Lieblings autist aus serien und filmen

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    • Die Figur des Sheldon Cooper ist lt. den Drehbuchschreibern der Serie übrigens kein Asperger-Autist. Das wurde in einigen Interviews erläutert,
      und ist z.B. hier nachzulesen.
      (Ein Auszug davon; der Sheldon-Darsteller Jim Parsons erzählt: "And when I asked the writers if Sheldon had Asperger’s, they said, “No, he does not. That’s not what we’re doing.”)
      Es ist also zumindest nicht beabsichtigt, dort einen Asperger-Autisten darzustellen.

      Mein Favorit ist der Film "Birnenkuchen mit Lavendel":
      "Was hat er?"
      "Was meinen Sie?"
      "Er ist... besonders, oder?"
      "Er ist ehrlich, zuverlässig, treu, er lügt nie, hat kein Interesse an Geld, und will niemandem etwas Böses. Er ist tatsächlich etwas Besonderes."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Camembert ()

    • Ich muss ehrlich zugeben, dass ich Castiel nicht als autistisch sehe, denn er ist kein Mensch. Castiel versteht die Menschen nicht, da er ein Engel ist und von menschlichen Ideen und deren Denken keine Ahnung hat. Um als Autist zu gelten müsste er, meiner Meinung nach, mit seiner Engel-Kultur und anderen Engeln Probleme haben und sich dort nicht zurecht finden/ausgegrenzt werden. Seine Wahrnehmungen müssten in der Engel-Welt als "anders" gelten, zumindest der erste Artikel bezieht sich aber fast ausschließlich auf Castiel in Verbindung zu Menschen.

      Ich denke nicht, dass man zwei unterschiedliche Spezies nach denselben Maßstäben messen und beurteilen kann. Für mich wäre das genauso wie als wenn jemand behaupten würde, Spock wäre autistisch, weil ihm menschliche Gefühle nichts sagen und er sie nicht versteht / als unlogisch ansieht. Dabei ist er als Halb-Vulkanier schlicht und einfach anders gepolt als wir Menschen und kann daher Gefühle nicht so verstehen wie wir. Genauso wie Castiel z.B. nicht oder nur schlecht lügen kann, weil das eine typische Eigenschaft der Engel ist, die in ihrer Kultur dieses Konzept nicht haben.

      Ich finde man kann argumentieren, dass Castiel durchaus Verhaltensweisen zeigt, die auch Autisten zeigen, aber der Grund dafür ist nicht, dass er selbst Autist ist, sondern dass er als Engel in eine fremde Kultur eintaucht und mit seinen Mitteln versucht, diese zu verstehen.
    • Ja, da hast du natürlich recht!

      Klar wird Castiel auch in der Engelgemeinde immer als unpassend wahrgenommen, nur wenige andere Engel können seine Verhaltensweisen nachvollziehen (wenn auch aus verschiedensten Gründen), weiterhin scheinen alle anderen Engel keine Probleme mit menschlichen Verhaltensweisen etc. zu haben, zumindest nicht in der Intensität, aber das Argument seiner Zugehörigkeit zur Gattung Engel ist ein sehr logisches, es wird ja in einer oder mehreren Quellen ebenfalls als Gegenargument genannt.

      Tatsächlich wollte ich auch nur die Idee einmal hier teilen, wie gesagt bilde ich mir darüber kein Urteil und mag ihn einfach weiterhin so, wie er ist. :)
      Das Konzept “Anpassungsschwierigkeiten einer komplett anderen Spezies in einer auf sozialen Normen fußenden Gesellschaft ruft autistische Verhaltensweisen hervor” finde ich übrigens wirklich interessant. Danke, dass du deine Gedanken diesbezüglich geteilt hast! :idea:
      "Ich? Gescheitert? Niemals!
      ... Ich habe nur 10.000 Wege gefunden, die nicht funktionieren." -Thomas Edison, zumindest so ähnlich
    • Blaubeere schrieb:

      Tatsächlich wollte ich auch nur die Idee einmal hier teilen, wie gesagt bilde ich mir darüber kein Urteil und mag ihn einfach weiterhin so, wie er ist.

      Falls das nicht so rübergekommen ist: Ich find es toll, dass du ihn so magst, wie er ist, vor allem eben weil sein Verhalten sehr deutlich an Autisten erinnern kann. Er fällt aus dem Rahmen und agiert in einer Weise, die interessant ist und viele Möglichkeiten bietet, sich mit ihm zu identifizieren und ich finde es total wichtig, dass es solche Charaktere gibt.

      Genauso geht es mir z.B. mit der Figur Bastian Pastewka aus der gleichnamigen Serie. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Autoren der Serie ihn nicht als Autisten konzipiert haben und wahrscheinlich auch gar nicht so sehen, aber für mich zeigt er deutlich typische AS Verhaltensweisen und genau deshalb gucke ich die Serie so gerne und nehme ihn als sehr angenehmen Charakter war, den ich oft nachvollziehen kann. Ganz im Gegensatz zu vielen anderen Charakteren, die mich öfter verunsichern als dass ich sie verstehe.

      Ich denke wir brauchen solche Charaktere und da Serien für mich schon immer eines meiner Speziealinteressen waren, weiß ich, wie wichtig sie sein können und wie viel sie einem geben können, vor allem, wenn man sich mit ihnen identifizieren kann!

      Blaubeere schrieb:

      Das Konzept “Anpassungsschwierigkeiten einer komplett anderen Spezies in einer auf sozialen Normen fußenden Gesellschaft ruft autistische Verhaltensweisen hervor” finde ich übrigens wirklich interessant. Danke, dass du deine Gedanken diesbezüglich geteilt hast!

      Während ich meine erste Antwort geschrieben habe, musste ich ständig daran denken, wie viele Autisten sich als Außerirdische auf einem fremden Planeten beschreiben und daran, dass Castiel das ja quasi sogar wirklich ist, buchstäblich ein Engel auf Erden! ;) Ich finde, da gibt es viele Gemeinsamkeiten und viele Dinge, über die man nachdenken könnte.
    • Quinn schrieb:

      Ich liebe „Sorga Nøren“ aus der Serie „Die Brücke“. Ganz klasse! Und spannend. Voller Verstrickungen. Warte schon sehnlichst auf die 4. Staffel

      Saga Norén, bitte :)

      Im Schwedischen wird auch kein ø benutzt, sondern ö.
      Ich weiß, ich bin pingelig, bitte nicht übelnehmen. :)

      Wenn ich auch kein Fan von irgend jemandem bin, so sah ich "die Brücke" und ihre Hauptdarstellerin durchaus gerne.