Woraus schließt man, dass ASS angeboren sind bzw. seit frühester Kindheit bestehen müssen?

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    • Was ich bedenkenswert finde, da ja die Gensequenzverdoppelung auch die prinzipielle Anlage zum Verdoppeln von Gensequenzen beinhaltet, kann es natürlich passieren, dass sich dann manches bei den Nachkommen nochmals verdoppen könnte, diese also "autistischer" werden könnten, als man selbst.....
      Man sollte sich ja eh vor der Kinderplanung/Vorbereitung auf das kommende Kind überlegen, ob man auch dazu bereit wäre,ein Kind liebevoll, unterstützend ud mit aller Kraft großzuziehen, wenn nicht das Kind dabei dabei herauskommt, das man sich vorgestellt hat, es nicht das "gibt", was man sich so erhofft hat (die meisten Erkennen ihre Hoffnungen ja erst an den "Enttäuschungen", die sie mit ihren Kindern erleben), sondern auch, wenn durch irgendwelche Umstände ein schwerstbehindertes Kind zu Welt kommt.
      "Gretchenfrage" dazu: "Würde ich ein solches Baby adoptieren"?

      Zumindest das Wissen um das, was zu Asperger bekannt ist, sollte in diese Planungen mit einfließen.
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • Happy to be wrote:

      Was ich bedenkenswert finde, da ja die Gensequenzverdoppelung auch die prinzipielle Anlage zum Verdoppeln von Gensequenzen beinhaltet, kann es natürlich passieren, dass sich dann manches bei den Nachkommen nochmals verdoppen könnte, diese also "autistischer" werden könnten, als man selbst.....
      Die Anzahl einschlägiger Gensequenzen entscheidet über den Autismusgrad? :roll:
    • zaph wrote:

      Happy to be wrote:

      Was ich bedenkenswert finde, da ja die Gensequenzverdoppelung auch die prinzipielle Anlage zum Verdoppeln von Gensequenzen beinhaltet, kann es natürlich passieren, dass sich dann manches bei den Nachkommen nochmals verdoppen könnte, diese also "autistischer" werden könnten, als man selbst.....
      Die Anzahl einschlägiger Gensequenzen entscheidet über den Autismusgrad? :roll:
      Bisher ist ja nur klar, dass sich manche verdoppeln und andere wegfallen. WELCHE das sind und wie viele ist wieder individuell unterschiedlich, nur gibt es wohl Gensequenzen, die häufiger betroffen sind, also entweder verdoppelt oder eben ganz wegfallen.

      Ich denke schon, dass sich die jeweilige "Sichtbarkeit" bzw der Auspägungsgrad einzelner Merkmale darauf zurückführen lässt. Der Begriff "Autismusgrad" beschreibt ja nur eine quantitative Zusammenfassung dessen, was sich dann im äußerlich sichtbaren und seinen Auswirkungen auf das eigene Handeln können zeigt - welche Qualitäten betroffen sind, besagt er nicht.
      Wie die Verwendung des Begriffs "Gewicht".

      Wenn etwas 100 Kilo schwer ist, besagt das nichts darüber, ob das 100 Kilo Steine sind, Tomaten, oder Blei. Oder was anderes, oder von einigem oder allem etwas.

      Asperger wäre hiernach also die Kombination verschiedener mittlerweile bekannter sowie wohl noch unbekannter Merkmale (also Blei, Tomaten, Steine, usw.) von denen eine bestimmte MEnge da sein muss und "nach unten dücken" bzw "den Weg "versperren". Und ab einem bestimmten ""Gewicht", das zu tragen" ist, bzw der "Behinderung des Weges", spicht man dann von Asperger.

      Um bei dem Bild des Gewichtes zu bleiben. es ginge also hier darum, andere Stategien zu finden als bisher, dieses zu tragen. Andere Gewichtsverteilung kann einiges erleichtern, aufteilen und eins nach dem anderen, dann ist jedes Teiilgewicht ja leichter zu tragen, oder eben manche Gewichte andere tragen lassen wo es definitiv nicht geht.
      Im Beld dessen, was den Weg versperrt. Anstatt gerade durchzukommen, geht darum, einen anderen zu finden. rechts vorbei, links vorbei, drunter durchgraben, Kletterhilfen benutzen, oder sich von Helikoptern auf die andere Seite bringen lassen.
      Bzw zu dem einen das eine, zm anderen das andere.
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • Ich finde das Thema sehr interesannt.

      Ich lese gerade das Buch "Geniale Störung"
      Bin bis jetzt bis zur Mitte vorgedrungen.
      Ich kann leider nicht beurteilen wieviel Wahrheit in dem Buch steckt, es scheint aber gründlich recherchiert zu sein und befasst sich auch mit der Entdeckung von Autismus allgemein, was man früher nicht namentlich bestimmen konnte.
      Bereits in Russland fand eine Ärztin sich wiederholdende Verhaltensmuster bei Kindern, und nannte das kindliche Schizophrenie.
      Asperger wusste davon, und beschrieb das gleiche Verhalten in der Klinik in Wien wo er arbeitete und gab dem dort einen ähnlichen Namen bzw nannte es Psychopathie im Kindesalter oder so ähnlich, glaubte aber es sei der Schizophrenie untergeordnet, daher kam ja auch der Begriff Schizoid.
      Die Kinder waren weniger stark auffällig als jene die zu kanner kamen.
      Man muss dazu sagen, das Asperger eine andere Position in der Psychiatrie inne hatte als Kanner. Er war weniger bekannt, verfasste seine wenigen Schriften nur auf deutsch, sie wurden daher kaum beachtet, da sie nicht übersetzt wurden.
      Kanner hingegen lebte zu dem zeitpunkt in den USA, leitete eine eigene Abteilung in einer klinik, befasste sich anfangs mit auffälligen Subkulturen in den USA (Farbige, Natives aber kaum weiße Menschen), machte sich so einen namen, kam dann später aber an eine klinik wo er sich mit Kinderpsychologie befasste und laut dem Buch wurden überwiegend Menschen/Kinder zu ihm geschickt die um die 5 Jahre alt waren, Mädchen so wie Jugend, auffällig war hier das diese immer von intellektuellem hause waren, gelehrte Eltern hatten, was logisch ist, schließlich wurden viele Kinder damals verkannt, in andere anstalten geschickt, falsch diagnostiziert wenn sie weniger stark betroffen waren, und nur dann an den renomierten Kanner weitergeleitet, wenn andere nicht mehr weiter wussten, also bekam er nur die Spitze, die schweren Fälle zu Gesicht. Er war auch laut Buch davon überzeugt, das "seine Störung" kein breites Spektrum sei, wie Asperger es damals schon gesehen hatte, sondern eine sehr seltene begrenzte Krankheit die nur Menschen betreffe deren Eltern sehr intelligent waren und durch ihr eigenes Verhalten noch mit Schuld an der "Entartung" ihrer Kinder hatten. Er war es, der sich an der Theorie der Künschrankmutter festmachte und darin sich erklärte, weshalb die Kinder so waren.
      Kanner hatte aber auch gute Dinge geleistet. Er war davon überzeugt, das die Kinder Fortschritte machen, wenn man sie nicht einsperrt oder zu Dingen zwingt die sie nicht wollen, er erkannte das sie am zufriedensten mit sich selbst waren und das Auferzwingen von außen ihnen unglaublichen Stress bereiteten, und er hatte auch die typischen Kliniksbilder von an betten gefesselten Kindern aus seiner Klinik verbannt, die Kinder konnten sich frei bewegen. Man konnte sehr gut sehen das die Kinder eine gewisse Sozialheit entwickelten, was ihnen offensichtlich gut getan hat. Später irgendwann nach den Therapien besuchte er die Kinder wieder um zu sehen wie es ihnen inzwischen erging und machte unterschiedliche Beobachtungen.
      Er stellte fest, das manche Kinder, die wieder in Anstalten landeten sehr stark retardierten, vieles wieder verlernten, weil sie nicht in ihren Fähigkeiten weiter gefördert wurden.
      Einige Kinder konnte er aber auch erkennen, das dort sehr gute Fortschritte erzielt wurden, die sich von niedrigfunktional zu hochfunktional entwickelten, die vorher kaum oder garnicht sprachen, es aber lernten und sich äußern konnten, sogar studierten und selbstständiger wurden.
      Okay, das wird wieder recht abschweifend XD
      Was auffällt ist, das früher Kanner davon ausging, das die Eltern durch ihre kühle art Schuld an dem waren was er als autistisches Verhalten bezeichnete.
      Heute geht man davon nicht mehr aus.
      Laut dem was Asperger beschrieb, kann das auch nicht wirklich Ursache sein, weil in seinen Fällen mit unter auch weniger gebildete Leute kamen, aber auch unter eher distanzierten Eltern auch sehr besorgte und liebevolle Eltern waren, was in dem Buch beschrieben wurde, und auch zwischen dem Kind und dem Elternteil eine erkennbare Beziehung beschrieben wurde.
      Ich vermute (zumindest liest es sich so), das Asperger damals schon davon ausging, das es genetische Ursachen hat.
      Jedenfalls wird oft deutlich von Fällen berichtet, wo Kinder Eltern haben, die ähnliche Verhaltensweisen besitzen, aber keineswegs als kühl und sich nicht kümmernd/interessierend beschrieben werden.
      Das mit dem vermännlichen Gehirn bezweifeln auch viele.
      Mein Psychiater sprach das mal kurz an, eben weil ich transgender bin, und weil er eine andere Patientin hatte die AS hatte und ebenfalls transgender ist.
      Er meinte, das würde die Theorie des männlichen Gehirns stützen, aber es gibt ja auch genug weibliche ASS die sich auch als Frau fühlen, sich so verhalten, wert auf weiblichkeit legen, und für Frauen typische Dinge tun oder sich so verhalten.
      Darum halte ich von der vermännlichten Hirn-begründung erlich gesagt nicht viel.
      Bei der verdopplung einzelner gene, wäre zu überprüfen ob diese art von verdopplung nicht auch bei anderen menschen außerhalb des ASS vorkommt.
      Und das bedeutet das man Menschen mit anderen Störungen oder auch Behinderungen sich anschauen sollte, es gibt hier ja auch Strörungen die ASS ähnlich sind, wie FRAX, die schizophrenie-nahen Störungen, ADHS und so weiter, diese müsste man auch untersuchen und sehen ob da Auffälligkeiten sind, und die mit gänzlich neurotypischen menschen vergleichen.
    • @RegenbogenWusli

      diese "Vermännlichung" des Gehirns (und der Hinweis, dass die Testosteronmenge, die ja sowohl mannliche wie weibliche Kinder im Mutterleib abbekommen, eine Rolle spielt), besagt ja nichts über die individuelle sexuelle Orientierung. Es geht ja dabei um eine "prinzipielle Denkweise", die überwiegend Männern zugesprochen wird und nach gesellschaftlichen Normen als "unweiblich" betrachtet wird.

      Ich hab mich immer als Mädchen bzw Frau gefühlt, wolle auch nie ein Junge sein, (ein paar der Vorteile hätte ich zwar gerne gehabt), dieses Attribut "männlich" wurde mir allein aufgrund bestimmter "Verhaltensauffälligkeiten" in der Kommunikation, vor allem was Analyse und die "Art" der Suche nach Lösungen für Probleme zugeschrieben sowie einer gewissen "Eckigkeit" in den Bewegungen, die als Kind mehr auffielen, bis ich lernte, mich in meinem Körper zu spüren und mich "weicher" zu bewegen. Was jedoch ganz mir entspricht. Ich brauchte halt etwas länger um MEINE Form von körperlichem "Weiblich" zu finden. Das Denken dagegen, das ist gleich geblieben :d

      Was natürlich sehr verletzen war, wenn man sich voll als Mädchen/Frau fühlt, den gesellschaftlichen Normen aber nicht entspricht, und es dann immer wieder heißt, du bist kein richtiges Mädchen, keine richtige Frau - man aber zu sich dieses Mädchen/Frau-Gefühl hat....
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • RegenbogenWusli wrote:

      Mein Psychiater sprach das mal kurz an, eben weil ich transgender bin, und weil er eine andere Patientin hatte die AS hatte und ebenfalls transgender ist.
      Er meinte, das würde die Theorie des männlichen Gehirns stützen, aber es gibt ja auch genug weibliche ASS die sich auch als Frau fühlen, sich so verhalten, wert auf weiblichkeit legen, und für Frauen typische Dinge tun oder sich so verhalten.
      Ja, ich denke auch, dass ein weiterer ASler als Transgender bei deinem Transgender-Therapeuten die Theorie des männlichen Gehirns nicht ausreichend stützt. :d

      Ich denke auch mal, dass sich jeder seines Geschlechts gemäß verhalten muss in gewissen Bereichen.
      Es dürfte z.B. schwer werden für Frauen frontal im Stehen in die Toilette zu pinkeln. :roll:
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • FruchtigBunt wrote:

      Ich war etwas entsetzt darüber, wie laienhaft das Verfahren zu sein scheint, mit dem die Diagnosekriterien ins ICD bzw. DSM kamen bzw. wie man dazu kam, dass es "Asperger" 'gibt'. Meines Wissens nach wurde eine besonders auffällige Personengruppe herangenommen und aus deren Verhalten dann definiert, was 'Asperger' ist (mal ganz grob gesehen).
      Dann wärst du wahrscheinlich auch entsetzt über unsere Sprache.
      Die wurde nämlich genau so entwickelt (durch Isolierung und konsensuelle Etikettierung).

      FruchtigBunt wrote:

      Liegt es daran, dass es allesamt Kinder waren, die man damals beobachtet hat, so dass daraus geschlossen wurde, dass die Störung seit frühester Kindheit bestehen muss? Ich konnte bis jetzt nichts näheres dazu finden.
      Ich denke schon.
      Es gibt ja auch Zwillingsstudien, wo man sehen konnte, dass beide Zwillinge unabhängig voneinander die gleiche Symptomatik aufwiesen und das gehäufte Auftreten innerhalb der Familie.

      uni-marburg.de/fb20/kjp/forschung/aut/ass/aetiol

      "Hierfür sprechen dieErgebnisse von Familienuntersuchungen, Zwillingsstudien,zytogenetischen Untersuchungen und molekulargenetischen Untersuchungen.In Familienstudien finden sich zahlreiche Hinweise auf eine familiäreHäufung des frühkindlichen Autismus (Geschwister haben einErkrankungsrisiko von rund 3%, dies bedeutet ein 60- bis 100-malhäufigeres Vorkommen als in der Durchschnittsbevölkerung). Darüberhinaus zeigten Studien an Familien mit einem autistischen Kind, dassnicht nur das Vollbild autistischer Störungen in den untersuchtenFamilien gehäuft vorkam, sondern auch einzelne Merkmale, die nicht demVollbild des autistischen Syndroms entsprachen (z.B. kognitiveDefizite, stereotype Verhaltensweisen, ausgeprägte Kontaktstörungen).Dies führte zu der Erkenntnis, dass man in der genetischen Erforschungeinen breiteren Phänotyp zugrunde legen sollte. Die bislangvorliegenden Zwillingsstudien zeigen zum Einen eine außerordentlichhohe Konkordanzrate bei eineiigen Zwillingen (bis zu 90%) und eineaußerordentlich geringe bei zweieiigen Zwillingen. Zum Anderen ergebensich ebenso starke Differenzen zwischen eineiigen und zweieiigenZwillingen im Hinblick auf gleichzeitig vorhandene kognitive undsoziale Defizite. Eine Vielzahl von Untersuchungen und Argumentenspricht für die genetische Verursachung des frühkindlichen Autismus,dabei ist eine polygene Vererbung sehr wahrscheinlich (zwischen 6 und10 Genen sind vermutlich beteiligt)."

      Sieht bei AS tatsächlich anders aus:

      "Während die Untersuchung genetischer Faktoren beim frühkindlichenAutismus in der letzten Dekade enorm vorangetrieben wurde, ist diesbeim Asperger-Syndrom bislang auf kasuistische Beschreibungenbeschränkt geblieben. Trotz der wiederholten Hinweise auf familiäreHäufungen von ähnlichen oder gleichen abnormen Persönlichkeiten sindbislang weder systematische, klassisch-genetische Untersuchungen(Familien-, Zwillings- und Adoptionsstudien), noch molekulargenetischeUntersuchungen durchgeführt worden."


      Ergo:
      Entweder gibt es uns oder es gibt uns nicht.
      Man weiß es nicht. :d

      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)

      The post was edited 1 time, last by Cloudactive ().

    • zaph wrote:

      Die Anzahl einschlägiger Gensequenzen entscheidet über den Autismusgrad?
      Wenn die Zusammenhänge so simpel wären, wäre die Wissenschaft schon viel weiter - das ist reine Spekulation von @Happy to be. Auch die Idee, dass solche Verdoppelungen die Aktivität erhöhen, ist laienhaft - es wird ja nicht das komplette Gen verdoppelt, sondern nur Abschnitte davon (der korrekte Begriff ist deshalb auch "Basensequenzen"); eine solche Verdoppelung wird vielmehr in den meisten Fällen dazu führen, dass das Gen komplett ausfällt, die Aktivität also halbiert wird (das Gegenstück im anderen Chromosom bleibt ja funktionsfähig).
    • HCS wrote:

      Wenn die Zusammenhänge so simpel wären, wäre die Wissenschaft schon viel weiter - das ist reine Spekulation von @Happy to be.
      Ja, ich hatte mir bewusst die Frage verkniffen, ob sie auch noch Expertin für Genetik ist.
      Ich bin da zwar auch kein Experte, aber ich halte die Theorie "je mehr relevante Gene durch Verdoppelung, desto mehr Autismus" für ähm...naja... :m(:
    • Happy to be wrote:

      Im Beld dessen, was den Weg versperrt. Anstatt gerade durchzukommen, geht darum, einen anderen zu finden. rechts vorbei, links vorbei, drunter durchgraben, Kletterhilfen benutzen, oder sich von Helikoptern auf die andere Seite bringen lassen.
      Könnte ein gangbarer Weg auch sein, die Tomaten einfach aufzuessen? :roll:
    • Happy to be wrote:

      Ich hab mich immer als Mädchen bzw Frau gefühlt, wolle auch nie ein Junge sein, (ein paar der Vorteile hätte ich zwar gerne gehabt), dieses Attribut "männlich" wurde mir allein aufgrund bestimmter "Verhaltensauffälligkeiten" in der Kommunikation, vor allem was Analyse und die "Art" der Suche nach Lösungen für Probleme zugeschrieben sowie einer gewissen "Eckigkeit" in den Bewegungen, die als Kind mehr auffielen
      Das ist wohl etwas, was meinen Eltern auch augefallen ist, als ich schon im Kindergarten war, aber man hat sich dabei nichts gedacht, auch hat mich niemals zu mir

      Happy to be wrote:

      du bist kein richtiges Mädchen, keine richtige Frau
      gesagt.
      Es währe in einem Fall wohl ein Kompliment gewesen da ich sowas eh nicht sein wollte zbw auch nicht auf die Idee kam mit damit zu identifizieren, aber als Erwachsener kann ich mir heute vorstellen, das es für ein Kind, das von gefühl her dem entspricht, wie du früher warst, sicher verwirrend gewesen sein muss.


      Cloudactive wrote:

      Es dürfte z.B. schwer werden für Frauen frontal im Stehen in die Toilette zu pinkeln.
      Mit Hilfsmitteln geht das, aber hab ich selber nie ausprobieren wollen XD
      Was du sagtst stimmt aber, da manche Dinge körperlich nicht gegeben sind, ist das für den Geist oft verwirrend, denn er sieht das was gegeben ist eben nicht als selbstverständlich, man wird quasi permanent daran erinnert, das bei einem etwas anders ist als es sein sollte, man kann aber nichts dagegen machen.

      Um zurück zum Thema zu kommen

      Cloudactive wrote:

      Ja, ich denke auch, dass ein weiterer ASler als Transgender bei deinem Transgender-Therapeuten die Theorie des männlichen Gehirns nicht ausreichend stützt.
      Eben, es war halt unter vielen anderen die er vorher schon kannte, eben einer dabei, und dann kam ich und es erinnerte ich zwangsgeben an diese Person.
      Er hatte das von dem vermännlichten Gehirn auch einfach nur so erwähnt, weil das spekuliert wurde und in verbindung mit Transgender auch nicht so weit hergeholt scheint, aber Transgender kann eben überall und bei jeder Störung noch zusätzlich auftreten da es keine Komorbidität darstellt sondern was unabhängiges von anderen Störungen.
      Transgender wird auch nur deswegen als psychische Störung betrachtet, weil diese menschen sonst vom Staat/bzw Krankenkassen keine Hilfe bekommen würden. Wäre es nicht im ICD aufgeführt, gäbe es keine Diagnosen dazu und auch keine Kostenübernahmen oder Therapien.
      Meine Sprizen muss ich auch nicht allein zahlen, da muss ich nur 5€ pro Kauf der Ampullen bezahlen, wo 5 Stück um die 40€ kosten würden.
      Dieses Mittel bekomme ich seit mehreren jahren:
      shop-apotheke.com/arzneimittel…-depot-galen-ampullen.htm
      Ich komme damit mehrere Monate aus weil ich nur alle 3 Wochen so eine Spritze bekommen muss.
      Ich kenne Leute in den USA die auch trans sind, aber weil sie sich keine Psychiater leisten können, bleiben sie unbehandelt. Das ist wirklich schlimm für die. Die meisten leiden an suizidalem Verhalten und Depression und betreiben auch selbstverletzendes Verhalten.
    • @zaph

      ich hab ja bewusst den Konjunktiv verwendet also nach dem Motto, "wenn das so ist, dann wäre..."
      und dass man ja auch selbst überlegen darf, ist ja nicht verboten.
      Dass wir alle Neandertaler-Gene in uns tragen müssten, hatte ich mir auch schon überlegt, als die "Wissenschaft" noch absolut davon ausging, dass im Homo Sapiens nichts davon vorhanden wäre.

      hier mal ein paar Artikel
      dkfz.de/de/presse/pressemittei…harakterisiert-Erbgut.php
      gerade entdeckt
      autistenbloggen.wordpress.com/…achtet-von-rolf-knippers/
      daraus:
      "Spannend ist der Abschnitt über die Prägung durch traumatisierende Kindheitserlebnisse, die sich durch die Ausschüttung von Stresshormonen im Genom lebenslang auswirken können."
      heise.de/tr/artikel/Der-Autismus-Code-2599607.html
      heise.de/tr/artikel/Der-Autismus-Code-2599607.html?seite=2
      daraus
      "Das Human Genome Project hatte DNA im Wesentlichen als lineare Abfolge von Buchstaben dargestellt. Forscher hatten dann Variationen katalogisiert, die hauptsächlich aus Tausenden winziger Abweichungen von ein oder zwei Buchstaben bestanden. Allerdings gab es auch viel größere Abweichungen mit überraschender Häufigkeit: riesige Dopplungen, klaffende Lücken und große Abschnitte von sich mehrfach wiederholenden Segmenten – zusammengenommen bekannt als Kopienzahl-Variationen. Michael Wigler erklärt es so: "Angenommen, Sie kaufen ein Buch. Aber der Verleger hat bestimmte Seiten dupliziert, einige Seiten rausgelassen und die Reihenfolge der Seiten geändert. Das passiert im Genom"

      Und vielen Dank für den Hinweis, die Tomaten aufzuessen.
      Jetzt muss also nur noch herausgefunden, was vom Gesamt-Gewicht die Tomaten sind, und eine eventuelle Zubereitung, damit es auch wirklich schmeckt :)
      Ungewöhnliche Probleme erfordern eben manchmal unübliche, wenn auch eigentlich völlig logische Lösungen :m(: :d

      Das werde ich von jetzt ab mitbedenken - ist es eine Tomate, iss sie einfach auf, und danch einer Weile ..... :d
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • Happy to be wrote:

      @zaph

      ich hab ja bewusst den Konjunktiv verwendet also nach dem Motto, "wenn das so ist, dann wäre..."
      und dass man ja auch selbst überlegen darf, ist ja nicht verboten.
      Dass wir alle Neandertaler-Gene in uns tragen müssten, hatte ich mir auch schon überlegt, als die "Wissenschaft" noch absolut davon ausging, dass im Homo Sapiens nichts davon vorhanden wäre.

      hier mal ein paar Artikel
      dkfz.de/de/presse/pressemittei…harakterisiert-Erbgut.php
      gerade entdeckt
      autistenbloggen.wordpress.com/…achtet-von-rolf-knippers/
      daraus:
      "Spannend ist der Abschnitt über die Prägung durch traumatisierende Kindheitserlebnisse, die sich durch die Ausschüttung von Stresshormonen im Genom lebenslang auswirken können."
      heise.de/tr/artikel/Der-Autismus-Code-2599607.html
      heise.de/tr/artikel/Der-Autismus-Code-2599607.html?seite=2
      daraus
      "Das Human Genome Project hatte DNA im Wesentlichen als lineare Abfolge von Buchstaben dargestellt. Forscher hatten dann Variationen katalogisiert, die hauptsächlich aus Tausenden winziger Abweichungen von ein oder zwei Buchstaben bestanden. Allerdings gab es auch viel größere Abweichungen mit überraschender Häufigkeit: riesige Dopplungen, klaffende Lücken und große Abschnitte von sich mehrfach wiederholenden Segmenten – zusammengenommen bekannt als Kopienzahl-Variationen. Michael Wigler erklärt es so: "Angenommen, Sie kaufen ein Buch. Aber der Verleger hat bestimmte Seiten dupliziert, einige Seiten rausgelassen und die Reihenfolge der Seiten geändert. Das passiert im Genom"

      Und vielen Dank für den Hinweis, die Tomaten aufzuessen.
      Jetzt muss also nur noch herausgefunden, was vom Gesamt-Gewicht die Tomaten sind, und eine eventuelle Zubereitung, damit es auch wirklich schmeckt :)
      Ungewöhnliche Probleme erfordern eben manchmal unübliche, wenn auch eigentlich völlig logische Lösungen :m(: :d

      Das werde ich von jetzt ab mitbedenken - ist es eine Tomate, iss sie einfach auf, und danch einer Weile ..... :d
      Allein schon dadurch, das sich Genome während der Lebensphasen verändern können, kann man generell nicht sagen wo jetzt das spezielle Genom für Autismus liegt und ob es durch die Genetische Mischung der elterlichen Gene zusammengesetzt hat oder ob es durch eine Einwirkung von Außen in der Lebenslinie entstanden ist.
      Fakt ist, das man bei der eigenen Vermehrung diese sich veränderten Genome mit an die Kinder weitergeben kann.
      Das macht Autismus ziemlich willkürlich. Jenachdem ob meine Eltern schon spezifisches Verhalten zeigten oder nicht, kann aber muss es nicht sein das ich so viele dieser Verhaltensweisen durch Genweitergabe abbekomme, und selbst wenn das der Fall ist, was bei mir scheinbar so ist, kann gewisse Ereignisse oder gegebenheiten von der Umwelt dann noch zusätzliche gene verändern, und autistisches Verhalten verstärken. Vermutlich ist es nichtmal abschätzbar welche der gene sich jetzt bei starker Angst verändern, das sind sicher auch nicht immer die gleichen, selbst wenn 2 Menschen das gleiche durchmachen, wie von der gleichen Person sexuell missbraucht zu werden oder zusammen im KZ inhaftiert gewesen, ist es fraglich ob und welche gene sich bei den beiden Personen verändert haben und ob dieses dann eventuell an deren Kinder weitergegeben wird oder nicht.
    • FruchtigBunt wrote:

      Meines Wissens nach wurde eine besonders auffällige Personengruppe herangenommen und aus deren Verhalten dann definiert, was 'Asperger' ist (mal ganz grob gesehen).
      Ist das nicht bei den meisten psychiatrischen Störungen so, daß diese beobachtet, Gemeinsamkeiten gefunden und als Diagnosekriterien herangezogen wurden?
      Das Angeborene ist immer schwierig zu definieren, wenn es fließende Übergänge gibt und die Umwelt eine große Rolle für die Art der Ausprägung spielt.

      FruchtigBunt wrote:

      wenn eine Störung im Kindesalter auftritt, dass diese 'angeboren' sein muss und schließt aus, dass diese durch die Umwelt entstanden sein kann
      Ich würde sagen, anhand der Diagnose selbst und anhand der Beeinflußbarkeit durch veränderte Umweltbedingungen. Der beste "Beweis" ist natürlich, wenn man die Ursache bzw. deren direkte Primärfolgen beheben kann, aber auch dann bleibt oft unklar, welcher Anteil anlagebedingt und welcher umweltbedingt ist. Anlagen haben oft auch statistische Auswirkungen, d.h. sie erhöhen die Bereitschaft zu bestimmten Krankheitsausbrüchen, legen aber nicht fest, was wann wie ausbrechen wird.
      Körperliche Beispiele (die sind anschaulicher) sind Diabetes oder Allergien, mit der entsprechenden Veranlagung ist man empfänglicher für den Ausbruch.

      Palinurus wrote:

      Bei einer PS können zwar auch genetische Ursachen mitspielen, aber meist tritt das gestörte Verhalten erst während oder nach der Pubertät auf
      Die PS werden zwar erst nach der Pubertät diagnostiziert, aber Vorboten bzw. Auffälligkeiten sind oft auch schon in der Kindheit vorhanden. So entwickeln sich z.B. viele PS aus unentdecktem ADHS oder die Störung heißt in der Kindheit einfach anders oder wird als normale Bandbreite abgetan. Ein etwas, aber nicht stark auffälliges Kind kann also je nach Umweltbedingungen später eine PS entwickeln, muß aber nicht, trotzdem liegt auch hier oft eine anlagebedingte erhöhte "Bereitschaft" dazu vor, bestimmte unangepaßte Verhaltensstile zu "erlernen". Im Gegensatz zu Asperger ist vermutlich die Variabilität bei gleichen Anlagen so hoch, daß genetische Studien extrem schwierig sind und kaum brauchbare (statistisch signifikante) Ergebnisse liefern dürften.

      Bei dissozialer PS wurde übrigens schon im Rahmen der Prävention versucht, bereits bei Kindern Auffälligkeiten zu definieren, die später zu dissozialem Verhalten und sogar Gewalttaten führen können (aber nicht müssen).
      Ein anlagebedingter "Risikofaktor" für späteres Risikoverhalten (egal ob dissozial oder nicht) soll z.B. ein niedriger Ruhepuls sein, was wiederum eher genetisch bedingt ist.

      Bei Asperger ist der Zusammenhang vermutlich stärker, d.h. nur wenige "genetisch normale" Kinder entwickeln Symptome, die oberhalb der Diagnoseschwelle liegen, während PS auch "genetisch normale" Kinder häufig entwickeln, wenn die Umweltbedingungen sehr ungünstig waren.
      Wenn einem die Bezüge verlorengehen, wird das "All" zum "Nichts".
    • Necroghoul7 wrote:

      Bei dissozialer PS wurde übrigens schon im Rahmen der Prävention versucht, bereits bei Kindern Auffälligkeiten zu definieren, die später zu dissozialem Verhalten und sogar Gewalttaten führen können (aber nicht müssen).
      Ein anlagebedingter "Risikofaktor" für späteres Risikoverhalten (egal ob dissozial oder nicht) soll z.B. ein niedriger Ruhepuls sein, was wiederum eher genetisch bedingt ist.
      kA ob meiner schon immer so ruhig war, aber ich hatte die niedrigste Frequenz in der Klasse.
      Das kam sehr wahrscheinlich vom Leistungssport, wenn nicht schon anlagenbedingt.
      Ich war nicht dissozial, sondern... besonders. xD
      Ich würde sagen, ich war wie ein neugieriger, nicht-scheuer Alien, der gerade auf einem fremden Planeten gelandet war.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Moin,

      hab den Beitrag intensiv gelesen und ich stelle mir die Fragen....

      Ich fühlte und fühle mich immer anders als meine Umwelt. Als Kind, als junger Erwachsener und jetzt als ü40....Laut verschiedenen Onlinetests bin ich sehr wahrscheinlich Asperger und auch in entsprechenden Lektüren erkenne ich mich dort wieder.

      Nun kommt erschwerend hinzu, dass meinen Eltern es eigentlich egal war, wie es mir als Kind ging. Auch kümmerten sie sich nicht so um meine gesundheitlichen Belange bzw. nahmen mein "Anders-Sein" nicht wahr, weil es sie einfach nicht interessiert hatte. Ich habe aufgrund meiner Kindheit eine kPTBS.

      Display Spoiler
      Meine Eltern haben mich physisch und psychisch misshandelt, vernachlässigt. 20 Jahre lang bis ich endlich ausziehen konnte


      Kann eine Traumafolgestörung autistische Symptome hervorrufen und somit die "Diagnose" verfälschen oder ist es möglich, dass beides vorliegt, somit noch erschwertere Bedingungen in die Normalo-Umwelt zurechtzukommen.

      Diagnostik ist geplant, Wartezeit 2 Jahre....
      LG tweety :)
    • tweety007 wrote:

      Kann eine Traumafolgestörung autistische Symptome hervorrufen und somit die "Diagnose" verfälschen
      Ich meine, mal gelesen zu haben, es ist ziemlich einfach, Autismus mit einer schizoiden Persönlichkeitsstörung zu verwechseln, da sich die Symptome sehr ähneln. Die SPS tritt aber wohl erst im frühen Erwachsenenalter auf, laut meinen spärlichen Informationen.
      Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von Abendstern (Vor einem Moment) aus folgendem Grund: Beitragsqualität runtergeschraubt - Man wird ja wohl noch blubbern dürfen...
    • Es ist durchaus auch möglich das mehrere Diagnosen zusammen kommen. Das eine schliesst das andere nicht aus.

      Aber lass dich nicht von möglicherweise "erschwerteren" Bedingungen entmutigen. Wichtig ist letztendlich das die bestmöglichen Behandlungsansätze gefunden werden.
      ~ Einmal entsandt, fliegt das Wort unwiderruflich dahin ~
      Quintus Horatius Flaccus

    • Morgenstern wrote:

      tweety007 wrote:

      Kann eine Traumafolgestörung autistische Symptome hervorrufen und somit die "Diagnose" verfälschen
      Ich meine, mal gelesen zu haben, es ist ziemlich einfach, Autismus mit einer schizoiden Persönlichkeitsstörung zu verwechseln, da sich die Symptome sehr ähneln. Die SPS tritt aber wohl erst im frühen Erwachsenenalter auf, laut meinen spärlichen Informationen.
      Aber eine Traumafolgestörung (PTBS) ist doch nicht mit einer Persönlichkeitsstörung gleichzusetzen.