Kränkbarkeit - wem geht es noch so?

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Grübler_1988 wrote:

      Ach, jetzt verstehe ich es. :m(:
      Der Beitrag von @Abendstern war ironisch gemeint und mit "Schild" meint er das Ironie-Hinweisschild.
      oh :oops:
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Lefty wrote:

      Er ist ja kein Angestellter, ihm "gehört der Laden".
      Das habe ich dann wohl nicht gelesen, ich hatte nur "Mitarbeiter" gelesen, daher bin ich nicht auf die Idee gekommen, es könnte der Betreiber sein.

      Abendstern wrote:

      Sry, war vllt nicht ganz so geschickt... Da bin ich beim Versuch, es so knapp wie möglich zu formulieren, wohl etwas übers Ziel hinausgeschossen

      Ich finde es tatsächlich hilfreich, wenn Ironie und Sarkasmus gekennzeichnet werden, da ich nicht jedermanns Perspektive und Humor teile, erkenne ich dies tatsächlich nicht in jeder Situation gleich.
      Wenn wir den Kirschbaum spalten, finden wir dort keine Blüte.
      Es ist der Frühling, der die Blüten hervorbringt.

      Ama Samy
    • Zodd wrote:

      Pummelchen wrote:

      @Zodd Ich mache das aber nicht mit Absicht. Ich merke das also gar nicht. Wenn ich aber Dinge im Nachgang nochmal durchgehe, merke ich, dass ich da manchmal etwas unfair war. Das ist für mich ein großer Unterschied zu deinem Text.
      Das wollte ich dir damit auch nicht unterstellen. Wobei ich merke immer, dass ich mich schon oft frage wie Leuten das nicht auffallen kann. Auch wenn sie sonst unlogisch sind, aber da besonders, also wenn sie in dem einen satz was fordern und im nächsten das selber nicht machen wollen.Die Frage ist ja, wie gehst du damit um. Also versuchst du daran zu arbeiten und zu gucken, wie du das auch schon vorher oder währendessen realisierst, um das dann verhindern zu können und wie am besten. Und guckst du hinterher, ob du das irgendwie ausgleichen kannst.
      Ich versuche einfach ein bisschen darauf aufzupassen was ich mache. Und wenn man mich nun auf Fehlverhalten anspricht, so kann ich zumindest sagen, dass es nicht das erste mal passiert ist, aber keine Absicht war. Aber vorausschauend handeln ist eher schwer, weil wenn man nicht weiß warum man es macht, ja auch nicht gegensteuern kann.
      ...in der Diagnostik... :nod:
    • Der Typ betreibt seinen Laden und verdient sich damit seinen Lebensunterhalt. Vielleicht stresst es ihn selbst gewaltig, dass er nicht rechnen kann, aber zieht das trotzdem durch.
      Das könnte man ihm ja auch mal zugute halten, oder?
      Würde er die Kunden bescheissen wollen, dann stünde er nicht da und würde den Eindruck von Hilflosigkeit erwecken.
      Man muss also einfach selbst ein bisschen mehr denken und kann den Mann ansonsten in Ruhe lassen. Ihn als blöd und unfähig abzustempeln ist wohl ziemlich daneben und wird bezeichnenderweise von denen praktiziert, die selbst bei jedem Scheiß rumheulen, wie ungerecht sie angeblich behandelt werden.

      The post was edited 1 time, last by zaph ().

    • Lefty wrote:

      Wieso fragst du dich das denn? Es ist ja offenbar so, also könntest du das auch akzeptieren. Wenn man mitten in einer Situation steckt, vielleicht noch unter Stress, dann reflektiert man sich nicht die ganze Zeit und wägt sein Handeln ab, sondern reagiert manchmal einfach nur.
      Weil ich davon ausgehe, dass man sich eben grundsätzlich reflektiert und dann erkennen müsste, dass man andere anders behandelt, als man behandelt werden will. Es gibt ja auch Leute die das merken und dazu stehen. Das aber nicht zu merken finde ich irgendwie schwer nachzuvollziehen, wel ich sehr viel Wert darauf lege, darauf zu achten und wenn ich das hinterher merke, in einer ähnlichen Situation um so mehr und so. Also ja für mich ist es eben offensichtlich, wenn Jemand sagt "jeder muss a machen und darf nicht b machen" und dre Sätze später sagt "so ich mach jetzt b " das er sich da widerspricht und ich selber in so einer Situation dann auch Monate später den zweiten Satz gar nicht sagen könnte, weil ich den ersten Satz ja gesagt habe und auch davon ausgehe, dass der andere das noch weiß und mich darauf ansprechen würde.
    • Zodd wrote:

      Weil ich davon ausgehe, dass man sich eben grundsätzlich reflektiert
      Die Annahme ist aber leider falsch. Die wenigsten Menschen sind selbstreflektiert in dem Maße, wie du es beschreibst. :?

      Ich würde sagen, es gibt grundsätzlich zwei Wege, auf denen Menschen eine Rückmeldung zu eigenem Fehlverhalten bekommen können: Selbstreflektion und "soziales Umfeld".
      Bei den meisten Menschen spielt letzteres oftmals die entscheidende Rolle. D. h. die Rückmeldung, wenn man sich unfair / "falsch" verhält, bekommt man von der Familie oder engen Freunden. Oft auch eher "indirekt". Die Ansprüche sind dabei oft auch gar nicht so perfektionistisch, sondern "unfaires" / "unsoziales" / "widersprüchliches" Verhalten wird auch mal toleriert, solange es das Umfeld nicht zu sehr belastet.
      Bei vielen Autisten läuft diese "Rückmeldung zum Sozialverhalten" eben mangels Alternativen oft eher über Selbstreflektion. Wenn das gut funktioniert, kann das zu einem (meiner Ansicht nach) sehr reifen Verhalten und angenehmen Umgang miteinander führen. :)

      Wenn allerdings (aus was für Gründen auch immer) weder das soziale Umfeld noch eine gute Selbstreflektion diese "Rückmeldung" übernehmen können - dann kommt oft ziemliches "Arschlochverhalten" dabei heraus. Sowohl bei Autisten als auch bei "NTs".
      So wird es z. B. problematisch, wenn jemand in eine Machtposition gelangt, in der er kaum mehr gleichberechtigte, enge Vertraute hat, die sich "trauen" könnten, ihm Fehlverhalten angemessen "zurückzumelden" - gleichzeitig aber von der Intelligenz oder Persönlichkeitsstruktur her nicht zu angemessener Selbstreflektion in der Lage ist... Ich denke dabei gerade z. B. an so Leute wie den amerikanischen Präsidenten... :roll: :d
      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Morgenstern (Vor einem Moment) aus folgendem Grund: Beitragsqualität hochgeschraubt
      Hier gibt es nichts zu sehen, bitte gehen "Sie" weiter! :)
    • Zodd wrote:

      Weil ich davon ausgehe, dass man sich eben grundsätzlich reflektiert und dann erkennen müsste, dass man andere anders behandelt, als man behandelt werden will.
      Was, wenn du anders behandelt werden möchtest, als ein anderer in der gleichen Situation? Wenn du z.B. Schwierigkeiten mit körperlicher Nähe hast, willst du sicher nicht in die Arme genommen werden, wenn du Trost brauchst. Ein anderer braucht aber genau das: umarmt, gedrückt und gestreichelt zu werden. Da nützt dir die Selbstreflektion nichts. Nur die Rückmeldung des anderen zeigt dir, was er sich von dir wünschen würde.
    • zaph wrote:

      Der Typ betreibt seinen Laden und verdient sich damit seinen Lebensunterhalt. Vielleicht stresst es ihn selbst gewaltig, dass er
      nicht rechnen kann, aber zieht das trotzdem durch.
      Das könnte man ihm ja auch mal zugute halten, oder?
      Wieso sollte man jemandem zu Gute halten, dass er etwas durchzieht, für das er nicht geeignet ist? Damit würde ich meiner Meinung nach die Werte "Durchhaltevermögen", "Selbstkasteiung" und "Egozentrismus" und "ist mir egal ob die Kunden Nachteile durch mich erleiden" honorieren. Die finde ich für Kunden wenig überzeugend und meiner Meinung nach müsste der "Verkäufer" ( ;) ) dann eher daran arbeiten, sich mit diesen Problemen auseinanderzusetzen.

      The post was edited 1 time, last by FruchtigBunt ().

    • ifi wrote:

      Linnea wrote:

      Einer, der wiederholt nicht rechnen kann, sollte nicht ausgerechnet an der Kasse sitzen.
      Das ist ja absurd .
      Und würde, wenn ihr ehrlich seid , auch euch ärgern.
      Ja, die Stelle ist dann wirklich fehlbesetzt, hatte ich ja auch schon erwähnt.
      Aber wenn niemand was rückmeldet, dem Angestellten es "egal" ist und der Filialleiter es nicht selber merkt, was an sich auch schon ein "Unding" ist, wird es wohl so weitergehen.
      Ich habe den Vorgang nun übrigens nochmal beobachtet. Es befindet sich ein kleiner Bildschirm über dem Kassenbereich und ein Scanner. Wenn ich eine Briefmarke kaufen will, wird irgendein Strichcode abgescannt und die Position erscheint dann auf dem Bildschirm. Es wird ansonsten nicht erfasst, wieviel Geld ich hingebe. Ich habe keine AHnung, ob das kein Touchscreen ist, weil man dann doch eigentlich dort per elektronischer Tastatur auch erfassen können müsste, wieviel Geld der Kassierer erhält und wie viel Rückgeld er zu geben hat.
      Ich werde es aber beim nächsten Bezahlvorgang nochmal genau beobachten und ich habe vor, gezielt zu fragen, wieso nicht erfasst wird, wie viel Geld ich hingebe und wieviel Rückgeld rauszugeben ist. In jedem Fall verstehe ich trotzdem nicht, wieso man sich dann nicht einen Taschenrechner hinstellt, aber eigentlich müsste doch dieses Postsystem so einstellbar sein, dass man das direkt erfassen kann an diesem kleinen Bildschirm. Vielleicht kann ich dort ja auch helfen, dass das zukünftig erfasst wird. Viele Leute kennen sich oft mit den Funktionen ihrer elektronischen Geräte nicht aus. Ich habe schon oft gehört "ach das wusste ich gar nicht, dass das geht", weil sich viele Bediener nicht ausführlich mit den Geräten auseinandersetzen, die sie bedienen. Während meiner Berufstätigkeit und auch in anderem Kontext habe ich mich z. B. während Leerläufen ausführlich mit technischen Gerätschaften beschäftigt und Funktionen testweise durchprobiert und in die Einstellungen geschaut. Wie soll man denn ein Gerät optimal bedienen, wenn man sich nicht damit auseinandersetzt?
    • FruchtigBunt wrote:

      Ich werde es aber beim nächsten Bezahlvorgang nochmal genau beobachten...

      Vielleicht kann ich dort ja auch helfen
      Versuche einfach mal nur die Fakten zu betrachten.
      - Fakt ist, du hast in einer Postfiliale mehr als einmal zu wenig Rückgeld erhalten.
      - Fakt ist, du ärgerst dich schon seit Wochen so sehr darüber, dass du Stunden damit verbringst, die Sache von allen Seiten zu analysieren um den Grund heraus zu finden.
      - Fakt ist, die Deutsche Post wird niemals wegen dir ihre Mitarbeiter besser schulen, oder ihre Kassen neu programmieren.
      - Fakt ist, es ist eine Lappalie, die die Zeit und die Emotionen, die du verplemperst einfach nicht wert ist.

      Lass es gut sein und zähle beim nächsten Mal in Ruhe nach ob du das korrekte Rückgeld erhalten hast. Damit schonst du deine Nerven und die deiner Mitmenschen. Auch wenn du völlig richtig liegst mit all deinen Annahmen, es hat dich niemand um Verbesserung der Umstände gebeten. Mit Rechthaberei hat sich noch niemand Freunde gemacht.
    • @Linnea
      Ich las hier im Forum schon oft Sätze wie "Du tust mir Leid" oder "Person xy tut mir Leid". Ich denke nicht, dass die User, die sowas geschrieben haben, diese Personen persönlich kennen. Situationen muss man auch nicht selbst erlebt haben um sein Mitleid kundzutun.
      "Jede Jeck is anders" (Kölsches Sprichwort)
    • Romi wrote:

      Auch wenn du völlig richtig liegst mit all deinen Annahmen, es hat dich niemand um Verbesserung der Umstände gebeten.
      Bingo!
      Man könnte sich allerdings in der entsprechenden Postfiliale bewerben und dann über die Jahre hocharbeiten, bis man irgendwann in der Position ist, den entsprechenden Mitarbeiter zu entlassen. Das wäre der korrekte Weg. :d
      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Morgenstern (Vor einem Moment) aus folgendem Grund: Beitragsqualität hochgeschraubt
      Hier gibt es nichts zu sehen, bitte gehen "Sie" weiter! :)
    • Romi wrote:

      Auch wenn du völlig richtig liegst mit all deinen Annahmen, es hat dich niemand um Verbesserung der Umstände gebeten.
      In Läden etwas diesbezüglich anzubringen macht nur Sinn, wenn Kundenrückmeldungen erwünscht sind (manche Läden erfragen dies online oder via Kundenbriefkasten explizit).
      Doch auch da werden Verbesserungsvorschläge vermutlich nur aufgegriffen, wenn viele dasselbe anmerken und es zudem in ihrem Kram passt (RW).
      Wenn wir den Kirschbaum spalten, finden wir dort keine Blüte.
      Es ist der Frühling, der die Blüten hervorbringt.

      Ama Samy
    • Romi wrote:

      Was, wenn du anders behandelt werden möchtest, als ein anderer in der gleichen Situation? Wenn du z.B. Schwierigkeiten mit körperlicher Nähe hast, willst du sicher nicht in die Arme genommen werden, wenn du Trost brauchst. Ein anderer braucht aber genau das: umarmt, gedrückt und gestreichelt zu werden. Da nützt dir die Selbstreflektion nichts. Nur die Rückmeldung des anderen zeigt dir, was er sich von dir wünschen würde.
      Stimmt, das ist prinzipiell en Problem, wenn man es zu sehr im Detail betrachtet. Prinzipiell heißt das aber eher; man möchte rücksichtsvoll behandelt werden und das der andere auf die Bedürfnisse von einem Rücksicht nimmt. Spätestens dann wird es relevant, wenn der andere darauf hinweißt, wenn man dann sagt ich möchte besser behandelt werden als alle anderen kann man das ignorieren, wenn man sagt ich will auch das man auf mich Rücksicht nimmt, dann nimmt man eher Rücksicht. Und ja es gehört auch dazu, auf sonstige Signale zu achten bzw. durch Relfektion einzuschätzen, wie der andere womöglich tickt und gerade nicht von sich auf andere zu schließen. Das sind zwei Aspekte die sich scheinbar widersprechen, aber zusammengehören.
    • :thumbup: Daher ja auch die etwas "umständlichere" Formulierung mit den Maximen im kategorischen Imperativ. :prof:
      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Morgenstern (Vor einem Moment) aus folgendem Grund: Beitragsqualität hochgeschraubt
      Hier gibt es nichts zu sehen, bitte gehen "Sie" weiter! :)
    • Grübler_1988 wrote:

      @Linnea
      Ich las hier im Forum schon oft Sätze wie "Du tust mir Leid" oder "Person xy tut mir Leid". Ich denke nicht, dass die User, die sowas geschrieben haben, diese Personen persönlich kennen. Situationen muss man auch nicht selbst erlebt haben um sein Mitleid kundzutun.
      Ich weiss..aber die Bemerkung oben hörte sich eher zynisch an. In meinem Empfinden.
      In der Situation wie beschrieben sehe ich es nach wie vor so, dass jemand, der nicht rechnen kann, einen anderen Job machen sollte, als ausgerechent auch noch als Inhaber eine Kasse täglich zu verwalten.

      Ich möchte euch so sehr verstehenden erleben, wenn euch das mehrfach passiert.
      Für mich ist so etwas dann auch keine Lappalie.
      Ich überschlage stets vor den Kasse grob...aber möchte dennoch erwarten können, dass ein Kassieree sein Fach versteht.
      Ichg bin minem Grld niocht böse (RW)..

      Und noch etwas..ich bin sehr sicher..hätte nicht Fruchtigbunt, sondern jemand, der sehr gut hier gelitten ist, das gepostet mit dem Kassierer..wäre ihm eher Mitgefühl dargeboten worden.
      So.
      Hugh. 8-)
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)

      The post was edited 1 time, last by Linnea ().