Asperger und Traumatisierung

    • Interessant, ich komme, seit ich mein Asperger kenne, im Sozialverhalten mit Naspies besser zurecht, dafür fällt mir mehr auf, wo ich überall unorganisiert bin bzw die Ordnung immer wieder "in sich zusammenbricht" :m(:

      Da ist wohl in mir noch zu viel in Unordnung (...mal kurz auf das Unbewusste schiele :d )

      Zu freiem Willen. Das was man will, was einem wichtig ist wird ja auch wieder vorbestimt duch alles, was man voher gesehen, erlebt und wie man das verarbeitet hat.

      Und natürlich von den Eigenen bzw äußeren Begrenzungen.

      Manche der äußeren Begrenzungen kann man überwinden, sich dran vorbeischlängeln, sich durchgraben, oder Alternativen finden, nach dem Motto: "Wegen der Schwerkraft kann ich nicht fliegen, aber ohne die Schwerkraft könnte ich nicht vögeln".

      Kurz, es geht darum, das Beste aus dem zu machen, was ist. Dazu hat man den freien Willen. Anstatt darunter zu leiden, was nicht geht und in "Wenn gegeben wäre, dann könnte ich..."- Gedanken zu versinken oder in "Weil nicht gegeben ist, kann ich nicht"-Frust zu verhaften.

      Etwas was mich aber auch beschäftigt ist, ist immer auch die Frage "Wenn ich weiß, WAS mich in Schwierigkeiten gebracht hat bzw bringt, dann kann ich das ja oft vermeiden - aber was kann ich jetzt schon machen oder planen für den Fall, dass ich wieder in so einer Situation bin, die damals zu dem unschönen Ergebnis geführt hat - wie kkann ich mich dann IN der Situation davor schützen es hat ja viel mit den inneren Einstellung zu den Dingen, Vorkommnissen und zu sich selbst zu tun, wie man etwas erlebt und wie dieses Erleben auf einen einwirkt.
      Hier reicht mir zumindest nicht, nur auf Vermeidung zu achten.
      Und genau hier setze ich auf das "innee Umprogrammieren" nach meinem Willen.
      dazu muss man natürlich diie Programme erst mal kennen, die in einem ablaufen - und schon ist man wieder beim Unbewussten, egal ob mit Konflikt oder ohne.

      Btw, Konflikte, egal ob im Außen oder im Innen sind ja nichts schlechtes per se, sie weisen nur auf dahinter stehende ungelöste Probleme hin, hinter denen (oft lange) nicht berücksichtigte Bedürfnisse stehen - insofern sind sie erst mal nur Anzeiger einer Chance, was sich verbessern lässt und wo.
      Sachlichkeit ist meine Ausdrucksweise von Liebe. Ohne Subtext! Versuche von Subtext werden gesondert kenntlich gemacht.
    • Wirrwolf schrieb:

      kikilino schrieb:

      Da zeigt sich in meinen Augen wieder einmal das Hauptproblem, das ich in der Schulpsychiatrie noch sehr oft so wahrnehme
      Ja, das betrachte ich auch als ein großes Problem. Wobei ich mangels Erfahrung nicht sagen kann, wie verbreitet diese "autoritäre Einstellung" unter Therapeuten wirklich ist. Persönlich habe ich auch welche kennengelernt, die da offener waren (unter anderem auch die Therapeutin, bei der ich die Verhaltenstherapie gemacht habe). Gerade in Kombination mit dem Ansatz, es gebe "unbewusste Konflikte" und so etwas, ist das sehr problematisch, denn vor diesem Hintergrund lässt sich eben leicht behaupten, der Patient habe gar keinen Durchblick, was seine Psyche betrifft.
      Ich spreche auch nicht nur von einzelnen Therapeuten (da kann man ja keinen Überblick haben, gg) sondern insgesamt vom System, das dieses noch fördert. Ich denke, dass die Geschichte der Psychiatrie noch nachwirkt (also die Entstehung...Krankheitsbegriff, Obrigkeitshörigkeit etc.). Deshalb kann ich Dir zum zweiten Satz nur zustimmen...es ist klar, dass es unbewusste Konflikte geben kann und auch, dass der Therapeut sogar einen besseren 'Durchblick' hat und den Klienten sehr gut analysieren kann. Jedoch ist eine Feststellung als Fakt bezüglich einer Analyse immer mit Vorsicht zu genießen weil einerseits der Therapeut sich irren kann (er läuft zb Gefahr sein eigenes einfließen zu lassen, seine eigenen Gedankengänge sind eventuell völlig anders als beim Klienten usw. und zudem bringt es in der Therapie nicht immer etwas, wenn der Therapeut einem Klienten sagt, was er sieht (selbst, wenn er recht hätte) weil dies eine vorhandene Blockade noch verstärken kann oder im schlimmsten Fall auch schädlich sein kann. Den mangelnden Respekt habe ich ja bereits erwähnt.
      Das sollte einen natürlich nicht davon abhalten in sich zu arbeiten und bei Bedarf nach einem geeigneten Therapeuten zu suchen.
    • kikilino schrieb:

      Wirrwolf schrieb:

      kikilino schrieb:

      Vielleicht weiß jemand von Euch genaueres dazu?
      Das könnte sich auf die Libet-Experimente beziehen, die auch oft gegen die Annahme von Willensfreiheit vorgebracht werden. Das Ergebnis dieser Untersuchungen war, dass die Handlung im Gehirn bereits eingeleitet wird, bevor sich die Person bewusst dazu entscheidet.
      Danke Dir!
      Dieses Experiment übersieht nur etwas.

      VOR der Entscheidung etwas zu tun und deren Umsetzung ist die Phase des "will ich das tun oder nicht bzw die Vorstellung, es zu tun.

      Nur reicht allein eine Vorstellung davon aus, etwas zu tun, um Muskeln zu aktivieren. Heute nutzen das SportlerInnen, die z.B. einen Beinbruch haben, in dem sie sich nur vorstellen, zu laufen (ohne dabei Muskeln zu bewegen). Dies verhindert das sonst so schnelle schwinden de Muselmasse, so als ob die Musken bewegt werden, ebenso kann man aktiv das reale Muskeltraining damit beschleunigen.
      spiegel.de/wissenschaft/mensch…eln-wachsen-a-168959.html

      Wissenschaft findet eben immer mehr heraus, was man vorher noch nicht wusste.
      Sachlichkeit ist meine Ausdrucksweise von Liebe. Ohne Subtext! Versuche von Subtext werden gesondert kenntlich gemacht.
    • Hallo Happy to be,

      ja, das mit den Muskeln hatte ich auch gelesen...und danach viel viel viel mehr an Sport gedacht...*lach*.

      Aber könnte es nicht auch sein, dass die Gedanken, etwas zu tun auch aus dem Unterbewussten kommen? So hatte ich das ja bei dem Stuhl gelesen (ach Mist...ich weiß wirklich nicht mehr wo das stand).


      Happy to be schrieb:

      Wissenschaft findet eben immer mehr heraus, was man vorher noch nicht wusste.

      Oder sie findet heraus, dass das was man weiß gar nicht stimmt, gg.

      Ich muss gerade an Charlie Chaplins Rede denken bezüglich des Wissens (Recht habens) und auch an den Satz: 'wer alles weiß erfährt nichts mehr'. Hat mich beides beeindruckt. :)