Studie zur Hörwahrnehmung bei Asperger-Syndrom und hochfunktionalem Autismus

    • Studie zur Hörwahrnehmung bei Asperger-Syndrom und hochfunktionalem Autismus

      Liebe Studieninteressierte,

      an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover (Institut für Musikphysiologie und Musikermedizin) führen wir derzeit und im kommenden Jahr eine Studie zum Hören bei Menschen mit hcohfunktionalem Autismus oder Asperger-Syndrom durch. Dabei interessiert uns vor allem, ob Sie eher auf Details oder größere musikalische Strukturen achten und ob Sie eventuell absolut hören können. Absolutes Gehör ist die Fähigkeit, Töne in Kategorien zu sortieren und auch benennen zu können, ohne dafür Hilfsmittel zu benutzen. Z.B. Töne nur nach dem Gehör mit Buchstaben zu bezeichnen oder Farben zu vergeben.

      Voraussetzungen für die Teilnahme bei uns sind:
      -durchschnittliche Intelligenz und Sprachfähigkeit (auf soziale und pragmatische Sprachprobleme kann natürlich Rücksicht genommen werden)
      -Alter zwischen 16 und 35 Jahren
      -Musikalische Erfahrung NICHT erforderlich
      -offizielle medizinische/psychologische/psychiatrische Diagnose einer Autismus-Spektrum-Störung

      Nach Abschluss Ihrer Termine bei uns erhalten Sie für Ihre Teilnahme 75 Euro!

      Weitere Informationen finden Sie untenstehend. Gerne können Sie sich auch per Email an uns wenden (teresa.wenhart@hmtm-hannover.de). Wenn Sie gerne teilnehmen möchten, können Sie uns ebenfalls entweder per Mail kontaktieren, oder direkt an der online-Umfrage unter folgendem Link teilnehmen. Diese dauert etwa 1 Stunde und gehört bereits zur Studie.

      https://ww3.unipark.de/uc/Music_Perception/d645/?a=&b=&c=&d=

      Wir freuen uns, Sie und Ihr Gehör kennen zu lernen!

      Ihre
      Teresa Wenhart


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      Liebe Probandin, lieber Proband,

      die vorliegenden Informationen sollen Sie genauer über den Hintergrund und den Ablauf der Studie zu absolutem und relativem Gehör informieren. Bei weiteren Fragen können Sie sich sehr gerne an die Studienleitung (Kontaktdaten am Ende der Seite) wenden.

      Ziel der Studie

      Ziel dieser Studie ist es, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von absoluthörenden und relativhörenden MusikerInnen und NichtmusikerInnen besser zu verstehen und zu klassifizieren. Als absolutes Gehör bezeichnet man die Fähigkeit, einen Ton ohne die Zuhilfenahme eines Referenztones, z.B. dem Stimmton, zu bestimmen. Auch das absolute Gehör ist sehr individuell: es gibt Personen, die jeden Ton, auf jedem Instrument und in jeder Tonlage sehr sicher erkennen und benennen, während bei Anderen die Fähigkeit auf wenige Töne oder Klangfarben begrenzt ist. Das Ziel dieser Studie ist daher, diese graduellen Abstufungen zwischen absolutem und relativem Gehör zu erfassen. Außerdem interessiert uns, inwieweit sich AbsoluthörerInnen von RelativhörerInnen auch in Bezug auf das Sehen unterscheiden.

      Eine weitere Fragestellung ist, ob Personen mit Autismus-Spektrum-Störungen (Asperger-Syndrom oder hochfunktionalem Autismus) häufiger eine Art absolutes Gehör haben und wie viele autistische Züge sich unter absoluthörenden MusikerInnen finden. Eine Theorie des Autismus besagt, dass Menschen aus dem Spektrum in gewisser Weise „genauer“ oder „detailreicher“ wahrnehmen. Wir möchten nun wissen, inwieweit die Wahrnehmung von Absoluthörern mit derjenigen von Personen aus dem autistischen Spektrum vergleichbar sein könnte.

      Im Rahmen dieser Studie werden ca. 120 Profi-MusikerInnen, Amateur-MusikerInnen und Nicht-MusikerInnen und Personen mit Asperger-Syndrom oder hochfunktionalem Autismus teilnehmen. Durch Ihre Teilnahme liefern Sie einen großen Beitrag in diesem Forschungsgebiet.

      Freiwilligkeit der Teilnahme und Rücktritt

      Die Teilnahme an dem Experiment ist freiwillig und kann jederzeit während des Experiments ohne die Nennung von Gründen beendet werden. In diesem Fall werden alle bis zu diesem Zeitpunkt bereits erhobenen Daten gelöscht. Bei einem Rücktritt von Ihrer Teilnahme am Experiment, egal zu welchem Zeitpunkt, entstehen Ihnen keine Nachteile für die medizinische Versorgung.

      Methoden

      Ablauf

      Diese Studie besteht aus drei Teilen: einer online-Umfrage und zwei Terminen im Institut für Musikphysiologie und Musikermedizin der Hochschule für Musik, Theater und Medien, Hannover (Schiffgraben 48).

      • Online-Test: Diese online-Umfrage umfasst Fragen zu Ihren musikalischen Tätigkeiten (Musikhören, Musikausüben), Ihrer Hörwahrnehmung, Ihrer Lebenssituation und Ihrer Gesundheit. Zudem enthält die Umfrage Autismus-Fragebögen. Außerdem können Sie - sofern Sie mit Notennamen vertraut sind - einen Test zum absoluten Gehör absolvieren. Das Ausfüllen der Umfrage wird etwa 1 Stunde dauern.
      • Termin 1: Beim ersten Termin werden Ihre Informationsverarbeitungs-geschwindigkeit, Ihre visuelle Wahrnehmung und Ihr schlussfolgerndes Denken erfasst. Es handelt sich dabei um Aufgaben, die mit Papier und Bleistift und in Interaktion mit einem Untersucher durchgeführt werden. Außerdem werden Sie einen Test zur Erfassung der Musikalität am PC durchführen, bei dem Sie Melodien beurteilen sollen. Zudem werden drei verschiedene visuelle und auditive Aufgaben am PC durchgeführt, bei denen Sie In-Ear-Kopfhörer aufhaben. Die gesamte Untersuchung an Termin 1 wird inklusive Pausen etwa 2,5 Stunden dauern.
      • Termin 2: Beim zweiten Termin werden Sie einen Test zur Überprüfung ihres Tongedächtnisses absolvieren bei dem Sie Ton-Name Assoziationen lernen. Außerdem werden jeweils 5 Minuten Ihrer Gehirnströme mit offenen und mit geschlossenen Augen mit einem Elektroenzephalogramm (s. unten) aufgezeichnet. Die gesamte Untersuchung an Termin 2 wird inklusive Pausen und An- und Ablegen des EEG-Systems etwa 2 Stunden dauern.





      Elektroenzephalographie

      Die Elektroenzephalographie (EEG) ist nicht-invasiv, klinisch geprüft und birgt keine Risiken. Uns NeurowissenschaftlerInnen interessiert sowohl, wie sich diese Grundaktivität Ihrer Nervenzellen im Gehirn im Ruhezustand unterscheidet, als auch, wie diese sich verändert, wenn Sie anstrengende Gehirnleistungen vollbringen oder zum Beispiel Musik hören. Um diese Gehirnaktivität zu messen wird Ihnen bei der Elektroenzephalographie eineEEG-Haube (vgl. Abbildung) mit Elektroden auf den Kopf gesetzt. Zudem verwenden wir eine spezielle Paste zwischen Ihrer Kopfhaut und den Elektroden, um die Leitfähigkeit zu erhöhen. Mit diesen Elektroden leiten wir schließlich die elektrischen Spannungsunterschiede auf Ihrem Schädel ab, verstärken diese und zeichnen sie auf. Die Anbringung der Kappe, der Elektroden sowie der Paste und die Messung ihrer Hirnströme sind nicht schmerzhaft und völlig ohne Risiken. Trotzdem können in sehr seltenen Fällen die Elektroden an der Kopfhaut als unangenehm empfunden werden oder lokale Muskelanspannungen aufgrund der EEG-Hauben auftreten.



      Regeln für ProbandInnen und Studienleitung

      Als StudienteilnehmerIn bitten wir Sie zu einer ernsthaften Teilnahme am Experiment, das heißt:

      • sorfältiges Durchlesen und Befolgen von Aufgabenanleitungen,
      • sich auf die Aufgaben zu konzentrieren und ihr bestes zu geben
      • den Anweisungen dem/der Studienleiter/-in zu folgen
      • den/die Studienleiter/-in sofort über unerwünschte Wirkungen zu informieren
      • ihre/-n Studienleiter/-in über die Einnahme von Medikamenten (d.h. medizinische Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel, Vitamine, asiatische Heilmittel, Pflanzen, Kräuter, homöopathische Essenzen und Drogen) zu informieren.

      Bitte schlafen Sie vor Ihren Terminen im Institut ausreichend (je nach Ihrem individuellen Schlafbedürfnis) und trinken Sie wenn möglich nicht kurz vorher einen Kaffee. Beachten Sie, dass die Aufwandsentschädigung entfällt, wenn Sie die oben genannten Regeln nicht beachten.

      Erreichbarkeit des verantwortlichen Studienleiters

      Sollten Sie während der Experimente unangenehme Empfindungen bemerken, teilen Sie dies bitte Ihrem/Ihrer Studienleiter/-in mit. Sollten wider Erwarten nach der Untersuchung Störungen auftreten, informieren Sie bitte Prof. Dr. Eckart Altenmüller (Kontakt siehe unten).

      Für Rückfragen zur Studie, den Teilnahmebedingungen oder ähnlichem kontaktieren Sie bitte Teresa Wenhart (teresa.wenhart@hmtm-hannover.de).

      Vertraulichkeit/Datenschutz

      Der Untersuchungsleiter verpflichtet sich hiermit zur Einhaltung der Datenschutzbestimmungen und zur Gewährleistung der Anonymität. Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass alle Daten streng vertraulich behandelt und ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke verwendet werden. Sie werden nicht an Dritte weitergegeben. Alle Daten unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht. Nach Beendigung oder Abbruch der Studie von Seiten der Studienleitung werden Ihre Daten für mindestens 10 Jahre aufbewahrt.

      Vergütung für ProbandInnen:

      Im Anschluss an beide Termine im Institut erhalten Sie eine finanzielle Aufwands-entschädigung in Höhe von 20 Euro für den ersten Termin, 40 Euro für den zweiten Termin und 15 Euro für die Online-Studie. Sollten Sie – unabhängig davon aus welchen Gründen dies geschieht – von Ihrer Teilnahme am Experiment zurücktreten erhalten Sie stattdessen pauschal 15 Euro pro Stunde für die bisher im Rahmen des Experimentes verbrachte Zeit.
    • Warum eigentlich die Altersbegrenzung von 35 Jahren? Wegen des Hörspektrums? Es gibt doch sehr viele Aspies, die mit über 40 noch weitaus besser hören als "Normale" mit 20 (zu diesen Aspies gehöre ich übrigens auch). Wäre doch interessant, im Rahmen einer solchen Studie auch gleich mal zu schauen, wie da der Unterschied zu "normalen" Menschen aussieht. :roll:
    • Mein Musiklehrer meinte mal ich hätte ein absolutes Gehör nachdem er uns einzelne Töne auf dem Flügel gab und wir die mit der eigenen Stimme wiedergeben sollten und ich alle richtig konnte, auf anhieb ohne vorher einzustimmen.
      Ich habe zwar mal Klavir gelernt aber nie singen oder so. Ich hab auch nie versucht mir Töne, also die Tonleiter in Farben oder so vorzustellen. Hab damals mit dem CDEFGAHC gelernt und mir das so behalten. Leider hatte ich das in der Schule nicht lange genug wegen Umzug und Schulwechsel. Klavirunterricht mit 12 und dann lange jahre nichts, und dann sagte mir der Musiklerher das als ich schon 16 war.
      Dabei hab ich auch leichten tinnitus auf dem rechten Ohr. Ich bin jetzt 31 und "nur" Verdachts-autist, jedoch werde ich irgendwann wohl mitte-ende 2018 in der Ambulanz auf Autismus getestet. Diagnoseverdacht bei meiner Transgenderpsychologin gibt es bereits und als ich 13 war hatte ich wohl mal eine AS-diagnose, jedoch habe ich selber kein Schreiben oder Formular darüber. Ich habe es vor 10 Jahren selber durch ein paar alte Scheidungs und Sorgerechtsgutachten gefunden, wo das einmal erwähnt wurde.

      Ich kann aus Erfahrung sagen, das ich Musik sehr unterschiedlich wahrnehme, das hängt allein schon vom gerät ab, welches ein Lied abspielt, da merke ich oft das manchmal gewisste Klänge und Instrumente mehr raus zu hören sind als auf einem anderen Gerät.
      (gleiches Lied, gleiche CD)
      Und in einem Lied merke ich oft viele verschiedene Elemente, ich höre da nicht nur ein großes Durcheinander sondern eher verschiedene Episoden in einem Stück, wo ich mal mehr auf das eine Instrument achte, dann wieder auf ein anderes oder auf die Stimme aber ich kann mir auch dazu den Text, die Melodie und so merken.
      Ich habe glaube ich generell ein gutes akustisches Gedächtnis weil ich mir selber auf Klavir ein Lied aus dem kopf heraus einüben kann um es dann selber flüssig wiederzugeben.
      Damals als ich noch Klavirunterricht hatte, hab ich das öfter gemacht, ohne vorher richtig die Noten lesen zu können, da ich von den liedern die ich spielen wollte eh keine Notenzettel besaß.
      Ich kann mir jeden einzelnen Klang in einem Lied in der richtigen Reihenfolge gut einprägen und weiß wann er an der Reihe ist.
      Also Lieder die schon existieren, kann ich auswendig lernen nur aus der Erinnerung heraus, aber ich kann keine neuen Melodien erfinden, dafür hab ich irgendwie kein Talent.
    • Windtänzerin schrieb:

      Warum eigentlich die Altersbegrenzung von 35 Jahren? Wegen des Hörspektrums? Es gibt doch sehr viele Aspies, die mit über 40 noch weitaus besser hören als "Normale" mit 20 (zu diesen Aspies gehöre ich übrigens auch). Wäre doch interessant, im Rahmen einer solchen Studie auch gleich mal zu schauen, wie da der Unterschied zu "normalen" Menschen aussieht. :roll:
      OT: Hatte vor 2 Jahren mit 41 Jahren auf dem rechten Ohr einen tiefbrummenden Tinnitus, der mich fast in den Wahnsinn trieb. Den mir "normalen" und seit jüngster Kindheit bekannte Tinnitus auf beiden Ohren (helles Pfeifen) nehme ich eigentlich nur in einer ruhigen/ruhigeren Umgebung wahr.
      Über die Hausärztin gelangte ich zum Hörspezialist/Ohrenspezialist, der mich eingehend untersuchte, Hörtests und weiss was ich alles machte. Als er mit den Resultaten kam, meinte er ernsthaft, ob ich ihn verarschen würde. Ich entgegnete "nein". Er meinte, das ich mit dem rechten Ohr zwar etwa 15% schlechter hören würde als mit dem linken, aber immer noch weit "übernormal" wie er es nannte. Bekam dann ein Medikament für eine bessere Blutzufuhr, aber es half nicht. Das tiefe Brummen wurde wohl, so im Nachhinein betrachtet, wegen massivem Stress im Geschäft ausgelöst (wie jetzt vor Weihnachten auch wieder).

      Ontopic: Die Alterslimitierung wird wohl einen bestimmten Grund haben, schade finde ich es dennoch.
      Diagnostiziert - immer noch ein komischer Vogel ;)
    • Ich fand es sehr schwierig, festzustellen, um welchen Ton es sich handelt, wenn dafür nur 5 - 10 Sekunden zur Verfügung stehen und fast permanent ein Rauschen in die Tonspur eingearbeitet ist.

      Bei der Studie wurde zu Beginn bei den Einschlusskriterien nichts von einer erforderlichen Diagnose gesagt, deshalb habe ich an der online-Studie teilgenommen.
    • Dr_B schrieb:

      pianogirl schrieb:

      Voraussetzungen für die Teilnahme bei uns sind:
      -durchschnittliche Intelligenz und Sprachfähigkeit
      Ist das gemeint als Mindestvoraussetzung oder gibt es tatsächlich auch einen "Höchst-IQ"?
      Vermutlich meinte sie "mindestens durchschnittliche Intelligenz". Naspies sind bei solchen Feinheiten im Allgemeinen gedankenloser :roll:
      Whatever you lose, you'll find it again. But what you throw away you'll never get back.
    • FruchtigBunt schrieb:

      Ich würde sehr gerne teilnehmen, habe aber nur eine Verdachtsdiagnose. Reicht die aus?
      Leider reicht das nicht aus. Es sei denn, du hast absolutes Gehör. Dann können wir dich in diesem Fall auch untersuchen.


      Dr_B schrieb:

      2 Fragen:

      pianogirl schrieb:

      Voraussetzungen für die Teilnahme bei uns sind:
      -durchschnittliche Intelligenz und Sprachfähigkeit
      Ist das gemeint als Mindestvoraussetzung oder gibt es tatsächlich auch einen "Höchst-IQ"?
      Zweitens: Warum ist der Link zu der Online-Umfrage eine Weiterleitung von Facebook? Kann man nicht direkt zu der Umfrage verlinken?
      Nein, es gibt keine Obergrenze für IQ, es müssen lediglich verschiedene Gruppen von Probanden im Durschnitt einen ähnlichen IQ haben. Hier der link, ich hoffe er ist nun besser abrufbar, auch ohne Facebook: ww3.unipark.de/uc/Music_Perception/d645/?a=&b=&c=&d=


      Windtänzerin schrieb:

      Warum eigentlich die Altersbegrenzung von 35 Jahren? Wegen des Hörspektrums? Es gibt doch sehr viele Aspies, die mit über 40 noch weitaus besser hören als "Normale" mit 20 (zu diesen Aspies gehöre ich übrigens auch). Wäre doch interessant, im Rahmen einer solchen Studie auch gleich mal zu schauen, wie da der Unterschied zu "normalen" Menschen aussieht. :roll:
    • zum Zitat von Wildtänzerin:

      Das ist richtig. Wir haben diese Alterseinschräkung, weil sich mit dem Alter ja das Gehirn und die Leistungsfähigkeit verändert. Es stimmt, das wäre auch sehr interessant zu untersuchen. Dies wäre jedoch ein zusätzlicher Faktor, den mann am besten in einer extra Studie untersucht, denn sonst hat man zu viele Faktoren und bekommt mit der statistischen Auswertung Probleme.
    • kastenfrosch schrieb:

      Fahrtkosten gibt es nicht erstattet, oder?
      Doch, wir können Fahrtkosten gegen entsprechenden Beleg (Fahrkarte, Tankrechnung mit Kilometerangabe) erstatten, Richtlinie ist eine Bahnfart 2. Klasse mit Bahncard 25. Wir behalten uns aber vor zu weite Anreisen auszuschließen (z.B. aus dem Ausland).

      Fischchen schrieb:

      Wie sind die Termine? An aufeinanderfolgenden Tagen oder mit größerem Abstand?
      Gibt es Ausschlusskriterien? (z.B Epilepsie wegen Aussagefähigkeit der EEG-Aufzeichnung)
      Da sind wir felxibel. Wir können bei weiterer Anfahrt oder sonstigen Wünschen auch gerne beide Termine an einen Tag legen, z.B. Vormittag und Nachmittag. Es sollte jedoch schon etwas Zeit zur Erholung dazwischen sein. Ausschlusskriterien gibt es, hauptsächlich neurologische Erkrankungen, Intelligenzminderung und Sprachstörungen, welche die Testung erheblich stören. Epilepsie ist ja relativ häufig eine Komorbidität bei Autismus, weshalb wir das vermutlich nicht ausschließen können.


      Sparky schrieb:

      Grübler_1988 schrieb:

      Stimmt. Das ist auffällig. Ich hatte mir eben die älteren Beiträge der Threaderstellerin durchgelesen. Vielleicht wird sie sich ja dazu noch äußern.
      Mich hat das wirklich sehr verwundert, als ich das gestern entdeckte. Vorher hatte ich mir die Internetseite der Studienleiterin auf der Homepage der Universität angeschaut. Im Zusammenhang mit den älteren Beiträgen kam mir das dann sehr seltsam vor.

      fleischwurstgesicht schrieb:

      Vielleicht ist pianogirl ja Studentin bei Frau Wenhart und hat den Aufruf zur Studienteilnahme im Namen der Studienleitung hier eingestellt.
      Man weiß es nicht.
      Vielleicht liefert pianogirl ja noch eine Erklärung dazu.
      Ja, das ist tatsächlich ein und dieselbe Person. Soweit ich weiß ist es nicht ungewöhnlich, dass Aspies selbst über Autismus forschen bzw. sich dafür interessieren. Wissenschaftler haben außerdem im allgemeinen häufig mehr "autistische Züge" bzw. Aspies sind ja häufig an systematischen und logischen Dingen interessiert wie es Wissenschaft ja auch ist. Ich habe den Verdacht bei mir selbst seit ich 16 bin, habe auch bereits in der Bachelorarbeit im Studium darüber geschrieben und in der Schulzeit über meine synästhetische Wahrnehmung und die Wissenschaft dahinter. Vielleicht stellt ihr auch alle fest, dass ich ganz anders bin als ihr, und nicht zu dem Spektrum gehöre, oder ihr fühlt euch bei uns am Institut besonders wohl, weil ich zumindest auch etwas in diese Richtung gehe. Ich würde mich sehr freuen, wenn der ein oder die andere mitmachen würde. Mein Chef und das Team weiß jedoch nichts davon, daher bitte ich auch hier um Diskretion (es ist wie gesagt ja nur ein Verdacht).
    • pianogirl schrieb:

      Naja, einerseits heißt es immer, ich sei ja eine Frau und Frauen haben sowas nicht. Außerdem hab ich früh gelernt, mich zusammen zu reißen. Mehrfach fühlte ich mich nicht ernstgenommen. Deshalb hab ich es bisher nicht nochmal versucht. Genau deshalb, weil mich selten jemand ernst genommen hat (außer einer, der den Verdacht von sich auch hat), möchte ich auch nicht, dass mein Team etc. von dem Verdacht erfährt. Ich befürchte, sie reagieren ähnlich.
      Wenn Voraussetzung für die Teilnahme an der Studie durchschnittliche Intelligenz ist, dann werden unter deinen Probanden doch ohnehin fast nur Personen auftauchen, die dem Klischeebild des Autisten wenig entsprechen. Ganz sicher werden auch Frauen darunter sein. Wenn deine Teamkollegen Ahnung von Autismus haben, dann wissen sie ohnehin auch um die Spektrumsvielfalt. Insofern würde ich nicht davon ausgehen, dass sie dich nicht ernst nehmen würden.

      Fühlst du dich denn durch die eventuelle ASS eingeschränkt? Gibt es Leidensdruck? Wenn ja, würde ich dir schon zur Diagnostik raten, damit das Thema nicht ständig in deinem Kopf "herumspukt". Bei einer Positivdiagnose gäbe es dann für dich Beratung und ggf. weitere Unterstützung, im Falle einer Ausschlussdiagnose kannst du wiederum das Thema Autismus für dich ad acta legen und hast Ruhe.So ein Schwebezustand im Unklaren ist meiner Meinung nach nur dann erträglich, wenn die mögliche Symptomatik für das eigene Leben keine große Rolle spielt und man auch so gut klar kommt. So habe ich es lange auch selbst gehalten. Aber es ist natürlich deine persönliche Entscheidung.
    • fleischwurstgesicht schrieb:

      @pianogirl

      Hallo Frau Wenhart,
      auch wenn ich altersbedingt nicht an Ihrer Studie teilnehmen werde, bin ich wie wahrscheinlich auch andere Forenmitglieder an den Ergebnissen Ihrer Studie interessiert.
      Daher würde ich mich über eine Veröffentlichung der Ergebnisse hier im Forum freuen.
      Das mache ich doch sehr gerne! Es wird allerdings eine Weile dauern. Wissenschaft ist leider eher langwierig.