Sucht und Drogen

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    • hä? schrieb:

      ha!
      newsweek.com/2018/02/23/really…ontent=link&ICID=ref_fark
      Der Titel des Artikels ist zwar irreführend ("Treatment for Autism"), aber die klinische Studie klingt eigentlich vielversprechend - nicht als Behandlung für Autismus an sich, aber als Behandlung für Begleiterscheinungen wie aggressives Verhalten bei schwerem Autismus. Das hat das Potential, in diesen Fällen deutlich die Lebensqualität zu verbessern.
    • d-Lysergsäurediäthylamid zur Behandlung von Autismus. Ich habe früher mal gelesen, dass man damit sogar full blast mutistische Autisten zum sprechen brach. Ob es stimmt, keine Ahnung. :d Ich hatte früher mal einen deutschen Artikel dazu, weiß aber nicht mehr wo der ist.

      ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17608329
      erowid.org/chemicals/lsd/lsd_article4.shtml

      "breaking through the autistic defense" :o

      To the autistic english fellows: autismforums.com/threads/lsd-drug-treatment-for-asd.7645/
      In letters of gold on a snow white kite I will write "I love you"
      And send it soaring high above you for all to read
    • Das, was oben in dem verlinkten Artikel zu Cannabis bei Autismus geschrieben wird, erlebe ich weitgehend mit den Opioiden. Ich habe den Eindruck, dass die autismusbezogenen Probleme damit stark abgemildert werden. Insbesondere, wie gesagt, dadurch, dass die (äußere) Wahrnehmung sozusagen reduziert und auf ein "gesundes Maß" gebracht wird. "Innerlich" fühle ich mich damit ausgeglichener, ohne Leistungseinbußen in Kauf nehmen zu müssen. Das und die Auswirkungen auf die Stimmung verbessern auch das Sozialverhalten (hat man mir auch schon mehrere Male rückgemeldet). Leider konnte ich bisher noch nicht ausprobieren, ob diese Effekte auch nach längerer Einnahme vorhanden wären. Eine Gewöhnung findet da ja auf jeden Fall statt, aber soweit ich weiß, kann zumindest die Sedierung teilweise erhalten bleiben. Zumal es mir ja nicht um ein "High" ginge. Naja, das bleibt wohl ohnehin nur eine Wunschvorstellung. Btm "off-lable" zu verschreiben würde vermutlich auch ein Arzt, der mir die Möglichkeit, das mal so auszuprobieren, geben wollte, sich nicht trauen - ganz davon abgesehen, dass ich einen solchen Arzt erstmal finden müsste. Ich finde es aber schon sehr schade, dass eine solche Möglichkeit, die m.E. wirklich erfolgsversprechend sein könnte, ungenutzt bleiben muss.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Wirrwolf ()

    • Ich bekomme regelmäßig alles mögliche an "Drogen" vom Arzt ganz legal auf Rezept. Da frage ich mich auch manchmal ob ich, wenn ich (oder obwohl ich) ja bloß auf meinen Arzt höre und dies einnehme, dann eigentlich auch schon ein Junkie bin. Für mich besteht der Unterschied nicht in der Substanz, sondern dem eigenen (verantwortlichen oder unverantwortlichen) Umgang mit der Substanz, ob eine körperliche oder psychische Abhängigkeit vorliegt, sowie ob es sich um medizinisch-vorgesehene niedrige Dosen oder missbrauchs- / übergebrauchs-bedingte, rauschsuchende Überdosierungen handelt.
      Ich könnte das was ich bekomme (THC, Z-Drugs, DLA, Pregabalin, Morphin etc.*) - unter Inkaufnahme, dass die ursächlichen Symptome dann wieder da / verstärkt zurück sind - auch von heute auf morgen absetzen und hätte damit kein Problem - außer dass ich das insb. beim Prega wg. der Gefahr von schweren Krampfanfällen natürlich nicht plötzlich Absetzen würde, sondern rational ausschleichen.

      (Bei mir liegt jedoch nicht "nur" AS vor, sondern verschiedene weitere Komorbiditäten und unabh. Krankheitsbilder, die tatsächlich leitliniengemäß u.a. mit solchen Substanzen behandelt werden. Also bitte nichts falsch verstehen.)

      Ich glaube die Frage, ob du wegen AS Drogen nimmst, oder der Drogenkonsum AS bedingt sein könnte, kannst dir nur ein qualifizierter Mediziner beantworten, der eine entsprechende Grund- und Differentialdiagnostik vornimmt.

      P.S. Habe unhöflicherweise nicht alle Vorposter gelesen.

      *bekomme ich regelmäßig, aber nicht gerade alles gleichzeitig, LOL

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mark_Twain ()

    • Auch ich habe einige Vorposts nicht gelesen, ich bitte um Verzeihung. Werde ich nach diesem Beitrag ändern.

      Ich beziehe mich auf folgenden Umstand im Bezug auf Cannabis:

      Ich habe mich mit dem Konsum vor ungefähr 18 Monate befasst und konsumiere regelmäßig jedes Wochenende.

      Sucht Verhalten zeige ich generell sehr wenig bis Null. Das einzige was mich süchtig macht sind Routinen, bzw wenn ich jeden Tag konsumieren würde, wäre es Routine, dann wäre es so zu sagen "drinnen". Natürlich ist jedes Wochenende auch eine Form der Routine. Je unregelmäßiger die Routine, desto leichter kann ich sie mir wieder nehmen (mit Hilfe meiner Partnerin). (Das Bild ist da, jedoch habe ich Probleme mit meinem Output was meine Sprache angeht, ich hätte gerne einen größeren komplexeren Wortschatz, ich habe vor ein einigen Wochen festgestellt, dass ich es sehr möge mich per Schrift auszudrücken, definitiv nicht handschriftlich, sondern per Tastatur und muss das noch richtig einordnen).


      Wirkung, bei mir:

      Entweder ist,
      - die Sensorik etwas abgeschwächt
      - die Datenübertragung etwas abgeschwächt,
      - oder beides (wobei ich mir nicht sicher bin, ob nur meine Sensorik (alle Sinne) oder / auch meine Datenübertragung hochsensibel / gestört sind / ist).
      was dazu führt, dass ich an den Tagen mehr Performance in meiner Erholung von der Woche habe und meine Batterie komplett aufladen kann. Wobei ich mit meiner Partnerin analysiert habe, dass ich trotz Konsum immer noch nicht auf einem Level von anderen NT's bin, sondern trotzdem noch mehr bewusst wahrnehme.
      Jedoch verzerrt es so stark meine Reflexe, was mich innerlich etwas "glücklich" macht. Eine gewisse Tollpatschigkeit löst es auch aus, meine Motorik ist eigentlich nicht gut, jedoch bewege ich mich während des Konsums nicht mehr so bewusst und berechne nicht mehr jede Bewegung, was mich sehr entspannen lässt.
      Jedoch habe ich keinerlei Probleme auch mit Konsum mich meinen Spezialinteressen zu widmen. Bei Dingen, welche für mich belanglos sind und mich sonst wenig interessieren wird dieser Effekt noch verstärkt.

      Meine Gedanken und Erfahrungswerte dazu.

      Emsherr :idea:
    • Wirrwolf schrieb:

      Das, was oben in dem verlinkten Artikel zu Cannabis bei Autismus geschrieben wird, erlebe ich weitgehend mit den Opioiden. Ich habe den Eindruck, dass die autismusbezogenen Probleme damit stark abgemildert werden. Insbesondere, wie gesagt, dadurch, dass die (äußere) Wahrnehmung sozusagen reduziert und auf ein "gesundes Maß" gebracht wird...


      ...Leider konnte ich bisher noch nicht ausprobieren, ob diese Effekte auch nach längerer Einnahme vorhanden wären.
      Deinen Eindruck kann ich bestätigen: ich kam mir mit Tilidin vor, wie in einer Zombiestadt. War irgendwie seltsam. Auch die Akustik daheim war angenehmer - die Geräusche der Familie waren zwar da, aber wie aus der Ferne.

      Da der Beipackzettel mit guter Dauerverträglichkeit wirbt, bin ich davon ausgegangen, dass ich die Tabletten nach zwei Wochen einfach weglasse und alles gut ist :m(:

      Ich kann keinem Empfehlen das auf die leichte Schulter zu nehmen, so tief bin ich schon lange in kein Loch mehr gefallen (RW) - nachdem ich es dann nochmal eingenommen hatte, obwohl ich schmerzfrei war, hob sich meine Stimmung wieder. Am nächsten Tag wurde ich dann aber wieder depressiv und war mit meiner Akustischen Wahrnehmung total überfordert, das metallische Klappern eines Topfdeckels war wie Nadelstiche im Kopf.
      Inzwischen geht es wieder, aber gestern lag ich die meiste Zeit mit Schüttelfrost im Bett und habe versucht zu schlafen.
      Ob das jetzt Symptome vom Absetzen, oder einem Infekt waren kann ich nicht sicher sagen, ich habe heute nämlich eine verstopfte Nase und Kopfschmerzen.