Was macht ihr? 'Anti-Stress Strategien'

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    • Kurze Ergänzung:

      Ich leihe mir neuerdings immer den Fidget Spinner von meiner kleinen 7-Jährigen Schwester aus und nehme ihn auch immer mit auf die Arbeit. Demnächst werde ich mir einen eigenen leisen Fidget Spinner besorgen und zusätzlich dazu einen Fidget Cube im SNES-Controller-Design, damit mein Anti-Stress-Portfolio noch etwas erweitert wird.

      Eine weitere Technologie beim Musik hören in der Freizeit

      HEADBANGEN UND LUFTGITARRE SPIELEN #MetalLeute
    • Hallo,
      meine Strategien sind ebenfalls ausbaufähig. Ich merke meistens erst wenn es zu spät ist, dass mir was zu viel geworden ist.
      Leider. Ich reagiere dann mit Rückzug. In der U-Bahn und überhaupt auf der Straße bin ich nur mit Musik in den Ohren anzutreffen. Sonst halte ich die ganzen Reize nicht aus.
      In der U-Bahn schaue ich fast die ganze Zeit nur aufs Handy, sonst wird mir bewusst, wie viele Menschen sich gerade in die kleine Bahn stopfen und dann fühle ich mich noch unwohler.
      zu Hause entspanne ich mit Musik und meinen Wasserspielen ("Turn me over"/ liquid Timer), die habe ich sehr gern.
      Fidget Spinner, Cube und einen Tangle hab ich auch, um meine Finger zu beschäftigen, wenn ich nervös bin.

      Mein größtes Problem ist wie gesagt bei allem, dass ich zu spät merke, wenn es zu viel wird. Wenn die Außenwelt mich überfordert hat, bin ich meistens schon mitten im Overload drin und kann nur noch Schadensbegrenzung betreiben.

      LG Veronika.
      Man sieht nur mit dem Herzen gut.
      Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
      (Antoine de Saint-Exupéry)

      "Was ist falsch an sonderbar?"

      "Das Ende der Störung ist derzeit nicht absehbar."
    • Veronika wrote:

      Mein größtes Problem ist wie gesagt bei allem, dass ich zu spät merke, wenn es zu viel wird. Wenn die Außenwelt mich überfordert hat, bin ich meistens schon mitten im Overload drin und kann nur noch Schadensbegrenzung betreiben.
      Mir geht es da ähnlich wie Veronika :/

      Momentan fühle ich mich allgemein sehr gestresst, daher habe ich mich aus dem "sozialen Leben abgemeldet", um diese Stressphase zu beenden und mache, außer meiner Arbeit und dem Haushalt, nur entspannende Dinge:

      - mit den Katzen spielen/kuscheln
      - lesen
      - Basteln und Kreativsein (ich habe noch Sempervivum im Garten, mit dem ich die Wohnung irgendwie kreativ begrünen möchte; zudem möchte ich für den Herbst Laternen in Serviettentechnik basteln)
      - Ausmisten und die ausgemisteten Ding ebei Eb*y einstellen, Platz zu schaffen und etwas zusätzlich Verdientes ins Sparschwein zu legen gibt mir immer ein gutes, sicheres Gefühl der Kontrolle über mein Leben
    • Entweder gehe ich raus mit meinem Hund oder ich setze mich an den PC.

      Geht es mir wirklich schlecht und ich möchte gar nichts mehr von irgendwas mitkriegen, höre ich beim Spazierengehen meine Audiobooks und schalte komplett ab. Die Bewegung hilft mir ganz gut.

      Manchmal muss es aber auch ein PC Spiel sein und dort suche ich ganz gezielt nach Dingen, die ich immer wieder aufs neue tun kann, die aber immer gleich sind. (Hoffe das macht Sinn, ein Beispiel wäre WoW (mein Lieblingsspiel), dort kann man Blumen sammeln und geht dabei immer wieder denselben Weg ab. Das kann ich stundenlang machen und diese Struktur hilft mir dabei, meine Gedanken entweder zu ordnen oder komplett zu ignorieren.)
    • In die Natur gehen. Mich viel bewegen. Manchmal die richtige Musik hören.
      Ins Forum gehen..und bei passendem Thread erholen, bei nicht passendem ärgern :d

      Ein Tier beobachten.

      Manchmal hilft malen/basteln oder etwas Interessantes lesen/erforschen.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Kurzfristig. Bei geschlossenen Augen recht fest mit den Fingern über die Augen reiben. So dass es kurz dunkel vor den Augen wird. Das senkt die Reizintensität über die Augen für eine Weile ab
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    • Konträr dazu hilft es manchmal quasi ins Licht zu starren oder entweder konzentriert auf einen Punkt zu starren oder etwas anzuschauen z.B Knöpfe am Ärmel und die Augen auf unscharf zu stellen, weil es den Fokus aus dem Kopf zieht. Mal so, Mal so
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    • Das sich bewegendes Licht wie für EMDR benutzen lässt war Mal eine eher zufällige Entdeckung. Gezielter geht natürlich Zimmerlampe und Augen öffnen / schließen. Ist alles eher experimentell, weil mir das die letzten Jahre alles erst bewusst geworden ist. Aber letzteres ist wenigstens gezielte Methode
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    • Drumette wrote:

      Konträr dazu hilft es manchmal quasi ins Licht zu starren oder entweder konzentriert auf einen Punkt zu starren oder etwas anzuschauen z.B Knöpfe am Ärmel und die Augen auf unscharf zu stellen, weil es den Fokus aus dem Kopf zieht. Mal so, Mal so
      Ah interessant, das habe ich als Kind öfters gemacht, weiß nicht ob wegen Stress oder einfach so. Bei Licht geht das besonders schön, z.B. bei den Kerzen am Weihnachtsbaum.
      Ich wusste immer nicht, ob andere das auch kennen/können, und fragte mal meine Mutter und Schwester, die kannten es nicht. Wusste aber auch nicht, wie ich es beschreiben soll, ich nannte/nenne es immer "Augen aufblähen".
      "Augen auf unscharf stellen" trifft es auch gut! Dass der Seheindruck der Gleiche ist wie bei kurzsichtig ohne Brille wusste ich als Kind aber noch gar nicht, da ich erst ab 13 eine Brille brauchte.
      Achja, meine Mutter meinte immer, ich soll aufpassen, man könne dadurch vielleicht erst kurzsichtig werden. Ob es stimmt, keine Ahnung. Könnte leider schon was dran sein, da bei Kurzsichtigkeit ja im Auge was verlängert ist/was an den Augenmuskeln schlaff wird, und genau die Haltung nimmt man wahrscheinlich dabei schon ein :(
      Aber cool, dass es hier noch jemanden gibt, der es kennt! Würde mich interessieren, wie viele es kennen/können!

      Aber zu dem erstgenannten von dir, fest über die geschlossenen Augen reiben:
      Dazu habe ich leider schon wirklich gelesen, dass es den Augen schaden kann. Ich habe das als Kind oft gemacht, ganz lang und fest draufgedrückt und gerieben, ich fand es imer so cool, da sah man zuerst so eine Art "Feuer", und später wurde es besonders dunkel und dann sah es aus wie "Sterne". :d
    • @Lachatte so fest das ich Sterne sehr reibe ich nicht. Darauf achte ich schon. Kerzenlicht finde ich auch gut. Ist so gedämpft. Kerzen auf unscharf ist auch gut. Ich denke bei Kerzen kommt hinzu dadurch das immer etwas Luftzug im Raum ist, ist es ja auch bewegliches Licht. Und auf Dauer sicher auch der Sauerstoffverbrauch. Ich hab in einem Schrank eine Lampe die ist vom Licht her eher wie eine Kerze die ist auch gut
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    • Wie ich heute festgestellt habe funktioniert es auch um die Augenhöhle zu streichen statt über die Augen. So als harmlosere Variante
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    • Das beste Mittel gegen Stress ist es, Stress erst gar nicht entstehen zu lassen.

      Bedeutet im Klartext, dass ein Stressmanagement sehr wichtig und hilfreich ist, gerade für uns Autisten.

      Was ist Stressmanagement?

      Stressmanagement bedeutet, sich der Stressoren, Gegenmaßnahmen, frühzeitgie Erkennungszeichen und wen man als zusätzliche Hilfe hat, bewusst zu werden. Beim Stressmanagement geht es nicht um das Aushalten von Stress, sondern darum den Stress zu unterbinden.

      Die besten Anti-Stress Strategien bringen nichts, wenn du dir nicht im klaren über die Auslöser bist, welche Frühwarnzeichen es gibt und welche Gegenmaßnahmen überhaupt zur Verfügung stehen.

      Anhand einer stressigen Situation begibst du dich auf die Suche nach den Stressoren. Hast du sie gefunden überlegst du dir zu erst, wie du die Stressoren eleminieren bzw. beseitigen kannst.

      Als nächstes sind die Gegenmaßnahmen dran. Welche Maßnahmen stehen mir zur Verfügung? Sind sie durchführbar? Bewirken sie auch eine Reduktion?

      Die ermittelten Maßnahmen können nur angewendet werden, wenn man die Frühwarnzeichen kennt. Also überlegst du dir, woran du erkennst das du unter Stress stehst und welchen Stresslevel sie ankündigen. Dann kannst du mit den Maßnahmen gegensteuern.

      Was machst du, wenn das nichts bringt? Also im absoluten Notfall, wenn nichts mehr geht, Stichwort radikale Akzeptanz.

      Hast du dir das alles heraus gearbeitet, dann hast du deine persönliche Anti- Stress Strategie.
    • Wie macht ihr das, wenn ihr an dem Punkt seid, dass ihr zu unruhig seid, um die Dinge zu tun, die euch gut tun? Ich bin gerade an dem Punkt: ich weiß, dass Spazierengehen gut wäre, aber ich kann nicht vor die Tür (also mentale Blockade), ich weiß, dass ich den Input ausschalten sollte (keine Videos auf Youtube), aber ich hab den Punkt überschritten von Entspannung zu Zumüllen...ich weiß, dass mir Joggen gut tun würde, aber dafür müsste ich andere Sachen anziehen....Versteht ihr welchen Punkt ich meine? Was macht ihr da? Wenn die bisherigen Strategien irgendwie nicht ausreichen, weil zu viel Unruhe in einem selbst ist.
    • @panda Das kenne ich sehr gut! Du hast es selbst schon geschrieben: erstmal "den Input ausschalten". Damit du zur Ruhe kommst. Dann: aufhören, dir zu sagen, dass du jetzt dies oder das tun solltest (umziehen, joggen gehen). Das mentale zur Ruhe kommen ist bei mir sehr wichtig, dazu gehört auch, dass ich mich von dem Druck befreie, irgendetwas tun zu müssen. Wie kommst du zur Ruhe? Gibt es etwas, was du zu Hause tun kannst, was dir Ruhe verschafft? So etwas tun, als wäre das alles, was du heute noch tun willst, und dann kommt vielleicht die Energie und Lust für das joggen gehen. Und wenn nicht, hast du wenigstens etwas anderes Gutes für dich getan, anstatt dich weiter mental "zuzumüllen".
    • Windtänzerin wrote:

      Ganz einfach: Mich zurückziehen und mir Zeit für mich nehmen, um mich zu entspannen und wieder runterzukommen. Meditation oder mein SI Botanik haben eine entspannende Wirkung auf mich. Aber auch ein Spaziergang oder ein bisschen Wellness wirken sehr entspannend auf mich. Manchmal reicht es auch, wenn ich einfach nur in aller Ruhe eine Tasse Tee trinke, dazu ein paar Kekse esse und ruhige Musik dabei höre.
      Kannst du dann mit dem Alleinsein umgehen.
      Die Ruhepausen von denen du schreibst, bräuchte ich auch ganz notwendig.
      Mein Problem, wenn ich mich einsam fühle und zwischenmenschliche Verletzungen nicht verarbeitet bekomme, drehe ich innerlich halber durch.
      L.G.
    • @Daniel1 Vielleicht schreibt Windtänzerin ja noch.

      Ich ziehe mich ebenfalls zurück und widme mich dann gezielt einer Sache, die mich "runterbringt". Das geht natürlich nicht von alleine, und auch nicht immer schnell, aber mit der Zeit komme ich zur Ruhe. Wichtig ist dabei: Ich muss für mich entscheiden, dass ich von diesem Moment an meine Gedanken konsequent immer wieder in die unmittelbare Gegenwart zurückhole (sie gehen anfangs ständig zu dem Stressauslöser!). Das ist wirklich anstrengend und kann manchmal auch echt lange dauern. Bei weniger dramatischen Dingen reicht ein Spaziergang in ruhiger Natur, bei dem ich gezielt die Augen für meine Umwelt öffne und z.B. mit dem Handy fotografiere, oder ein Buch o.ä.. Bei hartnäckigen Dingen brauche ich dagegen etwas, das von sich aus schon meine ganze Konzentration und Aufmarksamkeit für die Sache fordert. Holzhacken ist da z.B. super, oder, ganz anders, ein Schnittmuster anzupassen und ein Probeteil zu nähen und weiter anzupassen. Holzhacken ist eher kurz aufgrund Kräftelimit ;) , Schnittmuster und Nähen ist was, was mich schön lange geistig und praktisch fordert und wunderbar zu tiefer Ruhe bringt.
      Einfach nur alleinesein und den Geist nicht gezielt auf etwas zu lenken hilft mir dagegen überhaupt nicht, da laufen meine Gedanken und Gefühle dann auch Amok, weil sie sich immer weiter wechselseitig verstärken und "pushen".
    • Kommt immer darauf an:
      1) Im Beruf oder änliches versuchte ich es, mit an etwas schönes zu denken. Klappte nur leider nicht wirklich gut.
      2) In der Freizeit dann, Computer spielen, Fernsehen, oder Geschichten schreiben.
      Aber da ich aufgrund meiner Krankheiten schon länger in einem Pflegeheim lebe habe ich nun eigentlich keinen Stress mehr. Gut eventuell das Personal hier mit mir. :sarcasm: