Online-Umfrage "Liebe, Beziehung und Autismus" der Universität Trier – TeilnehmerInnen gesucht!

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    • Online-Umfrage "Liebe, Beziehung und Autismus" der Universität Trier – TeilnehmerInnen gesucht!

      Hallo zusammen,

      mein Name ist Jörg Hoff und ich studiere Erziehungswissenschaft an der Universität Trier. Gemeinsam mit meinem betreuenden Dozenten Dr. Sebastian Manhart führe ich aktuell im Rahmen meiner Masterarbeit eine überregionale und qualitative Online-Umfrage zum Thema "Liebe, Beziehung und Autismus" durch, um die Bedürfnisse Jugendlicher aus dem Spektrum und deren Bedeutung für die Sexualpädagogik zu erforschen.

      Der aktuelle Forschungsstand zu dieser Thematik ist gering, wobei Liebe und Partnerschaft für die meisten Menschen ein sehr wichtiges Thema ist, welches größtenteils mit sexuellen Inhalten verknüpft ist. Unser Ziel ist es, die wissenschaftliche Lücke dieses Themas im Bereich Autismus zu schließen und einen Anreiz zu geben, sozial- und sexualpädagogische Angebote für Menschen mit ASS zu optimieren.

      Alle erhobenen Daten der Umfrage werden anonymisiert ausgewertet und nicht an Dritte weitergegeben. Eine Teilnahme ist natürlich freiwillig. Die vollständige Bearbeitung des Fragebogens nimmt ca. 20 min in Anspruch – es ist aber nicht zwingend erforderlich, alle Fragen zu beantworten! Es handelt sich größtenteils um offene Fragen, welche in einem selbst gewählten Umfang beantwortet werden können.

      Teilnahmevoraussetzungen:

      Der Fragebogen kann von allen Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 13 und 21 Jahren ausgefüllt werden, bei denen eine ASS diagnostiziert wurde. Dabei ist nicht vorausgesetzt, dass sich TeilnehmerInnen in einer Beziehung befinden oder überhaupt eine wünschen - jeder kann mitmachen!

      Wenn Sie also selbst zur Zielgruppe gehören, oder die Umfrage als Elternteil zusammen mit Ihrem Sohn/Ihrer Tochter ausfüllen möchten, können Sie dies unter folgendem Link tun:

      soscisurvey.de/liebe_beziehung_autismus/

      Wir würden uns sehr über Teilnahmen an der Umfrage freuen!
      Für weitere Rückfragen stehe ich gerne unter s1johoff@uni-trier.de zur Verfügung.

      Vielen Dank für die Unterstützung!

      ____

      Hinweise zur Bearbeitung:

      Die Fragen sind in der Ich-Perspektive formuliert, um eigene Aussagen der Jugendlichen zu erleichtern. In denAbschnitten "Partnerschaft" und "Beziehungswunsch" meint der Begriff des Partners einen festen Freund/einefeste Freundin, beschreibt also eine Liebesbeziehung. Dies dient der Lesbarkeit, da keinegeschlechterspezifischen Formulierungen verwendet werden müssen und schließt eine eventuelleVerwechslung mit platonischen Freundschaften aus.
    • Wir haben in unserer Vorbereitung die Altersspanne so festgelegt, da bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres jugendrechtlich noch von "Jugendlichen" gesprochen wird. Dies dient der Eingrenzung der Zielgruppe. Ich werde mit meinem Dozenten absprechen, ob wir diese erweitern können!
    • JoHoff schrieb:

      Dies dient der Eingrenzung der Zielgruppe. Ich werde mit meinem Dozenten absprechen, ob wir diese erweitern können!
      Man kann ja für die Auswertung erst mal nur die Bögen der jüngeren Teilnehmer benutzen, aber an (auch zuverlässigeren) Rohdaten bekommt man vermutlich viel mehr, wenn man ältere Teilnehmer einschließt. Man könnte die Ergebnisse ja auch mit denen der jüngeren Teilnehmer vergleichen.
      Wenn einem die Bezüge verlorengehen, wird das "All" zum "Nichts".
    • Die strikte Altersbegrenzung finde ich auch ziemlich unsinnig.

      Viele besitzen doch wohl die Fähigkeit sich in ihr Ich aus der Vergangenheit zurückzuversetzen. Dann kann man aus der damaligen Perspektive schreiben.

      Bei mir hat sich im Grunde überhaupt nichts an meinem Wesen verändert.
      Ich bin die selbe Person wie vor 12 Jahren, nur mein Wissensstand hat sich etwas geändert.

      Die üblich ausgeprägten Reifeprozesse oder ein Wandel durch die Pubertät gab es bei mir nicht.
      Es war auch nicht wirklich notwendig. Meine Einstellung und meine Interessen waren sehr konstant und so ziemlich gleichbleibend.
      Ohne die herkömmlichen Phasen der Unreife, ist auch nicht der übliche, ausgeprägte Reifeprozess vonnöten.
      -So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab.

      -Fear and desire hold the power to disrupt one's rhythm. Desire clouds one's vision, while fear stills one's step.
    • Hallo Jörg Hoff!

      Zwar folge ich der Birkenbihl‘schen Kritik am Begriff (Was ist Erziehung? In einer Minute erklärt.),



      aber natürlich finde ich es super, dass Du etwas studierst, womit Menschen geholfen werden soll. :nod: Allerdings: Warum nur den Bis-21-Jährigen? Nicht wenige Autisten wissen mit 21 noch nicht, wo oben und unten ist, haben insbesondere in der Übergangszeit Schule/Beruf noch allerlei anderweitige Sorgen und merken womöglich erst in ihren 30ern, 40ern, 50ern..., dass guter Rat Not tut, nenne man es nun Sexualpädagogik, -aufklärung, -assistenz oder wie auch immer, und deshalb fänd ich es begrüßenswert, wenn Deine Masterarbeit im Sinne von Inklusion die Ü21-Leute nicht ausklammert. Viel Erfolg für die Umfrage, vielleicht folgt ja eine zweite. ;)
    • shunned nolifer schrieb:

      Die strikte Altersbegrenzung finde ich auch ziemlich unsinnig.

      Viele besitzen doch wohl die Fähigkeit sich in ihr Ich aus der Vergangenheit zurückzuversetzen. Dann kann man aus der damaligen Perspektive schreiben.

      Bei mir hat sich im Grunde überhaupt nichts an meinem Wesen verändert.
      Ich bin die selbe Person wie vor 12 Jahren, nur mein Wissensstand hat sich etwas geändert.

      Die üblich ausgeprägten Reifeprozesse oder ein Wandel durch die Pubertät gab es bei mir nicht.
      Es war auch nicht wirklich notwendig. Meine Einstellung und meine Interessen waren sehr konstant und so ziemlich gleichbleibend.
      Ohne die herkömmlichen Phasen der Unreife, ist auch nicht der übliche, ausgeprägte Reifeprozess vonnöten.
      So sehe ich das auch.
      Grüße aus der Pegasus Galaxie. :)
    • Guten Morgen zusammen,

      vielen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen!

      Wir haben die Altersspanne auf 13 bis 27 Jahre erweitert. Eine Erhebung ohne Altersbeschränkung ist auf jeden Fall sehr interessant, wir bewegen uns jetzt jedoch immer noch im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, auf die diese Befragung bezüglich sexualpädagogischer Angebote in erster Linie abzielt.

      Die Erhebung läuft des Weiteren bis einschließlich 22.6.18!

      Vielen Dank für die Unterstützung und das Interesse :)
    • Ich finde die Altersbeschränkung auch ungut.

      Ich habe mir die Fragen einmal angesehen- und sie betreffen auch ältere Autisten. Vor allem sie, da es nicht selten bei Autismus dazu kommt, dass eben solche Interessen wie Freundschaft, Partnerschaft, Liebe erst später aufkommen. Eurer Zielalter ist auch eher das typische Alter für Nichtautisten, wenn es bei ihnen losgeht mit all dem.

      Mein erstes, richtiges Bedürfnis nach normalen Freunden, sozialen Kontakten, dieses wahre, tiefe Bedürfnis kam bei mir igrendwann erst ab 19 auf. Die Diagnose bekam ich Jahre später. Davor habe ich, wenn es sich nicht vermeiden ließ, schon mit anderen interagiert, nicht zwingend ungern- aber ich wollte es nicht, brauchte es nicht...

      Interesse an Beziehung, mich dazu in der Lage zu fühlen usw. kam noch später auf.

      Vielleicht solltet ihr das Ganze ausweiten auf alle Altersgruppen. Vor allem, ältere Autisten könnten eher ehrlich antworten als jüngere, wenn Mutti daneben sitzt- denn wenn sich das Kind schämt über das Thema Sex mit ihr zu reden, ist es auch nicht ehrlich, wenn sie liest, was das Kind scheibt.
      Ich bin verantwortlich für das, was ich schreibe und nicht für das, was Du verstehst und darin zu lesen meinst.
    • Auch das verstehe ich, dankeschön!

      Aufgrund des geringen Forschungsstandes - gerade bei Minderjährigen - soll die vorliegende Untersuchung jedoch auch gezielt jüngere TeilnehmerInnen ansprechen, wobei der Zugang zu diesem Feld wahrlich kein einfacher ist. Wir arbeiten auch mit diversen Autismus-Therapiezentren zusammen, welche in erster Linie jüngere Menschen adressieren. Deswegen liegt der Fokus auf dem Altersbereich der Kinder- und Jugendhilfe. Und interessierte Elternteile werden ihr Kind unserer Meinung nach nicht bekräftigen, an der Umfrage teilzunehmen, wenn es sich schämt, über seine Vorstellungen und Gefühle zu sprechen :)
    • JoHoff schrieb:

      wir bewegen uns jetzt jedoch immer noch im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, auf die diese Befragung bezüglich sexualpädagogischer Angebote in erster Linie abzielt.
      Zum Glück wurde so eine Umfrage unter solchen Aspekten nicht erstellt, als ich noch in dem dafür kritischen Alter war. Was hätte ich mir sonst unter einem sexualpädagogischen Angebot für nekrophile Autisten vorzustellen? :lol:
      Wenn einem die Bezüge verlorengehen, wird das "All" zum "Nichts".
    • JoHoff schrieb:

      Aufgrund des geringen Forschungsstandes - gerade bei Minderjährigen - soll die vorliegende Untersuchung jedoch auch gezielt jüngere TeilnehmerInnen ansprechen, wobei der Zugang zu diesem Feld wahrlich kein einfacher ist.
      Eben- dann befragt doch zunächst die, die einmal so alt waren und sich noch an die Zeit erinnern. Auch wenn es "andere Zeiten" waren, ohne WhatsApp- wir waren auch einmal jung ;)
      Und vielleicht helfen euch tatsächlich Umragen, bei denen man das Alter selbst einträgt- denn wenn z.B. 75% oder mehr der Autisten angeben, erst so Mitte-Ende 20 an Beziehung gedacht zu haben, es da von sich aus aus einem tiefen Bedürfnis heraus tatsächlich wolten, mit 14-16 aber nur behauptet haben, dass sie einen Partner wollen, weil ja alle da anfangen und es "normal" ist, hilft euch das vielleicht viel weiter.

      JoHoff schrieb:

      Wir arbeiten auch mit diversen Autismus-Therapiezentren zusammen, welche in erster Linie jüngere Menschen adressieren.
      Ja- und wenn ihr bei der Befragung herausbeommt, dass die Kernprobleme junger Autisten früher in dem Alter andere waren als einen Freund/eine Freundin zu haben, Sex zu haben, dann hilft euch das vielleicht auch weiter. Denn, auch wenn die biologische Pubertät da ist, der Körper anders aussieht, können viele noch vom psychosozialen Stand eher kindlich sein. Unabhängig davon, dass sie vielleicht seit dem 6. Lebensjahr mit erwachsenen über ihr Spezialinteresse auf einer Ebene reden können. Daher kann bei vielen auch die Entwicklung dahingehend verzögert sein, dass man Jahre später erst Interesse an Partnerschaft und Sex hat. Ich muss gestehen, ich hatte es erst spät, aber wenn Fragen an mich gerichtet wurden, plapperte ich immer den Standard nach. Ich will heiraten, 1-3 Kinder und ein Haus und einen Hund- was man eben hören will. Als ich älter wurde (15-19), kam ich in eine christliche Jugendgruppe und wurde irgendwann gläubigund konnte mich wegen des Single-Daseins, worüber man such lustig machte und mich stark mobbte sagen, dass ich mit dem Sex bis zur Ehe warte. Ich nutzte das aus- aber der Glaube damals war keine Lüge- aber hier missbrauchte ich ihn und konnte mich gut dahinter verstecken. Denn Lust, Interesse an Sex oder Männern war ein Fremdwort für mich, auch wenn ich ab und an verliebt war.

      JoHoff schrieb:

      Deswegen liegt der Fokus auf dem Altersbereich der Kinder- und Jugendhilfe.
      Ja- aber alte Autisten waren auch einmal jung und hatten all die Probleme, die diese- eure Kids jetzt haben. Überlegt es euch einfach.

      JoHoff schrieb:

      Und interessierte Elternteile werden ihr Kind unserer Meinung nach nicht bekräftigen, an der Umfrage teilzunehmen, wenn es sich schämt, über seine Vorstellungen und Gefühle zu sprechen
      Wieso sprechen? Man schreibt doch bei der Umfrage- da waren Textfelder bei manchen Fragen. Ich habe von eurer Umfrage geschrieben, nicht über Eltern-Kind-Gespräche. Wenn die Kinder es mit den Eltern ausfüllen können, wie Du oben geschrieben hast, sich aber schämen, über sowas vor ihren Eltern zu schreiben (vor allem, wenn sie ihnen bei Fragen immer etwas anderes erzählt haben), dann schreiben sie dann auch nicht die Wahrheit, wenn die Eltern neben ihnen sitzen und die Fragen vorlesen. Wenn die nicht wollen, dass Mama ihre eigenen, geheimen Gedanken weiß, dann lügen sie, wenn sie die Umfrage machen wollen oder die Eltern die Kinder bitten, es zum Wohle der Forschung auszufüllen. Dann schreiben sie irgendwas, von dem sie ausgehen, dass es passt. Was sie von anderen gehört haben, beobachtet haben, aus Kinder- und Jugendserien kennen. Durch solche Dinge haben sich viele Autisten ja auch relativ unauffällig anpassen können und wurden erst sehr spät diagostiziert.

      Ich kann nicht für alle Autisten schreiben, aber ich habe niemals nie meiner Mutter gegenüber gesagt, dass ich mich schäme, mit ihr über etwas zu reden. Ich habe kaum über meine Gefühle mit ihr gesprochen. Ich habe damals eine Rolle gespielt- und so getan als wäre ich wie die anderen und einfach erzählt, was ich bei anderen herausgehört habe, was die ihren Müttern so erzählen, wenn die Fragen stellen. Ich habe geredet- über Mädchenkram, den ich aus der Bravo kannte- aber nie wirklich über mich, das Wahre ich, darüber sprach ich damals nie mit jemandem. Erst als Erwachsene, als der AS-Verdacht aufkam und dann die Diagnose. Ich schrieb über mich in Gruppen und Foren und jetzt mit meinem Freund rede ich über mich, ohne die Rolle eines angepassten Menschen.

      Wichtig ist auch, dass sich die Kids bewusst sind, was diese Umfrage bedeutet. Nicht, dass die schreiben, was sie meinen, dass ihr lesen wollt- denn, was "normal" für ihre Altersgruppe ist, bekommen die meisten Autisten mit. Man beobachtet es ja täglich und wird schlimmstenfalls täglich durch Mobbing darauf hingewiesen, wie unnormal man ist. Nicht, dass die Kids da "normal" sein wollen und weil man sie nicht sieht, schreiben sie, was ihr lesen wollt... um wenigstens da normal zu sein. Wäre möglich...
      Erwachsene Autisten haben da weniger Probleme über ihre damaligen Gedanken zu schreiben.

      Ihr könnt ja einen weiteren Fragebogen erstellen und erwachsene Autisten befragen- und dann vergleichen. Was wollten erwachsene Autisten in eurerm Zielgruppenalter, was wollen sie jetzt, ab wann ging das los, worum es euch geht- Beziehung und der Wunsch nach Sexualität.
      Ich bin verantwortlich für das, was ich schreibe und nicht für das, was Du verstehst und darin zu lesen meinst.
    • Hallo Jupiter84,

      wow - danke für den ausführlichen Beitrag. Ich denke, dass man gerade bei den jüngeren TeilnehmerInnen eine... ich benenne es mal als "soziale Erwünschtheit" bei den Antworten nicht ausschließen kann. Das ist ja auch ein bekanntes Problem der Sozialforschung. Sei es in diesem Fall aus Unwissenheit oder dem Wunsch "normal" zu sein. Angedacht ist eher, dass sich die Antworten von Jüngeren aus einem freien Gespräch mit einem Elternteil ergeben können, bevor sie zu Papier gebracht werden oder in unserem Fall auf dem Server landen. Wenn sich die soziale Erwünschtheit aus den Ergebnissen ableiten lässt, kann dies aber auch hinsichtlich einiger von Ihnen genannter Punkte interpretiert werden. Auch die Möglichkeit, dass TeilnehmerInnen noch nicht mit Liebe, Partnerschaft etc. konfrontiert waren oder von sich aus nicht den Impuls verspürten, ist ein Ergebnis. Wir werden dies weiter beobachten - die Erhebung läuft noch einige Wochen :)

      Ich finde Ihre Idee eines Fragebogens, den Erwachsene aus dem Spektrum retrospektiv oder auch nach aktuellem Stand ausfüllen können, durchaus sinnvoll! Dann hätte man einen direkten Vergleich. Für zukünftige Forschungsprojekte werde ich dies unserem Fachbereich vorschlagen! Die laufende Erhebung hat jedoch das Ziel, individuelle Fälle zu erfassen und kann ohnehin nur ein kleinen Ausschnitt der vielfältigen Realität hinsichtlich des Themas abbilden. Dazu ist eine Begrenzung der Zielgruppe von Nöten.
    • JoHoff schrieb:

      Und interessierte Elternteile werden ihr Kind unserer Meinung nach nicht bekräftigen, an der Umfrage teilzunehmen, wenn es sich schämt, über seine Vorstellungen und Gefühle zu sprechen
      Ich spreche über eigentlich alle Themen aufgeschlossen und schäme mich nicht.
      Eine Angst vor Verurteilung und abgestempelt werden, als Abscheulichkeit oder negativer Sonderling ist aber stark vorhanden.

      Es müssen also bestimmte Voraussetzung gegeben sein. Die anderen Leute müssen aufgeschlossen, akzeptierend und freundlich sein.
      Meine Eltern sind nichts von den ersten beiden Dingen in sexueller Hinsicht.
      Sie sind extrem Prüde und verurteilend. Es wurde niemals in meinem gesamten Leben über Sexualität gesprochen. Aufklärung wurde nicht betrieben, ich musste mir alles eigenständig aneignen.
      Als ich in meiner Jugend einmal mit Pornografie erwischt wurde, hat man mich extrem zusammengestaucht.

      Seitdem habe ich im Beisein meiner Eltern niemals mehr sexuelle oder intime Themen angeschnitten und meide diese Themen auch sonst so gut es geht.
      -So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab.

      -Fear and desire hold the power to disrupt one's rhythm. Desire clouds one's vision, while fear stills one's step.