Reha bei Autismus Spektrum?

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Du sagst, Du lebst derzeit von Deinem Ersparten und hattest schon mal befristete EM Rente.

      Bist du noch recht jung? Je jünger man ist, umso schwieriger ist das mit der Rente, weil die Versicherung sich immer darauf beruft, dass sich ja noch etwas verbessern kann, eher als bei Patienten Ü 50. Bei Jüngeren eine unbefristete EM zu gewähren, bedeutet halt auch, die Kasse muss viele Jahre zahlen. Will sie nicht und versucht alles, um junge Leute nicht berenten zu müssen.
      Befristung ist auch so eine Maßnahme, die darauf abziehlt.

      Was ist passiert, dass die Rente nicht verlängert wurde?
      Hast Du keinen Neuantrag gestellt? Ist der jetzige Antrag der Neuantrag?
      Deine Ärztin kann keine EM Rente für Dich stellen, das muss man persönlich tun oder per Vollmacht. Hatte sie diese? Sie kann nur einen Arzbericht schreiben, in dem sie die Rente befürwortet und begründet. Wie bzw. was ist da gelaufen?

      Wenn Du derzeit vom Ersparten lebst, zahlst Du keine Versicherungsbeiträge in die Kasse ein, nehme ich an- oder? Sind Deine versicherungsrechlichen Voraussetzungen noch gegeben?

      Viele Fragen, aber um Dir einen Rat zu geben, brauchen wir die ganze Geschichte ;)

      Daniel1 wrote:

      Sie sagte mir knallhart, dass ich halt wieder arbeiten muss, wenn ich arbeitsfähig in der Reha geschrieben werde.
      Sehr feinfühlig scheint die Dame nicht zu sein. Wenn ich so lese, was Du schreibst, kommt es mir fast so vor, als wäre sie nicht wirklich auf
      Deiner Seite. Überlege Dir mal, ob Du nicht zu einer Rentenberaterin/einem Rentenberater wechselst. Du findest welche in Deiner Gegend, wenn Du danach googelst. Die sind sehr gut und auf jeden Fall auf der Seite der Patienten. Zahlen musst Du die auch, aber ob Du eine Anwältin zahlst, die nicht auf Deiner Seite kämpft und Dir Angst macht oder eine/n Rentenbereter_in, da ist letzters eine bessere Investition.

      Bezüglich der Arbeitsfähigkeit: da kommt es durchaus darauf an, in welchem Umfang Du arbeitsfähig bist. Es gibt ja auch noch die teilweise EM Rente. Die ist niedriger, aber besser als nix. Und Du darfst dazuverdienen.
      Also in die volle Erwerbsfähigkeit schicken können sie dich nur, wenn Du wie ein gesunder Mensch einsatzfähig bist. Da kommt es- neben den Arztberichten-wieder darauf an, wie Du Dich präsentierst. Wenn Du dich auf Reha oder beim Gutachter besser darstellst, als Du Dich fühlst, ist das natürlich ungünstig.

      Wenn Du auf Reha musst, verhalte Dich so, wie Dir ist. Wenn Du so viele Probleme hast, sind die auf Reha nicht weg. Lass Dir anmerken, wenn es Dir schlecht geht und bemühe Dich nicht, mitzuhalten. Dann sind die Chancen zumindest gegeben, dass Du eine teilweise EM Rente bekommst.

      Ein weiterer Punkt ist: sollten sie Dich voll arbeitsfähig einstufen, dann mussst Du erst noch vermittelt werden. Wenn das über längere Zeit und trotz bemühen nicht gelingt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Du eine EM Rente bekommst. Es ist nicht hoffnungslos.

      Achte nur darauf, dass Deine formalen Voraussetzungen, also regelmäßig in die RV einzahlen, gegeben sind, sonst verlierst Du Deinen Ansprüche.
      Viele Glück!
    • Daniel1 wrote:

      War bei meiner Anwältin.
      Sie sagte mir knallhart, dass ich halt wieder arbeiten muss, wenn ich arbeitsfähig in der Reha geschrieben werde.
      Ich habe glücklicherweise noch eine Rente aber zu mir meinte auch unlängst ein Arzt, mit einer adäquaten Therapie sei bei mir innerhalb eines Jahres eine signifikante Verbesserung meines Zustandes zu erwarten.

      Eventuell könntest du den Anwalt wechseln und je nachdem wie stark es bei dir ausgeprägt ist, was bei dir alles konkret vorliegt, wie alt du bist, wieviele stationäre Aufenthalte, medikamentöse Therapien und Psychotherapien du bereits gemacht hast, könnte es eine Möglichkeit sein die Rente einzuklagen.
      Ich bin 35 und komme auf 3,5 Arbeitsjahre bei 11 Arbeitgebern plus Krankenständen plus 4 Psychotherapien plus 12 stationäre Aufenthalte und insgesamt 20 unterschiedlichen Psychopharmaka. Wo da noch eine Berufsfähigkeit gesehen wird ist mir auch ein Rätsel.
      Wenn man noch jung ist hat man kaum Aussichten eine unbefristete Rente zu erhalten, dafür muss man eben viel über sich ergehen lassen und stetig mitarbeiten. Es bleibt einem nicht erspart. Es ist schwer auf die Entfernung zu sagen, was bei dir alles schon für Entscheidungen getroffen wurden von Amtsseite und wie man weiterhin geschickt vorgehen könnte. Hast du eine Vertrauensperson die sich in solchen Angelegenheiten auskennt und dich beraten könnte?
    • Seit Monaten will Rentenversicherung, dass ich in Reha gehe, div. Wiedersprüche, dass Reha aktuell kein Sinn macht wurden abgeleht.
      Habe der Reha jetzt zugestimmt, da Reha vor Rente.
      Wir warten auf Vorschläge für Kliniken von der Rentenversicherung, wenn sie mir nicht eine Klinik aufbrummt, wo ich nicht mitbestimmen kann.
      Schau ma mal.

      Gehe davon aus, dass es in 6-8 Wochen soweit ist, dass ich in Reha gehe.
      L.G. Daniel
    • Hallo Daniel,

      soweit ich weiß, kannst du den Klinikvorschlag auch ablehnen und eine „Wunschklinik“ erwähnen. Eine Freundin von mir hat das gemacht, aber ich weiß nicht mehr genau wie. Bei ihr war der Fall aber anders, sie wollte die Reha in ihrer Wunschklinik unbedingt, wurde mehrfach abgelehnt usw.

      Vom ersparten zu leben finde ich nur bedingt sinnvoll, aber wenn die EU Rente ausgelaufen ist und du andere Sozialleistungen beziehen müsstest, dann müsstest du einen Teil deines ersparten ohnehin ausgeben.

      Hast du jemand, mit dem du besprechen kannst, was passiert, wenn du die Reha abbrichst?

      Ich schließe mich übrigens an: deine Anwältin scheint nicht besonders feinfühlig zu sein. Andererseits ist es besser, die Fakten zu kennen…
    • @Daniel1 Ich hab nun auch, obwohl ich schon eine psychosomatische Reha (ambulant) hinter mir hab, um eine berufliche Reha anerkannt zu bekommen, einen Bescheid für eine stationäre, medizinische Reha bekommen. Hab direkt bei der Rentenversicherung angerufen, gesagt, was los ist. Dass ich noch die neue Diagnose (Asperger) habe und auch zu keiner Reha weiter weg bereit bin, weil mich das total in Panik versetzt. Sie sagte, ich sollte alles in ner Mail schreiben, denen schicken und dann, wenn ich den Bericht hab, Kopie an sie.
      Ich hatte die psychosomatische Reha nur gemacht wegen der beruflichen und nun wird die nicht mal anerkannt, aber witzig ist dabei eine Sache. Vom Therapieangebot in der Klinik, in die ich soll, ist das das gleiche wie bei der ambulanten Reha. :m(: