Burnout bei Asperger-Autisten

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    • Burnout bei Asperger-Autisten

      Hallo,

      Ich vermute dass ich seit mehreren Jahren unter Burnout leide. Fragt mich jetzt bitte nicht warum ich das nicht abklären gehe. Die Hintergründe sind bei mir sehr kompliziert (es hat nichts mit meinem Job zu tun den ich wirklich liebe und in dem ich mich auch nicht gestresst fühle) und es gibt sowieso keine Hilfe, die man mir bieten könnte, die ich auch akzeptieren würde. Ich muss da irgendwie selbst eine Lösung finden, aber es wird noch eine Weile dauern bis sich etwas an der Situation ändern kann.

      Ich wollte mal wissen ob es hier andere Betroffene oder ehemalige Betroffene gibt die mir mal kurz schildern könnten wie sich das bei ihnen manifestiert hat. Mir macht vorallem die Tatsache zu schaffen, dass ich meine alte Persönlichkeit vermisse, die deutlich kreativer war und die soviel mehr Lebenslust hatte. Ein Spezialinteresse habe ich auch seit meinem Burnout nicht mehr richtig. Es gibt nichts mehr was mich antreibt und ich funktioniere einfach nicht mehr richtig...

      Vielen Dank für alle eure Antworten.
    • Burnout ist doch, glaube ich, so definiert, dass man sich bei irgendwas zu lange verausgabt hat, bis irgendwann die Resignation kommt. Wenn es bei dir nicht der Beruf ist, was könnte es dann sein?

      Ansonsten, wie Dr_B schreibt, kann es auch eine Depression sein. Manche sagen auch, Burn-out sei nur ein besser akzeptiertes Wort für Depression. Ich persönlich denke, dass ein Burn-out zwangsläufig irgendwann in eine Depression führt, dass es aber Vorstufen gibt, wo es noch keine Depression ist.
      Alles wird galaktisch gut.
    • halcXVl wrote:

      Mir macht vorallem die Tatsache zu schaffen, dass ich meine alte Persönlichkeit vermisse, die deutlich kreativer war und die soviel mehr Lebenslust hatte. Ein Spezialinteresse habe ich auch seit meinem Burnout nicht mehr richtig. Es gibt nichts mehr was mich antreibt und ich funktioniere einfach nicht mehr richtig...
      Das kann ich für mich "unterschreiben" und leide auch sehr darunter. Ich sehe das auch eher als Depression, allerdings lässt sich das von einem Burnout meiner Vermutung nach nicht wirklich abgrenzen. Wobei der "Burnout" bei mir nicht aufgrund einer beruflichen Tätigkeit kommt, sondern aufgrund einer biographischen Sackgasse und grundsätzlichen Sorgen, Problemen und Zukunftsängsten, auf die ich schon seit Jahren keine Antwort finde. Es ist eine Depression aufgrund der Lebenssituation, aber die verschwundene Kraft resultiert auch aus der Erschöpfung durch den Stress, den schon die Lebenssituation selbst mit sich bringt. Ich vermisse mich selber auch, meine Freude, meine Hoffnungen und Ziele. Probleme hatte ich schon immer, aber früher gab es eben auch andere, positive Seiten, die mir Kraft und Selbstbewusstsein gaben.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.
    • Shenya wrote:

      Manche sagen auch, Burn-out sei nur ein besser akzeptiertes Wort für Depression.
      Ich weiß. Ich denke aber, dass es tatsächlich auch einen Burnout aus reiner Erschöpfung gibt, bei dem man nicht depressiv ist. Am Begriff "Burnout" gefällt mir, dass er die Lebenssituation mit einbezieht, die bei einer ausschließlichen Betrachtung der Depression oft ausgeblendet bleibt. Da werden sowohl die Probleme wie die Lösungen oft nur im Inneren verortet, und das halte ich für verkürzt. Ich denke schon, dass Sorgen und eine dauerhafte schlechte Lebenssituation auch in eine Erschöpfung führen können, die mit der begleitenden Depression dann oft vergeschwistert bzw. häufig auch kaum davon zu trennen ist.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
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    • Leonora wrote:

      Am Begriff "Burnout" gefällt mir, dass er die Lebenssituation mit einbezieht, die bei einer ausschließlichen Betrachtung der Depression oft ausgeblendet bleibt.
      Wobei laut Theorie auch beim Burnout die eigene Einstellung und Konstitution eine Rolle spielen kann, nicht nur die äußeren Umstände. Vom Burnout bedroht sind oft Menschen, die ein hohes Anspruchsdenken an sich selbst haben. Bei ausbleibender Anerkennung oder Erfolg steigern sie ihre Anstrengungen, bleibt die Anerkennung weiterhin aus, schlägt es um in Resignation, innere Kündigung, dann kommt der Burnout.
      Also wird man auch bei einer Burnout-Diagnose nicht umhin können, die eigene Einstellung zu hinterfragen und zu erforschen, was man auch an sich selbst ändern könnte.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Shenya wrote:

      Leonora wrote:

      Am Begriff "Burnout" gefällt mir, dass er die Lebenssituation mit einbezieht, die bei einer ausschließlichen Betrachtung der Depression oft ausgeblendet bleibt.
      Wobei laut Theorie auch beim Burnout die eigene Einstellung und Konstitution eine Rolle spielen kann, nicht nur die äußeren Umstände.
      Das sehe ich genauso, es spielen immer mehrere Faktoren eine Rolle.

      Shenya wrote:

      Vom Burnout bedroht sind oft Menschen, die ein hohes Anspruchsdenken an sich selbst haben. Bei ausbleibender Anerkennung oder Erfolg steigern sie ihre Anstrengungen, bleibt die Anerkennung weiterhin aus, schlägt es um in Resignation, innere Kündigung, dann kommt der Burnout.
      Stimmt, mit dem Gefühl, den Ansprüchen nicht genügen zu können, die man an sich hat oder mal hatte, hat auch meiner Erfahrung nach ganz stark damit zu tun.

      Shenya wrote:

      Also wird man auch bei einer Burnout-Diagnose nicht umhin können, die eigene Einstellung zu hinterfragen und zu erforschen, was man auch an sich selbst ändern könnte.
      Auch da stimme ich zu. Aber idealerweise eben mit einer Art von Hilfe, die nicht nur am Inneren arbeitet, sondern auch die äußeren Umstände einbezieht, und wie man die vielleicht so gestalten könnte, dass das Leben besser zu bewältigen und erfüllender wird.
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    • Ich hatte vor fast genau vier Jahren ein Burnout erlitten - dem vorangegangen waren Umstrukturierungen der Arbeitsabläufe, die zu einem Komplett-Chaos und Überbelastung führten.
      Hinzu kamen private Belastungen (komplexe Entwicklungsstörung bei meinem Sohn, nach meiner Reha erfolgte erst seine Diagnose HFA, Erkrankung meiner Frau usw.).
      Der Burnout brachte 13 Monate Krankschreibung mit sich. Ich brauchte mindestens ein Vierteljahr um wieder "herunterzukommen", um eine Therapie konstruktiv anzugehen - also nach vorne zu denken. Am Ende dieser Zeit absolvierte ich eine sechswöchige Reha im Bereich Psychosomatik und Psychotherapie.

      Ich kann es nur beschreiben wie ich es erlebt habe: Ich konnte "von jetzt auf gleich" keine E-Mails mehr lesen und auch nicht verstehen. Wie sie mir in der Reha erklärten vollzieht der Körper einen kompletten Shutdown, um bei einer objektiven (oder auch subjektiv erlebten) übermäßigen psychischen Überbelastung den Körper vor schwerwiegenden Schäden wie z.B. einem Schlaganfall oder Herzinfarkt zu schützen.

      Burnout ist jedoch kein anerkannter Begriff bzw. Krankheitsbild nach ICD-10/11. Das Ganze läuft dann unter "Depression" oder "Anpassungsstörung".
      Stolzer Papa von Autinaut (HFA) :nod: - und einander irgendwie ähnlich... und doch anders...

      The post was edited 1 time, last by 70Quadrillionen ().

    • also eine Depression wurde bei mir von mehreren Ärzten und Therapeuten ausgeschlossen. Vor über drei Jahren hatte ich eine Art Zusammenbruch aufgrund von permanenter Überlastung und Überreizung über einen Zeitraum von vier Jahren.
      Ich fühle mich nicht interessenlos, hoffnungslos oder verbittert usw. Ich hab immer noch viel Freude und Lust, was zu machen, bloß die kraft fehlt mir. Nicht nur körperlich sondern auch mental.
      Als ob ich grad von einer mehrstündigen, anstrengenden Autofahrt ankomme, eine panne hatte, einen nervigen Mitfahrer, dann noch stundenlang körperlich gearbeitet hätte in lauter umgebung usw. Halt völlig ausgepowert. Und wenn dann noch jmd kommt und fragt : "könntest du noch den Müll runter bringen?" uff ne, heut nicht mehr...
      Ich brauch auch viel länger, bis ich wieder kraft getankt habe und sie geht viel schneller weg.
      Die Ursache könnten auch meine Selbstwahrnehmungs Störungen sein, weil ich einfach nicht merke, wann ich Pause machen müsste oder mich aus Situationen, die mir nicht gut tun, zurück ziehen soll usw.
      Und ich schlafe wie ein stein. Weil ich so erschöpft bin.
      Das ist ja bei depressiven meist nicht so, da hat man ziemliche Probleme mit ein und durch schlafen.
      Auch hab ich keinen grübelzwang, wie viele depressive.
    • Danke für all eure Antworten.

      Shenya wrote:

      Burnout ist doch, glaube ich, so definiert, dass man sich bei irgendwas zu lange verausgabt hat, bis irgendwann die Resignation kommt. Wenn es bei dir nicht der Beruf ist, was könnte es dann sein?
      Dessen bin ich mir bewusst. Woran es jetzt bei mir liegt, darüber will ich nicht schreiben. Es ist kompliziert.


      Ich habe mich mit beiden Störungsbildern (Depression und Burnout) auseinandergesetzt und glaube dass Burnout mich besser beschreibt, wobei natürlich beide Dinge sehr ähnlich sind. Der Unterschied sind beim Burnout der chronische Stress, die Unfähigkeit sich wirklich mal zu entspannen, Müdigkeit die durch Schlaf nicht besser wird etc. Das beschreibt mich alles ganz gut.

      The post was edited 1 time, last by halcXVl ().

    • halcXVl wrote:

      Ich wollte mal wissen ob es hier andere Betroffene oder ehemalige Betroffene gibt die mir mal kurz schildern könnten wie sich das bei ihnen manifestiert hat. Mir macht vorallem die Tatsache zu schaffen, dass ich meine alte Persönlichkeit vermisse, die deutlich kreativer war und die soviel mehr Lebenslust hatte. Ein Spezialinteresse habe ich auch seit meinem Burnout nicht mehr richtig. Es gibt nichts mehr was mich antreibt und ich funktioniere einfach nicht mehr richtig...
      kenne ich auch, nach einem seelischen Burnout.
      Auch bei einigen Dingen einen schnellere Resignation, als es früher der Fall war.
      Aber man kann einige Resilienzen entwickeln, das ist schön.

      Aber ich wäre gerne auch wieder mehr in der "alten, früheren" Form.
      Ich taste mich da eher sachte heran.
      Was den Vorteil hat, eher mal eine Pausennotwendigkeit wahrzunehmen.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Leonora wrote:

      Ich vermisse mich selber auch, meine Freude, meine Hoffnungen und Ziele. Probleme hatte ich schon immer, aber früher gab es eben auch andere, positive Seiten, die mir Kraft und Selbstbewusstsein gaben.
      Genauso ist es bei mir auch.

      Ganz am Rande ist es schön zu sehen, dass du noch hier bist. An dich kann ich mich aus der früheren Zeit erinnern als das Forum noch das alte war.
    • halcXVl wrote:

      Der Unterschied sind beim Burnout der chronische Stress, die Unfähigkeit sich wirklich mal zu entspannen, Müdigkeit die durch Schlaf nicht besser wird etc. Das beschreibt mich alles ganz gut.
      Ja, das kenne ich auch alles. Vielleicht hast du recht, dass das mehr ein Burnout als eine Depression ist. Denke aber, dass tatsächlich auch das eine in das andere übergehen kann, wenn man es nicht rechtzeitig schafft, die Dinge zu verbessern, die einem die Energie rauben.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Leonora wrote:

      Ich vermisse mich selber auch, meine Freude, meine Hoffnungen und Ziele. Probleme hatte ich schon immer, aber früher gab es eben auch andere, positive Seiten, die mir Kraft und Selbstbewusstsein gaben.

      Mein Eindruck ist, je länger ich lebe, umso mehr habe ich ausprobiert und umso öfter erlebt, daß das Ausprobierte letztendlich dann auch keine tiefehende Verbesserung der Gesamtumstände mit sich brachte.
      Egal was ich wie versucht habe umzusetzen.
      In mir spüre ich eine stete Grundlebensenergie, die zu erhalten habe ich mir doch ermöglicht bislang,
      nur weiß ich immer weniger, wo und wie ich diese noch einbringen kann und mag.

      halcXVl wrote:

      und es gibt sowieso keine Hilfe, die man mir bieten könnte, die ich auch akzeptieren würde

      Das kann ich gut nachvollziehen, lange Zeit habe ich mir auch keine externe Hilfe geholt.
      Ich hatte nie den Eindruck, daß irgendetwas an bereits exitierenden Therapieangeboten meine Kernthematiken würde berühren können.
      Und letztlich hat sich das auch später , als ich dann doch das ein oder andere antestete, bestätigt.

      Eine Art Burnout (Nervenzusammenbruch?) hatte ich einmal, der Beruf der Hauptauslöser, ich hatte schon regelmässig Anspannungs- und Angstzustände und obwohl ich schon maximal Arbeitszeit reduziert hatte bin ich eines Tages aufgewacht und wusste, ich kann da nicht mehr hin, habe nur noch gezittert etc.
      Da habe ich mir dann auch erstmalig ärztliche/psychologische Hilfe geholt ( hat auch nicht wirklich etwas ändern können).
    • Hatte ich auch, vor 12,5 Jahren.
      Bei mir äußerte sich das in einer körperlichen Daueranspannung, einem Ausbrennen der Schilddrüse mit anschließender Unterfunktions-Symptomatik und jahrelangen Schlafstörungen mit entsprechend aufgebautem chronischen Schlafmangel
      Depressiv war ich nicht, aber absolut kraftlos, nicht mehr belastbar.
      Als ich merkte, dass ich kurz vor'm Durchdrehen während einer Autofahrt war, bin ich dann doch zum Arzt.
      War wie ein Offenbarungseid.
      Zum Doc gehen, um ADs verschreiben zu lassen, gegen Schlafstörungen (haben alle nicht geholfen), war noch einfach, zu sagen, dass es nicht mehr geht, war schwer.
      Ich habe dann meine Familienhelferin, die ich damals hatte, mitgenommen.
      Hätte der mich nämlich (ist nicht gerade empathisch) abgewimmelt, hätte ich das irgendwie nicht verarbeiten können.

      Vorangegangen war bei mir
      - Trennung vom Ehemann
      - Doppelbelastung Job und Familie
      - ständig kranke Kinder, nicht wissen, wohin mit ihnen, wenn krank, Sorgen
      - Diagnose Ältester mit Asperger und allem, was dran hängt, inkl. vorangegangener Fehldiagnosen, alles einstielen mit Amt, Schule, I-Helfer etc. Als alles unter Dach und Fach war, bin ich zusammengeklappt.
      Ergebnis: AU 6 Monate, ambulanter Klinikaufenthalt

      Seitdem habe ich gelernt, besser auf mich zu achten.
      Und die Begleitumstände haben sich gebessert (Kinder werden älter).
      LG Heavyload

      Es gibt zwei Arten von Menschen:
      Die einen kennen mich...
      Die anderen können mich...
    • halcXVl wrote:

      Ganz am Rande ist es schön zu sehen, dass du noch hier bist. An dich kann ich mich aus der früheren Zeit erinnern als das Forum noch das alte war.
      :]

      ifi wrote:

      Mein Eindruck ist, je länger ich lebe, umso mehr habe ich ausprobiert und umso öfter erlebt, daß das Ausprobierte letztendlich dann auch keine tiefehende Verbesserung der Gesamtumstände mit sich brachte.
      Egal was ich wie versucht habe umzusetzen.
      In mir spüre ich eine stete Grundlebensenergie, die zu erhalten habe ich mir doch ermöglicht bislang,
      nur weiß ich immer weniger, wo und wie ich diese noch einbringen kann und mag.
      Einen grundsätzlichen Lebenswillen habe ich eigentlich auch, daher ist mir trotz Suizidgedanken auch immer bewusst, dass ich das eigentlich überhaupt nicht will. Aber dieses Gefühl, keinen geeigneten Weg zu finden, auch, immer weniger Energie und Perspektiven zu haben, das zermürbt schon sehr.

      ifi wrote:

      Ich hatte nie den Eindruck, daß irgendetwas an bereits exitierenden Therapieangeboten meine Kernthematiken würde berühren können.
      Und letztlich hat sich das auch später , als ich dann doch das ein oder andere antestete, bestätigt.
      Dito. Ich frage mich gerade, ob das typisch für Autisten ist oder generell individualistischen Menschen so geht. Oder ob viele therapeutische Ansätze schlicht generell vielen nicht helfen.

      ifi wrote:

      Eine Art Burnout (Nervenzusammenbruch?) hatte ich einmal, der Beruf der Hauptauslöser, ich hatte schon regelmässig Anspannungs- und Angstzustände und obwohl ich schon maximal Arbeitszeit reduziert hatte bin ich eines Tages aufgewacht und wusste, ich kann da nicht mehr hin, habe nur noch gezittert etc.
      Da habe ich mir dann auch erstmalig ärztliche/psychologische Hilfe geholt ( hat auch nicht wirklich etwas ändern können).
      Das überrascht mich nicht. In diesem Thread gab es kürzlich eine Diskussion darüber, vielen meinten, Therapien würden ihnen nicht helfen, und würden sich erst dahin begeben, wenn der Leidensdruck groß genug wäre. Das stimmt sicher - aber es impliziert dann eben nicht, dass die Therapie dann auch hilft.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.
    • Leonora wrote:

      ifi wrote:

      Ich hatte nie den Eindruck, daß irgendetwas an bereits exitierenden Therapieangeboten meine Kernthematiken würde berühren können.
      Und letztlich hat sich das auch später , als ich dann doch das ein oder andere antestete, bestätigt.
      Dito. Ich frage mich gerade, ob das typisch für Autisten ist oder generell individualistischen Menschen so geht. Oder ob viele therapeutische Ansätze schlicht generell vielen nicht helfen.
      Es gibt Autisten, die funktionierende Therapieangebote gefunden haben. Es ist aber schwierig(er), weil die Therapieperson besser Ahnung von Autismus haben sollte. Und oft nicht hat
    • shnoing wrote:

      Es gibt Autisten, die funktionierende Therapieangebote gefunden haben. Es ist aber schwierig(er), weil die Therapieperson besser Ahnung von Autismus haben sollte. Und oft nicht hat
      Ja, das stimmt. Meiner Vermutung nach muss sie nicht zwingend von vornherein Ahnung haben, aber offen dafür sein, bereit, sich darauf einzulassen. Und generell sollte sie eher individuell vorgehen, mit einem positiven Zugang zu "untypischen", vielleicht auch sperrigen Menschen.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
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    • Ist es bei manchen auch so, daß sich ein "regelmäßiges Burnout" bemerkbar macht?

      Seit circa 4 Jahren bin ich regelmäßig erschöpft, kriege Depressionen, kann die WOhnung nicht mehr verlassen und verlier mich irgendwie im Nirgendwo.
      Ich kann nichts tun, (obwohl ich alles versuche) doch irgendwann krieche ich wieder aus der Krise raus.

      Doch irgendwann paar Monate später geht es von vorne los.

      Ich fühl mich dann immer von allem, also der Welt, dem Alltag und so (so stupide das klingen mag) total überfordert und erschöpft
      ADHS & Autismus.
      and I'm an eurasian Crossbreed

      Dummheit ist nicht "Nicht Wissen" oder "Nicht Wissen Wollen", Dummheit ist "Glauben genug zu Wissen"