Ich mag mal wieder nicht mehr

    • FrauGrün schrieb:

      Ich bekomme die Nebenwirkungen des Medikamentes zu spüren oder hab' "Schockreaktionen" (trockener Mund, Zittern, verschwommenes Sehen, Wasser lassen müßen etc.)
      Vielleicht Serotonin-Syndrom?

      Was mich immer wundert ist, dass Anderen kleine vielursachmögliche Sachen wie ein trockener Mund auffallen und es direkt in Bezug zu etwas setzen können.
      Ich habe eine schlechte Körperwahrnehmung.
      Bei mir ist das auch ohne Medikamente.
      Bei mir kommen solche Symptome auch durch Wetter oder sowas.
      Gut, wenn man es lange Zeit nimmt und dann nach dem Absetzen es sich ändert, dann ist die Kausalität viel wahrscheinlicher.

      Bei mir haben AD zuerst gar nicht gewirkt.
      Dann hat eines bei mir krasse Ängste bewirkt und da habe ich es sein lassen.

      MPH hat bei mir auch erst gar nicht gewirkt, erst nach sehr hoher Dosis, wodurch ich aber auch Nebenwirkungen hatte, wie Appetitlosigkeit, Augenzittern, Nicht-Einschlafen-Können, Herzrasen etc.
      Vielleich hatte es anfangs gewirkt, nur habe ich es nicht gemerkt? :roll:

      Es ist sehr merkwürdig, mein Bewusstsein scheint wenig erschütterlich zu sein, es ist so konstant, dass ich z.B. auch erst "merke", betrunken zu sein, wenn ich schon einen Filmriss habe/hatte.
      >>Warte nicht auf das Jüngste Gericht. Du stehst jeden Tag vor deinem Richter.<<
      Albert Camus (1913-1960), frz. Erzähler u. Dramatiker
    • Cloudactive schrieb:

      Es ist sehr merkwürdig, mein Bewusstsein scheint wenig erschütterlich zu sein, es ist so konstant, dass ich z.B. auch erst "merke", betrunken zu sein, wenn ich schon einen Filmriss habe/hatte.
      Ich hatte noch nie einen Filmriss. Und seit ich Medikinet nehme trinke ich überhaupt keinen Alkohol mehr.

      Solche Paradox-Reaktionen etc. hatte ich auch schon direkt im Krankenhaus (z.B. auf Buskopan intravenös - wegen Gallenkolik). Oder auf eine "Beruhigungsspritze" vor der Narkose.
      Da wurden alle sehr hektisch, man wollte mir ein Antihistamin geben, aber ich hab's abgelehnt, weil ich nicht weiss, wass dann damit passiert.
      Ich muss mich in diesen Situationen bewegen. Der Arzt ging mit mir im Gang hin- und her (und sogar mit auf die Toilette, da ich ja nicht richtig sehen konnte).
      Das Herzrasen ist am unangenehmsten. Aber irgendwann lässt die Wirkung nach, und dann geht's wieder.

      Mein Hausarzt weiss Bescheid, auch meine Psychiaterin. Medikinet habe ich z.B. in ihrer Praxis das erste Mal in ihrem Beisein eingenommen. Mögliche Reaktionen kommen ja ziemlich unmittelbar.

      Cloudactive schrieb:

      Vielleicht Serotonin-Syndrom?
      Keine Ahnung. Dazu wurde mir noch nie etwas gesagt. Bin ja wegen der Schilddrüse auch regelmäßig bei einem guten Endokrinologen, aber der hat sich noch nie dazu geäußert.
    • Mm. Also eigentlich wirken die medis ja schon recht normal bei mir.

      Da ich 50 mg escitalopram nehmen kann, muss schon ein Serotonin Mangel vorliegen, sonst würde ich vor Nebenwirkungen durchdrehen. Und die Lethargie unter Serotonin ist ja normal , da Serotonin das Dopamin und Noradrenalin hemmt.
      Daher werde ich auch ziemlich autistisch und hab wenig Interesse an Kommunikation und die Konzentration fällt schwerer.
      Das ist aber alles normal unter Serotonin eigentlich. Vermutlich erklärt das, dass autisten mehr Serotonin haben und daher vermutlich weniger Dopamin vielleicht. Das geht mit Desinteresse an sozialen Kontakt einher.

      Und Euphorie, impulsivität, Aggressionen und psychotische Abwandlungen sind unter Überschuss an Dopamin ja auch nicht unnormal. Daher Nebenwirkungen von Methylphenidat Überschuss.
      Genauso wirken Neuroleptika bei mir Denkprozesse verlangsamend etc.

      Also untypisch reagiere ich nicht, ich hab nur einfach verdammt viele Störungen. :d
    • Neu

      Irgendwie muss ich aber schon ein Autist sein...

      Außer über spezielle Themen weiß ich mich mit Menschen oft kaum zu unterhalten.

      Andere Menschen hingegen quatschen den ganzen Tag egal ob im Büro oder daheim. Und anscheinend kriegen sie dabei sogar ihre Arbeit erledigt, was mir auch kaum gelingt. Meine Produktivität beträgt vielleicht 1% der von normalen Menschen. :cry:
      Dafür hab ich 500x soviel stress.

      So macht das leben Spaß :cry:
    • Neu

      @Androidler

      Vergleichen hilft irgendwie nicht weiter.
      Wenn das mit Deinem Psychiaterwechsel nicht funktioniert, dann könnte möglicher Weise ein Autismus-Coach weiterhelfen?
      Vllt. kann Dir Dein Hausarzt z.B. einen Ergotherapeuten nennen, der sich auf die Begleitung autistischer Menschen spezialisiert hat?

      Ich habe so einen Coach. Die Gespräche dort helfen mir, meine autistischen Anteile besser wahrzunehmen, und meinen Alltag nach meinen Fähigkeiten und Möglichkeiten zu gestalten.
      Bekomme dort auch sehr gute Vorschläge und Hilfestellungen zu ganz praktischen Lebensdingen.
      Mein Coach hat mich z.B. mal zu meinem Hausarzt begleitet, und dort vom Autismus erzählt, damit mein Hausarzt mich noch besser verstehen kann.
      Mein Mann war auch schon ein paar Mal mit beim Coach, weil wir ja neben den typischen Mann-/Frauthemen eben auch die AS/NT-Probleme hatten/haben.
      Mit dieser Unterstützung durch den Coach geht es mir in meinem Leben und meiner Ehe wieder viel besser :)