Falscher und fehlerhafter Sprachgebrauch

    • Falscher und fehlerhafter Sprachgebrauch

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      Ich habe ein echtes Problem mit Leuten, die sich falsch ausdrücken. Ein Problem ist es, da die meisten Leute, sich immer mal wieder verhaspeln, oder eben ein falsches Wort verwenden und jeder darüber hinwegsieht, weil es sozial nicht angemessen ist, andere zu korrigieren. Mich aber macht das wahnsinnig und zwar deshalb, weil es mich verwirrt und ich dann erst überlegen muss, was das jetzt heißen könnte und wie das gemeint sein könnt und ich meistens nicht von selbst draufkomme und dabei den Faden im Gespräch verliere.

      Außerdem habe ich ein großes Problem Ausländer zu verstehen. Das wird dann oft als ausländerfeindlich angesehen, ist es aber nicht. Ich habe tatsächlich große Schwierigkeiten jemanden zu verstehen, der Wörter oder auch Grammatik falsch verwendet.

      Das bezieht sich sogar auf Menschen, die dieselbe Sprache sprechen, sie aber anders verwenden.
      Z.B. die Redewendung "das passt, wie die Faust aufs Auge" bedeutet da, wo ich herkomme, etwas passt überhaupt nicht. So wie die Faust nicht aufs Auge passt, da sie dort nicht hingehört.
      Bei meinem Mann ist es umgekehrt. Wo er aufgewachsen ist, bedeutet diese Redewendung das genaue Gegenteil. Wie soll man so etwas verstehen können, wenn dieselbe Wendung genau gegensätzliche Bedeutungen hat?
      (Diese Redewendung hat tatsächlich diese beiden gegensätzlichen Bedeutungen!)
      Auch heute noch, nachdem wir darüber gesprochen haben, weiß ich nie, wie er sie meint: so wie er es gewohnt ist oder passt er sich an mich an?

      Und dann gibt's noch die, die Redewendungen wirklich falsch verwenden oder falsch zusammensetzen, z.B. "Es ist nicht alle Tage abends." Was soll das bitte heißen? Und was wollen sie mir damit sagen? Die Wendung lautet: "Es ist noch nicht aller Tage Abend." Das ergibt Sinn, das andere nicht. Hier würde ich dann davon ausgehen, dass sie "Es ist noch nicht aller Tage Abend" meinen und es nur falsch sagen. Aber manche verwenden Redewendungen richtig, wo sie aber überhaupt nicht hinpassen. Da geht bei mir dann gar nichts mehr. Ich verstehe dann überhaupt nicht mehr, was man mir sagen will.

      Auch Menschen, die gern doppelte Verneinungen verwenden, verstehe ich nicht. Ich weiß dann nie, ob sie das wirklich so meinen, oder ob das einfach in ihrem Dialekt so gesagt wird, oder ob es sarkastisch ist. "Bei uns kommt nie niemand vorbei." Meinen sie jetzt, dass dauernd Leute vorbeikommen oder meinen sie, dass niemand vorbeikommt? Manche Menschen betonen Sarkasmus besonders, dann geht's. Sonst bin ich verloren.

      Leider wird das dann immer als Böswilligkeit meinerseits ausgelegt. Auch wenn ich frage, wird das als Angriff und Kritik aufgefasst und meine Frage dann auch nicht beantwortet. Deshalb übergehe ich mittlerweile ganz viel, auf die Gefahr hin, dass ich dann einfach vieles nicht verstehe oder eben nicht mitkriege. Was mich dabei aber ärgert, ist, dass ich deshalb dann als dumm oder unaufmerksam angesehen werde, was ich nicht bin.

      Geht das noch jemandem so?
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      Vor allem wenn jemand viele und/oder gravierende Fehler macht, z.B. hier im Forum, aber auch im sogenannten wirklichen Leben, muss ich mich immer zusammenreißen, das nicht zu erwähnen bzw. zu korrigieren. Da ich aber weiß, dass das als unhöflich gilt und auch off-topic ist, lasse ich es. Bei mir selbst ist das übrigens nicht anders. Wenn ich bemerke, dass ich etwas falsch geschrieben habe, dann "muss" ich das sofort korrigieren. Das gleiche gilt für stilistisch suboptimale Formulierungen.

      Ganz besonders schlimm finde ich es, wenn jemand wirklich so schreibt wie er (wohl) spricht, also ohne jede Zeichensetzung und (im Ganzen) ohne erkennbare Struktur. Das werden wohl Leute sein, die sonst gar nichts mit geschriebenen Texten zu tun haben, schätze ich.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Wirrwolf ()

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      Ich habe mal einen Flohmarktstandbesitzer (was für ein schönes Wort ^^) darauf hingewiesen, dass der Preis auf dem Schild „Jedes Teil aus dieser Kiste 0,50 Cent“ sicher nicht in seinem Sinne sein kann. Das geht ja schon beim Wechselgeld für den Kauf eines Teiles los.
      Das war wieder einer der Momente, in denen meine Frau mich am Arm gepackt und mit gezischtem „Das kannst du doch nicht sagen!“ weitergezogen hat. Meistens behalte ich das auch zähneknirschend für mich, aber wenn ich gestresst bin rutscht sowas schonmal raus.
      What doesn't kill me makes me stranger.
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      Tallyn schrieb:

      ie Redewendung "das passt, wie die Faust aufs Auge" bedeutet da, wo ich herkomme, etwas passt überhaupt nicht. So wie die Faust nicht aufs Auge passt, da sie dort nicht hingehört.

      Bei meinem Mann ist es umgekehrt. Wo er aufgewachsen ist, bedeutet diese Redewendung das genaue Gegenteil. Wie soll man so etwas verstehen können, wenn dieselbe Wendung genau gegensätzliche Bedeutungen hat?
      Diese Redewendung hat mich auch oft vewirrt. Meist versuche ich sowas zu ignorieren.

      Ich habe einerseits das Problem andere zu verstehen, wenn Fehler im Satz sind. Zb erkenne ich Fragen nicht, wenn es keine grammatikalisch richtigen Fragen sind. Satzfragmente anstelle von ganzen Sätzen stören mich auch. Ich warte dann, ob noch was kommt.

      Andererseits passiert es mir häufig, dass ich nicht vertagen werde. Nervt auch. Schriftlich überlesen ich meine Fehler häufig und ärgere mich dann, wenn ich sie später entdecke.

      Schlimm sind für mich Uhrzeitangaben wie Viertel 10. Ich verstehe es nicht. Zumal es da regionale Unterschiede gibt.
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      Als Germanist bemerke ich sowohl geschriebene als auch gesprochene Fehler ziemlich zielsicher, und weil sowas gegen mein Verständnis für Symmetrie verstößt, stört es mich auch sehr. Aber ich verstehe trotzdem, was gemeint ist. Dennoch juckt es mich oft in den Fingern, denjenigen zu korrigieren. Da das aber für gewöhnlich nicht dazu führt, dass die Orthographie des anderen verbessert wird, lasse ich es einfach.

      Sachen, die ich bisweilen überhaupt nicht verstehe, sind meist regionale Dialekte, vor allem Bayrisch und Österreichisch. Oder wenn Menschen flüstern (z.B. in Filmen), das ist für mich absolut nicht zu verstehen, selbst wenn es laut genug ist; für mich sind das dann nur sinnlose Zischlaute.
      Keiner ist so verrückt, dass er nicht einen noch Verrückteren findet, der ihn versteht.
      (Friedrich Nietzsche)
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      Was mich sehr stört, ist der falsche Gebrauch des Relativpronomens. "was" statt "das"; dies kommt auch sehr, sehr häufig hier im Forum vor, und ich denke dann: "Gesprochen hört sich das für mich bereits furchtbar an, aber muß* man das auch noch in geschriebenen Texten so handhaben!?" (Beispiel: Das neue Buch, was(!?) ich mir gekauft habe.)

      (*Ich verwende weiterhin die zwar obsolete, aber zulässige, alte Rechtschreibung.)


      Ein weiteres Beispiel stellt "insofern, als" dar:
      Es gibt kaum irgendwo jemanden, der dies fehlerfrei einsetzt. Statt dessen lese ich überall nur "insofern, dass", "insofern, als dass" und ähnliches.

      In geschriebenen Texten hapert es auch meistens bei der Zeichensetzung, z.B. wenn zwei finite Verben aufeinandertreffen:

      Beispiel:
      "Was mich stört, ist, daß mir überall Leute begegnen."
      Kaum je setzt jemand hinter "stört" ein Komma.


      Was ich auch nicht mag, ist, wenn jemand "derjenige" ohne Attribut verwendet, z.B. "Was derjenige tut, ist mir egal."

      Hier fehlt etwas hinter "derjenige" - am besten setzt man hierfür "jener" oder "der betreffende" oder einfach "er" usw. ein.


      Auch sehr beliebt: "der Gegenüber". :-(
      Es heißt aber nun einmal "das Gegenüber".


      Und eines meiner "Lieblingsbeispiele", da einem ständig und überall solche Formulierungen begegnen:

      "Wenn du dein Datenvolumen aufgebraucht hast und du willst weiterhin surfen, kannst du eine weitere Option hinzubuchen."

      -> iiiiihhhh, falsche Wortstellung ab "und du willst...".

      Selbst in den AGB von Internetprovidern finden sich solche sprachlichen Schlampigkeiten.


      Mit der Redewendung "paßt wie die Faust aufs Auge" habe ich im übrigen selbst seit jeher meine Probleme - ich weiß nicht, wie es hier in der Allgemeinbevölkerung aussieht, aber vielleicht tun sich damit ja viele Menschen schwer.


      Bitte versteht mich nicht falsch:
      Ich will hier niemandem etwas aufzwängen oder ihn verurteilen - die Menschen haben unterschiedlich gutes sprachliches Gespür und Wissen. Darum geht es also nicht.

      Das ändert allerdings nichts an meiner Wahrnehmung und meiner automatischen (inneren) Reaktion darauf.
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      Ich finde die Vermeidung des Genitivs sehr störend, aber leider ist das ja schon seit langem Trend, schon als ich noch studiert habe, wurde da das Aussterben des Genitivs beklagt. Meinem Empfinden nach ist es eine Vergewaltigung der deutschen Sprache, wenn die Leute immer wieder "dem seine" statt "dessen" sagen und und sogar schreiben.

      "Dessen" ist ein elegantes Wort, "dem seine" ist einfach nur dumm und primitiv.

      Weitere Beispiele: "Denen ihre" oder "der ihre" statt "deren" - Bah, ich hasse es!
      Keiner ist so verrückt, dass er nicht einen noch Verrückteren findet, der ihn versteht.
      (Friedrich Nietzsche)
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      Mit der Kommasetzung stehe ich seit (seid? :lol: ) je her auf Kriegsfuß.

      Meine russischstämmige Kollegin macht immer Durchsagen wie: „Bitte Fliesenabteilung besetzen.“ Ich weiß, dass es im russischen keine Artikel gibt, aber nach so vielen Jahren könnte man das draufhaben.
      What doesn't kill me makes me stranger.
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      Mit falschem Sprachgebrauch habe ich relativ wenig Probleme. Ich finde manches sogar faszinierend und habe es schon für mich übernommen..... (zugegeben, nicht viel, aber manchmal kommt es vor).
      Zum Beispiel die erwähnte doppelte Verneinung, die finde ich einfach goldig. Wenn ich etwas betonen will, dann sage ich "überhaupt gar nie nicht" oder "niemals nicht" und finde das lustig. :)

      Mich stören vielmehr die vielen e/ä-Rechtschreibfehler, die seit der neuen Rechtschreibung überall auftauchen. Da wollte man durch die neue Rechtschreibung Fehler verringern, stattdessen hat man (völlig überflüssig) neue produziert. Und die Leute überlegen auch offenbar nicht mal für zwei Sekunden, ob e oder ä richtig sein könnte (denn man kann es sich ja herleiten).
      Menschen sind auch nur Tiere. - Ich mag Tiere!
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      Eismensch schrieb:

      seit (seid? ) je her
      Zunächst einmal heißt es "jeher" und nicht "je her".

      Und die Sache mit seid-seit kann man sich ziemlich einfach merken. Es gibt ja seltsamerweise viele Leute, die das ständig falsch benutzen; ob du das jetzt ernst meintest, kann ich aber nicht sagen, weil du einen Smiley benutzt hast.

      Es ist so: Beschreibt das "seit/seid" etwas Zeitliches, wird "seit" verwendet. Kann man sich einfach merken, wenn man das "S" durcht ein "Z" ersetzt, das ergibt nämlich "Zeit", als zeitlich.

      Beschreibt es hingegen einen Zustand ("Ihr seid doch bekloppt!"), merkt man es sich durch das Wort "Zustand", welches ja bekanntermaßen mit einem "d" endet.

      Also: Zeit - seit, Zustand - seid.
      Keiner ist so verrückt, dass er nicht einen noch Verrückteren findet, der ihn versteht.
      (Friedrich Nietzsche)
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      Seit/seid-Fehler und Dass/das-Fehler verhindert man am besten, indem man seinen Satz in eine beliebige Fremdsprache und dann wieder zurückübersetzt. ^^

      Eismensch schrieb:

      Ich habe mal einen Flohmarktstandbesitzer (was für ein schönes Wort ^^) darauf hingewiesen, dass der Preis auf dem Schild „Jedes Teil aus dieser Kiste 0,50 Cent“ sicher nicht in seinem Sinne sein kann. Das geht ja schon beim Wechselgeld für den Kauf eines Teiles los.
      Bei uns im Schulkiosk gab's von irgendwelchen komischen Bonbons immer zwei für 5 Cent. Mein Bruder hat dann mal zuhause mittels einer Säge in mühsamer Arbeit ein 1-Cent-Stück mittig durchgetrennt und am nächsten Tag eins dieser Bonbons gekauft und mit genau zweieinhalb Cent bezahlt. Der Hausmeister (der den Kiosk betrieb) hat's lachend angenommen. :d
      "Die meisten Zitate im Internet sind falsch." ~ Johann Wolfgang von Goethe
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      Eismensch schrieb:

      Ich habe mal einen Flohmarktstandbesitzer (was für ein schönes Wort ^^) darauf hingewiesen, dass der Preis auf dem Schild „Jedes Teil aus dieser Kiste 0,50 Cent“ sicher nicht in seinem Sinne sein kann. Das geht ja schon beim Wechselgeld für den Kauf eines Teiles los.
      Das war wieder einer der Momente, in denen meine Frau mich am Arm gepackt und mit gezischtem „Das kannst du doch nicht sagen!“ weitergezogen hat.
      :d Jetzt habe ich sogar etwas gebraucht um zu kapieren, was an den 0,50 Cent denn falsch ist :m(:
      Ihn darauf hinzuweisen finde ich aber in Ordnung.

      Man hätte es ihm auch ganz praktisch zeigen können-
      zwei Teile aus der Kiste nehmen und ihm dafür einen Cent geben :d .
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      Ich bin mir ziemlich sicher, das ich auch viele Fehler in der Grammatik mache, egal ob beim Sprechen, oder im Schreiben.
      Ja im Schreiben sowiso XD
      Aber ich sehe darüber hinweg, weil Sprache eh nicht so meins ist.
      Das war es noch nie und wird es wohl auch nie sein.
      Ich bin froh, das die Lehrer immer so nachsichtig waren, zwar an meinen Flüchtigkeitsfehlern rumgemeckert haben, und mir dennoch meist eine 2 oder 3 auf dem zeugnis gegeben haben, wofür auch immer, denn ich zeigte nie auf, war im Vorlesen grottenschlecht, und hab beim Drannehmen meist geheult weil ich nicht wusste was ich sagen sollte.
      Vielleicht hatte ich in Deutsch einfach Lehrer gehabt, die recht rücksichtsvoll waren und gewertet haben, auch das man sich bemühte mitzukommen, selbst wenn das nur bedingt klappte, und hatten da sowas wie Mitleid.
      Das wurde in den Zeugnissen allerdings nie erwähnt.
      Die Probleme die ich hatte auch kaum, außer in einem jahr wo ich auch wiederholen musste.

      Grammatik bezieht sich jedenfalls auf Hochdeutsch, was nicht überall und immer benutzt wird.
      Viele Menschen sprechen auch im Dialekt, wie ich eben, sagt man im süddeutschen raum "In dem einen Jahr wo ich wiederholen musste" was eigentlich heißen müsste "In dem Schuljahr, das ich wiederholen musste" wo das "das" bezogen auf das besagte Schuljahr der 3. Klasse mit gemeint ist.
      Vermutlich beharren nur die Menschen sehr genau auf die korrekte Aussprache, die sich auch für die Sprache generell interessieren.
      Deren Wissen über die einzelnen Dinge dieser Sprache sind im gehirn eher präsent abgespeichert, als bei jenen die die Sprache nur "nebenbei" als Mittel zum Zweck benutzen, und wo es weniger wichtig wird. Diesen menschen fällt es deswegen sofort auf, wenn andere hier Fehler machen, und das kann triggern.
      Das ist so, wie wenn ich sehe das jemand einen Platinfuchs als Silberfuchs bezeichnet, obwohl beides zwei verschiedene Rassen sind.
      Andere können ja auch einen deutschen Schäferhund von einem Dobermann unterscheiden.
      Genau wie beide Fuchsrassen die lateinisch die gleiche Spezies Vulpes vulpes angehören, gehören beide Hunderassen auch der gleichen Spezies Canis lupus familiaris an.
      Diese domestizierten Füchse, müssten rein theoretisch auch eine neue Unterartenbezeichnung wie Vulpes vulpes familiaris bekommen, da sie sich zu sehr vom eigentlichen wilden Rotfuchs sehr stark unterscheiden. Aber das ist jetzt zu sehr offtopic.
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      RegenbogenWusli schrieb:

      Aber das ist jetzt zu sehr offtopic.
      Es ist aber interessant.

      RegenbogenWusli schrieb:

      Vielleicht hatte ich in Deutsch einfach Lehrer gehabt, die recht rücksichtsvoll waren und gewertet haben, auch das man sich bemühte mitzukommen, selbst wenn das nur bedingt klappte, und hatten da sowas wie Mitleid.
      Ich denke nicht dass die Lehrer Dir diese Note aus Mitleid gegeben haben.
      Vielleicht hast Du eine zu schlechte Meinung von Dir selbst und Deinen Fähigkeiten.

      Im Deutschunterricht geht es nicht nur um Grammatik und Rechtschreibung sondern um die Fähigkeit die Sprache zu verwenden um etwas auszudrücken, um die Fähigkeit Zusammenhänge zu erkennen und beschreiben zu können.

      Sprache ist nicht nur Grammatik und Rechtschreibung. Das ist nur ein Teil davon.

      Wenn man zum Beispiel die Nacherzählung oder Zusammenfassung einer Geschichte schreiben soll, was ja im Deutschunterricht durchaus vorkommt, dann geht es darum den Inhalt zu verstehen und mit eigenen Worten wiedergeben zu können, so dass jemand der sie nicht gelesen hat weiss wovon sie handelt. Wenn ein Schüler das gut macht kann er trotz Grammatik- und Rechtschreibfehler eine befriedigende Note bekommen.

      An Deinen Beiträgen ist ja leicht zu erkennen dass Du Dich sprachlich gut ausdrücken kannst und auch sehr komplexe Sachverhalte klar und deutlich beschreiben kannst mit Worten. Das kriegt nicht jeder hin.
      Ehrlich gesagt können sehr viele Leute das gar nicht so gut wie Du.

      Ich denke mal aus dem Grund, nicht aus Mitleid, hast Du Deine Deutschnote bekommen.
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      Was mich in dem Zusammenhang etwas "wurmt": heutzutage bekommt man (das ist jedenfalls mein Eindruck), wenn man jemandes Rechtschreibung korrigiert, leicht zurück, dass derjenige vielleicht Legastheniker sein könnte und die Korrektur entsprechend "unangemessen". Da ist sie wieder, die Political Correctness...
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      Wirrwolf schrieb:

      (das ist jedenfalls mein Eindruck), wenn man jemandes Rechtschreibung korrigiert, leicht zurück, dass derjenige vielleicht Legastheniker sein könnte und die Korrektur entsprechend "unangemessen". Da ist sie wieder, die Political Correctness...
      Das habe ich noch nie erlebt, finde ich allerdings lächerlich.

      Was darf man denn dann überhaupt noch wenn jede Äusserung irgendwen diskriminieren könnte?

      Vielleicht ist es in zwanzig Jahren so dass man niemandem mehr die Hand geben darf zur Begrüssung weil derjenige eventuell Autist ist und das wäre dann völlig unangemessen. :irony: