Ominöse Aufgaben bei der Diagnostik

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    • Tuvok wrote:


      Wenn ich tue, als ob ich ausspucke (hab ich im Rahmen der Aufgabe sicherlich gemacht) dann ist das eine beschreibende Geste, denn es ist nonverbale Kommunikation und sicherlich keine Mimik.Zum Gruß die Hand heben wäre eine konventionelle Geste. Nicken oder Kopfschütteln wird im Handbuch (im Gegensatz zu dem Text zum Item A9) auch als konventionelle Geste gewertet.
      Als Beispiel für eine instrumentelle Geste wird im Handbuch das Heranwinken einer anderen Person oder das Aufhalten der Hand um etwas zu bekommen genannt.
      Eine informative Geste wäre, wenn ich zwei Finger hochhalte um die Zahl 2 zu symbolisieren.
      @Tuvok
      :thumbup: Wow, krass, danke. Das sind genau die dinge, auf die ich hinauswollte. Ich wusste gar nicht, dass man das so voneinander abgrenzen kann. Das werde ich mir noch eine Weile zu Gemüte führen.
      Das Heranwinken einer anderen Person wäre für mich nicht nur eine instrumentelle Geste, aber mit dem Beispiel "Aufhalten der Hand" verstehe ich gut, was mit einer instrumentellen Geste gemeint sein soll.

      Das ist ja spannend, was hinter dem Wort "Geste" alles steckt. :] Danke für die Infos.
    • hndrk wrote:

      Naja, am Ende hieß es "Einige dinge sind sehr typisch, andere dagegen gar nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass mal ein Vollbild vorlag, aber Sie Kompensationsstrategien entwickelt haben". Jetzt geht meine Mutter nächste Woche noch einmal hin und dann heißt es lange warten wegen Urlaub.
      Schade, dass du nicht mehr erzählt hast, wie es weiter ging.

      PS: Den Spruch hat sie bei jedem, den ich davon kenne auch gebracht.

      Ich kann nur von dieser Stelle abraten, sie ist unprofessionell und inkompetent, meine Meinung.

      Ich habe den ADOS nochmal gemacht und tatsächlich wurde er anders gemacht und mit den Anweisungen, die hier auch geschildert wurden.
      Zumal mit Gegenständen.

      Die Charité in Mitte hat es demnach falsch gemacht.
      Ich bin gespannt, auf den Unterschied im Ergebnis.

      Edit: Die Ärztin von der Charité hat sich sogar bei den Punkten verzählt, statt 7 hätte ich eigentlich 8 Punkte gehabt.
      (Davon abgesehen, dass ihre Punktevergabe schon falsch war.)
      Aber Addition ist halt auch eine sehr anspruchsvolle Tätigkeit, die man von einem Dr. Titel nicht einfach so erwarten darf... :sarcasm:
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)

      The post was edited 3 times, last by Cloudactive ().

    • Der Thread ist schon alt aber ich hatte auch die Zahnputzaufgabe :nerved:
      Kann mir jemand erklären was die damit prüfen wollen? gerne auch als private Nachricht weil das hier ja nich öffentlich gemacht werden soll. Ich bin voll verwirrt von dem test. Der ist eher für Kinder wie ich finde.
    • Cloudactive wrote:

      Die Charité in Mitte hat es demnach falsch gemacht.
      Ich bin gespannt, auf den Unterschied im Ergebnis.
      Mein Partner ist demnächst noch mal in Mitte, nachdem eine Stelle uns gesagt hat, dass sie es dort noch einmal abklären wollen, weil sie denken, dass die Diagnostik an der HU (dort wurde es ausgeschlossen, nachdem vorher schon mal eine Diagnose da war) falsch war. Hoffe für ihn läuft es an der Charité besser. Sonst gibt es ja kaum noch Möglichkeiten in Berlin. Er wird immer im Kreis gereicht. Erst hieß es an der HU sie überprüfen nur die Autismus Diagnose, dann hieß es sie denken es ist kein Autismus die Diagnose vorher war falsch und er bekommt keine Therapie dort es sei eher Schizophrenie und eine asoziale und schitzotype PS. Beim Schizophrenie Spezialisten hieß es dann es sei doch eher Autismus und sie denken die HU hatte Unrecht. Jetzt warten wir an der Charité. :(
      An der HU haben sie ihm zusätzlich noch eine allgemeine Therapie angeboten, die er grade macht und die Therapeutin sagte ihm jetzt "Du kannst kein Autist sein, denn du magst ja andere Menschen." :shake:
      Ich weiß langsam echt nicht mehr weiter. Uns ist total egal, was sie nun feststellen, solange er endlich Hilfe bekommen kann.
      (Persönlich finde ich Schizophrenie sehr abwegig, aber das Label ist mir auch egal. :nerved: )

      @Cloudactive fällt dir da vielleicht noch was ein?
    • @MangoMambo
      Welche Stelle möchte das abgeklärt haben?
      Wozu braucht er die Diagnose?

      Also, bei mir stand Schizophrenie auch im Raum (RW), auch mit 18 schon, aber die Differenzierung geht über die Lebensgeschichte.
      Bei Schizophrenie sei es so, dass das Leben einen "Knick" bekommt und danach bergab geht.
      Außerdem kommt es darauf an, ob man schon als Kind autistisch war und ob das konstant so war im Leben, das eine ist eben eine Behinderung, das andere eine akute Krankheit, die chronisch verlaufen kann. Schizophren sind die aller meisten eben nicht von Kindheit an.
      Und ich hatte das "Glück", dass ich noch Bilder habe mit 4 Jahren, wo ich Spielzeug ordnete. Da war halt die Unterscheidung einfacher, wobei ich trotzdessen eine höhere Wahrscheinlichkeit habe, an Schizophrenie zu erkranken, familiäre Vorbelastung.

      Den Ausschlussgrund kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ich hatte auch Gründe, die dagegen sprachen, aber die waren nicht ausschlaggebend.

      Ist auch sehr komisch, dass er antisozial sein soll, aber gleichzeitig Menschen mögen soll.
      :roll: Ich würde mich an eurer Stelle bei den Verantwortlichen für die Ambulanz melden.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Cloudactive wrote:

      Welche Stelle möchte das abgeklärt haben?
      Eine Früherkennungsstelle für Schizophrenie.

      Cloudactive wrote:

      Wozu braucht er die Diagnose?
      Er braucht eine passende Therapie und Zugang zu betreutem Wohnen (wir wohnen derzeit nicht zusammen und ich kann das nicht leisten).

      Cloudactive wrote:

      Bei Schizophrenie sei es so, dass das Leben einen "Knick" bekommt und danach bergab geht.
      Uns wurde gesagt, dass das bei anderen Formen von Schizophrenie nicht so sein muss, aber die Schizophrenie Experten sagen sie denken nicht, dass es das ist, sondern eher Autismus.

      Cloudactive wrote:

      Außerdem kommt es darauf an, ob man schon als Kind autistisch war und ob das konstant so war im Leben, das eine ist eben eine Behinderung, das andere eine akute Krankheit, die chronisch verlaufen kann. Schizophren sind die aller meisten eben nicht von Kindheit an.
      Über die Kindheit gibt es leider keine gesicherten Informationen bei ihm und sein Vater erzählt jedem Diagnostiker was anderes und das er völlig normal war. Dabei wissen wir Folgendes: Er wurde misshandelt und vernachlässigt, hatte Logopädie und Verhaltensauffälligkeiten schon im Kindergarten. (Sein eineiiger Zwillingsbruder hat die Diagnose Autismus als Kind bekommen, statistisch liegt die Wahrscheinlichkeit für ihn also bei etwa 97% ?)

      Cloudactive wrote:

      Ist auch sehr komisch, dass er antisozial sein soll, aber gleichzeitig Menschen mögen soll.
      Ich würde mich an eurer Stelle bei den Verantwortlichen für die Ambulanz melden.
      Finde ich schwierig, könnte mich per Mail beschweren, will aber nicht, dass uns das dann negativ ausgelegt wird. Bei der Charité kam schon wieder die Frage warum das denn unbedingt nochmal geklärt werden soll. (Gefühlt Unterstellung, dass wir unbedingt wollen, dass er Autist ist) Dabei kam die Empfehlung und Überweisung von den Schizophrenie Experten.

      Im Bericht der HU hieß es u.a. Er sei antisozial, da er als Kind angibt oft gestohlen zu haben. Aber auch: Er gibt an sich an nichts vor seinem X. Lebensjahr erinnern zu können. Weiter heißt es er zeige nicht genug repetitive Verhaltensweisen und das sei ein Ausschlussgrund (Lichtschalter an/aus, Kühlschrank auf/zu oder ein Wort stundenlang wiederholen sind nur ein paar seiner Lieblingstätigkeiten).
      Antisozial kam von dem Psychiater dort und Menschen mögen von der Psychotherapeutin dort.

      Ehrlich ich verstehe es nicht und weiß nicht weiter. Können wir auch ohne Diagnose betreutes Wohnen etc. beantragen? Gibt es da einen Weg? Ich bin momentan einfach nur noch total überfordert mit der Situation.
    • @MangoMambo
      Also, ich weiß nicht wo du wohnst, aber bei uns hat jeder Bezirk ein "LaGeSo".
      Ich kam da eigentlich über das Sozialamt im Rathaus da hin.
      Man stellt da einen Antrag auf "Eingliederungshilfe", was genau man will, wird sowieso im Einzelfall geprüft.
      Das kann dann betreutes Wohnen sein, begleitetes Wohnen, persönliches Budget oder sowas.
      Man spricht da dann mit einem Amtsarzt, der weiter hilft/helfen soll.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • MangoMambo wrote:

      (Sein eineiiger Zwillingsbruder hat die Diagnose Autismus als Kind bekommen, statistisch liegt die Wahrscheinlichkeit für ihn also bei etwa 97% ?)
      Warum hat er die Diagnose damals bekommen und dein Freund nicht?

      MangoMambo wrote:

      Finde ich schwierig, könnte mich per Mail beschweren, will aber nicht, dass uns das dann negativ ausgelegt wird.

      Auf meinem Zettel steht, dass man sich bei Fragen und Beschwerden an " " wenden soll.
      Falls Interesse besteht, kann ich die per PN schicken.


      MangoMambo wrote:

      Uns wurde gesagt, dass das bei anderen Formen von Schizophrenie nicht so sein muss
      Nun ja, es gibt noch z.B. die Hebephrenie.
      Macht er denn auffällig oft Späße?


      MangoMambo wrote:

      Bei der Charité kam schon wieder die Frage warum das denn unbedingt nochmal geklärt werden soll. (Gefühlt Unterstellung, dass wir unbedingt wollen, dass er Autist ist) Dabei kam die Empfehlung und Überweisung von den Schizophrenie Experten.
      Ja, ich mag die dort, wie gesagt, nicht. Sie meinte dort selbst zu mir, dass sie sich darüber ärgert, welche Personen in die Ambulanz kommen und denken, sie hätten Autismus, das sei meist völlig abwegig.
      Aber nicht deswegen, es war vor allem Chaos vorherrschend und ich lasse mich ungerne verarschen. Entweder man ist sich einer Diagnose sicher oder man ist es nicht. Ich finde, Ärzte haben manchmal ein loses Mundwerk, welches Schäden verursacht, die leicht hätten vermieden werden können.


      MangoMambo wrote:

      Im Bericht der HU hieß es u.a. Er sei antisozial, da er als Kind angibt oft gestohlen zu haben.
      Ja, das gehört zu der antisozialen PS.
      Hat er das dann im Persönlichkeitsfragebogen angekreuzt?
      Und gleichzeitig angegeben, dass er sich nicht erinnert? Merkwürdig.


      MangoMambo wrote:

      ein Wort stundenlang wiederholen sind nur ein paar seiner Lieblingstätigkeiten
      Hat er das in der Diagnostik gemacht? Ist schon krass auffällig sowas.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Cloudactive wrote:

      Warum hat er die Diagnose damals bekommen und dein Freund nicht?
      Weil seine Mutter mit ihm nicht zum Arzt ging.

      Cloudactive wrote:

      Auf meinem Zettel steht, dass man sich bei Fragen und Beschwerden an " " wenden soll.
      Falls Interesse besteht, kann ich die per PN schicken.
      Ja, bitte. Ich hoffe man muss dafür nicht telefonieren?

      Cloudactive wrote:

      Nun ja, es gibt noch z.B. die Hebephrenie.
      Macht er denn auffällig oft Späße?
      Wenn du mit Späßen absichtliche Witze meinst? Nein. Er albert nicht absichtlich herum, auch wenn sein Verhalten für sein Umfeld eine unübersehbare Komik aufweisen kann.

      Cloudactive wrote:

      Hat er das dann im Persönlichkeitsfragebogen angekreuzt?
      Und gleichzeitig angegeben, dass er sich nicht erinnert? Merkwürdig.
      Ja, sie sagten er muss die Bögen ausfüllen und er hat für sich selbst eine Geschichte gefunden, die die Lücke ersetzt. Ob das so war oder nicht weiß nicht mal er selbst. Dieser Widerspruch hätte meiner Meinung nach dem Arzt auffallen müssen.

      Cloudactive wrote:

      Hat er das in der Diagnostik gemacht? Ist schon krass auffällig sowas.
      Ich weiß nicht, was er dort gemacht hat, bei der HU gab es kein gemeinsames Gespräch und ich wurde auch nicht befragt oder so. Er versucht sonst in der Öffentlichkeit sowas eher zu vermeiden, ich habe ihm aber gesagt, dass er da so darf, wie er will.
      Wären Sie einmal mit ihm einkaufen gegangen hätten Sie das "Problem" auf jeden Fall bemerkt. :lol: