Unwohl fühlen, alles fühlt sich falsch an

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Unwohl fühlen, alles fühlt sich falsch an

      Neuerdings wirkt alles falsch auf mich , die ganze Realität fühlt sich unschön und falsch an. Kennt ihr das Gefühl? Ob es davon kommt, das ich neue Routinen aufbauen musste. Und alte Gewohnheiten, wegen irrationalen Ängsten momentan pausieren lasse? Ich musste wegen Diabetes Typ 2 einiges ändern, dazu verstärkte Ängste...und bald kommt ein Klinikaufenthalt... Außerdem war ich gezwungen das Zimmer zu wechseln...i hate Veränderungen :frown: .
    • das ist interessant. Ich hab die letzten Jahre eine Katastrophe nach der anderen erlebt plus viele Veränderungen und bin jetzt auch an einem punkt, wo ich das ganze als nicht mehr real empfinde.
      Hab das meiner Ärztin gesagt, die hat aber deswegen keine weiteren Massnahmen eingeleitet.
    • Guten Morgen,

      tatsächlich ging es mir so zu Beginn der Schwangerschaft. Ich bin in Depressionen gestürzt, hatte wieder Angst vor Menschen, war völlig außer Gefecht gesetzt und abhängig von meinem Partner, obwohl ich vermutlich von Außen betrachtet sogar weniger Leid hatte als andere frisch Schwangere (mir war zwar sehr schlecht, aber ich hab mich nicht einmal übergeben müssen). Es hat auch eine Weile gedauert, bis ich mich an den Umstand gewöhnen konnte (obwohl total gewollt!). Ich hatte und habe einfach plötzlich weniger Energie und kann nicht mehr so wie ich mag, bin vollkommen aus meinen gewohnten Routinen gekommen. Ich kam mir die ersten Wochen vor, als würde ich träumen.

      Ich scheine auch jedesmal zu vergessen, was solche "gravierende" Veränderungen mit mir machen :m(: sonst hätte ich mich zumindest darauf einstellen und im Vorfeld für mich sorgen können.
    • nein, aber was bei mir die letzten Jahre alles passiert ist, das ist schon fast surreal.
      ich denke, sie konnte das nachvollziehen. Wahrscheinlich ist sie froh, dass ich mich noch so gut halte :-D
      Alles besser, als in Depressionen zu versinken oder noch schlimmeres. Sie sieht ja, dass ich gut drauf bin, das ist die Hauptsache.
    • Ich hasse auch Veränderungen und leider gab es davon in den letzten beiden Jahren bei mir leider zu viele. Es ist so viel negatives passiert, dass ich ständig damit rechne, dass wieder etwas passiert und das nimmt einem schon sehr die Freude am Leben. Aber manchmal habe ich das Gefühl auch, wenn ich das Verhalten meiner Mitmenschen nicht verstehe, dann fühlt sich auch alles so falsch an.
    • Ich hab dieses Gefühl ununterbrochen, schon seit ich etwa 10 bin. Zwischen mir und der Realität ist ein dicker Glaspanzer. Unter den Beschreibungen von Derealisation konnte ich mich extrem gut wiederfinden.

      Letzten Endes ist das eine Schutzmaßnahme der Psyche, nichts Bedrohliches. Deine Psyche hat quasi einen Ritteranzug an, der sie beschützen soll.

      Wenn ich in der "Öffentlichkeit" stehe (Reden vor fremden Leuten halte bzw generell alle Aufmerksamkeit auf mir liegt), ist dieser Panzer sogar derart dick, dass ich wie in Trance bin. Erst nachdem ich die Bühne verlasse, wache ich auf.
      Dieser Weg wird kein leichter sein/ Dieser Weg wird steinig und schwer
      Nicht mit vielen wirst du dir einig sein / Doch dieses Leben bietet so viel mehr.
      Profilbild von David Gaillet

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kleines Licht ()

    • Kleines Licht schrieb:

      Ich hab dieses Gefühl ununterbrochen, schon seit ich etwa 10 bin. Zwischen mir und der Realität ist ein dicker Glaspanzer. Unter den Beschreibungen von Derealisation konnte ich mich extrem gut wiederfinden.

      ....

      Wenn ich in der "Öffentlichkeit" stehe (Reden vor fremden Leuten halte bzw generell alle Aufmerksamkeit auf mir liegt), ist dieser Panzer sogar derart dick, dass ich wie in Trance bin. Erst nachdem ich die Bühne verlasse, wache ich auf.
      Das kene ich so auch. Nur ist es eine Plexiglasscheibe.

      Bei Unterhaltungen oder Vorträgen bin ich entweder wie ferngesteuert und erinnere mich danach an kaum was. Oder alles um mich herum verschwimmt ich bin quasi alleine im Nichts. Vor allem bei Vorträgen ist das so. Ich bin dann ziemlich gut. Starre nicht auf meine Unterlagen oder so wie andere. Ich mache einfach mein Ding.

      Aber mein Leben an sich ist schon real zur Zeit. Aber solche Phasen hatte ich auch ganz stark vor meiner Depression und während ihr. Ich denke wenn dieser Zustand zu einem Dauerzustand wird ist der Schritt zur Depression nicht weit. Kann mich mit der Einschätzung aber auch täuschen.
    • LiltihEve schrieb:

      Ich denke wenn dieser Zustand zu einem Dauerzustand wird ist der Schritt zur Depression nicht weit. Kann mich mit der Einschätzung aber auch täuschen.
      Depression ist ja, wenn man sich leer fühlt und sich fragt "es endet ja sowieso alles, nichts ist von Dauer, wieso streng ich mich für was an, was eh gleich wieder verschwindet/stirbt/kaputt geht"? Das hatte ich nur so ne Woche lang, weil ich ziemlich viel Zeit mit meiner depressiven Freundin verbracht habe :roll: eines Morgens bin ich aufgewacht und hatte das plötzlich so.

      Aber das war das erste und einzige Mal, dass ich sowas hatte.

      Für mich ist die Derealisation wirklich nur eine Schutzschicht. Ich wurde ja von ganz klein auf bis zum Alter von 15/16 gemobbt, ohne diese Schutzschicht hätte ich wohl ziemlichen Schaden genommen. Und so ist sie halt seit fast einem Jahrzehnt ununterbrochen da. Die Haut bildet ja auch Hornhaut aus, wenn sie dauernd beansprucht wird.

      Hätte ich aber meine Träume und Wünsche für die Zukunft nicht, würde ich mich später nicht als... keine Ahnung... Pressesprecherin der Kanzlerin/des Kanzlers oder so sehen, wäre ich wohl jetzt auch depressiv :lol: wahrscheinlich wäre ich dann gar nicht mehr da
      Dieser Weg wird kein leichter sein/ Dieser Weg wird steinig und schwer
      Nicht mit vielen wirst du dir einig sein / Doch dieses Leben bietet so viel mehr.
      Profilbild von David Gaillet

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Kleines Licht ()

    • Kleines Licht schrieb:

      LiltihEve schrieb:

      Ich denke wenn dieser Zustand zu einem Dauerzustand wird ist der Schritt zur Depression nicht weit. Kann mich mit der Einschätzung aber auch täuschen.
      Depression ist ja, wenn man sich leer fühlt und sich fragt "es endet ja sowieso alles, nichts ist von Dauer, wieso streng ich mich für was an, was eh gleich wieder verschwindet/stirbt/kaputt geht"? Das hatte ich nur so ne Woche lang, weil ich ziemlich viel Zeit mit meiner depressiven Freundin verbracht habe :roll: eines Morgens bin ich aufgewacht und hatte das plötzlich so.
      Aber das war das erste und einzige Mal, dass ich sowas hatte.
      Ich will damit auch gar nicht sagen dass du (fast) depressiv bist. Es ist nur mein Eindruck dass es eine Vorstufe sein kann. Eben weil es eine starke psychische Belastung zeigt. Diese kann zu Depressionen führen.

      Depression ist aber nochmal mehr als Leere und Derelaitsation. Und es ist auf jeden Fall eine Schutztrategie. Eine gespaltene Persönlichkeit entsteht ja auch als Schutz. Und diese Derelaitsationen sind wohl die selbe Art Schutz nur nicht annähernd so krass und endgültig.

      Ich vermute manchmal dass es bei mir auch mit dieser "autistischen Wahrnehmung" zu tun hat. Vieles kann ich nicht verarbeiten oder wahrnehmen. Anderes kommt dafür deutlich zu stark in mir an.

      Ich bewege mich in einer Umgebung die für ich fremd ist und es irgendwie immer sein wird. Ich habe immer irgendwie das Gefühl etwas wäre falsch. Nur selten ist das anders. Dann fühle ich mich frei. Innerlich. Ansonsten ist es wie eingesperrt sein in einer Plexiglaskiste mit Luflöchern. Von außen dringen Geräusche, Bilder und Gerüche zu mir. Aber undeutlich und verzerrt. Ich kann sie nicht deuten oder verstehen. Und raus komme ich nicht. Aber selbst wenn könnte ich in dieser Welt nicht überleben weil es nie meine war. :cry: :cry: