Was macht ihr? 'Anti-Stress Strategien'

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    • Lachatte wrote:

      Drumette wrote:

      Konträr dazu hilft es manchmal quasi ins Licht zu starren oder entweder konzentriert auf einen Punkt zu starren oder etwas anzuschauen z.B Knöpfe am Ärmel und die Augen auf unscharf zu stellen, weil es den Fokus aus dem Kopf zieht. Mal so, Mal so
      Ah interessant, das habe ich als Kind öfters gemacht, weiß nicht ob wegen Stress oder einfach so. Bei Licht geht das besonders schön, z.B. bei den Kerzen am Weihnachtsbaum.Ich wusste immer nicht, ob andere das auch kennen/können, und fragte mal meine Mutter und Schwester, die kannten es nicht. Wusste aber auch nicht, wie ich es beschreiben soll, ich nannte/nenne es immer "Augen aufblähen".
      "Augen auf unscharf stellen" trifft es auch gut! Dass der Seheindruck der Gleiche ist wie bei kurzsichtig ohne Brille wusste ich als Kind aber noch gar nicht, da ich erst ab 13 eine Brille brauchte.
      Achja, meine Mutter meinte immer, ich soll aufpassen, man könne dadurch vielleicht erst kurzsichtig werden. Ob es stimmt, keine Ahnung. Könnte leider schon was dran sein, da bei Kurzsichtigkeit ja im Auge was verlängert ist/was an den Augenmuskeln schlaff wird, und genau die Haltung nimmt man wahrscheinlich dabei schon ein :(
      Aber cool, dass es hier noch jemanden gibt, der es kennt! Würde mich interessieren, wie viele es kennen/können!

      Aber zu dem erstgenannten von dir, fest über die geschlossenen Augen reiben:
      Dazu habe ich leider schon wirklich gelesen, dass es den Augen schaden kann. Ich habe das als Kind oft gemacht, ganz lang und fest draufgedrückt und gerieben, ich fand es imer so cool, da sah man zuerst so eine Art "Feuer", und später wurde es besonders dunkel und dann sah es aus wie "Sterne". :d
      Das mache ich beides auch, wie witzig :d Hab bisher aber nie darüber nachgedacht, ob andere das auch tun. Jetzt wo du es sagst... Bzw ihr :thumbup:
      Ansonsten noch, Finger verrenken und strecken, Muskelnpartien anspannen und halten bis es nicht mehr geht. Musik hören wenn möglich und wenns gerade passt. Flusen entfernen von meiner Kleidung, Haare zibbeln, Kopf oder sonstwo kratzen, Füße wippen, Hände wippen, das was ich gerade machen versuchen auf andere Art zu tun. Mehr fällt mir gerade nicht ein. Sind alles Strategien für "in der Situation", wenn ich nicht auskomme.
    • zzis wrote:

      Das mache ich beides auch, wie witzig Hab bisher aber nie darüber nachgedacht, ob andere das auch tun. Jetzt wo du es sagst... Bzw ihr
      Ansonsten noch, Finger verrenken und strecken, Muskelnpartien anspannen und halten bis es nicht mehr geht. Musik hören wenn möglich und wenns gerade passt. Flusen entfernen von meiner Kleidung, Haare zibbeln, Kopf oder sonstwo kratzen, Füße wippen, Hände wippen, das was ich gerade machen versuchen auf andere Art zu tun. Mehr fällt mir gerade nicht ein. Sind alles Strategien für "in der Situation", wenn ich nicht auskomme.
      Ah, also machst du auch dieses "Augen aufblähen/auf unscharf stellen" in Situationen, wenn du nicht auskommst bzw. halt als Anti-Stress-Strategie?

      Mir ist nämlich aufgefallen, dass der Name des Threads ja Anti-Stress-Strategien ist, aber das von mir beschriebene "Augen aufblähen" habe ich nie bewusst dafür eingesetzt. Zumindest als ich das als Kind immer machte, war das nicht in problematischen Situationen, sondern einfach so, wenn wir z.B. als Familie vor dem Weihnachtsbaum / Adventskranz saßen, oder abends aus dem Autofenster bei den Lichtern der anderen Autos. Also eigentlich war ich da überhaupt nicht angespannt. Aber es machte irgendwie Spaß, oder vielleicht hätte ich mich ja ansonsten gelangweilt?

      Aaaaaber, jetzt kommt was Interessantes: Mir haben (heutzutage, bzw. seit Erwachsenenalter) schön öfters Leute gesagt bzw. kritisiert, dass ich sie bei Gesprächen / Interaktionen nicht normal angucken würde. Es ist nicht so, dass ich sie gar nicht angucke, aber scheinbar eben weniger als normal, oder auf ungewohnte Art.
      Ich wollte dann rausfinden, was genau ich "falsch" mache beim Angucken, also ob ich z.B. eher zu wenig oder zu viel gucke, oder ob es irgendein Muster gibt, wie dass ich zu viel auf den Boden oder zu viel nach rechts/links etc. gucke.
      Durch zoom-Sitzungen fiel mir auf: Andere blicken während sie in der Großgruppe reden entweder in die Kamera oder schauen sich selbst auf dem Bildschirm an, oder, wenn es nur ein Gespräch zu zweit ist, ihren Gesprächspartner auf dem Bildschirm an. Auf jeden Fall bewegen sie ihre Augen und Kopf nicht ständig hin- und her, fiel mir auf - im Gegensatz zu mir: Wenn ich bei zoom rede, kann ich ich mich nie auf nur eine der 3 genannten Dinge fokussieren, meist schaue ich abwechselnd nach rechts und links und ins Leere an die Wand hinter dem Laptop, und mache dazu noch irgendwas mit meinen Händen. Sobald ich das also realisiert hatte, dachte ich, OK, dann mache ich es jetzt also mal wie die anderen, und guckte beim nächsten Mal extra nur auf den Gesprächsparter, mich selbst oder die Kamera. Ich konnte den Blick aber irgendwie nur kurz halten, dann driftete er ab in genau dieses "Augen aufblähen", also alles verschwommen sehen.

      Echt komisch, ich kann also scheinbar entweder in der Gegend rumgucken, oder aber, WENN ich mich um Blickkontakt bemühe, kommt dieses Augen aufblähen - womit sich der Kreis schließt, denn vielleicht setzt mein Körper das ja selbst als eine "Anti-Stress-Strategie" ein, weil der Blickkontakt irgendwie nicht aushaltbar ist?

      Die anderen Sachen mache ich glaube ich nicht. Als Kind habe ich an den Haaren rumgespielt und meine Nägel abgerissen, aber in der Erinnerung war auch das nicht wegen Stress, sondern einfach so. Das mit den Nägeln hatte ich sogar bis vor ein paar Jahren, und da war es immer so, dass das aus Langeweile war, also wenn ich einfach so rumsaß. Wenn ich die Möglichkeit habe, mich intensiv mit meinen Hobbys zu beschäftigen, wachsen meine Nägel im Gegensatz immer schön lang, weil ich dann gar nicht drüber nachdenke, an ihnen rumzureißen.
    • Lachatte wrote:

      Ah, also machst du auch dieses "Augen aufblähen/auf unscharf stellen" in Situationen, wenn du nicht auskommst bzw. halt als Anti-Stress-Strategie?
      Ja, manchmal. Speziell in Situationen wo ich wenig anfangen mit anfangen kann. Z.B. wenn jemand ewig rumerzählt und nicht zum Punkt kommt, oder ein Thema, was mich null interessiert.
      Ich fange dann auch an, durch die Person "hindurchzugucken", dabei wandern meine Gedanken dann ab. Vielleicht aber auch weil mich der Blickkontakt auf Dauer anstrengt und ich Alternativen suche? Irgendwann tun mir die Augen weh und ich muss wegschauen oder ständig blinzeln, dann werde ich oft gefragt, was denn mit meinen Augen los ist, wenn die irgendwann zu tränen anfangen.

      Lachatte wrote:

      Durch zoom-Sitzungen fiel mir auf: Andere blicken während sie in der Großgruppe reden entweder in die Kamera oder schauen sich selbst auf dem Bildschirm an, oder, wenn es nur ein Gespräch zu zweit ist, ihren Gesprächspartner auf dem Bildschirm an. Auf jeden Fall bewegen sie ihre Augen und Kopf nicht ständig hin- und her, fiel mir auf - im Gegensatz zu mir: Wenn ich bei zoom rede, kann ich ich mich nie auf nur eine der 3 genannten Dinge fokussieren, meist schaue ich abwechselnd nach rechts und links und ins Leere an die Wand hinter dem Laptop, und mache dazu noch irgendwas mit meinen Händen.
      Das ist mir auch aufgefallen. Ich schaue beim reden immer sonstwohin, nur nicht auf den Computer mit den Bildern der anderen. Kann das aber nicht kontrollieren.
      • Lustige Fernsehsendungen (insbesondere Schadenfreude)
      • Musik
      • Bewegung
      • Stressknete
      • Stimming
      • Hanteltraining
      • Dinge aus meiner Sensorikbox
      • Meine Spezialinteressen
      • Zeit mit Tieren
      • Regelmäßige Pausen
      • Stricken und andere Handarbeiten
      • Sport
      • Zeichnen (egal ob auf Papier oder mit meiner Zeichenapp)
      • Lesen
      • Nickerchen
      • Videospiele
    • bei echtem Stress laufe ich auch, und statt Ohrstöpsel habe ich mir ein Stirnband mit integriertem Kopfhörer besorgt. Die laufen unter Schlafkopfhörer Stirnband.
      Ansonsten habe ich mir kleine Stressabbauer besorgt fürs Stimming. Um mich herum, direkt um das Haus, sind mehrere Baustellen.

      Horror. Mein Arzt wollte mir was zur Beruhigung geben, auch das ich wieder schlafen kann, doch ich bin nur noch benebelt und so verlangsamt, das ich aufpassen muss. Nach einem Gespräch mit dem Arzt wurde es gestern abgesetzt.

      Wenn ich Raum und die Zeit habe, dann meditiere ich oft sehr lang.
      Vor meiner Erkrankung konnte ich noch malen, da habe ich alles vergessen, auch die Zeit.
      Größere Störungen im Alltag waren verheerend und führten dazu das ich meine Arbeit viel zu oft nicht weiterführen konnte.
      Medikamente habe ich aus mehreren Gründen begonnen abzulehnen da ich eher paradox regiert habe und meinen Alltag fast gar nicht bewältigen konnte.
      Mein absolutes Mittel zur Stabilisierung ist mein Auto. Fahren, nicht rasen, Musik aufdrehen oder abschalten, je nach dem was ich brauche, manchmal stelle ich mich auch auf einen ruhigen Parkplatz oder Waldweg und genieße die Ruhe in meiner kleinen Schutzkugel. Nicht CO2 freundlich doch so kann ich alles ausschließen.
      „den Sinn gebe ich mir noch immer selber“ und niemals Aufgeben.
    • Bei mir helfen hauptsächlich meine Spezialinteressen die mit viel Kopf arbeit verbunden oder Laute Musik und Bewegung, unterwegs b.z.w. im Sozialen Kontakt haben sich bei mir "Stimmig Ringe" als brauchbar rausgestellt, wen ich Wütend bin hilft ein "Infinity Cube" hab mir einen 10x10x10cm großen gebaut da kann man ordentlich Frust mit ablassen.
      "Kennst du einen Autisten, kennst du einen"
    • Daniel1 wrote:


      Mein Problem, wenn ich mich einsam fühle und zwischenmenschliche Verletzungen nicht verarbeitet bekomme, drehe ich innerlich halber durch.

      Hast Du schonmal meditiert?
      Dabei kann man auch lernen und erfahren Gedanken, Gefühle und Empfindungen wahrzunehmen ohne weiter drauf einzugehen und sie somit weiterziehen zu lassen.
      Es gibt auch dynamische Meditation, bei der der Körper sich bewegen kann.
    • ifi wrote:

      Daniel1 wrote:

      Mein Problem, wenn ich mich einsam fühle und zwischenmenschliche Verletzungen nicht verarbeitet bekomme, drehe ich innerlich halber durch.
      Hast Du schonmal meditiert?
      Dabei kann man auch lernen und erfahren Gedanken, Gefühle und Empfindungen wahrzunehmen ohne weiter drauf einzugehen und sie somit weiterziehen zu lassen.
      Es gibt auch dynamische Meditation, bei der der Körper sich bewegen kann.
      Hallo liebe @ifi, glaube ja.
      In einer Klinik, gab es ein Meditationsraum, wo mittags eine Klangschale aufgestellt wurde und wir im Kreis um die Klangschale ua. auf Hocker knieten/sassen.
      Glaube, wir haben auch was wie omm gesagt, während die Schale erklang.

      Morgens gab es auch was, was man Meditation nennen könnte.

      Unter Entspannung und Meditation ist es zu sehen.
      Siehe

      dr-reisach-kliniken.de/therapeutische-angebote-hochgrat.html

      Herzlichen Dank.
      Alles Gute.
      L.G. Daniel :thumbup: :thumbup:

      The post was edited 3 times, last by Daniel1 ().

    • Hallo liebe @ifi ,
      meine Highlights, war die Stabilitätsgruppe und das Einzelgespräch beim Therapeuten. Durch Umgang in der Therapeutischen Gemeinschaft, habe ich wiederum die Chance, dass mein Verhalten von 'Mitpatienten' gespiegelt ' wird, womit ich im Einzelgesprâch die Chance habe, meine aktuelle Themen zu bearbeiten.

      Diazu gibt es dort A Selbsthilfegruppen am Abend
      Da es oft A Gruppen in Städten gibt, ist es schon eine Vorbereitung für nach dem aklinikaufenthalt.

      dr-reisach-kliniken.de/anonyme-selbsthilfegruppen.html


      Siehe Stabilitâtsgruppe.

      dr-reisach-kliniken.de/therapeutische-angebote-hochgrat.html

      Beispiele.







      therapiegraz.at/therapeutische…g-antidepressionstraining

      Bonding habe ich gemacht, ja.
      Bonding sehe ich als aufdeckendes Therapieverfahren.
      In Verbindung mit den Einzelgesprächen und der 'Stabilität' welche der stationâre Klinikaufenthalt bringt, finde ich es gut eingebettet und hilfreich.
      Die Therapeuten prüfen aber sehr genau, ob/wie weit man traumatisiert ist und ob es für einem passt, oder gerade eher was anderes, wie Struktur Gruppe , glaube sonst noch eine andere Koerperpsychotherapiegruppe sinvoll erscheint.
      In der Regel wird mit dem Patienten , 'auf Augenhöhe' darüber geredet.

      Auch durch die Bondingpsychotherapie ist ein annehmender Rahmen in der Klinik, was durch das Therapeutische DU zwischen Patient und Personal gestärkt wird. Es wird in den 2 noch existierende Kliniken wo das Bad Herrenalber Modell 'gelebt wird', ein humsnistisches Menschenbild gelebt.
      Ich habe sehr grosse Achtung vor den 2 Kliniken mit dem ganzheitlichen humanistischem Menschenbild.

      Zum Klinikkonzept beider Kliniken.
      Siehe.
      de.m.wikipedia.org/wiki/Bad_Herrenalber_Modell

      Alles Gute.
      Herzlichen Dank.
      L.G. Daniel :thumbup: :thumbup:

      The post was edited 3 times, last by Daniel1 ().

    • Bei mir hat immer "Radio an + Mitklopfen (oder Gitarre dazu klimpern oder Mitsingen)" für einen guten Ausgleich gesorgt.

      Leider halte ich mich zur Zeit meist in Umgebungen auf, wo es andere stört oder mein Musikgeschmack nicht so ankommt, weswegen diese Aktivität (vermutlich vergleichbar mit dem "Stimming") im Moment wieder fast gegen 0 tendiert. Denn dann sorgen die Reaktionen der anderen eher für Demotivierung :thumbdown: , während es mich richtig aufbaut :thumbup: , wenn ich das ungestört machen kann. Schade, dass man oft so abhängig von den Mitmenschen ist, die man ja nicht einfach in 1 km - Abstand - Radius um den eigenen Privatbereich wegsiedeln kann :fun:
    • @Daniel1 vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.
      Dass das Bonding aufdeckend ist kann ich mir gut vorstellen, habe nur eine Ahnung, da ich es mal von jemand anderem mitbekommen habe, und finde es gut, dass die Kliniken wohl zunehmend differenzieren, für wen es passt und für wen nicht.
    • Ich gehe viel spazieren auch wenn ich nicht gestresst bin um so Energie bzw meine Emotionen ins den Gleichgewicht zu bringen.
      In den Situationen hilft mir jakatation, zeichnen und Finger an den wangenknochen tippen. Leicht weil es durch den Körper vibriert.
      Musik hören laut, Lakritz essen, ich hasse den Geschmack ist ein skill um zu mir zu finden. Hände verdrehen und in den Fall das ich es nicht aus der Situation raus komme die stresst kommt es zum meltdown.
      Manchmal aber auch Zeit versetzt..

      Daher hilft mir das Rennen und spazieren sehr um stress und Emotionen ins Gleichgewicht zu bringen. Schreien also Energie raus zu lassen. Dabei Musik hören und da maskieren auszusetzen.
      Oh my Ge32-Ni28-U92-S16
      ~ Auch das Leben ist Suizidal ~
    • Mir hilft es sehr mich zurück zu ziehen und Zeit alleine zu verbringen. Spazieren oder wandern und der Natur zu lauschen tut mir gut, auch wenn ich nicht gestresst bin. Wobei mich dort der Kontakt mit Menschen wiederum stresst. Bei mir im Ort kann ich nur mit Musik spazieren gehen. Meistens bin ich aber zu Zeiten unterwegs, wo andere noch schlafen, damit ich meine Ruhe habe.
      Musik hören allgemein und singen entspannt mich sehr.
      Auch fotografieren und die Bilder zu bearbeiten und da dann auch neues auszuprobieren entspannt mich und macht mich echt glücklich.
      "Etwas ist nicht recht, weil es Gesetz ist, sondern es muss Gesetz sein, weil es recht ist." Charles de Montesquieu