Kommunizierte ich in diesem Fall falsch? (häufig vorkommendes Beispiel)

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    • @Karou Ich hab das Buch mit großen zeitlichen Unterbrechungen gelesen, deshalb hab ich vieles schon vergessen. Ich fand es stellenweise ganz gut, mehr kann ich gar nicht dazu sagen. Du kannst ja mal gucken, ob es eine Leseprobe gibt oder den "Blick ins Buch" bei Amazon.
    • Eismensch wrote:

      FruchtigBunt wrote:

      Diesen Kommentar finde ich nicht hilfreich.
      Das kann sein, aber ich habe mich gefragt, wie ich reagieren würde. Da ich nicht in der Lage bin allzu langfristig zu planen, gehe ich zwei bis drei Mal in der Woche nach der Arbeit einkaufen.Käme ich jetzt in dieselbe Situation wäre es mir schlicht zuviel, mich nach der Arbeit noch so zu fühlen:

      FruchtigBunt wrote:

      Mein Stresspegel stieg.

      FruchtigBunt wrote:

      Daraufhin wäre ich dann fast explodiert

      FruchtigBunt wrote:

      Mein Adrenalinpegel ging hoch.

      FruchtigBunt wrote:

      anfing zu zittern

      FruchtigBunt wrote:

      Mich macht es etwas wütend

      FruchtigBunt wrote:

      Mich macht das sehr traurig.

      FruchtigBunt wrote:

      Mich kostet das immer wieder so viel Kraft.
      Also war mein Rat: Spar dir das. Sieh nach, ob an Kasse 2 jemand sitzt. Wenn ja, stell dich an, bezahle und gehe.Offensichtlich spielt es für die meisten unverständlicherweise keine Rolle, ob und was da leuchtet oder eben auch nicht.
      Wenn Kasse 1 sagt, dass man auch an Kasse 2 bezahlen kann ginge ich an Kasse 2 und würde genau das tun. Fertig.
      @Eismensch
      Ich verstehe. Du hast von dir auf andere geschlossen. Nicht sehr empathisch. Und für mich nicht hilfreich. Aber vielleicht magst du mir ja einen Tipp geben, wie ich es mir als Autist abgewöhnen kann, fehlerhaft leuchtende Anzeigetafeln zu ignorieren und mich dort anzustellen, wo steht "nicht anstellen". :roll:
    • Lefty wrote:

      @FruchtigBunt Ich hab vorhin deine Schilderung gelesen und eben gerade in dem Buch "Ein Tor zu eurer Welt" von Aaron Wahl las ich etwas, was mich an deinen Text denken ließ:

      "Ich denke, es sind diese Dinge – Ehrlichkeit, Achtsamkeit und Handlungsbereitschaft – die uns (Anmerkung von mir: mit "uns" meint er die Menschen im Allgemeinen) zu „Besonderen“ machen. Dass viele Autisten es schwer haben, sich in der Gesellschaft zu behaupten, hat meist mit der Abwesenheit dieser Tugenden zu tun. Diese Abwesenheit macht alles unlogisch."

      Genau diese Dinge waren bei den beiden Kassiererinnen abwesend: in erster Linie Achtsamkeit (überhaupt erstmal zuhören, was jemand sagt), dann Ehrlichkeit (sich und anderen eingestehen, dass im Moment etwas fehlerhaft ist und sich niemand darum gekümmert hat, den Fehler zu beheben) und vor allem: Handlungsbereitschaft (sich der Situation stellen, sich das Problem ansehen, versuchen, das Problem zu beheben).
      Ja, vor allem das mit der Handlungsbereitschaft, daran mangelt es meiner Meinung nach oft, aber auch bei den zwei anderen Tugenden "Achtsamkeit" und "Ehrlichkeit" deckt sich das mit meinen Erfahrungen. Es kann doch nicht sein, dass ich auf diese Werte (die mir sehr wichtig sind) verzichten soll, um überhaupt klarzukommen in dieser Welt. Das klingt für mich total traurig.
      Ich werde mir das Buch anschauen. Vielen Dank für den Tip! :thumbup:
    • ifi wrote:

      Sobald ich es schnalle, dass eine Kasse geöffnet ist auch wenn verwirrender Weise ein Geschlossenschild leuchtet und niemand sonst
      nutzt es ( in Fall jammerte die Verkäuferin ja sogar, dass niemand zu ihr kam):
      Es macht vor allem Sinn sich überlegen, wo es sich lohnt etwas klären zu wollen, und wo ich einfach pragmatisch handele und meinen eigenen Alltag nicht unnötig belaste.

      In diesem Falle würde ich mir wohl sagen:
      Ich werde die Grundstruktur des Supermarktes und das der Einzelpersonen nicht verändern können.
      Also handle ich so, dass mein Alltag möglichst einfach bleibt.
      gehe ich doch schnell hin bevor die anderen es tun und freue mich über die kurze Wartezeit.
      Ja, für den eigenen Energiehaushalt wäre das wohl besser. Ungeachtet dieser Frage ging es mir vor allem darum, warum auf meine Hinweise im Geschäft meiner Meinung nach so inadäquat reagiert wurde. Irgendwie vermischt sich das leider gerade in diesem Thread, weil es nun auch darum geht, warum ich mich überhaupt dort so um diese Vorgänge kümmere (das ist bei mir auch ein Thema, was aber bei dem Erlebnis für mich eher nachrangig war bzw. ich an anderer Stelle bearbeiten möchte).

      Ich denke, dass das vorgeschlagene Buch von Aaron Wahl dahingehend ganz hilfreich sein könnte. Das eine ist, wie ich es lerne, meine Energie für sinnvolle Dinge aufzubewahren, aber ich möchte auch verstehen, warum Menschen so reagieren und wieso es so häufig zu Missverständnissen kommt. Deshalb hatte ich den Vorfall dann letzten Endes auch im Post "kommuniziere ich in diesem Fall falsch?" gepostet.

      Wenn ich es richtig verstehe, lautet das Ergebnis nun allgemein eher, dass ich besser gar nicht hätte kommunizieren sollen und mich aus diesen Angelegenheiten raushalten sollen. Ganz richtig finde ich das nicht. Ich finde es wichtig, wenn Leute mitdenken und auch Hinweise geben, wenn etwas schief läuft. Auch wenn es nur im Supermarkt eine fehlerhafte Anzeige ist. Aber irgendwie muss ich wohl lernen, dass so etwas in unserer Gesellschaft kaum erwünscht ist. :( (ungeachtet der Frage, ob mich das unnötig Ressourcen kostet). Ich würde diese Ressourcen aber gerne einsetzen, wenn dann jemand auf meinen Hinweis z. B. direkt sagen würde "super, danke, dass Sie so aufmerksam sind" und die Anzeige dann korrekt einstellt. Dann wäre doch allen geholfen. Aber so funktioniert es offenbar nicht. :shake: Ich verstehe es trotzdem nicht, warum die Welt nicht so funktioniert.
    • FruchtigBunt wrote:

      Ich verstehe.
      Das bezweifle ich langsam.

      FruchtigBunt wrote:

      Du hast von dir auf andere geschlossen.
      Nein. ICH habe MICH gefragt, wie ICH reagieren würde.

      FruchtigBunt wrote:

      Nicht sehr empathisch.
      Zum einen ist das eines der zentralen Diagnosemerkmale einer AS, zum anderen hat das damit MEINER Meinung nach nichts zu tun.

      FruchtigBunt wrote:

      Aber vielleicht magst du mir ja einen Tipp geben, wie ich es mir als Autist abgewöhnen kann, fehlerhaft leuchtende Anzeigetafeln zu ignorieren und mich dort anzustellen, wo steht "nicht anstellen".
      Hab ich. Und die Dame von Kasse 1 auch. Spätestens, als sie sagte, dass du die Anzeige ignorieren sollst und dich an der Kasse anstellen kannst, über der "nicht anstellen" steht.
      Die Sache ist nur die: ICH habe das Gefühl, du suchst solche Situationen über die du dich aufregen kannst, damit du dich später darüber aufregen kannst, dass du in eine Situation gedrängt worden bist, über die du dich aufregen musstest. Das ist dein Lebenselixir. Daraus ziehst du Kraft. Du zerlegst solche Situationen bis ins kleinste, kannst es nicht gut sein lassen, bis du am Ende daliegst, rumheulst und dich aufregst. Und warum? Damit du dich aufregen kannst. Du bist ein Vampir, der sich selbst aussaugt. Klingt komisch, ist aber so.
      What doesn't kill me makes me stranger.
    • @FruchtigBunt
      Es fängt an mit dem eigenem Tonfall, der Körpersprache, der Formulierung. Dann der "Befindlichkeit und Wesen" der Verkäufer und der intuitiven ggf. auch kognitiven Empathiefähigkeit von allen. Dann sind "Hintergrundprogramme" die unbewusst laufen noch von Interesse.
      When nothing goes right ... go left.
    • Eismensch wrote:

      FruchtigBunt wrote:

      Du hast von dir auf andere geschlossen.
      Nein. ICH habe MICH gefragt, wie ICH reagieren würde.

      Um danach zu schreiben


      Eismensch wrote:

      Also war mein Rat: Spar dir das.
      Damit hast du doch das für dich als richtig erachtete, MIR vorgeschlagen. :roll:

      Eismensch wrote:

      FruchtigBunt wrote:

      Aber vielleicht magst du mir ja einen Tipp geben, wie ich es mir als Autist abgewöhnen kann, fehlerhaft leuchtende Anzeigetafeln zu ignorieren und mich dort anzustellen, wo steht "nicht anstellen".
      Hab ich. Und die Dame von Kasse 1 auch. Spätestens, als sie sagte, dass du die Anzeige ignorieren sollst und dich an der Kasse anstellen kannst, über der "nicht anstellen" steht.
      Es hat im Laden niemand gesagt, dass ich die Anzeige ignorieren soll, sondern es wurde so getan, als ob die Anzeige nicht existieren würde und mein Hinweis auf die fehlerhafte Anzeige auch nicht und das hat mich daran gestört. Darum ging es mir auch bei diesem Vorfall. Mir ging es nicht darum, wie ich stressfreier dort einkaufen kann, sondern darum, warum Menschen so kommunizieren, dass sie die Hinweise anderer Menschen ignorieren.

      Ich finde es auch nicht hilfreich, wenn jemand fragt, wie er es schaffen kann, sich an solchen wie fehlerhaften Informationen aufzureiben, dann in der Art sowas gesagt wird wie "dann tu's halt nicht". Das ist meiner Meinung nach genauso empathielos - Autismus hin oder her.


      Eismensch wrote:

      Die Sache ist nur die: ICH habe das Gefühl, du suchst solche Situationen über die du dich aufregen kannst, damit du dich später darüber aufregen kannst, dass du in eine Situation gedrängt worden bist, über die du dich aufregen musstest. Das ist dein Lebenselixir. Daraus ziehst du Kraft. Du zerlegst solche Situationen bis ins kleinste, kannst es nicht gut sein lassen, bis du am Ende daliegst, rumheulst und dich aufregst. Und warum? Damit du dich aufregen kannst. Du bist ein Vampir, der sich selbst aussaugt. Klingt komisch, ist aber so.

      Genau das ist der Punkt, der auch in vielen deiner Antworten zu meinen Beiträgen mitschwingt. Vordergründig wird ein angeblich hilfreicher Tipp genannt, aber hindergründig schwingt dein Frust und dein Ärger mit. Was wäre dein Problem damit, wenn sich hier jemand über etwas aufregen will? Dann lies es doch einfach nicht. Du scheinst ja von meiner Art, meinen Ärger loszulassen, geradezu angezogen zu werden. Ist es nicht deine eigene Sache, dich davon abzugrenzen, anstatt mir vorzuwerfen, dass ich mich häufiger über andere Menschen ärgere? :thumbdown:
      Vor allem habe ich zu diesem Vorfall nicht den Eindruck, dass ich mich aufregen wollte, sondern dass ich meinem Unverständnis einen Raum geben wollte.
      Mal angenommen, ich würde daraus meine Kraft ziehen: Was ist dein Problem damit? Mal angenommen, ich würde mich damit zerstören: Was ist damit dein Problem? (nicht dass es mich interessieren würde, aber ich frage es, um dir deine Reaktionen deutlich zu machen). Was findest du an mir so faszinierend, dass es dich jedes Mal wieder neu anzieht?

      The post was edited 2 times, last by FruchtigBunt ().

    • Eismensch wrote:

      Die Sache ist nur die: ICH habe das Gefühl, du suchst solche Situationen über die du dich aufregen kannst, damit du dich später darüber aufregen kannst, dass du in eine Situation gedrängt worden bist, über die du dich aufregen musstest. Das ist dein Lebenselixir. Daraus ziehst du Kraft. Du zerlegst solche Situationen bis ins kleinste, kannst es nicht gut sein lassen, bis du am Ende daliegst, rumheulst und dich aufregst. Und warum? Damit du dich aufregen kannst. Du bist ein Vampir, der sich selbst aussaugt. Klingt komisch, ist aber so.
      In meinem Umfeld kenne ich einige solcher Menschen. Hast du vielleicht einen Tipp, wie man damit umgehen soll? Ich finde es sehr belastend, wenn die Person dann für ihren Frust und ihr Leid jeweils Bedauern und Bestätigung von mir erwartet. Jedoch mag ich betreffende Person gerne.
    • FruchtigBunt wrote:

      Ungeachtet dieser Frage ging es mir vor allem darum, warum auf meine Hinweise im Geschäft meiner Meinung nach so inadäquat reagiert wurde.

      Mir fällt hier ein Vergleich aus der Abteilung Körper ein :

      Das ganze ähnelt der Situation eines Körpers, der in einer bestimmten Haltung oder Bewegung von aussen betrachtet nicht ausbalanciert ist.
      Diese Dysbalancen fühlen sich für die Person aber ggfls. stimmig an, das Gehirn hat es als solches eingespeichert.
      Wenn dann jemand von aussen ohne expliziten (Therapie)auftrag kommt und sagt, Deine Haltung oder Bewegung ist unphysiologisch, die Haltung oder Bewegung vielleicht sogar ungefragt korrigiert,
      wird die Person den Eindruck haben, dass jetzt gar nichts mehr stimmt, Du sie aus dem Gleichgewicht gebracht hast, obwohl Du objektiv betrachtet vielleicht sogar etwas in Richtung mehr Ordnung gebracht hast.

      Änlich mag Dein Hinweis in dem Supermarkt gewirkt haben, da waren einfach zu viele Widerstände zu überwinden um da eine einfaches : "oh Danke für den Tip" plus Korrektur erzielen zu können.

      FruchtigBunt wrote:

      Ich finde es wichtig, wenn Leute mitdenken und auch Hinweise geben, wenn etwas schief läuft.

      Nur, wenn es explizit erwünscht ist, sonst wird es schnell so anstrengend und unangenehm, wie Du es erlebt hast denke ich.

      Wenn der Supermarkt einen "Kritik Briefkasten" anbietet ( habe ich früher manchmal gesehen), könntest Du Deine Erfahrung plus Verbesserungsvorschläge aufschreiben und dort einwerfen. Dann wäre es an einem erwünschten Ort.
      Wenn wir den Kirschbaum spalten, finden wir dort keine Blüte.
      Es ist der Frühling, der die Blüten hervorbringt.

      Ama Samy

      The post was edited 2 times, last by ifi ().

    • MangoMambo wrote:

      Eismensch wrote:

      Die Sache ist nur die: ICH habe das Gefühl, du suchst solche Situationen über die du dich aufregen kannst, damit du dich später darüber aufregen kannst, dass du in eine Situation gedrängt worden bist, über die du dich aufregen musstest. Das ist dein Lebenselixir. Daraus ziehst du Kraft. Du zerlegst solche Situationen bis ins kleinste, kannst es nicht gut sein lassen, bis du am Ende daliegst, rumheulst und dich aufregst. Und warum? Damit du dich aufregen kannst. Du bist ein Vampir, der sich selbst aussaugt. Klingt komisch, ist aber so.
      In meinem Umfeld kenne ich einige solcher Menschen. Hast du vielleicht einen Tipp, wie man damit umgehen soll? Ich finde es sehr belastend, wenn die Person dann für ihren Frust und ihr Leid jeweils Bedauern und Bestätigung von mir erwartet. Jedoch mag ich betreffende Person gerne.
      @MangoMambo

      Mein Tipp lautet: Lernen, sich selbst abzugrenzen.
    • Ich hätte mich an der neu geöffneten Kasse angestellt und die Kassiererin beim Bezahlen freundlich und nebenbei darauf hingewiesen, dass das Schild falsch ist.

      @FruchtigBunt Die Kassierer gehen (vernünftigerweise) davon aus, dass jeder, der die neue offene Kasse bemerkt hat, sich dort anstellt, sofern er nicht gerade der nächste in der Reihe der "ersten" Kasse ist, bereits genügend andere Leute wechseln o.ä.
      Da du die Kasse nicht gewechselt hast, wird die Kassiererin davon ausgegangen sein, dass du sie nicht bemerkt hast. Daher hat sie dir auch gar nicht erst zugehört, weil sie sich nicht vorstellen konnte, dass du überhaupt mit ihr sprichst.

      -

      P.S.: Da mir diesmal ausnahmsweise keine geeignete "hintergründige" Bemerkung / Stichelei einfällt, sag ich's ganz direkt: Ich bin auch extrem genervt von vielen deiner Posts.
      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Morgenstern (Vor einem Moment) aus folgendem Grund: Beitragsqualität hochgeschraubt
      Hier gibt es nichts zu sehen, bitte gehen "Sie" weiter! :)
    • Eismensch wrote:

      Die Sache ist nur die: ICH habe das Gefühl, du suchst solche Situationen über die du dich aufregen kannst, damit du dich später darüber aufregen kannst, dass du in eine Situation gedrängt worden bist, über die du dich aufregen musstest. Das ist dein Lebenselixir. Daraus ziehst du Kraft. Du zerlegst solche Situationen bis ins kleinste, kannst es nicht gut sein lassen, bis du am Ende daliegst, rumheulst und dich aufregst. Und warum? Damit du dich aufregen kannst.
      Das glaube ich auch.
      Außerdem weil man damit dann so schön die Drama-Queen machen kann, z.B. hier im Forum.
      Jede Menge Aufmerksamkeit für die banalsten Dinge.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Die Kassiererinnen wussten anscheinend echt nichts über dieses Schild. Bei Kasse 1 leuchtet ja nie was, und an Kasse 2 werden sie seltener sitzen, und wenn sie diese Kasse 2 öffnen, sehen sie vielleicht auch kein Schild (entweder, weil es dann noch nicht leuchtet weil die Kasse noch nicht gestartet ist, oder, sie achten auf andere Dinge wenn sie auf die Kasse zugehen, oder sie betreten die Kasse von einer anderen Richtung). Sie waren also verwirrt und haben sich untereinander ausgetauscht. Dem Kunden blöd zu kommen und wütend zu machen, war da denke ich nicht die Absicht (Warum auch...).

      FruchtigBunt wrote:

      Ich verstehe. Du hast von dir auf andere geschlossen. Nicht sehr empathisch. Und für mich nicht hilfreich. Aber vielleicht magst du mir ja einen Tipp geben, wie ich es mir als Autist abgewöhnen kann, fehlerhaft leuchtende Anzeigetafeln zu ignorieren und mich dort anzustellen, wo steht "nicht anstellen".
      Die Menschen haben eben oft andere Probleme, gegen die solche Dinge Kinkerlitzchen sind, daher nehmen sie sie nicht so wichtig.

      Da du dich mit Autismus wahrscheinlich schlecht hineindenken kannst in die Kassiererin, bliebe: mehr Good-Will. Seie doch verständnisvoller und denke "hier gab es offensichtlich einen Fehler beim Anlernen oder einen technischen Defekt" oder "die Kassiererinnen sind eben nicht Einstein (ohne dies böse zu meinen sondern zum Verständnis)" "Das ist eben ein stressiger Job" (das ist es!), welchen Grund hast du denn, so böse zu sein.

      Ansonsten frage ich mich bei deinen Problemen, ob das zwanghafte Charakterzüge sind, die über das normale Maß bei Autismus hinausgehen? Denn sich so festbeißen an solchen Dingen finde ich ganz und gar nicht normal. Wenn du eine zwanghafte PS hast dann befrage doch zu sowas (zb dieses Kassenproblem) deinen Therapeuten! was sollen dir denn Laien dazu sagen, wir sind keine ausgebildeten Experten.
    • Neoni wrote:

      Die Kassiererinnen wussten anscheinend echt nichts über dieses Schild. Bei Kasse 1 leuchtet ja nie was, und an Kasse 2 werden sie seltener sitzen, und wenn sie diese Kasse 2 öffnen, sehen sie vielleicht auch kein Schild (entweder, weil es dann noch nicht leuchtet weil die Kasse noch nicht gestartet ist, oder, sie achten auf andere Dinge wenn sie auf die Kasse zugehen, oder sie betreten die Kasse von einer anderen Richtung). Sie waren also verwirrt und haben sich untereinander ausgetauscht. Dem Kunden blöd zu kommen und wütend zu machen, war da denke ich nicht die Absicht (Warum auch...).

      FruchtigBunt wrote:

      Ich verstehe. Du hast von dir auf andere geschlossen. Nicht sehr empathisch. Und für mich nicht hilfreich. Aber vielleicht magst du mir ja einen Tipp geben, wie ich es mir als Autist abgewöhnen kann, fehlerhaft leuchtende Anzeigetafeln zu ignorieren und mich dort anzustellen, wo steht "nicht anstellen".
      Die Menschen haben eben oft andere Probleme, gegen die solche Dinge Kinkerlitzchen sind, daher nehmen sie sie nicht so wichtig.
      Da du dich mit Autismus wahrscheinlich schlecht hineindenken kannst in die Kassiererin, bliebe: mehr Good-Will. Seie doch verständnisvoller und denke "hier gab es offensichtlich einen Fehler beim Anlernen oder einen technischen Defekt" oder "die Kassiererinnen sind eben nicht Einstein (ohne dies böse zu meinen sondern zum Verständnis)" "Das ist eben ein stressiger Job" (das ist es!), welchen Grund hast du denn, so böse zu sein.

      Ansonsten frage ich mich bei deinen Problemen, ob das zwanghafte Charakterzüge sind, die über das normale Maß bei Autismus hinausgehen? Denn sich so festbeißen an solchen Dingen finde ich ganz und gar nicht normal. Wenn du eine zwanghafte PS hast dann befrage doch zu sowas (zb dieses Kassenproblem) deinen Therapeuten! was sollen dir denn Laien dazu sagen, wir sind keine ausgebildeten Experten.
      Nö, aber als Laie wage ich jetzt dennoch mal den "Schuß ins Blaue", und dies vor meinem Hintergrund, keine AS-Diagnose bekommen zu haben aufgrund Traumatisierung in der Kindheit infolge gravierendem Fehlverhalten von Erziehungsberechtigten (wobei die Erinnerung daran jahrzehntelang vom Unterbewusstsein geblockt wurde), und weiter vor dem Hintergrund, dass FruchtigBunt selbst von Traumatisierungen schrieb. Natürlich weiß ich nicht, was sie erlebt hat, und das geht mich auch selbstverständlich nichts an. Aber ich gehe mal davon aus, dass es nicht um Kleinigkeiten geht.

      So gesehen ergibt es natürlich Sinn, sich eingehend mit vermeintlichen Kommunikationsproblemen im Supermarkt zu befassen anstatt einfach wie Abendstern zu handeln ("Ich hätte mich an der neu geöffneten Kasse angestellt und die Kassiererin beim Bezahlen freundlich und nebenbei darauf hingewiesen, dass das Schild falsch ist."), denn das lange Posting zur Schilderung des Sachverhalts, dann auf die Antworten reagieren, auf die geäußerte Kritik anspringen etc. hat ja einen zumindest für den Moment positiven Nebeneffekt: Die Ursachen für die tief sitzenden Urängste können in dieser Zeit wieder überdeckt werden.
      "In das Popcorn, das Sie gerade essen, hat wer reingepisst!" (Kentucky Fried Movie)


      "Sind Sie Polizisten?" "Nein, Ma'am. Wir sind Musiker!" (The Blues Brothers)
    • FruchtigBunt wrote:

      Eismensch wrote:

      Die Sache ist nur die: ICH habe das Gefühl, du suchst solche Situationen über die du dich aufregen kannst, damit du dich später darüber aufregen kannst, dass du in eine Situation gedrängt worden bist, über die du dich aufregen musstest. Das ist dein Lebenselixir. Daraus ziehst du Kraft. Du zerlegst solche Situationen bis ins kleinste, kannst es nicht gut sein lassen, bis du am Ende daliegst, rumheulst und dich aufregst. Und warum? Damit du dich aufregen kannst. Du bist ein Vampir, der sich selbst aussaugt. Klingt komisch, ist aber so.
      Genau das ist der Punkt, der auch in vielen deiner Antworten zu meinen Beiträgen mitschwingt. Vordergründig wird ein angeblich hilfreicher Tipp genannt, aber hindergründig schwingt dein Frust und dein Ärger mit. Was wäre dein Problem damit, wenn sich hier jemand über etwas aufregen will? Dann lies es doch einfach nicht. Du scheinst ja von meiner Art, meinen Ärger loszulassen, geradezu angezogen zu werden. Ist es nicht deine eigene Sache, dich davon abzugrenzen, anstatt mir vorzuwerfen, dass ich mich häufiger über andere Menschen ärgere?
      Vor allem habe ich zu diesem Vorfall nicht den Eindruck, dass ich mich aufregen wollte, sondern dass ich meinem Unverständnis einen Raum geben wollte.
      Mal angenommen, ich würde daraus meine Kraft ziehen: Was ist dein Problem damit? Mal angenommen, ich würde mich damit zerstören: Was ist damit dein Problem? (nicht dass es mich interessieren würde, aber ich frage es, um dir deine Reaktionen deutlich zu machen). Was findest du an mir so faszinierend, dass es dich jedes Mal wieder neu anzieht?
      Sorry das funktioniert so nicht, das ist unsozial. Wenn sich einer schlecht benimmt und ein anderer sich daran stört, so liegt der Fehler nicht bei dem, der sich gestört fühlt... sondern eben bei dem, der stört. "Ich benehme mich scheiße und wenn euch das stört, seid ihr selbst schuld" :frown:

      Außerdem schreibst du hier gerade, dies sei deine Art "Ärger loszulassen"?! Das ist hier keine Müllkippe! Menschen lesen das und denken darüber nach und antworten, ich finde es Verarschung und du stielst ihnen die Zeit.


      Dann lies es doch einfach nicht.
      Dann lies du doch seins nicht, wenn dir nicht gefällt was er schreibt.
      merkst du, dass dieses Argument irgendwie blöd ist?
    • @FruchtigBunt Wegen dem Buch, das war ein winziger Ausschnitt vom Ende des Buches, was ich gepostet habe, ich weiß nicht, ob das Buch sonst hilfreich für dich ist. Ich würd erstmal reinlesen oder es ausleihen.
      (Weil du schreibst "Danke für den Tipp" - es sollte kein Buchtipp zum Thema sein, das Zitat kam nur gerade passend.)

      The post was edited 1 time, last by Lefty ().

    • Lefty wrote:

      @FruchtigBunt Wegen dem Buch, das war ein winziger Ausschnitt vom Ende des Buches, was ich gepostet habe, ich weiß nicht, ob das Buch sonst hilfreich für dich ist. Ich würd erstmal reinlesen oder es ausleihen.
      (Weil du schreibst "Danke für den Tipp" - es sollte kein Buchtipp zum Thema sein, das Zitat kam nur gerade passend.)
      Okay. Ich habe im Anschluss gesehen, dass es eine Art Autobiografie ist, was mich eigentlich nicht so anspricht. Da ich mir Bücher fast immer nur ausleihe, werde ich bei Gelegenheit evtl. in der Bibliothek in das Buch hineinschauen (sofern es das gibt). Also es ist dann zumindest kein Geld verloren. Danke auf jeden Fall nochmal für den Hinweis. Weißt du denn noch, ob es zu dem Thema irgendwie Tipps im Buch gab bzw. wie die Person, die das Buch geschrieben hat, damit umgegangen ist oder was ihr geholfen hat, mit diesem Verhalten bzw. der Art vieler Mitmenschen zu leben?
    • Abendstern wrote:

      P.S.: Da mir diesmal ausnahmsweise keine geeignete "hintergründige" Bemerkung / Stichelei einfällt, sag ich's ganz direkt: Ich bin auch extrem genervt von vielen deiner Posts.
      Ich hätte dir geraten, sie zu ignorieren. Aber da ich ja nicht für deine Probleme zuständig bin, sage ich gar nichts dazu. Es wird mich jedenfalls nicht weiter abhalten, hier die Themen zu besprechen, die mir wichtig sind.


      Abendstern wrote:

      Die Kassierer gehen (vernünftigerweise) davon aus, dass jeder, der die neue offene Kasse bemerkt hat, sich dort anstellt, sofern er nicht gerade der nächste in der Reihe der "ersten" Kasse ist, bereits genügend andere Leute wechseln o.ä.
      Wie bereits bemerkt, ist die geöffnete Kasse nicht einsehbar, wenn man nicht extra dort um die Ecke läuft (wo nur eine bestimmte Warengruppe steht) und alle Leute standen an Kasse 1 an. Wenn dannn auch noch über der nicht einsehbaren Kasse "Kasse geschlossen" steht, wieso sollte dann (auch noch vernünftigerweise?) irgendein Kassierer davon ausgehen, dass sich dort Leute anstellen? Das ist doch total unlogisch.


      Abendstern wrote:

      Da du die Kasse nicht gewechselt hast, wird die Kassiererin davon ausgegangen sein, dass du sie nicht bemerkt hast. Daher hat sie dir auch gar nicht erst zugehört, weil sie sich nicht vorstellen konnte, dass du überhaupt mit ihr sprichst.
      Als ich so weit an Kasse 1 vorgerückt war, konnte ich die Kassiererin von hinten sehen und als ich sie ansprach, schaute sie mich an. Das kann also nicht sein, dass sie mir nicht zugehört hat, da sie sich nicht vorstellen konnte, dass ich mit ihr spreche. Aber interessant, was du so behauptest, ohne die Situation zu kennen.

      The post was edited 2 times, last by FruchtigBunt ().