(Schwer)behinderten Ausweis

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    • LeuChris wrote:

      Wenn ich das jetzt richtig verstehe, muss doch der Sachbearbeiter beim Versorgungsamt verstehen, dass ich erhebliche Unterstützung habe ohne welche ich deutlich mehr Probleme hätte. Aber genau das ist doch absurd, weil das nicht messbar ist. Wer hat sich denn diese blödsinnige Verordnung ausgedacht und wem soll das helfen?
      Die Zitate mit den GdB und den sozialen Anpassungsschwierigkeiten sind korrekt so. Was nicht korrekt ist, ist, wenn das Versorgungsamt oder der VdK daraus, dass du keinen Integrationshelfer hast, irgendetwas ableiten wollen in Bezug auf den GdB. Da besteht doch überhaupt keine Kausalität. Du könntest keinen Integrationshelfer haben, weil du komplett mit dem Antragsverfahren für einen Integrationshelfer überfordert bist. Das würde sogar eher darauf hinweisen, dass du einen sehr hohen GdB hast. Also das ist totaler Quatsch, das von sowas abhängig zu machen.

      Es braucht auch keine schriftlichen Aufzeichnungen von deinem Arbeitgeber, um zu beweisen, dass du soziale Anpassungsschwierigkeiten auf der Arbeit hast. Dafür gibt es Ärzte, zu denen man ein Vertrauensverhältnis aufbaut und mit denen man vertrauensvoll über die eigenen Probleme spricht. Die Ärzte stellen dazu Fragen und sollten einem glauben. Es kann nicht sein, dass du das alles mittels dritter Personen beweisen sollst. Wichtig ist, dass ein Arzt das bescheinigt. Damit muss sich das Versorgungsamt zufrieden geben. Der Arzt muss deine Anpassungsschwierigkeiten halt so schildern, dass der medizinische Dienst des Versorgngsamtes kapiert, in welche Kategorie es fällt. Am Besten sollte der Arzt meiner Meinung nach direkt diese Begriffe "mittlere/schwere etc. Anpassungsschwierigkeiten" nutzen, damit es eindeutig ist und es vor allem kein Theater vor Gericht gibt, falls es dazu käme. Schreibt der Arzt es so deutlich, kann der Ärztliche Dienst vom Versorgungsamt doch eigentlich gar nicht anders, als das auch so anzuerkennen. Wenn er es nicht glaubt, dann müsste er nochmal nachfragen. Aber einen komplett anderen GdB dann festzusetzen würde für das Versorgungsamt doch sicher zu Problemen vor Gericht führen.
      Die Schilderungen des Arztes müssen vom Inhalt her zu dem Schluss passen, zu dem der Arzt in seinem Gutachten kommt (also der "Stufe" der sozialen Anpassungsschwierigkeiten). Meiner Meinung nach ist das total simpel, aber die Ärzte formulieren in der Regel die Gutachten nicht entsprechend der Vorgaben bzw. kennen diese meist nichtmal. Ich habe genau diese Unterscheidungen und die Passagen aus der VersorgungsmedizinVO meiner Psychiaterin vorgelegt und sie darum gebeten, in ihrem Gutachten genau auf diese Begriffe abzustellen. Natürlich hat sie es trotzdem nicht gemacht, aber immerhin hat sie es ähnlich formuliert. Hätte ich ihr das nicht hingeschickt mit den Abstufungen, hätte sie das Wort "soziale Anpassungsschwierigkeiten" wahrscheinlich nicht mal in den Mund genommen und nur irgendwas von meinen Diagnosen geschrieben und sich dann gewundert, dass ich keinen GdB erhalte.

      The post was edited 4 times, last by FruchtigBunt ().

    • Surprised wrote:

      Vielleicht kam es schonmal irgendwo vor hier im Threat, aber der ist jetzt so lang: Weiß jemand ob bundesweit die diversen Versorgungsämter ungefähr der gleichen Quote an Menschen eine Schwerbehinderteneigenschaft zusprechen oder gibt es da Unterschiede. Also, dass A-Stadt fast alle Anträge positiv entscheidet, während es in der Region B nur jeder fünfte Antrag ist oder so?
      Das würde mich auch interessieren. Ich habe den Verdacht, dass ein bestimmtes Bundesland z. B. alle Ausweise pauschal auf 3 Jahre befristet, egal wie schwerwiegend die Erkrankungen sind.
    • RegenbogenWusli wrote:

      Waspie wrote:

      Beipielsweise in NRW, da gibt es Kommunen, die lehnen fast alles ab, andere vergeben was gewünscht wird.
      Das klingt ja grauenhaft. Noch ein Grund hier nicht weiter leben zu wollen...

      Edit: ich mein, es kann doch nicht sein, das man erst umziehen muss, damit man einen SBA bekommt, weil eine Region/Stadt sowas nur an Menschen mit abben Beinen berücksihtigt oder sowas zugesteht und anderen mit psychischen Krankheiten oder Behinderungen nicht, nur weil man diese nicht sehen kann? Wie dumm ist das denn?
      Ja, das ist leider der Föderalismus in unserem tollen Land. Das setzt sich ja leider durch alle möglichen Bereiche, z. B. nicht vergleichbare Schulabschlüsse etc. Wenn man umzieht, muss man sich den Schwerbehindertenausweis sogar umschreiben lassen. Ich habe ja jetzt einen "unbefristet". Mich würde es nicht wundern, wenn das neue Bundesland bei einem Umzug dann wieder das ganze Verfahren aufrollt. x( :shake:

      The post was edited 1 time, last by FruchtigBunt ().

    • Capricorn wrote:

      Jeder wie er kann
      Eeher jeder wie er will, würde ich sagen.


      Capricorn wrote:

      In NRW sind überdurchschnittlich viele Städte und relativ gesehen ist NRW das Land mit den meisten BewohnerInnen. Deshalb scheinen sich hier die Schwerbehinderten zu "drängen".
      Ja das ist generell ein Problem, nicht nur im Behindertenrecht sondern auch auf anderen Ebenen, da tut sich dieses Bundeslang generell keinen Gefallen drinn und darum will ich auch hier wegziehen.
    • Capricorn wrote:

      Das ist ein Grund für mich, die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) ausgerichtete Fortbildungsveranstaltung in Potsdam zu besuchen. Da werden die neue Änderungsverordnung diskutiert und für bundeseinheitliche Standards geworben. Meinem Chef ist das anscheinend schnurz,
      Genau das ist doch das Problem. Diejenigen, die solche Angebote dringend nötig hätten, erscheinen da eh nicht. Da kann das BMAS noch so viel werben. Die sollen einfach mal die ganzen Aufgaben auf der Bundesebene abwickeln. Meiner Meinung nach auch gerne in einer zentralen Behörde. Wieso braucht man bitte das Versorgungsamt im eigenen Landkreis? In der Regal fährt man da eh nicht hin, also ist es egal, ob man einen Antrag nach Pusemuckel schickt oder nach Berlin. Wäre es an einer zentrale Stelle, wäre die Wahrscheinlichkeit höher, dass nach gleichen Standards gearbeitet würde.
      Und sicher wäre auch mehr Personal bei den Versorgungsämtern nicht falsch. Ich kann mir gut vorstellen, dass Personalknappheit auch Auswirkungen auf die Bewilligungsquoten hat. Offenbar hängt der Personalschlüssel in den jeweiligen Versorgungsämtern auch stark vom Bundesland ab. Es wäre wirklich mal interessant, da Daten zu bekommen. Dafür könnte sich doch der VdK mal in seiner politischen Arbeit einsetzen. :lol:

      The post was edited 2 times, last by FruchtigBunt ().

    • FruchtigBunt wrote:

      Wäre es an einer zentrale Stelle, wäre die Wahrscheinlichkeit höher, dass nach gleichen Standards gearbeitet würde.
      Weil.....?

      (wie begründest du diesen vermuteten kausalen Zusammenhang?)



      FruchtigBunt wrote:

      Da nutzen auch solche Fortbildungsveranstaltungen nichts, weil die bekanntlich eh nur von den Interessierten besucht werden. Die die glauben, dass sie eh schon alles können bzw. eh alles so tun, wie sie es wollen, tauchen da eh nicht auf.
      Du scheinst dich da auszukennen.

      Hast du auch einen Lösungsvorschlag, wie man Desinteressierte "ins Boot holt"?
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • FruchtigBunt wrote:

      Wenn man umzieht, muss man sich den Schwerbehindertenausweis sogar umschreiben lassen. Ich habe ja jetzt einen "unbefristet". Mich würde es nicht wundern, wenn das neue Bundesland bei einem Umzug dann wieder das ganze Verfahren aufrollt.
      Darüber weiß ic nichts, aber vielleicht wäre dieses Thema einen neuen Thread wert falls es den noch nicht gibt.
      Mich würde das wohl betreffen weil ich ja nach Bayern ziehen will. Der Antrag für den SbA ist ja schon raus, und wir werden erst umziehen können wenn meine Mutter die Rente bekommt und ich auch eine soziale Absiherung habe, aber da ist ja auch der Ärztliche Dienst erstmal damit beschäftigt zu schauen wie weit ich arbeitsfähig bin und wo ich dann was arbeiten kann/soll. Das wird erst frühestens ab nächstem Jahr der Fall sein. Wie lange die an meinen Anträgen brauchen bis die durch sind weiß ich nicht aber meine Mutter kann ihre volle Rente erst ab nächstes Jahr bekommen. Es wäre echt doof wenn ich dieses Jahr noch einen SbA bekomme (vorrausgesetzt der GdB ist wirklich 50+) und den nach wenigen Monaten wieder neu beantragen muss weil anderes Bundesland :m(:
    • RegenbogenWusli wrote:

      ...wenn ich dieses Jahr noch einen SbA bekomme (vorrausgesetzt der GdB ist wirklich 50+) und den nach wenigen Monaten wieder neu beantragen* muss weil anderes Bundesland
      Bleib gelassen, ich denke doch, dass das* nicht nötig ist, denn das Schwerbehindertenrecht gilt im ganzen Bundesgebiet, auch in Bayern.
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • @RegenbogenWusli
      Ich denke nicht, dass man den Ausweis dann ganz neu beantragen muss, aber ich könnte mir vorstellen, dass das alte Bundesland bei einem unbefristeten Ausweis normalerweise eher keinen Anlass sehen dürfte, den zu überprüfen. Wenn man aber umzieht und dann sozusagen im neuen Bundesland an die Tür klopft (man muss sich dort bei einem Umzug melden), könnten die das womöglich als Anlass nehmen, die Entscheidung des alten Bundeslandes zu überprüfen und einfach mal nachzufragen, ob die Schwierigkeiten immer noch bestehen. Dann müsste man das nachweisen. Inwieweit das so gehandhabt wird, weiß ich nicht. In jedem Fall bekommt man nach einem Umzug aber wohl vom neuen Bundesland einen neuen Ausweis (also neues Kärtchen). Wie gesagt weiß ich nicht, ob die einfach nur die alte Entscheidung des alten Bundeslandes fortführen und gar nichts überprüfen. Das könnte auch sein. Ich finde es aber schon dämlich genug, dass man nur wegen einem Umzug in ein anderes Bundesland einen anderen Schwerbehindertenausweis bekommt. Ich las das irgendwo in einem offiziellen Dokument. Begründet wurde das damit, dass dann da das neue Aktenzeichen des anderes Bundeslandes draufstehen würde. :m(: :thumbdown:

      Vielleicht wird es aber auch in der Praxis gar nicht so gehandhabt. Wenn man einfach umzieht und meldet es weder dem alten noch dem neuen Versorgungsamt, könnte man das Problem umgehen. Man ist aber verpflichtet, einen Umzug zu melden, meine ich. Ich glaube, das stand auf irgendeinem Merkblatt. Denn wenn sie tatsächlich überprüfen wollen, ob die Schwierigkeiten noch bestehen, müssen sie ja wissen, wo man wohnt, um bei einem anfragen zu können.

      Ich mache mir darüber aber jetzt keine großen Gedanken und würde das an deiner Stelle auch nicht tun. Ich hatte es eben nur eingeworfen, weil es mir als ein Beispiel von total sinnloser Bürokratie im Zusammenhang mit dem Ausweis in den Sinn kam.
    • Capricorn wrote:

      RegenbogenWusli wrote:

      ...wenn ich dieses Jahr noch einen SbA bekomme (vorrausgesetzt der GdB ist wirklich 50+) und den nach wenigen Monaten wieder neu beantragen* muss weil anderes Bundesland
      Bleib gelassen, ich denke doch, dass das* nicht nötig ist, denn das Schwerbehindertenrecht gilt im ganzen Bundesgebiet, auch in Bayern.
      Natürlich gilt das Schwerbehindertenrecht auch in Bayern, aber wenn ich es richtig in Erinnerung habe, muss man sich beim Umzug in ein neues Bundesland dort beim Versorgungsamt melden und zumindest eine neue "Chipkarte" (Ausweis) beantragen, damit die das Aktenzeichen umschreiben können. Ob dann in diesem Zusammenhang auch inhaltlich etwas geprüft wird, weiß ich nicht, wäre aber durchaus möglich. Ich habe mir leider nicht aufgeschrieben, wo ich das gelesen habe, aber ich habe sehr viele Dokumente vor Beantragung meines Ausweises gelesen. Ich gehe davon aus, dass das sogar in dem Leitfaden aus NRW stand.
    • Ein neues Aktenzeichen bekommst du auch beim Umzug innerhalb NRWs, da im Aktenzeichen die Ortskennzahl enthalten ist.
      Das Aktenzeichen hat nichts mit dem GdB zu tun und die meisten Ämter sind froh, wenn sie keine zusätzliche Arbeit in eine neue Akte stecken müssen (wie es bei einer inhaltlichen Prüfung der Fall wäre).
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • FruchtigBunt wrote:

      Wenn man einfach umzieht und meldet es weder dem alten noch dem neuen Versorgungsamt
      Das müsste vermutlich eh irgendeinem Amt dann gemeldet werden müssen, weil wenn ich dann sowas wie Grundsicherung erhalte, und dann in Nürnberg zum Amt gehe mit meinem ganzen Kram, und dem nachweis der voriegen Tätigkeit, müssen die mich dann in eine neue in der Umgebung integrieren, und bei dem ganzen Prozedere wird das Versorgungsamt das dort ansässig ist, vermutlich mit den schon vorhandenen Akten versorgt. Die Sachen liegen ja alle schon bei denen, die müssen die Ämter wo ich vorher wohnte dann vermutlich nur anschreiben oder können den Kram auch in ihrem Computer sehen und abrufen.

      Aber ja das mit dem Ummelden hatte mir meine Mutter auch gesagt.
      Ich habe so einen SbA noch nie gesehen, bis auf den meines damaligen besten Freundes, der noch einen "Lappen" hatte in einer Plastikhülle den man aufklappen konnte, aber das ist üver 15 Jahre her. Ich kann mich beim besten Willen nicht dran erinnern ob da auch die Adresse drauf stand. Wenn ja, dann ist es logisch das man einen neuen bekommen muss.
      Aber ich vermute nicht das da gleich alles nochmal neu geprüft wird, wenn der eben erst ausgestellt wurde, nur wegen eines Umzugs.


      FruchtigBunt wrote:

      Ich hatte es eben nur eingeworfen, weil es mir als ein Beispiel von total sinnloser Bürokratie im Zusammenhang mit dem Ausweis in den Sinn kam.
      Naja das problem was @LeCreus momentan da hat ist ja auch irgendwie so ein Fall den man sich so nicht vorstellen kann aber es ist nun passiert, so willkürlich das Verhalten der Bearbeiter dort anhört. Meines Wissens nach klingt das wie eine Horrorstory die nichtmal rechtskonform ist und nicht den Richtlinien entspricht wie da vorgegangen werden sollte. Es war jetzt nicht irgend ein Amt höchstpersönlich sondern eine Vermittlungsstelle, aber die treten ja eigentlich für deine Rechte ein oder nicht? Ich mein das das die Aufgabe von diesem VdK sein soll.
      Ich kann nur hoffen das mir sowas nicht passiert, ich habe da große Angst vor. Bevor ich diese Erfahrung las, kam mir sowas garnicht in den Sinn. Jetzt kann ich mich seit Montagfrüh nur schwer ablenken damit ich mich nicht noch verrückter mache.
    • @RegenbogenWusli

      Ich glaube, wenn man umzieht und das beim Einwohnermeldeamt meldet, melden die das nicht automatisch an der Versorgungsamt weiter. Deswegen müsste man das neue Versorgungsamt wohl selbst informieren.


      RegenbogenWusli wrote:


      Es war jetzt nicht irgend ein Amt höchstpersönlich sondern eine Vermittlungsstelle, aber die treten ja eigentlich für deine Rechte ein
      oder nicht? Ich mein das das die Aufgabe von diesem VdK sein soll. Ich kann nur hoffen das mir sowas nicht passiert, ich habe da große
      Angst vor. Bevor ich diese Erfahrung las, kam mir sowas garnicht in den Sinn. Jetzt kann ich mich seit Montagfrüh nur schwer ablenken damit ich mich nicht noch verrückter mache.
      Ich habe auch sehr große Angst, dass Ämter oder "Helfer" ihre Funktion missbrauchen, weil mich das triggert und ich mich dadurch total ohnmächtig fühle. Deshalb habe ich versucht, im Vorhinein so vieles wie möglich zu klären. Du hast ja auch bereits mit deinen Ärzten gesprochen, so dass die vorab informiert sind. Das ist auf jeden Fall sehr gut!
      Dir steht doch die EUTB bei und nicht der VdK, oder? Ich würde an deiner Stelle auf jeden Fall immer direkt dort nachfragen, wenn Fragen bestehen, d. h. lieber einmal zu viel als einmal zu wenig fragen und wichtige Dinge möglichst per Fax schicken und Auskünfte schriftlich geben lassen und nicht nur mündlich.
      Leider ist man nie davor gefeit, dass solche Dinge passieren und ich finde es auch extrem schlimm. VIelleicht hilft es dir, wenn du dir vor Augen führst, dass es meistens nur einzelne schwarze Schafe sind, die so schlecht beraten und so gemein gegenüber den Kunden auftreten. Falls es dazu kommen sollte, kann man trotz allem auch dafür eine Lösung finden und wenn es die ist, dass man den Verband wechselt und sich von jemand anderem vertreten lässt oder den Antrag zurückzieht und es später mit anderer Vertretung nochmal neu probiert. Ich denke, @LeuChris ist damit ja auch nicht alleine und wir versuchen, Tipps zu geben, was man jetzt machen könnte. Ich finde es aber auch ein Unding, dass so etwas überhaupt passiert, obwohl diese Leute einem eigentlich helfen sollten.
    • FruchtigBunt wrote:

      Ich habe auch sehr große Angst, dass Ämter oder "Helfer" ihre Funktion missbrauchen
      Lustig, umgekehrt haben die Ämter und Helfer Angst, dass die Klienten / Kunden / Patienten ihre Dienste missbrauchen... daher wollen sie es Ihnen nicht so einfach machen, Erfolg zu haben. Auch wenn sie dadurch Leuten mit einer (vermuteten) Schwerbehinderung ganz schön viel zumuten... Aber was tun sie nicht alles, um eine "Erschleichung" von Diensten zu verhindern, die eigentlich nur für Leute gedacht sind, die es wirklich nötig haben?
      Im privaten Sektor ist es was anderes. Die Bettler bekommen z. B. auch ne Münze in die Hand gedrückt, ohne erst ihre Bedürftigkeit nachweisen zu müssen. Und auf der Straße wird auch selten überprüft, ob z. B. die Behinderung eines Bettlers nur vorgetäuscht ist, um mehr Mitleidszuwendung zu erhalten...

      Allerdings gebe ich dir recht. Gerade die Funktionäre, die nur ein klein wenig Macht in der Hand haben, genießen es oftmals, diese nutzen zu können für und auch gegen Menschen. Ist ein Bischen wie Gott spielen. Und wenn der knauserige (Sozial- *hust*) Staat das auch noch unterstützt, dieses im Zweifelsfall lieber zu wenig Behinderung zusprechen als zu viel, um so besser für sie...
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • @Lex
      Das ist ja ähnlich wie bei HartzIV. Da scheint der Staat ja auch oft Missbrauch der Gelder zu unterstellen und die Empfänger werden von vorne bis hinten kontrolliert, obwohl vermutlich 95% der Bezieher ganz andere Probleme haben. Aber die Paar, die die Gelder zu Unrecht kassieren, werfen einen Generalverdacht auf alle Hilfeempfänger.
      Offenbar ist es bei dem Schwerbehindertenausweis ähnlich, obwohl ich nicht weiß, wie man auf so eine Idee kommen kann, dass Leute einen Schwerbehindertenausweis zu Unrecht beantragen könnten. Die Paar Leute, die es geben dürfte und den wollen, obwohl er ihnen möglicherweise nicht zusteht, sind vermutlich so krank, dass er ihnen schon allein aus dem Grund wieder zusteht. :shake: Ich verstehe nicht, wie man deswegen alle Antragsteller so schikanieren kann. Ich denke, die Ämter könnten ihre Energie wirklich für sinnvollere Dinge einsetzen, als den Menschen so oft Missbrauch und Betrug unterstellen und ihnen bei Anträge und sonstigen Verfahren immer nur Knüppel zwischen die Beine werfen. Aber wahrscheinlich tun die Leute genau diesen Job, weil sie es irgendwie tun müssen (Stichwort: Machtproblematik und weitere eigene Probleme der Mitarbeiter).
    • FruchtigBunt wrote:

      Offenbar ist es bei dem Schwerbehindertenausweis ähnlich, obwohl ich nicht weiß, wie man auf so eine Idee kommen kann, dass Leute einen Schwerbehindertenausweis zu Unrecht beantragen könnten.
      Da geht es auch um Geld. Die Nachteilsausgleiche sind nicht gerade billig.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • FruchtigBunt wrote:

      Die Paar Leute, die es geben dürfte und den wollen, obwohl er ihnen möglicherweise nicht zusteht, sind vermutlich so krank, dass er ihnen schon allein aus dem Grund wieder zusteht.
      Der krasseste Fall, der mir mal in einer Dokumentation unterkam, war der eines Mannes, der wegen seiner "Heavy Metal Sucht" einen Schwerbehindertenausweis bekam!

      Happy End: Er fand einen Job als Tellerwäscher und darf während der Arbeit über Kopfhörer weiter seine Heavy Metal Musik hören!
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • @Lex
      Dem haben wahrscheinlich auch nicht wenige unterstellt, dass er den Ausweis erschlichen habe. Aber man kann ja nicht in die Menschen reinschauen. Wenn ihn diese Sucht bzw. Zwangsstörung (ich würde da eher auf eine Zwangsstörung tippen) so stark beeinträchtigt. Who knows... :|
    • Vielleicht ist Heavy Metal ja wirklich so heavy, dass man davon Entzugserscheinungen bekommen kann. Who knows? Zumindest weiß ich, dass Glücksspieler die bekommen beispielsweise...
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Lex wrote:

      Vielleicht ist Heavy Metal ja wirklich so heavy, dass man davon Entzugserscheinungen bekommen kann. Who knows? Zumindest weiß ich, dass Glücksspieler die bekommen beispielsweise...
      Prinzipiell kann man von allem abhängig werden. Nicht nur stoffgebunden wie zB Alkohol.
      Spielen ist zb eine stoffungebundene Sucht. Das geht aber auch mit vielem anderen. Sport oder Sex ist da noch bekannt. Fernsehen, Computerspielen, Putzen... etc.
      Metal konsumieren kann durchaus zu einer Sucht werden. Auch wenn es erstmal lächerlich klingt.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.