gerade im ZDF (Sonntag 20:15)

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    • Japp, jetzt haben "wir" es in die deutschen Serien geschafft :m(: :d

      Und gar nicht mal so schlecht- Es hat mich schon ein bisschen erschreckt, festzustellen, dass ich früher oft wohl genauso auf andere genauso gewirkt habe. Was noch heute durchkommt, wenn ich sehr gestresst bin.

      Nur diesen Ordungssinn hab ich so gar nicht mitgeriegt :m(: :d
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    • Definitiv zu klischeehaft, zumindest in den 60 Sekunden, wo ich zuschauen konnte (hab's nicht länger ausgehalten, was aber auch daran liegt, dass ich generell das hölzerne Schauspiel in deutschen Filmen nicht abkann).
      Alles wird galaktisch gut.
    • Klar, es war überzeichnet, aber ich fand es trotzdem nicht schlecht. Wie immer bei siolchen Filmen stimmen zwar Details nicht - bei jemand, der mit Diagnose, also im Wissen um die Probleme über 40 noch so klischeehaft reagiert, hätte ich z.B. ein paar motorische Routinen erwartet und weniger Bereitschaft zu spontaner körperlicher Nähe, aber ehrlich gesagt haben mich die Schlampereien im juristischen Bereich mehr geärgert - man muss nun wirklich kein Jurist oder Banker sein um zu wissen, dass man ein Haus nicht mal so schnell per privatschriftlichem Vertrag verkaufen kann, das sollte man auch als Drehbuchschreiber wissen (das muss in Deutschland immer beim Notar gemacht werden).
    • Serien sind nun mal keine Dokus - die Nonnen in "Um Himmels Willen" sind ja nun auch nicht so wie die, die ich bisher kennenlernen durfte.

      Ich denke auch, dass es schwierg ist, manche Egenschaften (die ja unterschiedlich (stark) verteilt sind) und die Probleme, die sie bereiten, ohne eine gewisse Überzeichnung in so einem Genre dazustellen.

      Die Szene im Auto, die Wahrnehmung auf der Allee, als das Licht durch die Bäume flackerte . genau so erlebe ich das manchmal und muss dann Pause machen.
      Auch dieses wenn Gefühle hochkommen, mit den eigenen dann erstmal nicht umgehen zu können.... eins zu eins ich, bevor ich gelernt hatte, meine Gefühle diffrenziert wahrnehmen und benennen zu können.
      Die Ansprachen an die Kinder hätten auch von mir ein können, nur mittlerweile mit Lächeln (von ihr ab und zu bewusst aufgesetzt) und etwas mehr Modulation, aber in der Situation mit der Freundin, die gerade das Kind kriegt, ich hätte den Sohn auch heute noch ganz genau so rausgeschickt.

      Was sie - wenn auch, weil eben Serie, etwas klischeehaft dargestelt - zeigt, ist genau das, was andere in so manchen Situationen an mir mein Leben lang als "männlich, zu sachlich, zu kalt, zu unemotional, zu pragmatisch" usw kritsiert haben.

      Mir gefällt, dass sie nicht als behindertes, aufgrund der Umstände erfolglosesund ständig scheiterndes Opfer dargestellt wird, dass trotz der äußen "Sperrigkeit" ihre Gefühle sichtbar werden,

      allerdings befürchte ich, dass man mir, wenn ich Asperger sage ab jetzt einen akribisch Ordnungssinn positiv unterstellt, hier wird man darauf hinweisen müssen, dass Aspies trotz allem unterschiedlich "gestrickt" sind, also "Kennt man ein/e, kennt man ein/e" - und so wie an selbst ist, kann das eben auch aussehen und sich zeigen.

      Ich bin schon gespannt, weil ich damit rechne, auf diese Serie angesprochen zu werden im Laufe der nächsten Monate, und vor allem, wo Naspies Ähnlichkeiten feststellen, die mir vllt gar nicht so bewusst sind.
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    • HCS wrote:

      (das muss in Deutschland immer beim Notar gemacht werden).
      Das ist gut zu wissen, ich wusste das nicht, aber außer Copyright-law im US-Recht hab ich bisher auch nie etwas in den Dingen genauer beäugt X3

      Ich find sie in der Rolle etwas emotionslos dargestellt, also sehr sehr SEHR ernst, was ich selbst in Dokumentationen mit echten Autisten noch nie so gesehen hab, das wirkte extrem steif.
      Ich kann mir nicht vorstellen, das Autisten so sein sollen, von denen die ich bisher gesehen hab.
      So steif bin ich meistens wenn ich was vortragen muss/soll, aber das ist ja nicht ständig der Fall.

      Der Grund für das Nichtverstehen von bekannten Redewendungen kommt vielleicht von der Idee, das jemand in dem Alter mit Autismus diese vielleicht kennt, aber wenn man welche benutzt die weniger geläufig sind, erkennt die vielleicht nichtmal der NT-Zuschauer, und die wollen denen ja zeigen was Autisten für Probleme haben.
      Unter anderem eben das nicht erkennen von Sprichwörtern, und da benutzen sie mal wieder die sehr bekannten.
      Das mit dem in dem Café wo der eine im Dialekt diese Bestellung aufgab und sie nicht wusste was das sein soll, das wäre eine glaubwürdige Situation gewesen, oder wo der eine dann von dem Problem mit seiner Steuer sprach und sie das unweigerlich mitbekam und wusste was man da tun muss und ihm helfen wollte wie man das problem löst, dann noch von Behinderung sprach, aber seine Sehbehinderung meinte, was er zuerst nicht kapierte, und dann sie überfordert war das alles aufzuschreiben weil noch die anderen Gäste auf einmal alle gleichzeitig bedient werden wollten. Das fand ich eine Situation die ich aus meinem leben auch gut kenne.
      Oder das wo die Ablöse ins Cafe´kam und sie sagte sowas wie okay und ging dann sofort.
      Hätte ich auch gemacht, weil mir nichtmal einfallen würde was ich da noch soll dann, sie hatte aber komisch reagiert, als würde sie von ihr noch irgendwas erwarten.
      Das wo sie mit dem Auto fast von der Straße abkam weil ihr das problem im Kopf rumgeht, und sie sich nicht noch auf was anderes konzentrieren kann, sowas von mein problem, kenne ich gut.
      Ich frage mich auch oft bei solchen Filmen ob die Filmemacher sich absichtlich so dafür entscheiden das ganze so extrem darzustellen, oder ob die sich vorher keine echten Aspies anschauen?
      Das was mich gestört hat, war die sehr extreme Emotionsarmmut in wirklich allen Bereichen.
      Das wo die Frau auf dem Sofa geweint hat und sie verstehen wollte warum oder nicht kapierte wiso, fand ich realistisch, mir wäre es da auch so ergangen, ich hätte wohl so naiv noch direkt gefragt "Warum weinen Sie jetzt?"
      Aber sonst so, wenn es um was ging was ihr vielleicht spaß macht, wenn sie sich um ihre Ordnung etc kümmerte, da kam nichtmal ein Lächeln oder ähnliches.
      Ich muss aber zugeben das ich wohl auch eher ordnungsliebend bin.
      Ich besitze leider zu viel als das ich es für meine Systemartigkeit anständig sortieren kann, so das es auch ordentlich aussieht.
      Ich finde alles wieder. Wenn ich was nicht wiederfinde, liegt es nicht da wo es hingehört, was selten passiert, aber durch unkenzentriertheit durchaus passieren kann.
    • HCS wrote:

      aber ehrlich gesagt haben mich die Schlampereien im juristischen Bereich mehr geärgert
      :d genau, nur ohne die Schlamperei wäre der Gag mit der verspeisten Unterschrift nicht zustande gekommen. Wobei ich hier dachte, dass doch jede ordentliche Firma davon Kopien und die heute auch eingescannt haben müsste - und weitergesponnen mit diesem ""Fehler mehr an"wie komme ich an die Expemplare, wie lösche ich die" - Spannung erwarten ließ :d

      Natürlich ist der Kaufvertag üüber ein Haus erst mit der notariellen Beurkundung abgeschlossen.
      Insofern hätte sie den hausberkauf auch stoppen können, wenn sie beim Notar dann nicht unterschreibt. ABER, da ein vorheriger schriflicher Vetrag dazu vorlag, wäre sie hier zu höheren eventuellen Schadenersatzforderungen verpflichtet gewesen (nennt sich "Käufer in den Zusatnd vor Vertragsbeginn zurücksetzen"), weil durch diesen schriflichen Vetrag ein besonderes Vetrauen in das Zustandekommen des Vetrages entstanden ist (BGH in NJW 1970, 1840)

      und das sie versäumt haben soll, sich ihr Exempar des Vetrages miitzunehmen....

      Aber es wird im Film ja auch nocht immer in der Kirche geheiratet und wenn dann Braut oder Brätigam "sitzengelassen werden" sieht es so aus, als gäbe es dann keine Ehe (oder ein/e andere/r könnte spontan "einspringen")

      Also......
      Ohne Standesamt keine rechtsgültige Ehe, mit geschlossener Ehe vor dem Standesamt nutzt auch Abhauen am Altar nichts mehr - egal was man im Fernsehen sieht :d
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    • Happy to be wrote:

      HCS wrote:

      aber ehrlich gesagt haben mich die Schlampereien im juristischen Bereich mehr geärgert
      :d genau, nur ohne die Schlamperei wäre der Gag mit der verspeisten Unterschrift nicht zustande gekommen. Wobei ich hier dachte, dass doch jede ordentliche Firma davon Kopien und die heute auch eingescannt haben müsste - und weitergesponnen mit diesem ""Fehler mehr an"wie komme ich an die Expemplare, wie lösche ich die" - Spannung erwarten ließ :d
      Natürlich ist der Kaufvertag üüber ein Haus erst mit der notariellen Beurkundung abgeschlossen.
      Insofern hätte sie den hausberkauf auch stoppen können, wenn sie beim Notar dann nicht unterschreibt. ABER, da ein vorheriger schriflicher Vetrag dazu vorlag, wäre sie hier zu höheren eventuellen Schadenersatzforderungen verpflichtet gewesen (nennt sich "Käufer in den Zusatnd vor Vertragsbeginn zurücksetzen"), weil durch diesen schriflichen Vetrag ein besonderes Vetrauen in das Zustandekommen des Vetrages entstanden ist (BGH in NJW 1970, 1840)

      ...
      Ich habe den Film zwar nicht gesehen und kenne die konkreten Umstände dort nicht.
      Aber: :prof:
      Es Bedarf zwar grundsätzlich beim Grundstückskaufvertrag einer notariellen Beurkundung. Der Vertrag wird aber gemäß § 311b (1) BGB auch dann wirksam, wenn "die Auflassung und die Eintragung in das Grundbuch erfolgen". Zu beachten ist hier auch die weitgehend analoge Regelung beim Eigentumsübergang in § 873 BGB.
      Wenn aber der Vertrag mangels notarieller Beurkundung und mangels Auflassung und Grundbucheintragung nicht wirksam geworden ist, also nichtig ist, wird es sehr schwierig ohne weitere Umstände bzw. Rechtsgeschäfte daraus legitime Schadenersatzforderungen abzuleiten.
    • @Vithares

      was man fordern kann ist die Erstattung der Aufwendungen, die im Rahmen der <verkaufsverhandlungen für den Jetzt doch ncht Käufer enstanden sind.
      Je mehr der kaufenwollende davon ausgehen musste, dass die notarielle Beurkundung zustande kommt, deso mehr wird das.

      Ohne irgendwas Schriftliches bzw deutliche Zeichen (verkäufer genehmigt vorher Umbau odder Lagerung einiger Möbel), sind das AUwendungen wie Fahrtkosten, Verdienstausfall wg längerer Anreise, usw.

      Muss der Kaufenwollende aber davon ausgehen, dass die notarielle Beurkudung zustande kommt, dann können das auch Kosten wie ein vom Kaufenwollenden in Auftrag gegebenes Wertgutachten zum Haus .

      Natürlich gibt es keinen Schadensersatz für den emotionalen Verlust, aber angenommen Tante Frieda sagt, sie will das Haus verkaufen, die Käufer haben so einen Vetrag, geben danach ein Gutachten in Auftrag, nachdem sie schon einiges ihrer Möbel dort aufgestelt haben und mit der Badrenovierung begonnen haben, und Tante Frieda will dann doch nicht verkaufen, hier können dann auch diese Kosten zurückgefordert werden.
      Siehe §§ 280 I, 241 II, 311 II Nr. 1 (BGB)

      Letztendlich muss dann im Einzelfall entschieden werden, wieviel warum angemessen ist.
      Dabei wird versucht herauszufiinden, wie sehr die Kaufenwollenden darauf vetrauen konnten, dass der oatarielle Kaufvertrag zustande kommt.
      Hier nutzt es dann allerdiings nichts zu sagen "ja der wirkte so ehrlich und ich hab darauf vertraut" - - insofern sollte man z.B. nie die eigene Wohnung kündigen, bevor nicht ALLES juristisch "wasserdicht" ist und man den Schlüssel in der Hand hat.
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    • Solche Aufwendungen vor dem Vertragsabschluss können aber insbesondere beim Grundstückskauf aufgrund der Regelung in § 311b BGB nur in besonderen Ausnahmefällen geltend gemacht werden. Schließlich dient die Regelung auch dazu die Vertragsparteien vor einem unüberlegten Grundstückskauf bzw. Verkauf mit oft weitreichenden Konsequenzen zu schützen. Falls also schon vor Vertragsschluss aufgrund des Handelns des Gläubigers (z.B. Wertgutachten) erhebliche Kosten entstehen und der Schuldner dafür aufkommen müsste bei einem im Endeffekt nicht zustande kommenden Vertrag, würde dies dem Regelungszweck des § 311b BGB entgegenstehen. Schließlich muss dem Gläubiger bewusst sein, dass ohne notarielle Beurkundung kein wirksamer Vertrag zustande kommt.
    • Deswegen hatte ich das genannt.
      BGH in NJW 1970, 1840)
      Natürlich sollte einem Käufer bewusst sein (und einer Käuferin auch, aber sobald ich in die Jura-Sprache wechsele..... :m(: )
      daraus in 112
      Wegen Verschuldens bei Vertragsverhandlungen haftet auch derjenige, der gegenüber seinem Verhandlungspartner unredlicherweise den Anschein erweckt, ein formbedürftiger Vertrag sei gar nicht formbedürftig oder der Vertrag werde mit Sicherheit formgerecht abgeschlossen.

      Hier wäre im Falle des Hauskaufs (strengere Regelungen im Gegensatz zu anderen Geschäften) Vorsatz gegenüber Fahrlässigleit zu prüfen.....

      denn darauf könnte sich im Prozess die Hauptdarstellerin berufen, dann wird es nicht ganz so teuer, evtl käme sie hier sogar ganz drumherum.
      Mehr als zu sagen, "ich verkaufe doch nicht, erkundige dich bei deinen Anwälten" hätte sie eigentlich nicht machen müssen.
      Sehr teuer wäre das nicht geworden.

      Wäre dann aber keine Story geworden, in der die Netten gegen die Fiesen siegen :d

      Nur zu prüfen wäre jetzt nach dieser Aktion auch, in wie weit sich die Hauptdarstellerin stafbar gemacht hat. Vllt kommt da doch noch was Fieses zurück :d
      Ach ja, und wieso wurde die mitgebrachte Vetrag nicht erst durch die Anwälte geprüft, spricht also auch niicht für die Firma

      Was ich aber feststelle, die Serie "hat was" - zumindest für mich sehr viel Wiedererkennungseffekt, über den ich meist lachen, aber auch an der einen oder anderes Stelle heulen könnte.

      Auch die Doppeldeutigkeit des Titels gefällt mir. :)


      ...und Aspie-Tauglich ist sie auch, oder wieso beschäftigen wir uns so intensv mit einem "Filmfehler" :d
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    • Man vergleicht solche Figuren ja immer mit sich selbst. Entsprechend gehe ich im Folgenden von mir aus. Es ist mir schwer gefallen, den Film zu Ende zu schauen.

      Die wieder mal falsch recherchierte Verbindung zwischen Asperger und Inselbegabung war das Erste, was mich gestört hat, noch bevor der Film überhaupt los ging.

      Die Sprache der Ella war wie die eines Roboters. Ich kennen keine/n Aspie, der oder die so spricht. Ich rede auch nicht so. Ich spreche sicher nicht sonderlich emotional, aber auch nicht wie eine Maschine. Ist unter Euch ein/e wirklich hoch funktionale Aspie, der oder die so spricht?

      Ihre fehlende Emotionalität stört mich auch. Das bedient so sehr das Klischee, dass Aspies grundsätzlich keinerlei Zugang zu ihren Emotionen haben oder sie Gefühle überhaupt nicht zeigen können. Auch dass Aspies kein Einfühlungsvermögen haben wird hier so betont. Ich bin nicht so super darin, bestimmte Emotionen zu zeigen, aber Empathie kriege ich durchaus hin. Ich habe oft mehr davon, als mir guttut.

      Dann die Stöckelschuhe! Ich würde so nie rumlaufen. Ich würde mir beide Beine brechen. Ich muss allerdings zugestehen, dass sie damit auch nicht gerade elegant gelaufen ist!

      Ich persönlich würde mich nie zu einem Fremden an den Tisch setzen und diesen Typen anquatschen. Ich würde eine E- Mail schreiben ;)
      Auch würde ich nicht freiwillig in einem Cafe aushelfen. Da wäre ich so überfordert, wie sie dargestellt wurde. Überhaupt geht sie sehr viel in persönliche Interaktionen, die ich, wenn irgend möglich vermeiden würde.

      Ich würde auch nicht mal eben so ein eigentlich fremdes Haus belagern.

      Einigermaßen realistisch waren die Situationen beim Essen. Knäckebrot mit immer demselben Belag. Essen als Nahrungsaufnahme….Ein paar mehr derartige Routinen hätten der Figur noch mehr Realität verliehen.

      Auch das wörtliche Verstehen kann ich so stehen lassen. Allerdings war auch das überzeichnet, sie ist ja eine erwachsene Person.

      Die Reizproblematik hätte noch etwas besser raus gearbeitet werden können.

      Insgesamt habe ich mich ständig gefragt, warum man der Ella die Rolle einer Aspie zugwiesen hat. Man hätte auch zwei Frauen darstellen können, die eben einfach unterschiedliche Charaktere sind. Ich glaube, das wäre dem Film besser bekommen, als so ein Spezialthema. Irgendwie passt die Asperger Problematik da nicht, finde ich. Was soll mir das sagen, dass sie Aspie ist? Vielleicht kommt das in der nächsten Folge durch, ich werde sie aber vermutlich nicht anschauen.

      Grundsätzlich ist es sicher sehr schwierig, eine Asperger Autistin für so eine Rolle zu beschreiben und sie dann auch noch zu spielen. Da hat sie getan, was sie konnte, würde ich sagen. Ich glaube, NT können sich in alle möglichen Typen und Problematiken hineinversetzen. Jeder Erwachsene hat mal sowas wie depressive Stimmung erlebt. Jeder hat sich irgendwann vermutlich selbst nicht leiden können. Jeder hat mal etwas gehört oder gesehen, was gar nicht da war oder nicht so da war. Depressionen, Borderline, Psychose, alles vermutlich irgendwie vorstellbar. Aber Autismus? Wie es ist, Aspie zu sein, kann man sich nicht mal eben so vorstellen, glaube ich. Man muss sich als NT wirklich gut auskennen mit diesem Thema, um eine realistische Figur für einen guten Film zu kreieren.
    • Mir hat es grundsätzlich gefallen, überzeichnet wie immer im Fernsehen aber unterhaltsam, und ich habe noch zu wenige Asperger Frauen überhaupt im Fernsehen oder Film sehen dürfen, „Die Brücke“ war so ziemlich das einzige. Solche Heimatfilme mit Dorfcharakter finde ich eh schräg und hab aus Neugier reingeschaut. Fernsehfiktion eben. Die rechtlichen Aspekte störten mich nicht, obwohl ich da auch besser bewandert bin :d
    • Die anderen Charaktere waren doch auch nicht realistisch gezeichnet, aber die Stöckelschuhe fand ich auch falsch. In der Mediathek kann man die nächste Folge die nächsten Sonntag läuft schon anschauen und sehen, wieso das Ganze unter „Herzkino“ läuft, ist nun mal für die Massen und meiner Meinung nach nicht zu eng zu bewerten. So ähnlich sehe ich die Dinge wenn Leute Schlager hören, die bilden die Welt auch nicht ab, aber Millionen Zuschauer mögen das nun mal....Zugleich hat eine auf Twitter Ella Schön mit Seven of nine verglichen, dem ich irgendwie auch zustimmen kann...
    • Ani wrote:



      Grundsätzlich ist es sicher sehr schwierig, eine Asperger Autistin für so eine Rolle zu beschreiben und sie dann auch noch zu spielen. Da hat sie getan, was sie konnte, würde ich sagen. Ich glaube, NT können sich in alle möglichen Typen und Problematiken hineinversetzen. Jeder Erwachsene hat mal sowas wie depressive Stimmung erlebt. Jeder hat sich irgendwann vermutlich selbst nicht leiden können. Jeder hat mal etwas gehört oder gesehen, was gar nicht da war oder nicht so da war. Depressionen, Borderline, Psychose, alles vermutlich irgendwie vorstellbar. Aber Autismus? Wie es ist, Aspie zu sein, kann man sich nicht mal eben so vorstellen, glaube ich. Man muss sich als NT wirklich gut auskennen mit diesem Thema, um eine realistische Figur für einen guten Film zu kreieren.
      Selbst Depressionen sind für andere schon schwer vorstellbar.
      Und ich rede von richtigen Depressionen, nicht nur Verstimmungen.

      Grds. befürworte ich die Versuche, Menschen für solche Thematiken zu sensibilisieren und gewissermaßen aufzuklären, auch wenn diese Filmreihe konkret eher der Unterhaltung dient.
      Was ich kritisieren würde, wäre auch die Überzeichnung.

      (Ich habe solch einen Menschen noch nie gesehen, mit dem Gesichtsausdruck und der Tonlage der Stimme, da sehe ich es so wie Ani.
      Selbst ein Aspie, der wirklich kaum bis gar nicht Kontakt mit anderen hatte an meiner Schule hat nicht so geredet.
      Ich will aber auch nicht meinen, gar nicht, aber auf jeden Fall nicht immer so und auch nicht meistens.
      Mag sein, dass auch ich manchmal so rede, aber sie redet ja immer so roboterhaft, außerdem bin ich aus einer ganz anderen Generation und ein Nerd. :oops: )

      ...

      Am Ende gibt es die Autisten aus den Filmen dann gar nicht in der Realität. :roll:



      ...

      Kommt es noch jemandem so vor, als stellen die Medien Aspies quasi zu Anfang wie “unbeschriebene Blätter” dar, “unzugänglich, verschlossen, verklemmt” und zeigen dann nach und nach, wie das doch durchbrochen werden kann? :roll:
      Kommt mir schon fast wie eine Leitlinie vor “Wie werden Aspies doch noch zu normalen Menschen.”
      :m(:
      oder eben realitätsfern, dass die Aspies scheinbar vorher nie Erlebnisse hatten und alles auf einmal während des Films zum ersten Mal passiert nach 20 Jahren oder länger oder so, you know what i mean i hope. :yawn:
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Ani wrote:

      Die wieder mal falsch recherchierte Verbindung zwischen Asperger und Inselbegabung war das Erste, was mich gestört hat, noch bevor der Film überhaupt los ging.

      Die Sprache der Ella war wie die eines Roboters. Ich kennen keine/n Aspie, der oder die so spricht. Ich rede auch nicht so. Ich spreche sicher nicht sonderlich emotional, aber auch nicht wie eine Maschine. Ist unter Euch ein/e wirklich hoch funktionale Aspie, der oder die so spricht?

      Ihre fehlende Emotionalität stört mich auch. Das bedient so sehr das Klischee, dass Aspies grundsätzlich keinerlei Zugang zu ihren Emotionen haben oder sie Gefühle überhaupt nicht zeigen können. Auch dass Aspies kein Einfühlungsvermögen haben wird hier so betont. Ich bin nicht so super darin, bestimmte Emotionen zu zeigen, aber Empathie kriege ich durchaus hin. Ich habe oft mehr davon, als mir guttut.

      Dann die Stöckelschuhe! Ich würde so nie rumlaufen. Ich würde mir beide Beine brechen. Ich muss allerdings zugestehen, dass sie damit auch nicht gerade elegant gelaufen ist!
      Meine volle Zustimmung, genau das fand ich in den 60 Sekunden auch schon so extrem störend, dass ich gar keine Lust hatte, weiter zu schauen.

      Aus einem Artikel:

      Standard.at wrote:

      Bei Autismus war reduzierte Empathiefähigkeit lange ein wichtiges Diagnosekriterium. Nun gebe es immer mehr Hinweise, dass "der Autist, der bei anderen starke Emotionen wahrnimmt, dadurch schneller überfordert wird". Um dem zu entgehen, könnten Betroffene gewissermaßen von vornherein dazu neigen, solche Wahrnehmungen zu blockieren.

      Ani wrote:

      Essen als Nahrungsaufnahme….
      Bei mir ist Essen allerdings viel mehr, eher sowas wie Stimming, ich liebe es! :d
      (merkt man leider auch auf der Waage, ich arbeite daran...)
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    • @Ani
      Also ich erkenne bei dieser Ella gar keine Inselbegabung - sie hat ein paar Kenntnissse in Jura, die auf Stichwort automatisch "losgehen".

      iIch schrieb ja schon, früher habe ich, vllt nicht ganz so "abgehackt" ziemlich genauso gesprochen und kenne auch Asperger, die diesen oft als abfällig interpretierten Tonfall haben.
      Es geht einfach bei jedem Satz die Stimme am Satzende in die Tiefe, und das wiirkt dann auf ande "kalt bis abfällig" und ist in der NT-Sprache auch so gemeint.
      Wenn jemand auf diese Art und Weise "toll" sagt - bei einem so spechenden Aspie ist das wirklich als "schön, freut mich" usw gemeint, bei einem NT dann als das Gegenteil.

      Mir wurde z.B. früher nie geglaubt, wenn ich sagte, wenn mir etwas gefällt, und ich hatte lange keine Idee, wieso nicht. Irgendwann dann das "Ahaaa", daran liegt es.
      Auch dieses "in Krisen auf sachlich schalten", noch letztes Jahr wurde mir zweimal das massiv vorgeworfen, und das obwohl ich mittlerweile auch dann meist Stimmmodulation habe (sie wird nur deutlich weniger).

      Ich hab miir den Film jetzt nochmals angesehen. Ziemlich viele Szenen in meinem Leben waren genau so. Erst nachdem ich mich mit "menschlichem Verhalten und Kommunikation, Gefühle und Umgang damit" als SI intensiv beschäftigte, und nach und nach einiges herausfand und mir antrainierte, änderte sich das - auch wenn manches heute noch so vorkommt.
      Die Hauptfigur im Film hatte ja dieses SI nicht, sich niie so damit beschäftigt unnd wurde wohl auf vieles nicht hingewiesen.

      Eiine Serie behandelt ja keine tiefergehenden "Problematiken". Die Frage ist ja auch, ist Asperger die Problematik, oder der egene Umgang und der anderer damit bzw wie entsteht eine Problematik, wenn das mit dem "Umgang mit Asperger unnd AspergeriInnen" nicht fundktioniert.

      Mir gefällt, dass Aspeger zwar erwähnt wird, aber eben nicht DAS und auch noch Problemthema ist.

      Hier passiert dich gerade, was du dir wünschst. Zwei Frauen mit unterrschiedlichem Charakter, von der eine eine Aspergerin ist, was zu bestimmten Schwierigkeiten und Irritationen führt, die aber hier gelöst werden - und auch vorbildwrksam, wie sich mit manchen "Aspie-Macken" auch umgehen lässt statt blöder Kommentarre.

      Siehe die Idee der Gaststättenwirtin, aus der Überforderung beim Service eine andere Lösung zu finden, die Gäste die Bestellung sebst schreiben zu lassen, und dann den Service zu machen, während Ella in der Küche die Teller füllt.
      Kreative Lösungen sind ja oft gefordert, wenn NT-Welt-Ansprüche auf Asperger treffen.

      Und das eben "nebenbei, einfach nur menschlich und gutwillig" statt "problematisierend" und "therapeutisch" .

      Hier wird Asperger für NTs endlich mal NICHT zum Hauptthema gemacht, auch wenn es immer sichtbar ist, es wird nicht dramatisiert, auch wenn die Folge dann manchmal "damatisch" sind, es wird nicht als soooo besonder besonders dargestellt, sondern als "so kann eben auch jemand sein, und man kann mit so jemandem gut klarkommen ".
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    • Ach so, mittlerweile gehe ich bei "Aspie" auch nicht mehr von mir aus. Es gibt Aspies, die gehen gerne ins Phantasialand und fahren Achterbahn, dabe ist doch ausgeechnet dort alles auf einmal und auch ganz viel und lange, was ich nur schwer und begrnzt ertragen kann, - dafür kriege ich heute smalltalllk hin.
      Nicht alle Aspies haben alle oder die gleichen "Macken" , und die Folgen, die sich aus diesen "Macken" dann entwickeln, je nachdem wie das Ummfeld und die bisherigen Erfahrungen waren, sind ja auch völlig unterschiedlich.
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