Neurologie: Schizophrenie, Depression, Autismus – alles das Gleiche?

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    • :lol:

      Langsam muss ich echt müde lachen. Es geht nicht vorwärts und nicht rückwärts in der Forschung, aber es werden permanent neue Möglichkeiten diskutiert, die wieder ins Leere laufen werden. Nennenswerte Fortschritte sind nicht zu vermelden, aber jeden Monat eine neue Theorie, die auch wieder keiner beweisen kann. Das sind genau die Theorien, die dafür sorgen, dass Autismus noch schlechter geredet wird. Unsere Situation verschlechtert sich dadurch, das ist der Einstieg um uns endlich mit Antibiotika vollpumpen zu können. Damit die Ärzte nicht nur Arbeit mit uns haben sondern endlich was an uns verdienen und die Pharmaindustrie natürlich auch. Es wird nicht besser Leute...

      :nerved:
    • Interessanter Artikel, allerdings fehlt mir noch der Hinweis darauf, daß die Anlagen für solche Störungen ja nur deshalb so lange nicht ausgemerzt wurden, weil sie anderen Individuen Vorteile bringen. Wenn z.B. die Anlage für Schizophrenie zu größerer Kreativität führt und die Anlage für ADHS zu größerer Beobachtungsgabe, dann erkauft sich die Gesamtpopulation diesen Überlebensvorteil eben damit, daß ein gewisser Prozentsatz der Anlageträger psychiatrisch erkrankt und ausfällt. Und es wird auch klar, daß ein kleiner Anteil Anlageträger ausreicht, um der Population den Vorteil zu bringen, deshalb pendelt sich das ein. In der heutigen Gesellschaft wird nur der Nutzen nicht mehr so deutlich wie früher, daher fallen nur die Anlageträger auf, die Krankheitsbilder entwickeln.

      Sancho Pansa schrieb:

      Und ich denke der Artikel betont am Ende auch, dass es klare Abgrenzungen trotz großer Übereinstimmung gibt.
      Ja, gerade in dem Bereich sagen 99,9% Übereinstimmung wenig aus. Und selbst bei 100% Übereinstimmung gilt das dann nur für die DNS-Ebene dieser Sequenz, nicht für den weiteren Prozeß, der ja durch weit entfernt liegende Abschnitte gesteuert werden kann.
      Und dann wird die Genexpression ja auch durch die Umwelt verändert. Ich finde es aber etwas zu positiv gedacht, davon zu schreiben, daß solche komplexen Erkrankungen bald verstanden wären und man daraus Therapieansätze ableiten könne. Das wird doch schon seit zig Jahren bei diversen Krankheiten behauptet. Was man vielleicht kann, ist Symptome abzumildern, und das erkauft man dann wiederum mit Schäden in anderen Bereichen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Necroghoul7 ()

    • Diamant schrieb:

      Langsam muss ich echt müde lachen. Es geht nicht vorwärts und nicht rückwärts in der Forschung, aber es werden permanent neue Möglichkeiten diskutiert, die wieder ins Leere laufen werden. Nennenswerte Fortschritte sind nicht zu vermelden, aber jeden Monat eine neue Theorie, die auch wieder keiner beweisen kann.
      :thumbup:
      Eine treffende Zusammenfassung.
      Ich bin auch schon lange desillusioniert was die Forschung angeht.Allein diese endlosen Mäuse-Gen-Geschichten.Dann wieder andere Gen-Geschichten.Dann wieder irgendwelche Umwelt-Einflüsse.Dann soll es mal zu viel und mal zu wenig von irgendwelchen Hormonen oder anderen Stoffen sein.Oder sind es vielleicht doch die Darmbakterien? :?
      Ich kann es langsam nicht mehr hören.
    • Diamant schrieb:

      das ist der Einstieg um uns endlich mit Antibiotika vollpumpen zu können
      Ich glaube, da hast Du entweder den Artikel oder die Funktion von Antibiotika gründlich mißverstanden. Was sollten Antibiotika denn bei Autismus bewirken? Niemand kann auf die absurde Idee kommen, da Antibiotika einzusetzen.
      Und ja, Forschung ist manchmal ein zähes Geschäft, gerade wenn es um Genetik geht. Das kann schon dauern, bis da praktisch nutzbare Ergebnisse rauskommen. Und der Artikel bringt keine komplett neue Theorie, er entwickelt bestehende, bisher nicht ganz befriedigende Erklärungsansätze weiter So funktioniert Forschung nun mal.
    • HCS schrieb:

      Diamant schrieb:

      das ist der Einstieg um uns endlich mit Antibiotika vollpumpen zu können
      Ich glaube, da hast Du entweder den Artikel oder die Funktion von Antibiotika gründlich mißverstanden. Was sollten Antibiotika denn bei Autismus bewirken? Niemand kann auf die absurde Idee kommen, da Antibiotika einzusetzen.Und ja, Forschung ist manchmal ein zähes Geschäft, gerade wenn es um Genetik geht. Das kann schon dauern, bis da praktisch nutzbare Ergebnisse rauskommen. Und der Artikel bringt keine komplett neue Theorie, er entwickelt bestehende, bisher nicht ganz befriedigende Erklärungsansätze weiter So funktioniert Forschung nun mal.
      :m(: Tippfehler, eigentlich war Antidepressiva gemeint. Mein T9 hat es anscheinend wieder zu gut gemeint.