Die Arbeitswelt überfordert mich. Euch auch ?

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    • Vielen Dank @MonaLisa, ich glaube ich habe nun genug Tränen vergossen, um morgen vielleicht etwas geplanter ins Gespräch zu gehen. Ich werde mir anhören was gesagt wird und fragen, was man von mir erwartet. Ich hoffe ich schaffe es irgendwie ohne Tränen.
      ...in der Diagnostik... :nod:
    • Parvati wrote:

      Die Schwerbehinderung erwähne ich in der Bewerbung, wenn danach gefragt wird, ansonsten nicht.
      Asperger habe ich ab und zu während der Vorstellungsgespräche erwähnt.
      Dass soziale Träger nicht unbedingt immer so sozial sind, denke ich leider auch.
      Ich empfinde bei dem Gedanken, mich bei einem Industriebetrieb zu bewerben, große Angst.
      Ich kann nicht genau erklären, warum das so ist, aber auf jeden Fall stehe ich mir damit wohl selbst im Weg.
      ich habe bei sozialen Trägern die schlechtesten Erfahrungen bei Bewerbungen gemacht.
      Man hat mir auch klar gesagt, dass ich zu wenig „sozial und kommunikativ“ sei. Natürlich habe ich von Asperger nichts erwähnt, wusste es damals ja selbst noch nicht.
      Für mich sind soziale Arbeitgeber aber auch deren Mitarbeiter das intoleranteste, was mir je untergekommen ist.
    • Pummelchen wrote:

      Ich frage halt einfach viel nach, warum und weshalb etwas gemacht wird. Das können einige halt nicht beantworten und fühlen sich dann kritisiert.
      Ich gehöre auch zu den Vielfragern. Aber ich halte es für zu kurzgegriffen, negative Reaktionen allen darauf zu schieben. Da gibt es ja noch ganz andere Gründe, dass die Leute enfach genervt sind, wenn sie soviel gefragt werden, weil sie dafür keine Zeit haben, immer rausgerissen werden und nicht verstehen, wieso man überhaupt fragt und das nicht durch zusehen lernt oder anders.

      Pummelchen wrote:

      Ansonsten wie gesagt, ist es eher unauffällig, solange ich selbst entscheiden kann, was ich mache.
      Ich bin mir nicht sicher, ob das die Defnition von unauffällig ist, besonders wenn man Azubi ist. Wenn men Praktikant oder mene Assistenz einfach selber entscheiden würde was sie macht. hätten wir en Problem. Also ich habe kein Problem damit, wenn sie sich das selber einteilen und wie sie es machen, solange halt das richtige Ergebnis rauskommt und es nicht sonst irgendwie für mich negative Konsequenzen hat (also sie es nicht gemäß meiner zeitlichen prioritäten machen). Und selbst ich kann das nicht immer entscheiden, was ich mache, obwohl ich aufgrund meiner Position viele Freiheiten habe. Wenn Chef mal sagt machen Sie das jetzt oder machen Sie das so und so, dann ist das halt mal so. Die Frage ist die Häufigkeit und die hängt eben auch von der Position ab.

      Pummelchen wrote:

      Ich kann auch gut mit jemandem arbeiten, wenn es einfach kollegial zugeht. Wenn ich aber spüre, dass es Hierarchisch wird, dann kann es seltsam werden, weil es Hierarchie unter Kollegen für mich nicht gibt. Bei mir geht es rein um Wissen. Wenn aber jemand mich als Azubi schlecht behandelt, nur weil ich mehr Wissen habe als er und er damit nicht klar kommt, dann kann ich damit wiederum nicht umgehen und es kann schon mal direkt und dominant von meiner Seite aus werden.

      Was heißt Kollegial? Kollege ist man von Gleichgestellten. Mein Chef ist nicht mein Kollege, die anderen Referenten sind meine Kollegen, mein Praktikant ist auch nicht mein Kollege. Also ja Hierarchien unter Kollegen sollte es nicht wirklich geben, deswegen ist man ja auch kein Kollege von wem, der hierarchich über oder unter einem steht. Und Hierarchien sind notwendig. irgendwer muss die Verantwortung tragen und diese Person darf auch entscheiden. Du vermischst da Dinge, schlecht behandeln und entscheiden sind nicht die gleichen Dinge. Wenn mein Chef etwas anders entscheidet als ich es tun würde hat er mich nicht automatisch schlecht behandelt. Man muss Entscheidungen dann auch nicht immer sinnvoll finden, es ist aber schwer, da immer objektiv die richtige festzulegen. Viele Dinge sind ja eine Frage der Perspektive und der Gesamtstrategie. Und Leute die weter oben stehen haben eben oft ein größeres Puzzle ins Auge zu fassen. Auf meiner Position geht es meist darum, das etwas möglichst gut ist (und selbst das liegt oft im Auge des Betrachters, was wirklich besser ist, genauso was richtig ist, Wissen ist auch nicht absolut), mein Chef muss aber auch taktische Gesichtspunkte berücksichtigen und dann bekommt man nicht immer das beste Produkt gekauft, sondern nur das zweitbeste oder macht sonst nur die zweitbeste Lösung, weil da andere Vorteile dran hängen, wie gute Kontakte zu wichtigen Akteuren, bessere Außenwirkung oder oder oder. Schlecht behandeln geht natürlich gar nicht, aber es ist nicht klar was du damit meinst. Zu einer anderen Entscheidung zu kommen und als Vorgesetzter das durchzuziehen ist nicht per se schlecht behandelt werden.

      Als Lösung fällt mir da auch immer nur ein, sich möglichst was zu suchen, wo man entweder keinen Chef hat oder soweit oben ist (was nicht heißt das man dann selber Leute unter sich hat, als projektleiter ist man manchmal einfach allene das Projekt) oder so spezialisiert ist, dass ins tagesgeschäft einem keiner oder kaum einer reinreden kann

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    • Zodd wrote:

      Pummelchen wrote:

      Ich frage halt einfach viel nach, warum und weshalb etwas gemacht wird. Das können einige halt nicht beantworten und fühlen sich dann kritisiert.
      Ich gehöre auch zu den Vielfragern. Aber ich halte es für zu kurzgegriffen, negative Reaktionen allen darauf zu schieben. Da gibt es ja noch ganz andere Gründe, dass die Leute enfach genervt sind, wenn sie soviel gefragt werden, weil sie dafür keine Zeit haben, immer rausgerissen werden und nicht verstehen, wieso man überhaupt fragt und das nicht durch zusehen lernt oder anders.
      Aber das ist die Rückmeldung die ich bekomme. Frage zi viel, die Kollegen fühlen sich dadurch kritisiert.
      ...in der Diagnostik... :nod:
    • Pummelchen wrote:

      Aber das ist die Rückmeldung die ich bekomme. Frage zi viel, die Kollegen fühlen sich dadurch kritisiert.
      Okay das war eine Information die ich nicht hatte. Wenn dir das so direkt zurückgemeldet wird, sieht es natürlich anders aus. Ich würde dir dann teilweise einfach sagen, weil sich das so engebürgert hat und dadurch corporate design wurde bzw. die Abläufe durchenander bringen würde, wenn jemand ausschert und die Alternative schon gut sen müsste, damit es sich lohnt es umzustellen. Also vieles ist einfach willkürlich irgendwann gesetzt worden, weil Jemand sich zwischen mehreren gleichwertigen doer schenbar gleichwertigen Lösungen entschieden hat.
    • Zodd wrote:


      Ich bin mir nicht sicher, ob das die Defnition von unauffällig ist, besonders wenn man Azubi ist. Wenn men Praktikant oder mene Assistenz einfach selber entscheiden würde was sie macht. hätten wir en Problem. Also ich habe kein Problem damit, wenn sie sich das selber einteilen und wie sie es machen, solange halt das richtige Ergebnis rauskommt und es nicht sonst irgendwie für mich negative Konsequenzen hat (also sie es nicht gemäß meiner zeitlichen prioritäten machen). Und selbst ich kann das nicht immer entscheiden, was ich mache, obwohl ich aufgrund meiner Position viele Freiheiten habe. Wenn Chef mal sagt machen Sie das jetzt oder machen Sie das so und so, dann ist das halt mal so. Die Frage ist die Häufigkeit und die hängt eben auch von der Position ab.
      Natürlich geht es um Selbstständigkeit im Rahmen von Gewissen Grenzen. Aber innerhalb dieser darf ich bei einem Kollegen fast alles, beim anderen fast nichts. Dann haben die selbst keine Ahnung wie es richtig geht und schon sind wir wieder auf der Kritisierungsebene. Ohne konkrete Beispiele zu nennen, kann man das immer sehr schlecht erklären, aber ich möchte nicht allzu detailiert vom Job reden. Aber es hat auch damit etwas zu tun, dass ich früher sehr, sehr viel Verantwortung im Job hatte und nun als Azubi mich nunmal nicht wie ein 18jähriger Schulabgänger-Azubi verhalte. Also Klappe halten und hinterherdackeln.
      ...in der Diagnostik... :nod:
    • Zodd wrote:

      Pummelchen wrote:

      Aber das ist die Rückmeldung die ich bekomme. Frage zi viel, die Kollegen fühlen sich dadurch kritisiert.
      Okay das war eine Information die ich nicht hatte. Wenn dir das so direkt zurückgemeldet wird, sieht es natürlich anders aus. Ich würde dir dann teilweise einfach sagen, weil sich das so engebürgert hat und dadurch corporate design wurde bzw. die Abläufe durchenander bringen würde, wenn jemand ausschert und die Alternative schon gut sen müsste, damit es sich lohnt es umzustellen. Also vieles ist einfach willkürlich irgendwann gesetzt worden, weil Jemand sich zwischen mehreren gleichwertigen doer schenbar gleichwertigen Lösungen entschieden hat.
      Ja, und dann kommt da jemand mit aktuellerem Wissen, das er in einer anderen Abteilung beigebracht bekommen hat und sieht das Potenzial in der neuen Abteilung. Und schwupps, ist man der Azubi, der über seine Kompetenzen hinaus handelt, weil man es anspricht und für eine gute Idee zur Umsetzung hält. :nerved:
      ...in der Diagnostik... :nod:
    • Pummelchen wrote:

      Natürlich geht es um Selbstständigkeit im Rahmen von Gewissen Grenzen. Aber innerhalb dieser darf ich bei einem Kollegen fast alles, beim anderen fast nichts. Dann haben die selbst keine Ahnung wie es richtig geht und schon sind wir wieder auf der Kritisierungsebene. Ohne konkrete Beispiele zu nennen, kann man das immer sehr schlecht erklären, aber ich möchte nicht allzu detailiert vom Job reden. Aber es hat auch damit etwas zu tun, dass ich früher sehr, sehr viel Verantwortung im Job hatte und nun als Azubi mich nunmal nicht wie ein 18jähriger Schulabgänger-Azubi verhalte. Also Klappe halten und hinterherdackeln.
      Ja aber das ist dann klar, dass das zu Problemen führt, das würde es auch, wenn ein NT älterer Mensch da anfangen würde und sich nicht wie der typische Azubi verhalten würde (wovon auch auszugehen ist, Jemand der mal viel Verantwortung hatte, kann nicht einfach die zeit zurückdrehen). Das gände ich auch anstrengend, wenn sich jemand dann anders verhalten würde, als es der Rolle normalerweise angemessen ist. Das bringt Abläufe durcheinander. Also ich würde da trennen zwischen fragen stellen und sich dadurch kritisiert fühlen und anderereits den Vorgesetzten in Frage zu stellen und ihn zu kritiseren doer so (falls du das tust, das war nicht endeutig rauszulesen)
      Und das da Menschen unterschiedich sind ist auch klar, wenn ich mich und meine Kollegen anschauen behandeln wir die Azubis, Praktikanten und Assistenzen auch sehr unterschiedich, fängt schon damit an, dass die einen sich von allen duzen lassen und die anderen aufs Sie bestehen. Da sist doch normal, dass man nicht be jedem gleich viel machen darf und kann. Sonst müsste man sich ja einheitlich auf was einigen. Das kann dann nur deren Vorgesetzter festlegen in der Regel.
    • Pummelchen wrote:

      Ja, und dann kommt da jemand mit aktuellerem Wissen, das er in einer anderen Abteilung beigebracht bekommen hat und sieht das Potenzial in der neuen Abteilung. Und schwupps, ist man der Azubi, der über seine Kompetenzen hinaus handelt, weil man es anspricht und für eine gute Idee zur Umsetzung hält.
      Wie gesagt da muss man auch das Gesamte im Blick behalten. Nur weil der Azubi es für ene gute Idee hält ist es noch lange kene gute Idee. Und nur weil es für ein Detail eine gute Idee ist, heißt das nicht das es fürs Gesamte eine gute Idee ist oder den Aufwand wert ist, es einzuführen. Man muss die Aufwandskosten ja berücksichtigen.

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    • Kann sein, dass das wirklich ein Statusproblem ist. Mein Chef behandelt Vorschläge von unterschiedlichen Mitarbeitern auch sehr unterschiedlich, je nachdem welchen Status dieser Mitarbeiter hat. Für mich ist das irritierend, denn ich hatte bei früheren Arbeitgebern einen höheren Status als bei meinem jetzigen. Ich muss jetzt damit leben, dass meine Vorschläge grundsätzlich ignoriert, verworfen oder abgetan werden, was früher nicht der Fall war, und meine Vorschläge sind ja nicht plötzlich alle schlecht im Vergleich zu früher.

      Als Azubi ist man im Status halt auch ganz unten. So eine Hierarchie und wie man behandelt wird wirkt sich besonders stark aus, wenn Chef oder Kollegen viel Stress haben, weil sie dann noch weniger gewillt sind, sich mit Vorschlägen von Leuten zu befassen, die im Rang ganz unten sind.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Pummelchen wrote:

      Stimmt, aber ich sehe halt das logische und optimale und die wollen es nicht ändern, weil "haben wir schon immer so gemacht".
      Das wäre eben die Frage, ob das immer so ist. Also erstens gibt es verschiedene Logiken und verschiedene optimale Zustände, also was der eine als logisch und optimal ansieht, sieht der andere anders, da gibt es ja desöfteren verschiedene legitime Kriterien. Und du kannst dich auch irren und es ist gar nicht optimal, eventuell eben auch weil du das große Ganze nicht überblickst, weil dir Wissen oder Kriterien fehlen, die andere haben. Deswegen frage ich wenn es um bestimmte Personen geht gerne mal einen Kollegen oder auch den Cheff, weil die auch taktische Kriterien mit einbeziehen, die ich nicht auf dem Schirm habe oder mir gar nicht bewußt sind, also Person A wäre die beste Person aber Person B hat mehr Enfluss und wir wollen Kontakt wegen was anderen zu ihm, also nehmen wir Person B. Da ich sowas nicht weiß, frage ich dann die, die es wissen bzw. wenn ich frage wen sollen wir nehmen kommt bei einem Vorschlag dann auch mal die Information Person sowieso, weil über fachlcihe Gründe hinaus Jenes und dieses Interesse abgedeckt wird. Dann stelle ich das auch nicht in Frage, wenn Chef sagt "wir wollen das aus den und den gründen" dann ist das so und ich kann auch damit leben, das wir nicht die beste Person nehmen oder wenn der Kollege sagt "nimm den und den, da der uns nahe steht und ansonsten beleidigt ist" mach ichd as auch so, ich vertraue dann dem jeweligen Urteil, weil ich es selber nicht einschätzen kann.
    • Shenya wrote:

      Kann sein, dass das wirklich ein Statusproblem ist. Mein Chef behandelt Vorschläge von unterschiedlichen Mitarbeitern auch sehr unterschiedlich, je nachdem welchen Status dieser Mitarbeiter hat. Für mich ist das irritierend, denn ich hatte bei früheren Arbeitgebern einen höheren Status als bei meinem jetzigen. Ich muss jetzt damit leben, dass meine Vorschläge grundsätzlich ignoriert, verworfen oder abgetan werden, was früher nicht der Fall war, und meine Vorschläge sind ja nicht plötzlich alle schlecht im Vergleich zu früher.

      Als Azubi ist man im Status halt auch ganz unten. So eine Hierarchie und wie man behandelt wird wirkt sich besonders stark aus, wenn Chef oder Kollegen viel Stress haben, weil sie dann noch weniger gewillt sind, sich mit Vorschlägen von Leuten zu befassen, die im Rang ganz unten sind.
      Ja, das ist aber etwas, was nicht in meinen Kopf geht. Wenn es doch angeblich um das Wohl der Firma geht, müsste es egal sein, von wem es kommt, Hauptsache es bringt voran.
      ...in der Diagnostik... :nod:
    • Pummelchen wrote:

      Ja, das ist aber etwas, was nicht in meinen Kopf geht. Wenn es doch angeblich um das Wohl der Firma geht, müsste es egal sein, von wem es kommt, Hauptsache es bringt voran.
      Zwei Sachen dazu: Die wenigsten Menschen arbeiten vollkommen selbstlos, das eigene Wohl ist auch relevant und wenn die eigene Position erodiert, hat das massiv Nachteile.
      Und jeder hat nur begrenzte Recourcen, da macht es Sinn, mehr auf die zu hören die den höchsten Status haben, da die in der regel die höhere Kompetenz haben sollten und vor allem die Einflussreicheren sind.