis für einen ordentlichen Haushalt ist meine Langsamkeit.
      Es mag sich doof anhören, aber ich habe nie gelernt zu putzen.
      Da meine Mutter immer Zuhause war, hat sie das meiste übernommen (kochen, Abwasch, Wäsche...) für's Einkaufen, Fenster putzen und wischen war mein Vater zuständig. Ich denke, unser Kinderzimmer (mit meinem jüngeren Bruder zusammen) musste ich gelegentlich aufräumen und Staub wischen. An Staub wischen oder saugen kann ich mich nicht erinnern. Es wurde zumindest nicht oft gemacht. Bei uns lag auch immer viel Zeug rum, so dass am Esstisch und auf der Eckbank kaum Platz für uns alle war. Mit 17 Jahren wurde ich zumindest "genötigt" gelegentlich das (separate) WC zu putzen.
      Mir fehlt auch irgendwie ein Sinn / eine Wahrnehmung für Schmutz und daher habe ich auch z.B. kein Ekelgefühl vor fremden Toiletten (außer bei extremen Gerüchen).
      Als mich mein erster Freund dann von Zuhause gerettet hat, indem ich kurz vor meinem 18. Geburtstag zu ihm und seinem Vater in deren kleine 2 1/2 Zimmer Wohnung ziehen durfte, haben wir auch nur gemeinsam gekocht und abgespült und ich musste gelegentlich unser Zimmer staubsaugen. Dass es nicht ausreicht, nach dem (Hände) Waschen nur kurz mit klarem Wasser mit der Hand durch das Becken zu wischen, hat mir niemand gesagt. Ich habe in diesem 3/4 Jahr nie das Bad oder Fenster geputzt, gewischt...
      Die 2 anschließenden Jahre im Schwesternwohnheim gab es für die Gemeinschaftsduschen und WCs sowie für den Flur eine Reinigungskraft. Die Küche sah immer aus wie ein Schlachtfeld, aber ich habe sie auch kaum benutzt, da ich mich entweder in der Kantine oder mit Fast Food verpflegt habe. Mein Zimmer hab ich auch so gut wie nie geputzt.
      Seit ich danach meine erste (n) eigene(n) Wohnung(en) hatte, bekam ich nie Besuch. Ich wollte immer für mich alleine sein. Nur zu Weihnachten habe ich versucht, alles einigermaßen herzurichten für meine Familie (so mit Weihnachtsbaum und Abendessen). Bis ich mir meine erste Spülmaschine gekauft habe, hab ich mein schmutziges Geschirr sogar bei meiner Oma abgeliefert und sauber wieder bekommen.
      Nach dem Einkaufen hab ich die Fertiggerichte meistens nicht mal weggeräumt, sondern gleich aus der Einkaufstasche heraus verbraucht. Gekocht hab ich eh nicht. Wenn ich Frühdienst hatte, hab ich mir jeden Morgen Croissants vom Bäcker geholt und nach Feierabend war ich in der Pommesbude, Pizzeria oder bei McDonald's. Nur meine Wäsche hab ich immer ordentlich gemacht, damit ich nach draußen nicht auffalle. Um es mir leicht zu machen und mir das Bügeln zu sparen, hab ich meine Oberteile im Trockner auf Schontrocknen getrocknet und sie SOFORT nach Programmende (noch warm!) heraus geholt und noch für 1-2 Tage auf die Leine gehängt, bis sich die Falten alle rausgehängt hatten. Ums Flur putzen hab ich mich meistens rum gedrückt, es war eh kein besonders ordentliches Haus, wo man mit dem Vermieter oder den Nachbarn Ärger gekriegt hätte.
    • Seit 7 Jahren lebe ich nun mit meiner Lebenspartnerin in ihrer Wohnung zusammen. Mein Zuhause war noch nie vorher so ordentlich während sie nach ihrer Auffassung noch nie in so einem "Chaos" gelebt hat.
      Ich habe das Kochen für mich entdeckt (nicht zuletzt, da durch meine Diabetes Diagnose Fast Food nicht mehr unbedingt gesundheitsfördernd ist), bin für die Küche und das Einkaufen zuständig und putze alle 14 Tage das Bad. Aber ich brauche dafür leider immer 3 Stunden. Damit das Bad trotzdem zwischendurch nicht total gammelig aussieht, habe ich von meiner Partnerin gelernt, das Waschbecken und die Dusche nach jeder Benutzung trocken zu putzen.
      2x im Jahr putze ich alle Fenster (für die Gardinen - sowie für die gesamte Wäsche - ist allerdings meine Partnerin zuständig). Ca. 1x im Monat wische ich im Wohnzimmer Staub.
      Seit meiner AU bzw. seit 3 Wochen sauge ich 1x wöchentlich in der gesamten Wohnung Staub. Ich reinige alle 6 Wochen unsere 3 Katzenklos gründlich und putze dabei auch gleich die Badewanne mit, da sie sowieso nur für den Wäscheständer genutzt wird. Zudem hab ich heute dann gleich das erste mal noch das WC und den Flur mit durch gewischt. Für alles zusammen habe ich erneut 3 Stunden gebraucht.
      Ich bin jetzt zwar fix und fertig aber auch mächtig stolz. Wenn ich das aber jemandem erzählen würde, würden die mich doch bloß auslachen.

      The post was edited 1 time, last by Knanmel ().

    • Shenya wrote:

      Wohnung sauber halten ist bei mir auch schon immer ein Problem.
      Aktuell kann ich weder Kinderzimmer noch Flur putzen, da sich ein Riesenregal im Flur befindet, das sich entgegen dem Versprechen des Verkäufers doch nicht in zwei Teile auseinander nehmen läßt - und genau 3cm zu hoch ist, um es unter der Türzarge hindurchzuschieben (quer und längs und drehen usw. geht auch nicht, da das Eck zu schmal ist). Also quetschen wir uns seit ein paar Tagen daran vorbei .... am Wochenende wird das Ding hoffentlich (mit Hilfe) zersägt. Ich habe das Gefühl, solche Dinge passieren nur mir oder vielleicht noch Mr. Bean. :m(:

      In der Schule habe ich lauter Zeugs gelernt, das mir jetzt nichts nützt, aber Fächer wie Hauswirtschaftslehre oder Handwerken, das gab es am "Elitegymnasium" natürlich nicht.

      kim wrote:

      Besuch bekomme ich nie, deshalb gibt es auch keine Putzaktionen vor dem Besuch
      Ich verstehe nicht, wieso fast alle Leute krampfhaft putzen, wenn sich Besuch ankündigt. Der kommt doch mich besuchen und nicht meine Sauberkeit begutachten. Wenn es dem Besuch zu dreckig ist, kann er mir ja Hilfe anbieten oder wieder verschwinden.
      Wenn einem die Bezüge verlorengehen, wird das "All" zum "Nichts".
    • Necroghoul7 wrote:

      Ich verstehe nicht, wieso fast alle Leute krampfhaft putzen, wenn sich Besuch ankündigt. Der kommt doch mich besuchen und nicht meine Sauberkeit begutachten. Wenn es dem Besuch zu dreckig ist, kann er mir ja Hilfe anbieten oder wieder verschwinden.
      Ich will, dass sich mein Besuch bei mir wohlfühlt und sich nicht ekeln muss, damit wir beide eine schöne Zeit haben. Ich will auch sicher nicht, dass jemand verschwindet deswegen oder verschwinden möchte.

      Seit ich das Flylady-Programm durchziehe, muss ich zum Glück nicht mehr mehrere Stunden meine 20 Quadratmeter putzen und Leute spontan abweisen, sondern kann ich besten Fall immer jemanden reinlassen :)
    • monschichi wrote:

      So wurden es irgendwie immer mehr Aufgaben und ich wusste auf einmal nicht mehr wo ich anfangen soll und habe gar nichts gemacht.
      Das hast du toll beschrieben! Genauso geht es mir auch mit vielen Erledigungen und Plänen und mit Unaufgeräumtem, daß irgendwie immer eines vom anderen abzuhängen scheint und man dann häufig schon geistig davor kapituliert.
      Wenn einem die Bezüge verlorengehen, wird das "All" zum "Nichts".
    • seven_of_nine wrote:

      Ich will, dass sich mein Besuch bei mir wohlfühlt und sich nicht ekeln muss, damit wir beide eine schöne Zeit haben
      Was bringt das, wenn ich mich aber deshalb vor dem Besuch überhaupt nicht wohlfühle und nur Streß deswegen habe, mich vielleicht schäme oder Sorge haben muß, den Ansprüchen nicht zu genügen
      ..... und letztendlich dann gar nicht erst jemanden einladen würde?

      Wenn es dem Besuch wichtig ist, daß es sauberer/ordentlicher/weniger eklig bei mir ist, dann würde er mir ehrlich Hilfe anbieten, dann wäre es eine schöne Zeit, also 1h hilft er mir und danach mache ich, was der Besuch gern möchte. Und ansonsten kann man mich auch einfach zuhause abholen und dann gehen wir raus. Wenn der Besuch aber eh nur eine lose Bekanntschaft ist und mir deshalb nicht helfen möchte, dann ist mir auch egal, wenn er deshalb wieder geht.

      Ich gehe doch auch nicht zu anderen Leuten und sage denen, was sie anders zu machen haben, ich bin da nur Gast - und wenn es mir nicht paßt, kann ich wieder gehen. Ich habe das sogar selbst mal gemacht, als jemand Schaben in der Wohnung hatte, das war sogar jenseits meiner Schmerzgrenze! Abgesehen davon fühle ich mich selbst nicht so richtig wohl mit Vielem in dieser Wohnung, also wie sollte ich da was für Besuch ändern, wenn ich es bislang nicht wirklich für mich selbst geschafft habe?
      Kenne ich nicht. Flugdame? Flatterst du durch das Zimmer und wedelst damit den Dreck herunter? :d
      Wenn einem die Bezüge verlorengehen, wird das "All" zum "Nichts".
    • Necroghoul7 wrote:

      Was bringt das, wenn ich mich aber deshalb vor dem Besuch überhaupt nicht wohlfühle und nur Streß deswegen habe, mich vielleicht schäme oder Sorge haben muß, den Ansprüchen nicht zu genügen
      ..... und letztendlich dann gar nicht erst jemanden einladen würde?
      Genau deswegen arbeite ich seit einigen Wochen ja intensiv daran, dass es gar nicht erst dazu kommt, dass ich viel Stress habe. Natürlich sieht es bei mir nicht ansatzweise aus wie aus dem Möbelkatalog, aber vorher war es standardmäßig so bei mir:
      • Teller, Tassen und Gläser mit Resten (teils verschimmelt) überall im Raum verteilt, vor allem am Schreibtisch
      • dreckige Kleidung über den ganzen Boden verteilt
      • Zeitschriften und Verpackungen über den Boden verteilt
      • nicht ausgeräumte Einkaufstüten auf dem Boden
      • die gesamte Küchenspüle vollgestellt mit Sachen (teils verschimmelt), sodass man nur noch im Bad etwas abwaschen kann (trotz Spülmaschine)
      • das ganze Bett ungemacht und komplett voller Krümel
      • stinkende Mülltüten an Türhaken
      usw. Natürlich konnte ich das kaum einem Menschen zumuten (und die zwei Menschen, denen ich das zugemutet habe, waren schon sehr entsetzt).

      Ich konnte mich selbst da auch nur aufhalten, indem ich mich möglichst viel abgelenkt habe (PC oder Handy) um nicht allzu viel von dem Chaos mitzukriegen.

      Necroghoul7 wrote:

      Wenn es dem Besuch wichtig ist, daß es sauberer/ordentlicher/weniger eklig bei mir ist, dann würde er mir ehrlich Hilfe anbieten, dann wäre es eine schöne Zeit, also 1h hilft er mir und danach mache ich, was der Besuch gern möchte.
      Das habe ich noch nie gemacht bei Freunden (nur bei Partner/Familie ab und zu, wenn es gar nicht anders ging), kenne ich so einfach nicht, denke auch, dass es die meisten sehr irritieren würde (außer jemand ist länger zu Gast/übernachtet, dann erwarte ich schon etwas Mithilfe)? Hast du gute Erfahrungen damit gemacht?


      Necroghoul7 wrote:

      Kenne ich nicht. Flugdame? Flatterst du durch das Zimmer und wedelst damit den Dreck herunter?
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