Freude erleben. Und dann ?

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    • Freude erleben. Und dann ?

      Liebes Forum,

      kennt Ihr das: Ihr freut Euch sehr über etwas, ganz doll, habt das Ereignis was die Freude hervor ruft, lange und/oder inständig ersehnt.
      Und dann ist diese Freude so stark, und Ihr wisst nicht, was Ihr mit dem Gefühl machen sollt? Und das fühlt sich dann gar nicht mehr gut an?

      Ich erlebe das gerade wieder. Und es verwirrt mich. Ich glaube, ich bin ein Mensch mit sehr starken Gefühlen.
      Aber was macht man dann damit?

      VG
      mm
      "Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann." (Francis Picabia)
    • Also NTs haben meistens das Bedürfnis, darüber zu sprechen und ihre Freude anderen mitzuteilen. Warum, keine Ahnung. Ansonsten kann ich dazu nichts sagen, weil ich auch nicht wüsste, was man damit nun macht. Vielleicht genießen? Für mich kommt und geht sowas und meistens nervt es, weil es mich im Kopf zu sehr beschäftigt.
    • Gluon schrieb:

      Also ich kann dann auch mal durch die Wohnung hüpfen, wenn ich mich sehr freue.
      :nod: ich auch.
      Oder im Auto juchzen. Hm..nicht nur im Auto.
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert?"
      (Schrödinger lässt grüßen :) )

      ‚Der häufigste Fehler liegt in der Annahme, dass die Grenzen unserer Wahrnehmung auch die Grenzen des Wahrzunehmenden sind.’
      C.W. Leadbeater
    • millimeter schrieb:

      Ich erlebe das gerade wieder. Und es verwirrt mich. Ich glaube, ich bin ein Mensch mit sehr starken Gefühlen.
      Aber was macht man dann damit?
      Was willst du denn mit dem gefühl machen?

      In der Regel ist es ja so das der instinkt einem sagt was man manchen soll, wie einige oben schon nannten, sie hüpfen dann herum, vielleicht weil sie so viel Energie spüren und diese dann raus will.
      Andere wollen mit anderen über die Sache die die Emotion auslöst reden (das geht nicht nur NTs so, es gibt auch viele sehr mitteilungsbedürftige Autisten).

      Was würdest du denn am liebsten machen?
    • Danke für Eure Antworten! Wenn ich Eure Fragen nur beantworten könnte.
      Ich kann mit dem Gefühl so wenig anfangen. Es verwirrt mich. Ich mache dann andere Sachen, die damit nichts zu tun haben. Eine angefangene Bastelarbeit weiterführen.

      Diamant schrieb:

      und meistens nervt es, weil es mich im Kopf zu sehr beschäftigt.
      ja, das trifft es vllt für mich am besten.
      "Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann." (Francis Picabia)
    • @millimeter
      Solange ich mich freue, fühlt sich das sehr schön an. Meinst Du vielleicht nicht die Freude an sich, sondern etwa Leere danach? Oder die Empfindung, das Gefühl strenge Dich ob seiner Dauer und Heftigkeit an, bzw. ermüde Dich? Oder vielleicht, dass die Vorfreude größer ist als die sich schließlich einstellende Freude?
      Achtung, eigene Sprache!
    • Das kenne ich so, also nur auf die Freude bezogen, nicht. Was ich sehr wohl kenne, ist die Ermüdung durch die Heftigkeit meiner Gefühle insgesamt; da kam schon oft der Gedanke "lasst mich doch bitte in Ruhe, ich kann nicht mehr". Je besser ich jedoch im Laufe der Zeit mit mir selbst umzugehen lerne, desto mehr schätze ich mein Gefühlsleben als eine Art der Reichtumes. Anders wäre es vielleicht bequemer, dafür bliebe mir aber auch so Schönes verwehrt - und das will ich auf gar keinen Fall. Sind die Gefühle nicht so heftig, fällt vieles natürlich leichter - doch was brächte es, mehr wie auch immer verstandenen Erfolg zu haben, wenn ich mich darüber in einem Monat insgesamt so sehr freuen würde, wie ich es jetzt mitunter in einer Stunde tue?
      Achtung, eigene Sprache!
    • Ich kenne scheinbar nur Vorfreude. Manchmal kommt es vor das ich mich auf etwas sehr freue und so stark darauf hin fiebere das es alles andere unwichtig erscheinen lässt. Bin dann nur auf dieses eine Ereignis fixiert.
      Wenn es dann soweit ist bin ich kurzzeitig etwas berauscht und euphorisch, das ebbt dann aber immer mehr ab. Danach fühle ich mich extrem ausgelaugt und bin eigentlich nur noch traurig das es vorbei ist. Da bleibt bei mir nichts nachhaltig haften, ich kann mich auch nicht wirklich positiv daran zurückerinnern sondern erzähle davon erschreckend neutral. Ich weiss das es schön war und ich es genossen habe, kann aber die damit verbundenen Emotionen nicht mehr abrufen / nachfühlen.

      Menschen die mit "leuchtenden" Augen von einer schönen Erinnerung berichten können beneide ich immer.
      ~ Einmal entsandt, fliegt das Wort unwiderruflich dahin ~
      Quintus Horatius Flaccus

    • @frankjetzt Das ist bei mir ähnlich... vielleicht nicht ganz so extrem, aber die Vorfreude ist bei mir auch immer deutlich stärker ausgeprägt als die Freude, die ich während eines oder nach einem schönen Ereignis empfinde.
      Da hilft dann nur eins: Das Ganze regelmäßig wiederholen, damit man sich immer wieder drauf freuen kann. :d
      "Make laugh, not war!"
      Kann das hier jemand sehen? :p
    • Wenn die Freude zu groß ist, sieh dir doch einfach ein paar Dokus über den Syrienkonflikt an, über die Arbeitsumstände in Bangladesch, die Müllkippenn in Afrika, die Kindersoldaten in Jemen oder Mobbing an deutschen Hauptschulen.

      Optional gehen auch Peta-Videos von Nerzen denen man lebendig das Fell abzieht.

      Kurfassung: Es gibt sehr viele Dinge, die einen die Freude sehr schnell austreiben können, da muss sich niemand beschweren er wüsste gar nicht wohin damit.
      Das Leben ist eine Komödie für den Denkenden und eine Tragödie für die, welche fühlen.
    • Ryu schrieb:

      Wenn die Freude zu groß ist, sieh dir doch einfach ein paar Dokus über den Syrienkonflikt an, über die Arbeitsumstände in Bangladesch, die Müllkippenn in Afrika, die Kindersoldaten in Jemen oder Mobbing an deutschen Hauptschulen.

      Optional gehen auch Peta-Videos von Nerzen denen man lebendig das Fell abzieht.

      Kurfassung: Es gibt sehr viele Dinge, die einen die Freude sehr schnell austreiben können, da muss sich niemand beschweren er wüsste gar nicht wohin damit.
      :lol:

      Dieser Galgenhumor.. :d Du weißt wirklich, wie man die Leute aufmuntert :fun:
      "Sometimes, if we want something we can't have, we try to convince ourselves that we don't really want it."
    • millimeter schrieb:

      Ich denke, dass mich die Heftigkeit des Gefühls anstrengt und das ist dann nicht so erfreulich ;)
      Interessant.
      Ich hatte vor ein paar Monaten ein Gefühl der freudigen Erregung. Das war extrem stark und hielt über Stunden an.
      Das Problem war, dass es so ein merkwürdiges Gefühl in meiner Bauchgegend verursachte, welches ich als starke Nervosität oder Angst fehlinterpretierte.
      "Da rumort es ganz stark im Bauch, das tut es auch, wenn ich Panik habe." - Das war mein Gedanke. Die Folge war, dass ich mich betrank, um meine "Angst" zu bekämpfen.
    • Ihr habt so viele verschiedene Antworten!

      Ich habe das jetzt so gemacht mit meiner Freude: zuerst bei einer schönen "Bastelarbeit" mich beruhigen und zu meinen Sachen zurück kommen.
      Dann habe ich tatsächlich meiner Freude mit einem kleinen Satz Ausdruck verliehen. Ich glaube, das war ganz in Ordnung so. Nun ist die Freude etwas sanfter und ruhiger geworden und wühlt mich nicht mehr so auf.

      Danke an Euch alle!
      "Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann." (Francis Picabia)