Burnout bei Asperger-Autisten

    • rowdy schrieb:

      Ist es bei manchen auch so, daß sich ein "regelmäßiges Burnout" bemerkbar macht?

      Seit circa 4 Jahren bin ich regelmäßig erschöpft, kriege Depressionen, kann die WOhnung nicht mehr verlassen und verlier mich irgendwie im Nirgendwo.
      Ich kann nichts tun, (obwohl ich alles versuche) doch irgendwann krieche ich wieder aus der Krise raus.

      Doch irgendwann paar Monate später geht es von vorne los.

      Ich fühl mich dann immer von allem, also der Welt, dem Alltag und so (so stupide das klingen mag) total überfordert und erschöpft
      Ist bei mir genauso. Ich habe aber gemerkt, dass das am Stress liegt, den man hat. Die Arbeitszeit auf 80% zu reduzieren hat schon sehr geholfen - dadurch bekomme ich das seltener und kürzer.
      Aber es wird wohl für immer so sein, dass ich alle paar Monate 2 bis 3 Wochen krankgeschrieben bin. :?
    • sebihepp schrieb:

      rowdy schrieb:

      Ist es bei manchen auch so, daß sich ein "regelmäßiges Burnout" bemerkbar macht?

      Seit circa 4 Jahren bin ich regelmäßig erschöpft, kriege Depressionen, kann die WOhnung nicht mehr verlassen und verlier mich irgendwie im Nirgendwo.
      Ich kann nichts tun, (obwohl ich alles versuche) doch irgendwann krieche ich wieder aus der Krise raus.

      Doch irgendwann paar Monate später geht es von vorne los.

      Ich fühl mich dann immer von allem, also der Welt, dem Alltag und so (so stupide das klingen mag) total überfordert und erschöpft
      Ist bei mir genauso. Ich habe aber gemerkt, dass das am Stress liegt, den man hat. Die Arbeitszeit auf 80% zu reduzieren hat schon sehr geholfen - dadurch bekomme ich das seltener und kürzer.Aber es wird wohl für immer so sein, dass ich alle paar Monate 2 bis 3 Wochen krankgeschrieben bin.
      Genau, die Arbeitszeit habe ich auch schon reduziert. Die "Ausfälle" sind bei mir schon seltener und nicht mehr so lang. Aber ich komm mir immer so blöd vor, vor allem in der Arbeit obwohl die dafür voll Verständnis haben . (sie wissen von meinen Diagnosen)
      ADHS und Autismus.

      I'm an autist with an obsession to social interaction.
    • sebihepp schrieb:

      rowdy schrieb:

      Ist es bei manchen auch so, daß sich ein "regelmäßiges Burnout" bemerkbar macht?

      Seit circa 4 Jahren bin ich regelmäßig erschöpft, kriege Depressionen, kann die WOhnung nicht mehr verlassen und verlier mich irgendwie im Nirgendwo.
      Ich kann nichts tun, (obwohl ich alles versuche) doch irgendwann krieche ich wieder aus der Krise raus.

      Doch irgendwann paar Monate später geht es von vorne los.

      Ich fühl mich dann immer von allem, also der Welt, dem Alltag und so (so stupide das klingen mag) total überfordert und erschöpft
      Ist bei mir genauso. Ich habe aber gemerkt, dass das am Stress liegt, den man hat. Die Arbeitszeit auf 80% zu reduzieren hat schon sehr geholfen - dadurch bekomme ich das seltener und kürzer.Aber es wird wohl für immer so sein, dass ich alle paar Monate 2 bis 3 Wochen krankgeschrieben bin. :?
      Hier auch so. Leider musste ich aus finanziellen Gründen meine vorherige Teilzeit auf Vollzeit aufstocken. Das raubt mir doch -gerade mit zunehmendem Alter- mehr Energie als ich anfangs dachte.
      LG Heavyload

      Es gibt zwei Arten von Menschen:
      Die einen kennen mich...
      Die anderen können mich...
    • Heavyload schrieb:

      sebihepp schrieb:

      rowdy schrieb:

      Ist es bei manchen auch so, daß sich ein "regelmäßiges Burnout" bemerkbar macht?

      Seit circa 4 Jahren bin ich regelmäßig erschöpft, kriege Depressionen, kann die WOhnung nicht mehr verlassen und verlier mich irgendwie im Nirgendwo.
      Ich kann nichts tun, (obwohl ich alles versuche) doch irgendwann krieche ich wieder aus der Krise raus.

      Doch irgendwann paar Monate später geht es von vorne los.

      Ich fühl mich dann immer von allem, also der Welt, dem Alltag und so (so stupide das klingen mag) total überfordert und erschöpft
      Ist bei mir genauso. Ich habe aber gemerkt, dass das am Stress liegt, den man hat. Die Arbeitszeit auf 80% zu reduzieren hat schon sehr geholfen - dadurch bekomme ich das seltener und kürzer.Aber es wird wohl für immer so sein, dass ich alle paar Monate 2 bis 3 Wochen krankgeschrieben bin. :?
      Hier auch so. Leider musste ich aus finanziellen Gründen meine vorherige Teilzeit auf Vollzeit aufstocken. Das raubt mir doch -gerade mit zunehmendem Alter- mehr Energie als ich anfangs dachte.
      Ja, immer dieses finanzielle... Dabei kann man ja nichts dafür...


      Ich bin echt froh, daß es anderen auch so geht.
      ADHS und Autismus.

      I'm an autist with an obsession to social interaction.
    • geht mir seit ca sieben Jahren ähnlich.
      Brauche viel zeit, um in eine Erholung zu kommen und leistungsfähig zu sein.
      Als depressiv würde ich mich nicht bezeichnen, hab gute Laune und bin interessiert usw
      Bloß die Batterien sind schnell leer und ich bin sehr schnell über reizt. Zb wenn ich aus dem Haus geh oder von Geräuschen, Bewegungen...
      Fernseh\video gucken kann ich nur beschränkt. Werbung und schnelle szenenwechsel ertrage ich nicht.
      Musik kann ich auch nur selten hören.
      Kontakt zu Menschen ist auch unheimlich anstrengend für mich.
      Einmal im Monat 2 Std Selbsthilfe Gruppe bedeutet, dass ich danach da 4-6 Std mehr Schlaf brauche.
      Mit dem Haushalt komme ich auch nicht hinterher. Ich schaffe zwar jeden Tag ein Stück, aber es reicht nicht, um ein erwünschtes Maß zu erhalten.
      Auch meine Hobbies und Spezial Interessen leiden darunter. Auch von der geistigen Leistung her, die ich nicht mehr wie früher erbringen kann, oder nicht mehr so oft.
    • Ich denke auch, wenn die Existenz- und Zukunftsängste nicht wären, würde es vielen Autisten mit ihrer "Andersartigkeit" größtenteils doch gut gehen. Unser "System" ist da wirklich zutiefst "gestört", wenn man erst einmal zusammenbrechen muss, um überhaupt Hilfe zu bekommen. Und selbst Umschulungen bzw. generell Neuorientierungen auf höherem Niveau zumeist Vollzeit verlangen.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.
    • halcXVl schrieb:



      Ich wollte mal wissen ob es hier andere Betroffene oder ehemalige Betroffene gibt die mir mal kurz schildern könnten wie sich das bei ihnen manifestiert hat...
      Bei mir war es eher Langeweile die aber zu ähnlichen Auswirkungen führte. Ich fühlte mich sehr unterfordert und mein Arbeitgeber versorgte mich nicht mit ausreichend Arbeit. Er wusste, dass ich unterfordert war, bestätigte das auch, änderte aber nichts an der Situation. Abhilfe schaffte dann eine Kündigung und ich konnte mich psychisch wieder einigermaßen stabilisieren.
    • Neu

      Wenn man den Begriff Burnout mal übersetzt, heißt es ausgebrannt sein. Und das beschreibt es für auch sehr gut. Völlig leer sein, keine Kraftreserven mehr haben - wie ein Akku, der leer ist und sich nicht mehr automatisch auflädt.

      Ich habe da immer die Werbung von Duracell vor Augen: alle Hasen trommeln und hoppeln und einer nach dem anderen hört auf, weil die Batterie leer ist. Nur der Hase mit der Duracell hält durch bis zum Schluss.

      Das beschreibt für mich die Gesellschaft recht gut. Immer im Dauerstress, immer in Bewegung (körperlich und geistig), immer am Limit. Es wundert mich nicht, wenn es Menschen gibt, die da nicht mithalten können. Wenn da, wie bei vielen Aspies, noch eine Reizfilterschwäche hinzukommt, wird der Druck von außen irgendwann so groß, dass gar nichts mehr geht.

      Irgendwann habe ich erkannt, dass bei mir die Gefahr des Zusammenbruchs im Frühjahr am größten ist. Nach dem dunklen Winter und leichten Winterdepris (nur Depris, keine Depression) waren meine Akkus leer und ich bin regelmäßig in der Psychiatrie gelandet. Seit ich mir ganz bewusst meine Auszeiten nehme, geht es mir besser. Und ich bin immer wieder erstaunt, wie kurz diese bewussten Auszeiten sein können - im Frühjahr z.B. eine bis drei Wochen. Zwischendurch meist nur ein paar Tage.
      ~ Mir egal - ich bin ein Einhorn. ~
    • Neu

      Beim Burnout schwingt auch mit, dass man sich dabei für etwas aufgeopfert hat (meistens der Beruf, manchmal auch Familie).

      Im Fall von Autismus finde ich, dass der Begriff Burnout vom Gefühl her sehr gut passt, aber es hat dann nichts mit übertriebenem Einsatz zu tun, sondern einfach mit einem Ermüdungszustand aufgrund der Lebensanstrengung. Ich glaube, man könnte dann noch unterscheiden, ob eine richtige Depression dazukommt oder nicht. Für mich wäre eine Erschöpfung ohne Depression sozusagen die Stufe 1, aber wenn es schlimmer wird, dann kommt die Depression sicher dazu, dann Stufe 2, und dann würde der Begriff Erschöpfungsdepression auch passen.
      Menschen sind auch nur Tiere. - Ich mag Tiere!
    • Neu

      Shenya schrieb:

      Beim Burnout schwingt auch mit, dass man sich dabei für etwas aufgeopfert hat (meistens der Beruf, manchmal auch Familie).

      Im Fall von Autismus finde ich, dass der Begriff Burnout vom Gefühl her sehr gut passt, aber es hat dann nichts mit übertriebenem Einsatz zu tun, sondern einfach mit einem Ermüdungszustand aufgrund der Lebensanstrengung. Ich glaube, man könnte dann noch unterscheiden, ob eine richtige Depression dazukommt oder nicht. Für mich wäre eine Erschöpfung ohne Depression sozusagen die Stufe 1, aber wenn es schlimmer wird, dann kommt die Depression sicher dazu, dann Stufe 2, und dann würde der Begriff Erschöpfungsdepression auch passen.
      Genau so denke ich schon eine Weile. Hatte aber noch nicht die Bestätigung, dass das was mit dem Autismus zu tun hat.

      Ich dachte ich bin einfach ein Weichei.
      ADHS und Autismus.

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    • Neu

      Shenya schrieb:

      Beim Burnout schwingt auch mit, dass man sich dabei für etwas aufgeopfert hat (meistens der Beruf, manchmal auch Familie).

      Im Fall von Autismus finde ich, dass der Begriff Burnout vom Gefühl her sehr gut passt, aber es hat dann nichts mit übertriebenem Einsatz zu tun, sondern einfach mit einem Ermüdungszustand aufgrund der Lebensanstrengung.
      Ja, das denke ich auch, und ich vermute, das könnte ein Grund sein, weshalb sich manche Autisten quasi keinen Burnout "zugestehen". Wie kann man "ausgebrannt" sein, wenn man dem eigenen Gefühl nach schon immer oder schon lange viel weniger "gepackt" hat als andere? Allerdings wird das auch vom Umfeld und teilweise gar von Experten ähnlich beurteilt. Ein Artikel über Lehrer mit Burnout argumentierte mal, gerade diejenigen, die "ausbrennen" würden, hätten häufig nie wirklich für den Beruf "gebrannt". Und dann wurde gemutmaßt, die Leute hätten sich wegen guter Bezahlung, langen Ferien und vermeintlich leichter Tätigkeit und viel Freizeit für den Job entschieden und wären dann von der Realität eingeholt worden. Fand ich schon recht polemisch, zumindest hatte da offenbar keiner "auf dem Schirm", dass man eher für die Inhalte seiner Fächer "brennen" und sich aus Vernunft für Lehramt entscheiden kann. Weil das die Möglichkeit bietet, sich beruflich mit den eigenen Interessen zu befassen. Gut, das ist dann oft noch immer eine Fehleinschätzung der Realitäten des Berufs, aber auf einer ganz anderen Ebene. Was Autisten betrifft, glaube ich auch, dass viele durch wiederholte Misserfolge und eine "verfahrene" Lebenssituation schon "ausbrennen" können, weil auch das die Kraft, die Energie und auch die Phantasie für mögliche neue Wege nimmt. Und schon die ständige Anpassung in Kombination damit, dass man es immer wieder schwerer hat als andere, immer wieder "aneckt", kann für sich schon völlig erschöpfen, zumal, wenn man die Gründe dafür nicht kennt.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.
    • Neu

      DrCarsonBeckett schrieb:

      Burnout ist nur ein Modebegriff und definiert eine Erschöpfungsdepression.
      Ich finde den Begriff schon nützlich, weil "Depression" oft rein psychologisierend gesehen und die gesellschaftlichen Umstände ausgeblendet werden.

      Leseratte schrieb:

      Wenn man den Begriff Burnout mal übersetzt, heißt es ausgebrannt sein. Und das beschreibt es für auch sehr gut. Völlig leer sein, keine Kraftreserven mehr haben - wie ein Akku, der leer ist und sich nicht mehr automatisch auflädt.
      Ja, genau. Dazu passt auch, dass der "Akku" selbst mit der Zeit nachlässt. Er braucht länger, um sich wieder aufzuladen, und ist dann schneller wieder leer. Ein Burnout kann dauerhafte Leistungseinschränkungen zur Folge haben, und die erläutert der Begriff für mich irgendwie besser als nur "Depression". Wobei eine Depression damit einhergehen und beides schwer voneinander zu trennen sein kann.

      Leseratte schrieb:

      Ich habe da immer die Werbung von Duracell vor Augen: alle Hasen trommeln und hoppeln und einer nach dem anderen hört auf, weil die Batterie leer ist. Nur der Hase mit der Duracell hält durch bis zum Schluss.

      Das beschreibt für mich die Gesellschaft recht gut. Immer im Dauerstress, immer in Bewegung (körperlich und geistig), immer am Limit. Es wundert mich nicht, wenn es Menschen gibt, die da nicht mithalten können. Wenn da, wie bei vielen Aspies, noch eine Reizfilterschwäche hinzukommt, wird der Druck von außen irgendwann so groß, dass gar nichts mehr geht.
      Das passt, finde ich. Vieles ist um so viel anstrengender, dass der autistische Hase oft viel eher zu trommeln aufhört. Und dann vielleicht dauerhaft eingeschränkt bleibt, obwohl er bei "artgerechter" Belastung noch viel länger leistungsfähig gewesen wäre.
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    • Neu

      Ich las mal den Spruch "So manche Asche war nie ein Feuer", und konnte mich damit sofort identifizieren. Man kann sich durchaus "ausgebrannt" und leer fühlen, wenn man schon immer weniger schaffte als viele andere.
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    • Neu

      Leonora schrieb:

      DrCarsonBeckett schrieb:

      Burnout ist nur ein Modebegriff und definiert eine Erschöpfungsdepression.
      Ich finde den Begriff schon nützlich, weil "Depression" oft rein psychologisierend gesehen und die gesellschaftlichen Umstände ausgeblendet werden.
      Ich sagte nicht, dass er nicht seine Berechtigung hat. Nur das es halt ein Modebegriff ist der besser angenommen wird als Depressionen.
      Grüße aus der Pegasus Galaxie. :)
    • Neu

      DrCarsonBeckett schrieb:

      Leonora schrieb:

      DrCarsonBeckett schrieb:

      Burnout ist nur ein Modebegriff und definiert eine Erschöpfungsdepression.
      Ich finde den Begriff schon nützlich, weil "Depression" oft rein psychologisierend gesehen und die gesellschaftlichen Umstände ausgeblendet werden.
      Ich sagte nicht, dass er nicht seine Berechtigung hat. Nur das es halt ein Modebegriff ist der besser angenommen wird als Depressionen.
      Dass er besser angenommen wird, denke ich auch. Allerdings ist daraus schon vielfach das Argument geworden, dass "Burnout" als Begriff unnötig sei und nur von denjenigen verwendet würde, die nicht zu ihrer Depression stehen würden. Das wiederum kann leicht so verstanden werden, als sei äußere Überlastung nur (unbewusst) vorgeschoben, um sich nicht mit den eigenen tiefergehenden psychischen Problemen auseinandersetzen zu müssen. Vielleicht haben wir ein unterschiedliches Verständnis vom Ausdruck "Modebegriff". Ich empfinde ich ihn als negativ wertend, und er impliziert für mich schon, dass der Begriff eine reine Modeerscheinung und eigentlich unnötig sei. So, wie früher viele Lehrer "Legasthenie" für einen Modebegriff hielten, der eigentlich nur verschleiern würde, dass ein Kind eben nicht gut lesen und schreiben kann. Und wie gesagt, wenn vom Burnout als "Modebegriff" die Rede ist, scheint mir oft die beschriebene Denkweise dahinter zu stecken, unter Ausblendung der äußeren Faktoren.
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      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.
    • Neu

      Leonora schrieb:

      DrCarsonBeckett schrieb:

      Leonora schrieb:

      DrCarsonBeckett schrieb:

      Burnout ist nur ein Modebegriff und definiert eine Erschöpfungsdepression.
      Ich finde den Begriff schon nützlich, weil "Depression" oft rein psychologisierend gesehen und die gesellschaftlichen Umstände ausgeblendet werden.
      Ich sagte nicht, dass er nicht seine Berechtigung hat. Nur das es halt ein Modebegriff ist der besser angenommen wird als Depressionen.
      Dass er besser angenommen wird, denke ich auch. Allerdings ist daraus schon vielfach das Argument geworden, dass "Burnout" als Begriff unnötig sei und nur von denjenigen verwendet würde, die nicht zu ihrer Depression stehen würden. Das wiederum kann leicht so verstanden werden, als sei äußere Überlastung nur (unbewusst) vorgeschoben, um sich nicht mit den eigenen tiefergehenden psychischen Problemen auseinandersetzen zu müssen. Vielleicht haben wir ein unterschiedliches Verständnis vom Ausdruck "Modebegriff". Ich empfinde ich ihn als negativ wertend, und er impliziert für mich schon, dass der Begriff eine reine Modeerscheinung und eigentlich unnötig sei. So, wie früher viele Lehrer "Legasthenie" für einen Modebegriff hielten, der eigentlich nur verschleiern würde, dass ein Kind eben nicht gut lesen und schreiben kann. Und wie gesagt, wenn vom Burnout als "Modebegriff" die Rede ist, scheint mir oft die beschriebene Denkweise dahinter zu stecken, unter Ausblendung der äußeren Faktoren.
      Naja, ich bewerte das nicht anders nur weil ich als als Modebegriff sehe.
      Was andere da tun ist mir eigentlich egal. :d
      Grüße aus der Pegasus Galaxie. :)