Pflegegrad beantragen

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    • Hallo,

      ich habe gerade erfahren dass ich Pflegegrad 2 zugesprochen bekommen habe. Ich habe diesen nur wegen den psychischen Erkrankungen bekommen. Der MdK war 2 mal bei mir beim ersten mal wurde der Pflegegrad abgelehnt, beim 2. mal war ich zufällig gerade in einer psychotischen Phase und entsprechend zerfahren, unter anderem lief mein Herd als der Gutachter kam noch vom Vorabend... bei beiden Untersuchungen war meine gesetzliche Betreuerin mit anwesend.

      Mit freundlichen Grüßen
      Lea

      P.s. wenn du noch fragen hast antworte ich gerne ich bin nur nicht toll im lange Texte schreiben.
      Handle ehrlich, handle weise, sei freundlich, baue Brücken keine Mauern, aktzeptiere Fremdes, freue dich über Unterschiede.
    • war das mit dem Gutachter so ein Frage Antwort gegenübersitzen? Oder musstest du viel selbst reden und sagen, warum du den Antrag gestellt hast? Wie lange war er bei dir?
      "Versuche nicht, ein erfolgreicher, sondern ein wertvoller Mensch zu werden." (Albert Einstein)
    • Hallo,

      der Gutachter hatte einen Fragebogen bei sich den es auszufüllen galt. Dabei ging es viel um Sachen die ich nicht kann "Warum können sie keine Zähne putzen?" "Warum können sie nicht aufräumen?" "Warum können sie nicht ihr Bad putzen?" und einige Fragen zu Ereignissen und Hilfen die ich bereits im Alltag habe, wer da ist wer hilft wie lange die Leute helfen wie oft pro Woche, was sie tun.

      Der Gutachter war so etwa 1,5h bei mir. Ich hätte das allein nicht durchgekommen.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Lea
      Handle ehrlich, handle weise, sei freundlich, baue Brücken keine Mauern, aktzeptiere Fremdes, freue dich über Unterschiede.
    • RegenbogenWusli wrote:

      und es wäre toll wenn jemand da mal die einzelnen Bezeichnungen tabellarisch auflistet und die Unterschiede in Stichpunkten dazu schreibt
      Ich glaube, das wurde in anderen Diskussionen hier auch gut aufgelistet und dargestellt, gib mal die einzelnen Begriffe in die Suchmaschine des Forums ein. Oder jemand malt ein Diagramm/Schaubild, wo du dich mit Ja-Nein-Antworten zum passenden Antrag durcharbeiten kannst. :)

      Neoni wrote:

      "Sozialhilfe" ist ein alter Begriff. Das gibts heute in der Form nicht mehr soweit ich weiß
      Es gibt wohl noch eine Stufe, die der alten Sozialhilfe entspricht, und noch wenige Fälle, wo das dann zutrifft.
      Und bei deiner Aufzählung kann man noch die Arbeitsmarktrente einfügen. Und Grundsicherung ist zwar ähnlich wie ALGII, hat aber einige Vor- und Nachteile, auch was Zuverdienste, Schonvermögen, Beantragungszeiträume usw. angeht. Inwieweit Pflegegeld auf die jeweiligen anderen Leistungen angerechnet wird, weiß ich leider nicht, läßt sich sicher auch ergoogleln.

      Lea wrote:

      Warum können sie keine Zähne putzen?"
      Das ist bemerkenswert, als Kind habe ich mich damit auch überfordert gefühlt und es hieß immer, ich sei zu faul dazu. Man kommt sich auch wie ein Idiot vor, wenn man etwas "lernen" will, was für Normalos völlig selbstverständlich ist, zumal es ja kein kognitives oder körperliches Hindernis gibt.
      Wenn einem die Bezüge verlorengehen, wird das "All" zum "Nichts".

      The post was edited 1 time, last by Necroghoul7 ().

    • Lea wrote:

      das ich es wegen der sensorischen überforderung aus dem Autismus heraus nicht kann weil es mich direkt in einen Overload treibt.
      War das schon immer so?
      Ich finde es sehr unangenehm(das Wasser, die Zahncreme, ein mechanisches Teil im Mund- gibt Würgereiz), sodass es Überwindung braucht, aber einen Overload hatte ich noch nie.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Necroghoul7 wrote:

      Oder jemand malt ein Diagramm/Schaubild, wo du dich mit Ja-Nein-Antworten zum passenden Antrag durcharbeiten kannst.
      Das wäre toll, ich würde sowas sogar selber machen, weil mir sowas spaß macht, aber dafür müsste ich erstmal alle Begriffe kenne und auch von einander unterscheiden können :'-D
      Ich würde definitv on den "Katakomben" des Forum suchen, aber hast du eine Ahnung davon wie oft diese Wörter im Forum auftauchen?
      Allein das Wort HarzIV oder Frührente oder Erwerbsminderungsrente oder so taucht hier gefühlt eine Million mal auf.
      Ich habe erlich gesagt nicht die Zeit mich da durch zu wühlen.
    • RegenbogenWusli wrote:

      Ich habe erlich gesagt nicht die Zeit mich da durch zu wühlen.
      Genauso habe ich mir manches von meinem Wissen angeeignet, ich habe die Begriffe in Suchmaschinen (nicht nur im Forum, sondern allgemein) eingegeben und die Ergebnisse durchgelesen, die mehr oder weniger passend waren, und Vieles war Ballast oder unverständlich oder sogar inhaltlich mit Fehlern behaftet, was man dann erst merkt, wenn noch drei weitere Texte zum Thema gelesen hat.

      Ich bin guter Dinge, daß es in einem Aspergerforum jemanden gibt, der Zeit UND Lust dazu hat, sowas zu erklären. Mein Wissen reicht noch nicht dazu aus, daß ich mir ein vollständiges und fehlerfreies Schaubild mit Ja/nein-Pfeilen zutrauen würde, bei dem dann in der untersten Zeile die jeweils passenden zu beantragenden Hilfen stehen (und man dann über die Pfeile auch bei mehreren gleichzeitig langen kann). :)
      Wenn einem die Bezüge verlorengehen, wird das "All" zum "Nichts".
    • Das große Problem bei solchen Hinweisen und Ratgebern ist der Grundsatz, dass Laien keine Rechtsberatung machen dürfen. Die Aufklärung über Rechte und Pflichten einer Person, gerade in den sehr speziellen und sich schnell verändernden Sozialgesetzen, erfordert auch eine Verantwortung (Haftung). Quelle: Gesetz über außergerichtliche Rechtsdienstleistungen

      Das Forum hier ist schon rechtlich schwierig genug, würde aber wohl über die Klausel "Vereine dürften unentgeltlich ihre Mitglieder beraten" laufen. Zumal ich momentan keine Posts kenne, die mehr als eine Laienmeinung wiedergeben ("meine Erfahrung ist", "ich habe gelesen, dass") und stets nicht darauf hinweisen, dass man sich rechtlichen Beistand sucht (in Form von Vereinen oder Anwälten).

      Wobei da auch folgendes gelten kann:
      RDG § 2 Begriff der Rechtsdienstleistung

      (1) Rechtsdienstleistung ist jede Tätigkeit in konkreten fremden
      Angelegenheiten, sobald sie eine rechtliche Prüfung des Einzelfalls
      erfordert.

      ...

      (3) Rechtsdienstleistung ist nicht:

      ...

      5.die an die Allgemeinheit gerichtete Darstellung und Erörterung von Rechtsfragen und Rechtsfällen in den Medien,


      Vielleicht kann man hier ja eine Projektgruppe zusammenstellen, die allgemein die Grundrichtlinien aufzeigt, ala "Thema Verdienst und Wegfall dessen" und dann einen Flowchart mit Fragen "ich war mind. 12 Monate erwerbstätig" -> Ja / Nein; "ich bin weiterhin erwerbsfähig" -> Ja / Nein, nur teilerwerbsfähig / Nein, erwerbsunfähig; bis schließlich Themenhinweise entstehen die auf "Anspruch auf ALG I durch Agentur für Arbeit prüfen lassen; Hinweise unter (3) beachten" oder "Anerkennung des Behindertenstatus durch das Versorgungsamt prüfen lassen; Hinweise unter (5) beachten".

      Geht das so in die Richtung, die ihr meint?
    • Regenbogen, es wäre doch viel einfacher, wenn du (in einem neuen Thread am besten) deine konkrete Lage schilderst, und fragst, welche Unterstützungsleistungen für dich denn in Frage kämen. Dann können Leute konkret Auskunft geben. Oder wenn du schon konkrete Fragen hast (zb "Steht mir Hartz4 zu?"), stelle diese.
      Es wäre einfacher als mit großem Aufwand alle Möglichkeiten die existieren und alle Sonderfälle aufzulisten...
    • Lea wrote:

      Hallo,

      ich habe gerade erfahren dass ich Pflegegrad 2 zugesprochen bekommen habe. Ich habe diesen nur wegen den psychischen Erkrankungen bekommen. Der MdK war 2 mal bei mir beim ersten mal wurde der Pflegegrad abgelehnt, beim 2. mal war ich zufällig gerade in einer psychotischen Phase und entsprechend zerfahren, unter anderem lief mein Herd als der Gutachter kam noch vom Vorabend... bei beiden Untersuchungen war meine gesetzliche Betreuerin mit anwesend.

      Mit freundlichen Grüßen
      Lea

      P.s. wenn du noch fragen hast antworte ich gerne ich bin nur nicht toll im lange Texte schreiben.
      Wieviel Punkte hast denn bekommen?
    • Hi,

      Ich wurde wegen des Widerspruch noch nach dem alten System beurteilt ich warte allerdings noch auf den endgültigen Bescheid, ich hab nur die vorab Info das ich pg2 hab von meiner gesetzlichen Betreuerin.

      Mit freundlichen Grüßen
      Lea
      Handle ehrlich, handle weise, sei freundlich, baue Brücken keine Mauern, aktzeptiere Fremdes, freue dich über Unterschiede.
    • Ginome wrote:

      Das ist schonmal eine ganz blöde Idee. Sieh zu, dass Dein Betreuer und der Pflegedienst anwesend sind.Auch bei alten Menschen geht eine Begutachtung ohne Zeugen schief.
      So eine blöde Idee war es gar nicht und schief ging auch nichts. Ich war allein mit dem Gutachter und 4 Wochen nach der Antragstellung habe ich den Pflegegrad 2 erhalten.
      Die Begutachtung hat eine knappe Stunde gedauert.
      "Versuche nicht, ein erfolgreicher, sondern ein wertvoller Mensch zu werden." (Albert Einstein)
    • aspie1 wrote:

      ...gerade, weil du ja den Pflegegrad beantragt hast, suchst du doch Hilfe von außen.
      Nein, das Beantragen allein ist noch keine Suche, die sollte vorher schon begonnen haben.
      Wenn man etwas gefunden hat und das dann Geld kostet, dann kommt der Pflegegrad ins Spiel.
      Schließlich soll mit dem Geld geholfen werden.

      RegenbogenWusli wrote:

      Wenn ich einen Pflegegrad haben will/brauche, dann habe ich vorher doch nicht schon einen Pfleger? Oder wie kommt man an den?
      Dachte den kann man erst bekommen nachdem man den pflegegrad hat, mit dem man dann das pflegegeld beantragen kann.
      Oder bekommt man das vorher schon?
      Selbstverständlich kann man sich vorher schon um einen Pflegedienst bemühen oder auch anderweitige Hilfen suchen, die in Frage kommen würden.
      Wenn man das nötige Geld noch nicht hat, dann muss eben so lange mit dem Start der Dienste gewartet werden, bis der Entscheid gekommen ist.
      Aber in der Regel beantragt man Pflegegeld ja, weil man auf fremde Dienste angewiesen ist und ohne diese seinen Alltag nicht bewältigen könnte.

      Es funktioniert nunmal nach dem Prinzip: Diese Hilfen brauche ich, die werden von Person X und Pflegedienst Y erbracht, bitte zahlen Sie dafür!
      Gute Chancen hat man, wenn der Antrag direkt oder mit Unterstützung Dritter gestellt wird (Krankenhaus, Tagesklinik, Pflegedienst). Da sieht der MDK gleich den dringenden Bedarf. Auch wenn die Leistungen als Sachleistung gewährt werden (der Pflegedienst rechnet dann direkt mit dem MDK ab), dürfte das eine schnelle und positive Entscheidung bringen.

      Leider geht es in unserer Gesellschaft nicht mehr ohne strenge Prüfungen, da gewisse Menschen sowas sonst gnadenlos ausnutzen und sich bereichern - wie neulich erst in den Nachrichten zu lesen - zum Glück ist die "Pflegemafia" aufgeflogen und wurde vor Gericht gestellt.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • Garfield wrote:

      Gute Chancen hat man, wenn der Antrag direkt oder mit Unterstützung Dritter gestellt wird (Krankenhaus, Tagesklinik, Pflegedienst). Da sieht der MDK gleich den dringenden Bedarf. Auch wenn die Leistungen als Sachleistung gewährt werden (der Pflegedienst rechnet dann direkt mit dem MDK ab), dürfte das eine schnelle und positive Entscheidung bringen.
      Klingt ziemlich kompliziert, ich verstehe es nicht.

      Ich habe das bisjezt so verstanden, das man vorher schon einen Pfleger einstellen kann WENN man das geld hat.
      Hat man das geld nicht, muss man dieses Pflagegrad beantragen, damit man staatliche Hilfe bekommt, vondem ich diesen Pfleger dann bezahle.
      Ist das richtig so?
    • RegenbogenWusli wrote:

      Garfield wrote:

      Gute Chancen hat man, wenn der Antrag direkt oder mit Unterstützung Dritter gestellt wird (Krankenhaus, Tagesklinik, Pflegedienst). Da sieht der MDK gleich den dringenden Bedarf. Auch wenn die Leistungen als Sachleistung gewährt werden (der Pflegedienst rechnet dann direkt mit dem MDK ab), dürfte das eine schnelle und positive Entscheidung bringen.
      Klingt ziemlich kompliziert, ich verstehe es nicht.
      Ich habe das bisjezt so verstanden, das man vorher schon einen Pfleger einstellen kann WENN man das geld hat.
      Hat man das geld nicht, muss man dieses Pflagegrad beantragen, damit man staatliche Hilfe bekommt, vondem ich diesen Pfleger dann bezahle.
      Ist das richtig so?
      Na dann hast Du es ja doch richtig verstanden. :)
      Aber staatlich ist die Hilfe nicht, sie kommt ja von der Pflegekasse und damit von den Beitragszahlern.

      aspie1 wrote:

      Garfield wrote:

      der Pflegedienst rechnet dann direkt mit dem MDK ab...
      der Pflegedienst rechnet mit der Pflegekasse ab, nicht mit dem MDK.
      Sorry, ich hab Beides irrtümlich für das Gleiche gehalten.
      Dann ist der MDK quasi nur von der Pflegekasse beauftragt.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.