Souterrain - Erfahrungen?

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    • Souterrain - Erfahrungen?

      Hallo,

      ich suche grade eine ruhige und dazu bezahlbare Wohnung und das ist gar nicht so leicht.
      Jetzt habe ich eine Anzeige für eine Souterrain Wohnung gesehen und die leicht sehr ruhig. Doch haben mir viele gesagt, dass dort Tiere reinkommen und es dort dunkel und freut sei.

      Ich würde mich freuen, wenn ihr vielleicht tatsächliche Erfahrungen habt und mir eine Einschätzung geben könnt zu den Thema. Da die Wohnung feste Warmmiete hat sie höhere Heizkosten kein Problem.

      Vielen Dank schonmal.

      Mango
    • Hallo,

      Ich hab ein Jahr in einer Souterrain Wohnung gewohnt, Tiere kamen bei mir keine rein, aber die Wohnung war so feucht das es schimmelte, das kann man aber eventuell durch mehr heizen lösen. Auf jeden Fall empfehle ich einen entfeuchter.

      Mit freundlichen Grüßen
      Lea
      Handle ehrlich, handle weise, sei freundlich, baue Brücken keine Mauern, aktzeptiere Fremdes, freue dich über Unterschiede.
    • da würde ich mir die Wohnung anschauen und mir selbst ein Bild machen. Evtl kannst du mit dem Vormieter sprechen und ich denke, dass der Vermieter dir da auch ehrliche Auskunft geben muss(?)
      Wenn sie allerdings viel billiger ist als der Durchschnitt, ist möglicherweise doch etwas "faul".
      Kannst du einen wohnberechtigungs Schein anfordern? Den gibt es bei geringem Einkommen und du kannst eine staatlich geförderte Wohnung bekommen.
      Ich habe da sehr großes Glück gehabt und eine tolle, günstige Wohnung in der Stadt gefunden.
    • Ich hatte eine und würde es ungern wieder tun. Es gibt aber Bessere als meine damals.
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert?"
      (Schrödinger lässt grüßen :) )

      ‚Der häufigste Fehler liegt in der Annahme, dass die Grenzen unserer Wahrnehmung auch die Grenzen des Wahrzunehmenden sind.’
      C.W. Leadbeater
    • Meine Schwester hat in einer Souterrain Wohnung in einer kleineren Kreisstadt gewohnt. Obwohl sie konsequent Fenster und Türen verschlossen hielt, hatte sie häufig Ungeziefer in der Wohnung, einmal verirrten sich sogar Siebenschläfer in den Vorraum, als sie die Türe zum Müllwegbringen kurz offen stehen ließ.
      Bad und Gästeklo waren innenliegend ohne Fenster mit Passivbelüftung. In beiden Bereichen gab es viel Schimmelbefall. Das war letztlich auch der Grund, weshalb sie dann ausgezogen ist, obwohl die Wohnung günstig war.
      Insgesamt war die Wohnung recht dunkel und an wolkigen Tagen hatte sie durchgehend Licht an.
      An der Vorderseite zur Küche war ein Fahrradständer neben der Haustüre, wo ihr jeder in die Küche gaffen konnte. Mich hätte das gestört, ihr war das egal.
    • Hab ein halbes Jahrzehnt im Souterrain eines Altbaus aus der Gründerzeit gewohnt, Baujahr um 1890.

      Die Höhe der Räume entsprach beinahe einer handelsüblichen Beton- oder Plattenneubau-Etagengeschosshöhe; weil ich vorher in einer hohen Altbau-Etagenwohnung gewohnt hatte, war das schon eine gewisse Umstellung, hatte aber auch etws gemütliches, weil die Decken aus zwischen Eisenträgern eingefügten, aneinandergereihten kurzen Gewölbe-Bögen bestanden. Ich hab mir beim Besichtigungstermin ausreichend Zeit erbeten, mich für ein paar Minuten allein in den Räumen aufhalten zu dürfen, und mich für ein paar Minuten in verschiedene Ecken gesetzt, um es auf mich wirken zu lassen, und mich sofort wohl gefühlt. Ohne dieses Gefühl hätte ich die Wohnung nicht genommen.

      Die Fenster hatten natürlich nicht die für Altbau-Etagenwohnungen übliche großzügige Größe, aber entsprachen doch immerhin der Fenstergröße, wie man sie aus bescheidenen Nachkriegs-Reihenbauten aus den 50ern kennt, und ließen genügend Licht rein. Die Fensterbänke lagen dementsprechend in gewohnter Höhe. Ganz bestimmt weniger gefallen hätte mir eine dieser noch tiefer gelegenen Wohnungen, wo die "Fenster" im Prinzip nur noch als Oberlichter bezeichnet werden können. Falls man auf Dämmrigkeit steht, wär's was anderes.

      Die Fensterbänke lagen auf Bodenniveau, und vor den Fenstern befanden sich schöne lichte Beete, so dass man im Sommerhalbjahr auf Blumen geschaut hat. Auf die Beine von Fußgängern hätte ich weniger gern geschaut. Ich hab in alle Fensterrahmen Gaze gespannt (Fliegengitter) (das muss man wirklich sehr ordentlich penibel machen, hat dann aber über viele Jahre Ruhe), und ich hatte nie Probleme mit Insekten, Käfern oder Spinnen. Die konnten nicht rein, und ich hab sie gern beobachtet. Spinnennetze kann man alle paar Monate von draußen mit dem Besen wegmachen, dasselbe gilt für Laub, wenn einen das stört.

      Der Innenausbau, Wandverkleidungen aus Gipsplatten auf Holz-Unterkonstruktion (wenn man an die Wände klopft, hört sich das hohl an) war sehr ordentlich. Die Besitzer haben paar Etagen höher gewohnt und das ganze Haus offenbar gut gepflegt (draußen ums Haus herum den Bereich unter Bodenniveau wasserdicht halten), darum nie Probleme gehabt mit Schimmel. Ich glaube, es ist auch Glückssache, wie das Haus im Gelände steht, d.h. ob bei Regen Staunässe auf die Mauern drückt oder nicht. Am besten den Vermieter gezielt diese Fragen stellen: Ist das Haus unter Bodenniveau ordentlich dicht gegen Sickerwasser, wann ist die unterirdische Abdichtung draußen am Mauerwerk zum letzte Mal saniert worden (ziemlicher Aufwand mit Boden ausheben etc. ...), und gab es schon mal Schimmel, ja oder nein (und eine klare spontane glaubwürdige Antwort erwarten).

      In diesem Zusammenhang sollte man auch mal durch alle Räume gehen und mindestens an den Außenwänden, besonders direkt über dem Fußboden, mit den flachen Händen prüfen, ob die Tapeten sich ungewöhnlich kühl oder gar klamm anfühlen. Man kann da sinnvoller Weise auch mal in Ruhe die Nase genau in die Bodenecken hinhalten und sollte sich, falls es eine Spur muffig riecht, dankend verabschieden. Will sagen: es empfiehlt sich wirklich, beim Termin 5 bis 10 ruhige Minuten für sich allein zu erbitten. Wie oben schon erwähnt, kann man sagen, man würd die Zimmer gern mal ein paar Minütchen unabgelenkt auf sich wirken lassen, oder man kann auch perfekt ordentlich vorbereitet den mitgebrachten Zollstock zücken und ankündigen, dass man gern unabgelenkt präzise ausmessen möchten, ob hier und dort Bett und Kleiderschrank reinpassen würden, womit man nebenbei ja auch besonderes Interesse bekundet, was die Chancen steigern kann, als ordentlicher (in diesem Fall ordentlich vorbereiteter) Mieter ausgewählt zu werden.

      Skeptisch würde ich, wenn mich der Vermieter oder Makler in einer Wohnung führt, in der die Fenster zum Lüften offenstehen, und auch wenn die Fenster geschlossen sind, so kann es trotzdem sein, dass bereits vor Deiner Ankunft ausgiebig und aus gutem Grund gelüftet wurde. Letzteres kann man versuchen zu ermitteln, indem man beim Betreten der Wohnung etwas sagt wie "ah, hier ist es angenehm kühl, das gefällt mir, sie haben schon gelüftet" oder so ähnlich und ihn/sie nett anlächelt und in dieser Interaktion dem eigenen Gefühl nachspürt. :roll: Man sagt uns Aspies ja nach, wir könnten nicht so gut interagieren, aber bei vielen funktioniert die Intuition letztlich doch prächtig.

      Eine Souterrain-Wohnung hat ähnlich wie eine üblich unterkellerte Erdgeschoss-Wohnung oder auch wie eine Wohnung im 1. OG über einem Ladengeschäft o.ä. für den, der's braucht, den unschätzbaren Vorteil, dass man bei Nachtaktivität niemanden unter sich stört.

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Knoedel ()

    • MangoMambo schrieb:

      Doch haben mir viele gesagt, dass dort Tiere reinkommen und es dort dunkel und freut sei.
      freut soll feucht heissen vermute ich.

      Ich würde niemals in eine feuchte Wohnung ziehen und auch jedem davon abraten denn das ist gesundheitsschädlich. Es gibt Souterrainwohnungen die trocken sind (ich hatte mal eine) und diese war durch die bodentiefen Fenster und Terassentür incl. Terrasse hinter der Küche für mich sehr schön, obwohl es in der Stadt in einem Hinterhof war. Ich konnte direkt raus, Tiere (Spinnen und so) stören mich nicht. Es war auch hell genug.

      Es war ein altes Haus aber eine gute Bausubstanz und alles war trocken.

      Man kann auch in oberen Wohnungen feuchte Wände haben, auch dort würde ich jedem davon abraten einzuziehen.
      Egal ob Du eine feste Warmmiete hast, wenn Feuchtigkeit in den Wänden ist kriegst Du sie durch Heizen nicht raus.
      Die Schimmelpilze die sich bilden können sehr schädlich sein und viele Krankheiten auslösen, Du atmest sie ein, sie gehen nicht weg durch Heizen, sie trocknen nicht aus, da muss eine Schimmelsanierung gemacht werden und das ist sehr aufwendig das muss der Besitzer machen.

      Wenn Dir schon andere Leute gesagt haben dass diese Wohnung feucht ist würde ich davon abraten sie zu nehmen.
    • Ich wohne im Moment in einer Souterrainwohnung. Das mit den (Klein-)Tieren ist leider wirklich so, wobei ich mir jetzt Insektenschutzgitter angebracht habe - als Arachnophobiker fühle ich mich so einfach wohler. Die Decke ist etwas niedriger als in "gewöhnlichen" Wohnungen, aber ich habe große Fenster zur Südwestseite, wodurch die Wohnung tagsüber recht hell ist. Das Haus ist nicht allzu alt, weshalb die Isolierung wahrscheinlich besser ist als in einigen Altbauten. Und auch in einer höher gelegenen Wohnung kann man Probleme mit Feuchtigkeit haben (leidvolle Erfahrung). Hier habe ich auch im Winter nichts dergleichen bemerkt, nicht einmal im Duschbereich. Allerdings gibt es hier auch eine Klimaanlage mit "Entfeuchtungsfunktion" (ich weiß leider nicht, wie man das genau nennt), die ich vorsichtshalber ein paarmal genutzt habe.

      Ansonsten haben andere hier schon gute Tips gegeben - die ich mir auch merken werde, falls ich noch einmal umziehe :)
      Так! я буду крізь сльози сміятись...

      Achtung: Benutzer kann sich nicht "kurz fassen" :oops:
    • Kraehe schrieb:

      Ich würde niemals in eine feuchte Wohnung ziehen und auch jedem davon abraten denn das ist gesundheitsschädlich.
      Sehe ich auch so. Man kann wohl auch ziemlich schnell eine Schimmelpilz-Allergie entwickeln; weil ich eh schon Heuschnupfen und Hausstauballergie habe würde ich das nicht riskieren.

      Kraehe schrieb:

      Egal ob Du eine feste Warmmiete hast, wenn Feuchtigkeit in den Wänden ist kriegst Du sie durch Heizen nicht raus.
      Ein elektrischer Luftentfeuchter kann helfen; am besten richtet man den Auslass mit der warmen und trockenen Luft direkt auf die feuchten Stellen.
      Wichtig ist, die Luftfeuchtigkeit permanent so niedrig zu halten, dass keine Feuchtigkeit an den kalten Stellen der Wände kondensiert.
      Dan sollte die Wand von innen nach außen langsam trocknen, und je trockener sie wird desto besser isoliert sie wieder Wärme und desto geringer ist die Gefahr, dass sie wieder feucht wird.
      Kostet aber recht viel Strom; und wer eine empfindliche Haut hat kann mit der trockenen Luft auch Probleme bekommen. Ich würde das allenfalls machen wenn der Vermieter es partout nicht saniert, und ich einen günstigen Mietvertrag hätte.
      Einziehen würde ich in so eine Wohnung nicht.

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      Und bislang war ich immer so gegen Souterrain (bin auch gerade auf Wohnungssuche); aber wenn ich nochmal so darüber nachdenke, wäre es mir wahrscheinlich lieber als Erdgeschoss.
      Bei beiden möchte man normalerweise über Nacht kein Fenster offen lassen, aber Souterrain ist im Sommer immerhin kühler. Gegen die Viecher gibt's ja Insektengitter.
      Trotzdem wäre mir aber ein Obergeschoss lieber.
    • Ich habe ein paar Jahre in einer Kellerwohnung gelebt und würde es nie wieder tun.
      Das Haus hatte keine Drainage und demzufolge verschimmelte die Wohnung zusehends.
      Im Schlafzimmer hatte der Vermieter sogar extra Holzpanelen angebracht damit man den Schimmel nicht sieht. Das hatte zur Folge das es dahinter so richtig blühen konnte - bis der Schimmel aus den Steckdosen wuchs.
      Insekten hatte ich auch einige. Die Krönung war die Ameisenstraße bis in meine Küche. Spinnen mag ich ja ganz gerne, aber Käfer, Fliegen etc nicht. Die Hornissen nachts waren wiederum interessant. Die hätte ich aber auch ein Stockwerk höher in der Bude gehabt :D
      Die Heizkosten waren enorm. Die Wohnung war nicht nur fußkalt sondern fußeisig. Desweiteren war auf der selben Ebene auch der Öltank und die Heizungsanlage. Das roch sehr übel. Ganz besonders wenn Öl geliefert wurde - der Schlauch wurde mir quer durch das Wohnzimmer gelegt...
      Die Wohnung war anfangs günstig. Nach nur 3 Jahren war sie aber bereits 53 % teurer.
      Psychoterror nicht mitgerechnet. Ich suchte mir eine neue Wohnung und verließ die alte mit Ängsten, einer Klage und verlorenem Inventar.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Danke euch. Ich werde mich wahrscheinlich dagegen entscheiden. Insekten sind nicht so meins. Sind halt keine Fische. Ich habe mir heute eine hübsche Wohnung im 2. Stock angesehen und hoffe, dass ich sie bekommen werde. Dort hätte ich auch einen Balkon, das war mir wichtig.
      Wohnungssuche ist nicht so einfach, wenn man beim Smalltalk nicht gut rüber kommt leider. :nerved:
    • MangoMambo schrieb:

      Doch haben mir viele gesagt, dass dort Tiere reinkommen und es dort dunkel und freut sei.
      Ja das ist so.

      Ich hatte eine solche Wohnung und das war eine schlimme Zeit. Ich kam überhaupt nicht zur Ruhe. Entsetzlich.
      Die Leute standen bei mir im Vorgarten und glotzten rein. Unglaublich!

      MangoMambo schrieb:

      Ich habe mir heute eine hübsche Wohnung im 2. Stock angesehen und hoffe, dass ich sie bekommen werde. Dort hätte ich auch einen Balkon, das war mir wichtig.
      Toi Toi Toi!!! Und wenn es mit dieser nicht klappt, tu Dir bitte nicht das Souterrain an :)
      "Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann." (Francis Picabia)