gerade im ZDF (Sonntag 20:15)

    • Ich habe beim stricken gestern beide Folgen geschaut. Belanglose Geschichten, tolle Gegend, insgesamt viel zu viele Klischees. Als Person finde die Ella zwar anstrengend, aber durchaus sympathisch.

      Schauspielerisches Talent erwarte ich in dt. Filmen und Serien nicht. Ich denke, dass was bei Ella so hölzern wirkte, was beabsichtigt. Weil Autisten ja so sind .... oder so.
      ~ Mir egal - ich bin ein Einhorn. ~
    • Ich hab mal en bisschen nachgelesen:

      Anette Frier hat sich in Vorbereitung auf die Rolle intensiv mit Asperger beschäftigt und auch viele AspergerautistInnen getroffen, und hat dann so ziemlich genau das gemacht, was ich ja zu NT-Verhalten gemacht habe,¨Kopiert und eingeübt, dazu ein eignes Gefühl entwickelt, bis es sich für einen selbst natürlich anfühlt. Und eben dann doch nicht 100% Prozent natürlich wirkt.

      Na ja, und wenn man bestimmte Auffälligkeiten mehrerer AspergerInnen zusammenfasst, was ja auch in Realität vorkommen kann, und dann könnte das eben auch mal so aussehen.

      Ihr "Vor dem Spiegel den Mund hochziehen um sowas wie ein Lächeln zu haben" - genau so war es am Anfang. Interessant fand ich auch die "hervorkommende echte Lächelmimik" im zweiten Teil, das habe ich auch bei anderen Aspies beobachtet, wenn sie sich sicherer fühlten.

      Ach ja, auf solchen Absätzen gehen ist ja nur die gesellsachftlich akzeptable Art des Zehenspitzengangs, der bei manchen Aspies typisch ist. :d

      Ich denke, das sie eben einen ganz bestimmten Teil von Aspergerbesonderheiten zusammengefasst hat, die für sie das typisch waren bzw wo sie innere Anknüpfungspunkte hatte, aus dem, was sie kennengelernt hat und die zu ihr passten.
      Sachlichkeit ist meine Ausdrucksweise von Liebe. Ohne Subtext! Versuche von Subtext werden gesondert kenntlich gemacht.
    • Shakespeare schrieb:

      Gerade zum Thema gefunden
      Da muss ich ihm mal zustimmen, obwohl ich mich zwischendurch gefragt habe, wer "wir" ist, also auf wen er sich da bezieht. Das ist nicht klar.
      Und der Satz, dass Autismus eine unsichtbare Behinderung ist, stimmt nur für den hochfunktionalen Teil des Spektrums, und da auch nicht für alle. Aber es stimmt schon, dass wenn man den Autismus sichtbar machen will, dann muss man irgendwelche Symptome zeigen. Komprimiert auf die Länge eines Fernsehfilms muss man das dann vielleicht auch übertrieben machen, sonst merkt ja keiner was?
      Menschen sind auch nur Tiere. - Ich mag Tiere!
    • Shenya schrieb:

      muss man das dann vielleicht auch übertrieben machen, sonst merkt ja keiner was?
      Definitiv, so läuft´s ja oft, der Nachteil ist dann eben, dass manche Menschen es nicht vertiefender reflektieren (können) und ernsthaft glauben, was sie im Fernsehen sehen. Die Menschen in meiner Umgebung würden das aber nicht tun, daher kann ich persönlich mit Klischees leben und mache sie mir ja auch nicht zu eigen. Ein bisschen Selbstsicherheit sowie das "auch mal über sich lachen können" ist da irgendwie vom Vorteil.
    • Sheyna schrieb:

      Und der Satz, dass Autismus eine unsichtbare Behinderung ist, stimmt nur für den hochfunktionalen Teil des Spektrums, und da auch nicht für alle.
      Komischerweiise wird hier aber gerade kritisiert, das die bei einigen AutistInnen sichtbaren Behinderungen dargestellt werden.
      Dazu kommt ja, dass manche Merkmale erst sichbar werden, wenn man unter Stress ist (sunjektiv hier unterschiedlich was die Stressoren sind und wie stark die sein müssen) bzw dass man diese Züge erst erkennt, wenn man lange mit jemandem in INteraktion war.

      Und auch AutistInnen mit mehr oder wenigerständig sichtbaren Merklmalen können unter guten Bedingungen "Karriere machen".

      Die Vorgeschichte ist eben, jemand mit konnte trotz fehledem Sozial- und Körpersprachtraining zumindest ein Studium bis zum Staatsexamen abschließen, musste dann aber in einem Call-Center arbeiten, weil es am "Sozialen" im Refrendariat scheiterete, glaubte sich in einer "sicheren Ehe", um dann festzustellen, dass jahrelang daneben eine zweite Familie existierte.

      Ist jetzt in dieser "emotional traumatisch und neu"-Situation, es könnte ja auch sein, dass DAS dazu führte, dass JETZT wieder mehr davon sichtbar wird, so ein "bisschen" stressig ist das ja nun schon.

      Was ich auch interessant finde ist dieses "ich habe dieses Merkmal nicht, also ist das übertrieben, was dargestellt wird", wobei ich mich eher Frage, inwie weit man nicht selbst "blind" ist zu den Merkmalen, die ANDERE bei einem wahrnehmen.

      Die Kritik, die dieser Autor übt, dann auch nch mit dem reißerischen Titel "so sind wrr Autisten nicht".....

      Das ganze spielt auf einer Insel, eine etwas anders Begabte "landet" auf dieser Insel..... kannn dirt ihre Begabungen entfalten - daraus wird dann Inselbegabung. Immerhin hätte sie sicher nicht gedacht, dass sie "gut mit Kindern kann".
      Und letztendlch sind ja bei viiele so manche Begabungen wie auf Inseln verstreut, zwischen denen nur keine "Landmasse" ist, um sie miteinander zu einem erfolgreciehn Berufsleben zu verbinden.....

      Mich stört auch, dass in vielen bisher veröffentlichen Beträgen zu Autismus oft Übergewichtige gezeigt werden, protestiere deshalb nicht "Autisten sind nicht so"....
      macht ja auch was im "Bild der Öffentlichkeit" zu Autismus.

      Bis auf die abgehackte Spache und den Ordnungssinn fanden und finden sich unter Stress noch heute, zumindest bei mir, alle Merkmale, die Anette Freir zusammenhängend und durchgehend zeigt - klar, ist ja auch ein Film und keine Doku.
      Dafür "fuchtelt" sie auch nicht "rum" - nicht alle AutistInnen haben dieses Merkmal. Genau wie nicht alle eine verwaschene Sprache haben, manche Dauermonologisieren und andere nur auf Knopfdruck ud wieder andere ständig Wissensfakten einstreuuen, die gar nicht gefragt wurden....

      irgendwie erinnert mich das an das hier allgegenwärtige "weil das nicht so ist wie bei mir, ist das übertrieben oder nicht autistisch.
      Und vllt ist das eine der erheblichen Störungen um Autismus - sich nicht vorstellen können, dass andere anders sind, denken, andere "Macken" haben und wenn, dann sind sie nicht "richtig, so wie ich" - nur das findet sich ja auch bei NTs .......
      mir kommt gerade der Gedanke, das Wort Anpassunngsstörung mal anders zu definieren, namlich sich an diese weltweit verbreitete Störung anzupassen.

      Btw, weiß jemand, wo man so eine Uhr zum aufklappen herbekommt? Ich könnte sie zwar nicht zum emotionalen Einnorden brauchen, dafür wäre sowas echt hilfreich für meine Orienterungsschwierigeiten, die bei bedecktem Himmel. deutlich mehr werden
      Sachlichkeit ist meine Ausdrucksweise von Liebe. Ohne Subtext! Versuche von Subtext werden gesondert kenntlich gemacht.

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    • Shenya schrieb:

      Kann es nur daran liegen, dass die Synchronsprecher natürlicher reden als die deutschen Schauspieler?
      Unsere Synchronsprecher haben im Ausland, gerade in den USA, sehr hohes Ansehen. Sie sind offensichtlich wirklich sehr gut.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Happy to be schrieb:

      Komischerweiise wird hier aber gerade kritisiert, das die bei einigen AutistInnen sichtbaren Behinderungen dargestellt werden.
      Die dargestellte Person im Film ist aber hochfunktional, hat ja studiert, war verheiratet, wenn ich es richtig mitbekommen habe, also passt es genau zu dieser Rolle nicht, es so übertrieben darzustellen. Abgesehen davon, dass die Darstellung nicht realistisch war. Also nicht einmal ein stärker betroffener Autist ist so wie in dieser Rolle, jedenfalls nicht permanent, vielleicht als Momentaufnahme mal in bestimmten Situationen.
      Speziell habe ich mit diesem Stereotyp "keine Gefühle, keine Empathie, kein Humor" ein ganz großes Problem.
      Kam sie denn an einer Stelle des Films auch mal gefühlvoll vor? War sie auch mal freundlich im Film?
      Ich hab ihn ja nicht wirklich gesehen.... ich urteile nur anhand von ein paar Infoschnipseln und ein paar kurzen Szenen, die ich gesehen habe.

      Happy to be schrieb:

      Mich stört auch, dass in vielen bisher veröffentlichen Beträgen zu Autismus oft Übergewichtige gezeigt werden, protestiere deshalb nicht "Autisten sind nicht so"....
      Tatsächlich kommt Übergewicht bei Autismus häufig vor, weil viele Autisten kein Sättigungsgefühl haben. Das Gegenteil, nämlich sehr dünne Autisten, besonders Asperger, gibt es aber auch. In den Medien kommen aber fast nur Schlanke vor, ich frage mich, wo du so viele Übergewichtige gesehen haben willst. Knauerhase ist ja schon eine Ausnahme.

      Ginome schrieb:

      Unsere Synchronsprecher haben im Ausland, gerade in den USA, sehr hohes Ansehen. Sie sind offensichtlich wirklich sehr gut.
      Interessant. Ich bin überrascht, dass die Amerikaner das überhaupt mitbekommen, wie woanders synchronisiert wird. Aber ich finde, unsere Synchronsprecher bringen die Filme wirklich gut rüber, ziemlich natürlich und so dass es passt.
      Menschen sind auch nur Tiere. - Ich mag Tiere!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Shenya ()

    • Shenya schrieb:

      Tatsächlich kommt Übergewicht bei Autismus häufig vor, weil viele Autisten kein Sättigungsgefühl haben. Das Gegenteil, nämlich sehr dünne Autisten, besonders Asperger, gibt es aber auch. In den Medien kommen aber fast nur Schlanke vor, ich frage mich, wo du so viele Übergewichtige gesehen haben willst. Knauerhase ist ja schon eine Ausnahme.
      Die inzwischen verstorbene Sabine Kiefner fällt mir noch ein, die auch in Dokus auftrat. Ansonsten ist Übergewicht bei den deutschsprachigen "Fernsehautisten" meinem Eindruck nach eher selten. Ich denke auch, dass sowohl Übergewicht wie Untergewicht bei Autisten häufiger als im Durchschnitt vorkommen. Ersteres zum Teil sicher wegen fehlenden Sättigungsgefühls, letzteres aufgrund sehr "spezieller" Nahrungspräferenzen. Dazu kommt aber noch, dass Autismus nicht selten mit Stoffwechselerkrankungen einher geht, die sowohl zu Über- wie zu Untergewicht führen können. Und erhöhter Stress kann auch zu beidem führen, abhängig von der Disposition. Dazu kommen in manchen Fällen noch Essstörungen, die können auch sowohl "nach oben" wie "nach unten" gehen.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.

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    • Shenya schrieb:

      Interessant. Ich bin überrascht, dass die Amerikaner das überhaupt mitbekommen, wie woanders synchronisiert wird. Aber ich finde, unsere Synchronsprecher bringen die Filme wirklich gut rüber, ziemlich natürlich und so dass es passt.
      Die treffen sich sogar, also Originalschauspieler trifft Synchronsprecher.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • @Shenya @Leonora

      hier wird ja immer vom "Bild der Aspies in der Öffentlichkeit" gesprochen.
      Nur gibt es ja weder "die" Öffentlichkeit, noch schauen alle in dieser Öffentlichkeit die hleichen Filme - wenn überhaupt - in denen das Thema vorkommt.

      Die meisten Dokus zeigen Asperger mit erheblichen Komorbiditäten, sozial extrem irritierenden Verhaltensweisen (die dann auch andere Aspies "nerven" würden, Motto "da leidet jemand unter dem Asperger-Syndrom, ist Opfer "dieser Krankheit". Hier kommt ja auch diese formulierung "Leidet am Aspergersyndrom" her)
      Und die Dokus, die ich bisher gesehen hatte handleten eben meiist von ungepflegten, eübergwischtigen AspergerInnen, die bei nichts im Leben klarrkamen mit verwaschener Sprache. Oder wesentlich besser kompensierten, die dann im Leben Erfolg hatten, vor allem beruflch.
      Also nichts, wo ich mich hätte wiedererkennenkönnen.

      Bei den einen sah ich Komorbiditäten und Behinderungen, die ich NICHT hatte, bei anderen dagegen eine Kompensation bzw das fehlen von "Macken", DIE ich hatte.

      Wenn man mich im Alter von 13 ins Erwachsenenalter "verwandelt" hätte - ungefähr das wäre dabei herausgekommen. Nur dass ich, anstatt mich auf "Karriere und Beruf"zu konzentrieren - was die Protagonstin wohl gemacht hat, vllt auch weil sie ihr "so sein" unter Asperger "abhaken" konnte und gar nicht erst versuchte "sich zu ändern" - den Versuch unternommen hatte, die "NT-Welt" - von der ich ja erst seit einiger Zeit weiß, dass es eine "andere" ist - zu verstehen und mir NT-Verhalten aufzutrainieren, bis hin das dass lange Zeit mein Beruf war.

      Aufgrund der vielen Negativ-Kommentare zu mir seit frühester Kindheit, , die ja so extrem verletzend waren, so nah gingen, wurde "menschliches Verhalten" zu meinem SI. Darüber ging dann vieles andere verloren, auf das ich nicht auch noch achten konnte.

      Um dann festzustellen, für mich war ich damit in BEIDEM gescheitert. Das eine Aufgrund von "gegebenen" Unmöglichkeiten, das andere, weil ich meinen Focus auf diese "Unmöglichkeiten" gelegt hatte, von denen ich nicht wusste, das es UN-Möglichkeiten sind.

      Auch wenn das hart ist, aber heute sehe ich, dass alle diese Kommentare, die mich antrieben, nichts anderes waren als aus Unwissen und Unverständis und eigenen Verletzungen "herausgeschhleuderte", als Vorwurf formulierte Diagnosekriterien waren.

      Hier sagt eine "ich hab halt diesen Defekt" - eine Forrmulierung, die ich heute auch verwende als Intro, nur dass ich dann was zu Gensequenzverdoppelung bzw Gensequenzwegfall und "anderem Neurotyp" und Testosteron und dass sich das unterschiedlich zeigt/kombiniert erzähle (kommt keiner drumherum , läuft auf Stichwort).
      Ich habe in den letzten Monaten die Routine "Asperger einfach erklären in 3 Minuten mit Formulierungen, die der ANDERE gut annehmen kann und sich dadurch weder belastet fühlt, noch in Mitleid versinkt noch gefordert fühlt" entwickelt,n icht anders als frühere Routinen zu sozialen Situationen wie "Handwerkern Kaffe bringen" oder "smalltalk halten" (den ich seit 2 Wochen sogar aktiv aufrecht erhalten kann, wenn ich das will).

      Erkenne ich das setting einer Sozialen Situation, sind diese Routinen "auf Stichwort" da, fühlen siich, wenn ich dazu eine Form gefiûnden habe, die mir entspricht, dann auch natürlich an (so ist das eben bei Routinen, egal welche, man hält sie für "natürlich", egal wie "abgefahren" die auf andere wirkt).

      Letztens so sagte mir letztens ein Aspie, dass er meine "Suermarkt-Kassen-Smalltaltroutine" für "übertrieben" hält ...auf NTs wirkt es einfach nur interessiert und etwas plauderig (hier hab ich natürlich überprüft bzw überprüfen lassen).

      Für mich ist weniger die Frage, wie dieser Film auf Aspies wrkt, sondern ob er das allgemeine Bild zu Asperger negativ beeinflusst - und das macht er nicht.
      Eine etwas komische und manchmal irritierende Frau, mit "Macken", die sich bei vielen Aspies mehr oder weniger ausgeprägt finden lassen,.
      Diese Macken sind hier "erklärt"(ohne sich "wissenschaftlich" auch noch einarbeiten zu müssen) und die Situationen sind "typische" - und wie das bei "typisch" so ist, werden die vielen anderen Ausprägungsstärken bzw was da auch nch alles mit "hineinspielt", natürlich nicht miterwähnt (würde auch "ein bisschen" unübersichtlich).

      Wenn das Wiedererkennen einzelner "Macken" durch den Film bei denen, die diesen Film angesehen haben, dazu führt, dass bei ihnen positive GEfühle aufgrund der Erinnerung an die Serie, das Lachen, die schöne lLndschaft, die netten Leute usw. ausgelöst werden, dieses "alles wird gut"-Gefühl entsteht, anstatt sich wie bsher nur über diese Macken aufgrund der eigenen Irritaation zu ärgern, oder gar sind "Betroffenheit" zu verfallen und eigene Hilflosigkeit, weil "die Armen ja so behindert" sind", ist schon viel für Aspies gewonnen.

      Oder anders, wie käme das bei Aspies an, wenn dauernd irgendwelche Dolus aufen würden, wie entseztlich belastet NTs sind, wenn sie mit Aspies zu tun haben, wie schwer die es ihnen machen, miit ihren Verhaltensweisen und dem Unverstständnis zu ihrer NT-Denk- und Verhaltensweise, wobei die immer Generalisieren und nicht sehen, dass doch jede/r NT anders ist als der/die andere, dass die nie auf ihre spezifischen Bedürfnisse und Interessen eingehen, usw.usw.
      Ich galube nicht, dass das zu einem normalen, akzeptierenden Umgang mit NTs motovieren würde..... :d
      Sachlichkeit ist meine Ausdrucksweise von Liebe. Ohne Subtext! Versuche von Subtext werden gesondert kenntlich gemacht.
    • Neu

      Ich sah den ersten Film und habe nun keine Lust mir den zweiten anzusehen. Mein erster Gedanke war: "Scheint nicht einmal der schlechteste Terminator-Film zu sein." :sarcasm: Die Autistin verhält sich eben verdächtlig wie ein Terminator.
      "Igitt, die Muse hat mich geküsst." ~ ein autistischer Künstler
    • Neu

      Den ersten Film hatte ich nur ganz am Anfang gesehen, da ich eine Verabredung hatte. Den zweiten Film gestern hatte ich mir komplett angeschaut. Ich bin ehrlich gesagt erleichtert, dass einige Leute hier meine Meinung bezüglich des Films teilen. Die Darstellung von "Ella Schön" als Asperger-Autistin war für mich auch ziemlich übertrieben. Natürlich gibt es im realen Leben auch Aspies, die so sind wie in diesem Film (oder zumindest sehr ähnlich), aber bisher ist mir niemand von dieser Sorte begegnet. Die Aspies, die ich bisher persönlich kennengelernt habe, nehme ich viel sozialer wahr, haben aber dennoch klinisch signifikante Einschränkungen, sonst wären sie ja nicht diagnostiziert worden. So ist es ja bei mir auch. Ich finde es gut, dass nicht nur Personen diagnostiziert werden, bei denen das Asperger-Syndrom sofort auffällt (z.B. wie in dem Film), sondern dass bei der Diagnostik auch über den Tellerrand geschaut wird (RW). Denn wenn es nicht so wäre, dann wäre z.B. die Quote der Positivdiagnosen an der Uniklinik Köln nicht bei ca. 30%, sondern vielleicht nur bei ca. 5% oder weniger. Das wäre meiner Meinung nach sehr problematisch.
    • Neu

      RegenbogenWusli schrieb:

      Ich find sie in der Rolle etwas emotionslos dargestellt, also sehr sehr SEHR ernst, was ich selbst in Dokumentationen mit echten Autisten noch nie so gesehen hab, das wirkte extrem steif.

      RegenbogenWusli schrieb:

      Ich frage mich auch oft bei solchen Filmen ob die Filmemacher sich absichtlich so dafür entscheiden das ganze so extrem darzustellen, oder ob die sich vorher keine echten Aspies anschauen?

      Das was mich gestört hat, war die sehr extreme Emotionsarmmut in wirklich allen Bereichen.

      Shenya schrieb:

      Speziell habe ich mit diesem Stereotyp "keine Gefühle, keine Empathie, kein Humor" ein ganz großes Problem.
      Aus diesen Gründen betrachte ich solche Spielfilme eher problematisch. Sie fördern Klischees über Asperger-Autisten. Meine Eltern, die den Film mit mir zusammen angeschaut hatten, sagten zwar, dass sie die ein oder andere Gemeinsamkeit bei mir feststellen konnten, aber das waren irrelevante Kleinigkeiten. Solche Spielfilme tun mir ehrlich gesagt nicht gut, denn sie begünstigen bei mir diese lästige "Diagnose-Grübelei", was aber, rational betrachtet, völliger Unsinn ist, denn es ist ja nur ein Spielfilm und in Spielfilmen wird bekanntlich viel überspitzt dargestellt. Die Hauptsache ist doch, dass ich bei den "Real-Life-Aspies" viele Gemeinsamkeiten feststelle. Dessen sollte ich mir mehr bewusst werden.
    • Neu

      Gerade eben meineVermieterin:
      "Hast du diesen Film gesehen, Ella Schön? Das einzige was mich gewundert hat ist, dass du lachen kannst und sie so gar nicht.
      Darauf ich, "na ja, unter Stress ist das beii mir ja auch nicht mehr da"
      Sie darauf hin: "Stimmt, wenn ich empfindlich wäre hätte iich manchmal bei deinem Gesichtsausdruck Angst gekriegt". (uuups)
      Ich darauf hin: Es ist ja für jeden Stress, wenn man erfährt, dass der Partner jahrelang eine andere hatte und sogar Kinder mit ihr".
      Sie: Stimmt, sowas dauert. Und später hat sie ja mal gelächelt"

      Dann erzählte ich ihr was von Verbindungen zwischen (Gesichts-)Muskulatur und Emotionen, die eben auch erst mal entstehen müssen durch Übung - wie die seitlichen Kopfbewegungen indischer Tänzerinnen, prinzipiell könnte das ja jede/r... - nur dass sowas dann, wenn antrainiert, bei Stress wieder verloren geht oder dadurch blockiert wird

      alles in allem war sie die Meinung, diese Figur sei mir sehr ähnliich und sie hätte vieles wiedererkannt - und dann lachten wir, dass mir leiderleider der gezeigte Ordnungssinn fehlt.

      @Grübler_1988
      was für uns vllt irrelevante Kleinigkeiten sind, ist für Naspies oft das, was sie als "auffällig" wahrnehmen, und umgekehrt.
      Ebenso ist ja doch ein kleiner Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Aspies, ich würde auch ncht erwarten, dass eine männliche Rolle meine Eigenschaften für mich perfekt zeigt und so mancher in den Medien erscheinenden Asperger ist völlig anders, diese empfinde ich dann als "überzeichnet".

      Über den Film ist mir jedoch einiges noch bewusster geworden. Nämlich WIE irritierend ich oft mit manchen für mich gefühlten Kleinigkeiten bzw solchen, die ich bei anderen gar nicht als "komisch" wahrnehme, auf andere wirke. Der Film zeigt das ja aus der Perspektive von Naspies, die Aspererverhalten beobachten und scahfft es trotzdem, dass sich der/die ZuschauerIn mit der Hauptfigur dennoch identifizieren kann. Weil eben nicht Asperger das hauptthema ist, sondern ihr Schicksal und der Versuch, damit umzugehen, incl der Vermittlung, dass die Aspie-Sachlichkeit vllt nicht immer von Nachteil ist :d
      Auch hier, mir wurde oft wiedergespiegelt, ich sein in schwierigen Situationen so "cool" oder "emotionslos". Und sehe das mal aus Naspiesicht von Außen - sehr erhellend dieser Blick.
      Im Film sind die Emotionen ja erkennbar dargestellt, auch wenn sie sich nicht in Mimik und Körpersprache zeigen (bzw aus Naspiesicht sehr "miinimal"). Dafür weden diese über Musk und Szeneinstellungen dennoch vermittelt.

      Was vllt DER Unterchied zu dieser Figur und den meisten Aspies ist, SIE problematisiert nicht dauernd sich selbst und ihr Asperger, hat keine Selbstzweifel DARAUS.
      Sie "trägt" nicht das (auch manchmal bei mir vorhandene) "Ich bin Aspie, böse unverständige Welt, nimm Rücksicht"-"Schildchen "vor sich her", sie hadert nicht mit Asperger, sondern mit eiinzenen Situationen und dann gestaltet sie diese, mal mehr, mal weniger erfolgreich, aber eben nicht als eigengefühltes Opfer von Asperger oder der Welt.

      Btw, eine "belauschte" Unterhaltung im Supermarkt dazu: "Also ich würde ja ausrasten, wenn mir das passieren würde, das gäbe Mord und Totschlag....ich könnte nicht so ruhig bleiben" "Ich auch nicht, übrigens einer Bekannten ist was ähnliches passiert, die war danach zwei Jahre in der Psychiatrie...."
      Sachlichkeit ist meine Ausdrucksweise von Liebe. Ohne Subtext! Versuche von Subtext werden gesondert kenntlich gemacht.
    • Neu

      Grübler_1988 schrieb:

      Aus diesen Gründen betrachte ich solche Spielfilme eher problematisch. Sie fördern Klischees über Asperger-Autisten.
      So sehe ich das auch..und auch wenn es Einzelne gibt, die wie sie sein sollten..spiegelt es nicht das Gros wieder..und dient somit nicht dem,
      was einige denklen, dass es tut.
      Im Gegenteil.
      Diese extremen Stereotypen helfen dem Aspeibild nicht besonders.
      Weder sind alle... oder auch viele ...so wie Rainman, noch wie Ella.

      Es sind auch nicht alle schwarzen Pferde heissblütig,
      nicht alle Rothaarigen sexy,
      nicht alle Downies voll lieb,
      usw usw.
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert? "
      (Schrödinger lässt grüßen ;) )