Probleme Dinge anzufangen

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Ich fange eher zu viel an und schaffe es dann nicht, die Dinge auch weiterzuführen und zu beenden.
      Langweilig wird mir nie. Eher denke ich: Mist schon wieder 00:40 und kaum was geschafft heute...
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • Ich finde zwar viele Sachen langweilig aber ich habe auch einige Interessen so dass ich auch eher zu viel habe mit dem ich mich beschäftigen möchte. Mir fällt es eher schwer eine Sache zu Ende zu führen. Ich fange einiges an und bin dann überfordert. Langeweile kenne ich nur in sozialem Miteinander, alleine habe ich nie Langeweile.
    • Langeweile habe ich auch selten. Ich finde eigentlich immer etwas, das mich beschäftigt. Meist ist es eher so, das mir alles zu viel ist.

      Zum Thema "nichts anfangen können" fällt mir spontan der Begriff exekutive Dysfunktion ein.
      Ich hab lange gedacht (und auch gesagt bekommen) ich sei faul und deswegen schaffe ich nichts.
      Dann bin ich aber darauf gestossen, scheint ein weit verbreitetes Problem bei ASS und AD(H)S zu sein:
      Exekutive Dysfunktion
      :!: -dies ist nur ein Auszug meiner Gedanken und Meinungen, der Rest hängt noch in der Bearbeitungsschleife fest- :!:
    • Also mir tut es sogar gut, wenn mir manchmal langweilig ist. Einfach mal 5 Minuten sitzen und nix tun, außer sich auf sich selbst konzentrieren - das sollte man aushalten können. Das Leben besteht eben nicht immer aus Stimulation.
      Gutes Beispiel ist es im Wartezimmer bei einem Arzt. Klar gibt es da Zeitschriften, aber es ist nicht immer eine Interessante dabei und so sitze ich einfach da und warte, ohne was bestimmtes zu denken. Es ist anstrengend und stark einschläfernd, aber man muss ja irgendwie warten, bis man dran kommt.
      Hey, vielleicht machen das Ärzte absichtlich, damit diejenigen, die nicht wirklich krank sind, doch wieder gehen, weil ihnen zu langweilig ist? :d
    • Pyromella wrote:

      Dann bin ich aber darauf gestossen, scheint ein weit verbreitetes Problem bei ASS und AD(H)S zu sein:
      Exekutive Dysfunktion
      Danke für den Link

      Der hat mich hierhin geführt:


      Das erklärt auch endlich, wieso ich mit Anleitungen Probleme habe.
      Gutes Beispiel mit "Mach die Küche sauber." -> nicht genug Details

      Omg, sie beschreibt genau wie ich bin. :o
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)

      The post was edited 1 time, last by Cloudactive ().

    • Cloudactive wrote:

      Kennt ihr Langeweile?
      Ich las hier irgendwo mal, dass Autisten angeblich nie Langeweile haben.
      Kaum. Bei mir ist das wohl so, wie es anscheinend von Autisten allgemein behauptet wird. Ich habe eigentlich immer an irgendetwas Interesse und beschäftige mich dann gerne damit. Langweilig finde ich vor allem Tätigkeiten, die ich nicht selbst gewählt habe, aber eben tun muss. Da fällt es mir auch sehr schwer, "dranzubleiben".
      Das Problem, Dinge nicht anfangen zu können, kenne ich aber - auch bei Themen, die mich interessieren, etwa im Studium. Das liegt dann aber eher daran, dass es mir recht schwerfällt, Tätigkeiten zu organisieren, die Zeit einzuschätzen, die ich dafür brauche usw. Das hat dann teilweise auch dazu geführt, dass ich mich nicht "getraut" habe, mit einer Hausarbeit oder ähnlichem überhaupt anzufangen. Das ist natürlich völlig irrational und wenn ich erst gar nichts tue, dann bekomme ich am Ende mit Sicherheit mehr Probleme als wenn ich zu lange bräuchte.
      Wenn ich keinen Zeitdruck habe und alles in "Eigenregie" organisieren kann, fällt es mir aber nicht schwer mit etwas anzufangen.
    • Mir ist aufgefallen, dass ich Probleme habe zwischen verschiedenen Dingen zu wechseln. Nach Tätigkeit A fällt es mir schwer Tätigkeit B anzufangen. Am besten ist dann ein Arbeitstag, ein Haushaltstag, ein Hobbytag usw. Das ist natürlich in der Realität nicht umsetzbar. Auch wenn ich etwas angefangen habe, dann aufzuhören, um etwas anderes machen (zu müssen) bringt mich total durcheinander.

      Mittlerweile habe ich auch erkannt, dass es mir schwer fällt etwas anzufangen, bei dem ich noch nicht weiß, wohin das führt. Z.B. Ein schon bekanntes Lied üben oder etwas abmalen fällt mir leichter als wenn ich selbst versuche ein Lied zu interpretieren oder ein neues Kunstprojekt beginne.
    • neuroqueer.wordpress.com/2015/…um-kriege-ich-nichts-hin/

      ..den Artikel fand ich heute und finde mich wieder....und finde mich bestätigt,
      auf mich abgestimmte Strukturen finden zu müssen.
      ich bin ja schon oft überwältigt von der eigenen Ideenvielfalt zu einm Thema.....auch wenn ich alles aufschreibe.
      Oder ich verzettel und verheddere mich.
      Und bin dann ganz erschöpft.

      Ich stehe dann da wie "der Ochs vorm Berg"..und tue garnichts, statt einen Teil davon.
      Was viele andere überhaupt nicht verstehen können,
      ich bisher ja auch nicht.
      Wie eine Starre, trotz Energie oder Motivation.
      Das ist wirklich noch anders als die allgemeine Prokrastination.

      Ich gehe mal damit zu meiner Thera, weil ich das nun besser erklären kann..dass da Potential ist,
      aber dennoch Hemmschuhe aus gen. Gründen.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • shnoing wrote:

      Langeweile finde ich total produktiv, weil ich dann Zusammenhänge zwischen erworbenem Wissen ("Wissensinseln"?) herstellen kann. Ich brauche dann einen Zettel, um mir meine "Geistesblitze" zu notieren. Oder ich schreibe mir eine Mail, seit ich ein Smartphone habe.
      Für mich hat das nichts mit Langeweile zu tun, sondern mit produktiven Pausen vom aktiven Tun. Und die mag ich auch. Ich mag es, einfach mal nichts zu tun und nur in die Gegend zu schauen und meine Gedanken fließen zu lassen - oder auch an nichts zu denken. Das finde ich aber absolut nicht langweilig.

      Langeweile kenne ich von mir nicht. Es gäbe ja immer etwas zu tun, oft habe ich nur keine Lust zu den, was jetzt zu tun wäre. Unter exekutiver Dysfunktion leide ich auch - bzw. habe ich gelitten. Mittlerweile habe ich akzeptiert, dass ich so bin.

      Und wenn ich mich dann doch aufraffe, etwas zu tun, was mir keinen Spaß macht (putzen, aufräumen usw), dann habe ich große Probleme, es zu beenden. Beim aufräumen ist es besonders schlimm, weil es da viele Ablenkungen gibt.
      ~ Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein. ~
    • Coocy wrote:

      Mir ist nie langweilig. Irgendwas hat mein Kopf immer zu denken. Ein bisschen weniger Denken wäre mir lieber - dann würde ich wahrscheinlich öfter aufräumen.
      Genau so ist's bei mir. In der Birne ist immer was los.

      Dinge nicht anfangen können, das kenne ich auch. Da gibt es verschiedene Gründe:

      - keine Lust, daher aufschieben
      - "Angst" / sich der Sache nicht stellen wollen, daher aufschieben
      - sich nicht entscheiden können, wie man die Sache am besten ausführen wird
      - das Gefühl von Überforderung wegen des Umfangs - Bsp.: ganze Wohnung aufräumen
      - Unfähigkeit, Prioritäten zu setzen: was ist wichtiger? Wohnzimmer? Bad? Schlafzimmer?

      Gerade, wenn ich zwischen mehreren Möglichkeiten wählen muss, fühle ich mich ob dieses Entscheidungszwangs wie gelähmt. Eine Entscheidung FÜR etwas ist immer eine Entscheidung GEGEN anderes.
      ...
      (gerade am Durchlaufen einer zweiten, intensiven Diagnostik, daher Status zunächst auf VA "zurückgesetzt")

      The post was edited 1 time, last by Kleine ().

    • Langeweile kenne ich eigentlich auch nicht. Ich habe als Kind sehr viel mit mir alleine gemacht. Von vielen Freunden weiß ich, dass ihnen schnell langweilig wird, wenn sie alleine sind. Ich lebe meist dann erst richtig auf. Tatsächlich erlebe ich Langeweile eher, wenn ich mit anderen Menschen zu tun habe. Z.B. im Wartezimmer eines Arztes, wenn man auf jemanden wartet, wenn man auf den Bus wartet usw.

      Wenn ich alleine bin, habe ich noch niemals langeweile gehabt. Ich habe immer Projekte, interessen, spiele. Notfalls reicht mir ein Stift und ein Papier. Und notfalls tut es auch einfach nur der Kopf alleine, wenn ich z.B. im Zug sitze. Dann schaue ich raus und denke nach.

      Also Langeweile kenne ich so tatsächlich wirklich nicht. Nur wenn ich durch äußere Einflüsse in eine Wartende Position gezwungen werde, dann merke ich langeweile. Doch im Zeitalter der mobilen Telefone ist auch dies nun vorbei, und ich kann mich in solchen Situationen mit dem Handy beschäftigen, Hörspiele hören usw.
    • Auch bei einer Zugfahrt wird man ja durch äußere Einflüsse zu einer "Pause" gezwungen.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • Cloudactive wrote:

      @Dennis82HH

      Ähm, du weißt schon, dass du gleichzeitig sagst, du kennst es nicht, aber du kennst es doch?
      Ich hätte es vielleicht etwas besser ausdrücken sollen. Was ich damit sagen wollte ist, dass ich keine eigene Langeweile kenne, aber durchaus aufgezwungene Langeweile.
      Dies sind doch sehr unterschiedliche Dinge. Ich kenne sehr viele, die Langweilen sich tatsächlich, wenn sie alleine sind oder keine Aufgaben bekommen. Diese Art der Langeweile kenne ich nicht und konnte sie auch nie nachvollziehen. Aber viele meiner Freunde drehen tatsächlich irgendwann durch, wenn sie keine Beschäftigung bekommen. Ihnen "fällt die Decke auf den Kopf", und dieses Gefühl kenne ich nicht. Ich kann mich durchaus Wochenlang zuhause aufhalten, alleine, und empfinde niemals eine Art der Langeweile.

      Langeweile kenne ich eben nur dann, wenn ich durch äußere Einflüsse zur Untätigkeit gezwungen werden, und meinen Interessen, Projekten oder Gedanken nicht nachgehen kann. Aber selbst dies ist sehr selten und es sind eher extremsituationen.

      Ähnlich ist es mit der Einsamkeit. Ich habe den Großteil meines Lebens alleine verbracht, und kann meist nicht nachempfinden, wieso Einsamkeit ein schlimmes Gefühl für einige ist. Auch hier habe ich viele Freunde, die verrückt werden, wenn sie nicht mit anderen Menschen Kontakt haben. Ich empfinde die Gegenwart anderer Personen zwar oftmals bereichernd, aber es ist für mich keine Qual, alleine zu sein, selbst wenn ich Wochenlang keinen Kontakt mit jemanden habe. In schwierigen Zeiten ziehe ich mich durchaus für Wochen zurück.

      Darum kenne ich Langeweile schon, aber eben anders als viele andere und in völlig anderem Maße.