(Schwer)behinderten Ausweis

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • LeuChris wrote:

      thelord wrote:

      Bei manchen Behörden scheint es tatsächlich so zu sein, dass die beigeben, wenn sie merken, dass man als Kläger wirklich durchzieht. Und ein durchgeführter Verhandlungstermin verdreifacht mal eben die Gerichtskosten. Zumindest ist das bei den Verwaltungsgerichten der Fall, bei den Sozialgerichten weiß ich es nicht.
      Das ist leider auch meine Theorie. Erstmal niedrig ansetzen in der Hoffnung, dass man - aus welchen Gründen auch immer - einen Widerspruch nicht einlegt oder einlegen kann. Ich finde das furchtbar diskriminierend.
      mein Widerspruch wurde abgewiesen, Begründung sie hätten keinen Fehler gemacht. Man muss halt wirklich klagen, sonst passiert da nichts.
    • LeuChris wrote:

      5 Euro im Monat, 60 Euro Solidarbeitrag für sofortige Rechtsberatung und irgendwie 30 Euro Gebühren für den Vorgang an sich. Finde ich in Ordnung.
      Bei Mindestmitgliedschaft von 12 Monaten (ich glaube, es sind sogar mehr) sind das 150€. Für eine Rechtsberatung eigentlich noch im Rahmen. Viele werden sich das trotz dem nicht leisten können.
      Wird schon Und immer an das Handtuch denken.
    • Mir hat die Anwältin beim VdK gesagt, dass ich nicht unbedingt alle Unterlagen bekomme, weil manches vertraulich sein könnte. Das würde dann nur über Umwege - also den behandelnden Arzt - gehen. Argumentieren soll man wohl insbesondere mit Problemen auf der Arbeit. Fand ich irgendwie komisch, aber ich hoffe Mal wirklich, dass die sich da ausreichend auskennen.
    • Vulkan wrote:

      Ich habe meinen Widerspruch damals auch über die IG Metall laufen lassen und es hat mich keinen Cent gekostet. Zahle ja 1% vom Brutto jeden Monat.
      Auch wenn das Offtopic ist, aber 1% vom Brutto ist ja auch mehr als genug. Ich finde Gewerkschaften gar nicht schlecht, aber die Gestaltung der Mitgliedsbeiträge finde ich ertaunlich. Bei uns (IGBCE) wären es glaube ich 2% vom Brutto und das finde ich schlicht unverschämt - zumal das ja vom Brutto berechnet wird, aber vom Netto abgezogen.
    • LeuChris wrote:

      Vulkan wrote:

      Ich habe meinen Widerspruch damals auch über die IG Metall laufen lassen und es hat mich keinen Cent gekostet. Zahle ja 1% vom Brutto jeden Monat.
      Auch wenn das Offtopic ist, aber 1% vom Brutto ist ja auch mehr als genug. Ich finde Gewerkschaften gar nicht schlecht, aber die Gestaltung der Mitgliedsbeiträge finde ich ertaunlich. Bei uns (IGBCE) wären es glaube ich 2% vom Brutto und das finde ich schlicht unverschämt - zumal das ja vom Brutto berechnet wird, aber vom Netto abgezogen.
      2% vom Brutto ist schon unverschämt
    • Wenn ich das mit euren Widersprüchen lese und welcher Weg damit verbunden ist, bin ich froh, dass mir das alles erspart geblieben ist. Habe GdB 50 bekommen, allerdings wegen anderen Diagnosen. Eigentlich hat sich mein körperlicher Zustand verschlechtert, aber ich Scheue mich einen Verschlechterungsantrag zu stellen... habe Angst, dass dann die anderen Diagnosen mit überprüft werden. Mein GdB ist unbefristet und das will ich nicht aufs Spiel setzen.

      Bei mir wurde das Ziel ohnehin erreicht: Kündigungsschutz und als positiver Nebeneffekt habe ich 5 Tage mehr Urlaub und einen Steuerausgleich. Manchmal bekommt man auch vergünstigten Eintritt, aber das war nicht meine Motivation.
      Früher in Rente gehen wird wohl auch möglich sein, zumindest ist es jetzt noch so, aber wer weiß, was bis in 30 Jahren ist....
    • LeuChris wrote:

      Auch wenn das Offtopic ist, aber 1% vom Brutto ist ja auch mehr als genug. Ich finde Gewerkschaften gar nicht schlecht, aber die Gestaltung der Mitgliedsbeiträge finde ich ertaunlich. Bei uns (IGBCE) wären es glaube ich 2% vom Brutto und das finde ich schlicht unverschämt - zumal das ja vom Brutto berechnet wird, aber vom Netto abgezogen.
      Dafür gibt es aber auch eine ordentliche Gegenleistung.
      Wenn ein Betrieb bestreikt wird, muss von diesen Beiträgen ja der Lohnersatz bezahlt werden - schließlich ist der Arbeitgeber nicht zur Zahlung verpflichtet, wenn Keiner arbeitet.
      Und Gerichtsprozesse oder Kündigungen können auch schnell teuer werden.
      Dazu noch die regelmäßigen Lohnerhöhungen und Sonderzahlungen.
      Die Kündigung des Tarifvertrages bei meinen letzten Arbeitgeber, war einer der Gründe, warum ich zur Kündigung bereit war und stattdessen wieder in einem Unternehmen mit ordentlichem Tarifvertrag bin.

      Pat Rainerson wrote:

      2% vom Brutto ist schon unverschämt
      Ja, das ist schon ein ordentlicher Batzen. Da hilft es auch nicht viel, dass man den Beitrag ja von der Steuer absetzen kann.
      Wenn mehr Leute Mitglied wären, könnte man den Beitrag sicherlich auch senken. Aber es geht wohl leider eher in die andere Richtung. Es gibt ganze Branchen, wo fast niemand Mitglied in einer Gewerkschaft ist und wo dann logischerweise die miesesten Arbeitsbedingungen herrschen. Wobei man fairerweise sagen muss, dass ein Streik von Pizzalieferanten wohl in der Bevölkerung fast nicht auffallen würde. Da haben Lokführer und Piloten doch etwas mehr (für meinen Geschmack zu viel) Macht.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • Garfield wrote:

      Wobei man fairerweise sagen muss, dass ein Streik von Pizzalieferanten wohl in der Bevölkerung fast nicht auffallen würde.
      Kommt darauf an. Manche Bevölkerungsschichten würden dann verhungern :d

      Und wenn die Paketboten streiken ist richtig die Hölle los (RW).
      Wird schon Und immer an das Handtuch denken.
    • sternenseglerin wrote:

      ...ich scheue mich einen Verschlechterungsantrag zu stellen... habe Angst, dass dann die anderen Diagnosen mit überprüft werden. Mein GdB ist unbefristet und das will ich nicht aufs Spiel setzen.
      Das ist auch vernünftig, solange sich nichts wirklich dramatisch verschlimmert.
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • @Garfield:
      Das mit den Gegenleistungen wage ich mal zu bezweifeln. Zumindest was meine Branche angeht. In der IT wird nur äußerst selten gestreikt, die Arbeitgeber hüten sich in der Regel aufgrund des Fachkräftemangels ohnehin die Mitarbeiter zu verprellen und dadurch gibt es auch nicht viel Grund vor Gericht zu streiten. Und selbst da wäre eine einfache Arbeitsrechtschutzversicherung deutlich einfacher. Ich glaube der Jahresbeitrag entspricht dem Monatsbeitrag in der Gewerkschaft :)

      Das ist aber wohl leider auch der Grund, warum ich nur GdB 30 bekommen habe. Weil ich arbeiten gehe unterstellt man mir erstmal, keine großartigen Schwierigkeiten zu haben. Das ich einfach Glück habe, weil ich in einer Branche arbeite in der man förmlich jeden nimmt, der Computer buchstabieren kann und auch noch etwas davon verstehe. Aber die Aussicht mir einen anderen Arbeitgeber suchen zu müssen, Vorstellungsgespräche zu führen, neue Kollegen und Strukturen zu haben. Daran würde ich mit einer nicht unerheblichen Wahrscheinlichkeit scheitern. Dann würde man mich vermutlich plötzlich behinderter finden - unglaublich. Bestrafung für die enormen Anstrengungen, die ich seit Jahren aufbringe.
    • Ja, IT ist wohl eine Branche, wo Streiks nicht viel bringen.
      Für diese und vielleicht weitere kleine Ausnahmen, darfst Du gern zweifeln, ich zweifle sogar mit. :)
      Aber öffentlicher Dienst und diverse Branchen, wo noch handfeste Dinge hergestellt werden, in oft großen Unternehmen, ist die Gewerkschaft durchaus nützlich.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.

      The post was edited 1 time, last by Garfield ().

    • Capricorn wrote:

      sternenseglerin wrote:

      ...ich scheue mich einen Verschlechterungsantrag zu stellen... habe Angst, dass dann die anderen Diagnosen mit überprüft werden. Mein GdB ist unbefristet und das will ich nicht aufs Spiel setzen.
      Das ist auch vernünftig, solange sich nichts wirklich dramatisch verschlimmert
      Naja sagen wir so, die Hüfte und die Hände haben sich verschlechtert, aber sie wurden vor X Jahren schon berücksichtigt. Ich hätte auch nichts davon. Abgesehen vom höheren Steuerfreibetrag. Ich bin mit meinem unbefristeten GdB eigentlich schon ganz Zufrieden, weil das damals total problemlos ging.
    • Kraehe wrote:

      Ich persönlich habe die Diagnose genommen und damit den GdB beantragt, Gdb 50 bekommen, den Ausweis habe ich bisher nicht beantragt weil ich nicht weiss wozu.
      Heißt das, man muss den Ausweis noch einmal extra beantragen?

      Ich überlege ja, ob ich einen GdB beantragen soll ...
      Meint ihr, es würde auch Sinn machen, einen unter 50 GdB zu beantragen?

      Ich möchte eine Schwerbehinderung bei meinem zukünftigen Arbeitgeber eigentlich ungern angeben. Bin ja gerade auf Jobsuche, bin
      Deutsch-Dozentin. Es heißt zwar immer so schön, dass Schwerbehinderte bei gleicher Qualifikation bevorzugt eingestellt werden,
      aber das halte ich für einen Mythos, zumal die Mehrheit der Personen immer noch ein sehr einseitiges Bild über Autisten hegt.