Ihr schreibt brutal strukturiert

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    • Ihr schreibt brutal strukturiert

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      Hallo zusammen.
      wenn ich Eure Texte lese, bin ich erstaunt, wie strukturiert Ihr schreibt.

      Bei mir ist überall Chaos und durcheinander.
      Im Haushalt, im Kopf und auch, wenn ich mich schriftlich mitteile. Ständigkämpfe ichgegen meine Emotionen an

      Einerseits heisst es, Menschen mit Autismus Spektrum, haben eine schlechte Struktur.

      Bei Euch kommt es mir vor, dass Ihr alle Journalismus studiert habt.

      Wie macht Ihr es?

      Habt Ihr keine Probleme, mit regulation Eurer Emotionen?


      Danke.
      L.G. Daniel
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      Daniel1 schrieb:

      Bei Euch kommt es mir vor, dass Ihr alle Journalismus studiert habt.
      Das ist eine interessante Anmerkung.

      Mir fällt gerade wieder ein, dass ich, als ich neu hier war, total erstaunt war, wie gut die Rechtschreibung hier bei den meisten ist. Sonst sieht man in Foren ja oft die abenteuerlichsten Schreibweisen, Kommaregelinterpretationen und Wortneuschöpfungen. Ich finde das hier sehr entspannend.
      Whatever you lose, you'll find it again. But what you throw away you'll never get back.
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      Also ich schreibe einfach, mache also nichts besonderes. Emotionen sind bei mir ein schwieriges Thema, ich habe oft gar keine oder sie werden mir nicht bewusst und mir fehlt es an der Fähigkeit sie zu benennen. Ich denke Menschen sind einfach verschieden.
      ~ Einmal entsandt, fliegt das Wort unwiderruflich dahin ~
      Quintus Horatius Flaccus

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      Ich finde durch Schreiben lassen sich die Emotionen und ganzen Gedanken besser sortieren und verarbeiten. Ich bin auch kein allzu ordentlicher Mensch, aber schreiben fällt mir 100 Mal leichter, als mich sprachlich mitzuteilen. Immer finde ich nicht die richtigen Worte oder vergesse, was ich eigentlich sagen wollte.
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      Daniel1 schrieb:

      Einerseits heisst es, Menschen mit Autismus Spektrum, haben eine schlechte Struktur.
      Das ist dann einfach mal falsch meiner Meinung nach.
      Autisten kommen vielleicht ohne selbstgegebene Struktur schlechter zurecht - aber wer sich Pläne, Listen, etc. zurechtlegt und befolgt, der kann sich wunderbar strukturieren.

      Emotionen stören mich beim Schreiben so gut wie gar nicht. Nur beim Reden oder in der Öffentlichkeit hab ich so meine Probleme damit.
      Aber zu Hause vor dem PC bin ich in meiner eigenen geschützten Umgebung, ohne Störungen, ohne Ablenkungen.
      Und wie oft und wie lange manch einer vielleicht an einem Satz überlegt und verbesser hat, sieht man ja im Ergebnis auch nicht.
      Ein gewisser Hang zum Perfektionismus sagt man Autisten ja auch nach. Darum lese ich alle meine Beiträge vor dem Abschicken noch mal gründlich durch, falls Fehler drin sind. Oder auch nach dem Abschicken noch mal, um sie zu verbessern.
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      ich fühl mich überhaupt nicht angesprochen. weder strukturell noch grammatekalisch :lol: :m(:

      Morgenstern schrieb:

      Sonst sieht man in Foren ja oft die abenteuerlichsten Schreibweisen, Kommaregelinterpretationen und Neologismen.
      das passt vermutlich eher (zu mir)...

      aber immerhin gibt es menschen, die sagen, ich hätte eine deutliche aussprache (wenn ich nicht gerade vor aufregung stotter o.ä.) ;)
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      Morgenstern schrieb:

      Sonst sieht man in Foren ja oft die abenteuerlichsten Schreibweisen, Kommaregelinterpretationen und Wortneuschöpfungen.
      Naja, letzteres ist hier aber noch immer sehr präsent, und leider nicht unbedingt immer dem Thema oder dem Stil der bestehenden Diskussion angemessen. (Nicht nur unbedingt auf der Spielwiese.)
      Du weißt sicher was ich meine, das war ja mal Thema. :)

      Im Grundsatz stimme ich Dir aber zu. Es gibt Foren, da will man den Kopf regelmäßig auf die Tischplatte hauen weil die Zeichensetzung und alles andere einfach nur grausig ist.
      Nichts beschleunigt Dich so sehr wie ein Linearmotor.
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      Ich lese auch jeden meiner Beiträge vor dem Abschicken und formuliere um, was mir nicht gefällt (was leider oft der Fall ist und dazu führt, dass es ewig dauert, bis ich einen Beitrag fertig habe), bzw. korrigiere Flüchtigkeitsfehler. Leider entgehen mir immer mal wieder Fehler und dann ärgere ich mich sehr. Besonders, wenn ich sie dann nicht mehr korrigieren kann, weil die Editierzeit abgelaufen ist.
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      geek99 schrieb:

      Ich finde durch Schreiben lassen sich die Emotionen und ganzen Gedanken besser sortieren und verarbeiten. Ich bin auch kein allzu ordentlicher Mensch, aber schreiben fällt mir 100 Mal leichter, als mich sprachlich mitzuteilen. Immer finde ich nicht die richtigen Worte oder vergesse, was ich eigentlich sagen wollte.
      Da schließe ich mich mal an.
      Bei praktischen Dingen bin ich völlig chaotisch manchmal, und beim Reden auch öfter mal aufgeschmissen, aber Schreiben ist ziemlich einfach.
      Menschen sind auch nur Tiere. - Ich mag Tiere!
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      Morgenstern schrieb:

      Mir fällt gerade wieder ein, dass ich, als ich neu hier war, total erstaunt war, wie gut die Rechtschreibung hier bei den meisten ist. Sonst sieht man in Foren ja oft die abenteuerlichsten Schreibweisen, Kommaregelinterpretationen und Wortneuschöpfungen. Ich finde das hier sehr entspannend.
      So geht es mir auch. Fast alle Beiträge finde ich sehr angenehm zu lesen. Der Anteil der anstrengend zu lesenden Beiträge ist sehr gering. Klar, ab und an gibt es mal einen Tippfehler, aber auch wer nicht so rechtschreibsicher ist, scheint sehr bemüht, gut lesbar zu schreiben.

      In vielen Foren ist das anders.
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      Ich finde Schreiben auch einfacher, und darin zumindest Struktur zu finden, entspannend,
      wie Morgenstern schon schrieb.

      Ja, es ist hier zumeist anders als in anderen Foren und ich bin froh darum.
      Hier fällt bisweilen nicht einmal "gestelztes" Deutsch auf oder eher altbackene Formulierungen,
      die anderen Menschen seltsam anmuten.
      Meine Bewerbungen sind auch bisweilen eher "altmodisch" , im früheren Stil, aufgesetzt,
      aber ich mag das so.
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert? "
      (Schrödinger lässt grüßen ;) )
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      Daniel1 schrieb:

      Bei mir ist überall Chaos und durcheinander.
      Dito


      Daniel1 schrieb:

      Im Haushalt, im Kopf und auch, wenn ich mich schriftlich mitteile. Ständigkämpfe ichgegen meine Emotionen an
      Das verstehe ich nicht.


      Daniel1 schrieb:

      Einerseits heisst es, Menschen mit Autismus Spektrum, haben eine schlechte Struktur.
      Wo steht das?


      Daniel1 schrieb:

      Habt Ihr keine Probleme, mit regulation Eurer Emotionen?
      Wie meinst du das?
      Ob jemand, wenn er wütend ist, trotzdem gelassen schreibt scheinbar oder was versteht man darunter?
      >>Die sittliche Freiheit macht allein den Menschen erst in Wahrheit zum Herrn über sich selbst; denn der Trieb der bloßen Begierde ist Sklaverei und der Gehorsam gegen das Gesetz, das man sich selber vorgeschrieben hat, ist Freiheit.<<

      Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778), Genfer Schriftsteller, Philosoph und Pädagoge; wichtiger Wegbereiter der Französischen Revolution
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      Da mach dir mal nicht allzu viel Gedanken. Solltest Du tatsächlich Probleme mit dem Schreiben lesbarer Texte haben, ist mir das bisher nicht aufgefallen - bist Du sicher, dass Du da nicht zu selbstkritisch bist? Mir schienen Deine Beiträge klar strukturiert, nur die Verteilung der Kommata war etwas eigenwillig - aber das ist ja in der neuen Rechtschreibung nicht mehr so streng geregelt.

      Aber Du hast schon recht, das sprachliche Niveau ist hier relativ hoch. Liegt wohl auch daran, dass bei vielen Autisten die Fehlertoleranz in solchen Dingen geringer ist als beim Rest der Welt, da wird dann nicht nur dreimal gelesen, was man geschrieben hat, sondern auch noch dreimal editiert, wenn man dann die restlichen Fehler doch noch gefunden hat.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HCS ()

    • Neu

      Daniel1 schrieb:

      Wie macht Ihr es?
      Ich tippe extrem schnell und spontan, und dann lösche und formuliere ich neu, schiebe Absätze hoch und runter und bin in Gedanken schon einige Sätze weiter, während ich tippe. Nach dem Abschicken editiere ich meist noch mehrmals, weil ich Rechtschreibfehler, inhaltliche Fehler, Übertreibungen im Eifer des Gefechts usw. entdecke, die ich so nicht stehenlassen möchte.

      Daniel1 schrieb:

      Einerseits heisst es, Menschen mit Autismus Spektrum, haben eine schlechte Struktur.
      Ja, das ist genau der Grund, weshalb ich meist "künstlich" strukturieren muß, sprachlich wie gedanklich wie auch in meinem Leben oder bei Alltagsaufgaben.
      Sonst würde alles in einem wirbelnden Chaos von Fetzen enden, in dem ich versinke. Manchmal bin ich in einigen Bereichen kurz davor. D.h. in der goldenen Mitte zwischen "chaotisch" und "überstrukturiert" bleibe ich leider selten.
      Ich mag es auch gern, wenn bestimmte Rahmen vorgegeben sind bzw. ich mir einen Rahmen zusammenstellen kann. Das gilt auch für das Sprachliche.
      Ich muß mich oft zusammenreißen, sonst würde ich z.B. auch oft "Drei-Wort-Antworten" oder "Buch-Antworten" tippen und nicht eine sinnvolle Anzahl von Wörtern und Gedanken.

      Köf3 schrieb:

      immer dem Thema oder dem Stil der bestehenden Diskussion angemessen
      Wer bestimmt denn, welcher Schreibstil angemessen ist, derjenige, der die Diskussion eröffnet hat, oder derjenige, der am häufigsten geantwortet hat, oder einfach der Mittelwert aus den bisherigen Antworten? Jeder hat doch seinen persönlichen Schreibstil, der er nicht so einfach umändern und beliebig anpassen kann - wobei meiner sehr schwankend ist (ich kann alles von Professor bis Proll).

      Daniel1 schrieb:

      Habt Ihr keine Probleme, mit regulation Eurer Emotionen?
      Doch, oft sogar, aber wenn ich das merke, höre ich lieber auf an einer Diskussion teilzunehmen. Es würde dann nur noch unverständliches, obskures Wortgeblubber herauskommen.

      HCS schrieb:

      bist Du sicher, dass Du da nicht zu selbstkritisch bist?
      Ja, das kann sein, das ist bei mir auch so...kaum liest man einen Beitrag, der fehlerfrei, gut strukturiert ist und voller Wissen steckt, traut man sich kaum noch, darauf zu antworten, weil man sich so ... mangelhaft vorkommt. Falls es euch geht wie mir, kann es auch daran liegen, daß man sich zu rasch beeindrucken läßt. Wenn hier z.B. ein Nutzer über seine Talente und Interessen schreibt, denke ich gleich an Nobelpreisträger und Supergenies, und wer weiß, vielleicht geht es mal jemand anderem genauso mit dem, was ich schreibe, dabei ist es viel weniger als vermutet.

      Daniel1 schrieb:

      Bei Euch kommt es mir vor, dass Ihr alle Journalismus studiert habt.
      Mein Eindruck ist, daß viele der hier angemeldeten Nutzer eine höhere sprachliche Intelligenz aufweisen als der durchschnittliche Nutzer anderer Foren. Das ist kein Ersatz für ein Journalismus-Studium, aber erfahrungsgemäß übt sich gern das, worin man ohnehin schon talentiert ist.

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      ...und zum Beweis hat @Necroghoul7 gleich 7 mal editiert. :lol:


      Necroghoul7 schrieb:

      Mein Eindruck ist, daß viele der hier angemeldeten Nutzer eine höhere sprachliche Intelligenz aufweisen als der durchschnittliche Nutzer anderer Foren.
      Verbal-IQ typischerweise höher, in der Tat :d
      >>Die sittliche Freiheit macht allein den Menschen erst in Wahrheit zum Herrn über sich selbst; denn der Trieb der bloßen Begierde ist Sklaverei und der Gehorsam gegen das Gesetz, das man sich selber vorgeschrieben hat, ist Freiheit.<<

      Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778), Genfer Schriftsteller, Philosoph und Pädagoge; wichtiger Wegbereiter der Französischen Revolution

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Cloudactive ()

    • Neu

      Necroghoul7 schrieb:

      Wer bestimmt denn, welcher Schreibstil angemessen ist, derjenige, der die Diskussion eröffnet hat, oder derjenige, der am häufigsten geantwortet hat, oder einfach der Mittelwert aus den bisherigen Antworten?
      Gute Frage. Klar ist natürlich, dass Fantasiesprachen oder unzählige Wortneuschöpfungen in einem Satz problematisch sein können bzw. es je nach sozialem Umfeld sind. Man kann sich vorstellen, dass in einer ernsthaften (faktenbasierten und auf Sachebene geführten) Diskussion ständige Neologismen oder bestimmte - je nach Gesellschaft unterschiedlich interpretierte - Schreibstile / Satzbauten Probleme bereiten können.

      In Diskussionen (Threads) die speziell für eine Art dieser Kommunikation gedacht sind und/oder dies eine Grundvoraussetzung ist um ein bestimmtes Ziel zu erreichen sieht dieser Punkt selbstverständlich vollkommen anders aus.

      Letztendlich bestimmt das Umfeld und der bisherige Verlauf der Diskussion natürlich ein wenig die "Angemessenheit" eines Schreibstils.
      Nichts beschleunigt Dich so sehr wie ein Linearmotor.
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      Cloudactive schrieb:

      ...und zum Beweis hat @Necroghoul7 gleich 7 mal editiert.
      Menno! Zufall, ehrlich - oder sollte ich alle meine Beiträge ab jetzt genau 7mal editieren? :fun:

      Köf3 schrieb:

      ständige Neologismen oder bestimmte - je nach Gesellschaft unterschiedlich interpretierte - Schreibstile / Satzbauten
      Danke, jetzt verstehe ich noch besser, was du meinst. Wichtig finde ich auch, daß man sich selbst in Spezialdiskussionen möglichst verständlich ausdrückt, damit auch weniger bewanderte Nutzer zumindest einen Teil verstehen können.
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      Ja, genau das meine ich. :)

      Gab leider im Forum manchmal so Fälle, wo genau das so nicht mehr möglich war. (Weswegen ich damals das Forum verlassen hatte um mich mir selbst und meiner Zukunft zu widmen.)
      Nichts beschleunigt Dich so sehr wie ein Linearmotor.