Gefühle von anderen erwiedern - auch Emotionen

    • Gefühle von anderen erwiedern - auch Emotionen

      Das ist sowas was man Autisten nachsagt das sie das nicht machen oder können.

      Ich weiß nicht ob es einen Thread dazu bereits gibt.

      Was ich meine ist nicht Empatisch sein, also einfach das fühlen was jemand anderes fühlt, SONDERN wenn einer lächelt, das man automatisch selber lächelt.

      Ich habe jetzt schon bei mehreren Seiten gelesen, das Ärtze es als Symtom betrachten, wenn die babies von den Eltern angelächelt werder aber nicht zurück lächeln.

      Ich kann selber nicht beurteilen ob ich das gemacht hab.
      Aber ich hab neulich erst meine Mutter gefragt wie ich auf Umarmungen reagiert habe und sie meinte ich habe sie "über mich ergehen lassen" aber nicht erwiedert.
      Später sogar mich ablehnend dazu geäußert.

      Heute merke ich wenn ich andere Menschen beobachte, sehr selten das Bedürfniss habe mich so zu fühlen wie sich jemand anderes gerade fühlt.
      Manchmal wenn jemand lacht, fällt es mir leicht mit zu lachen, auch wenn ich nicht verstehe warum, aber das Gefühl ist nicht einfach da, ich muss mich erst da reinfühlen oder besser gesagt drauf einstellen jetzt auch zu lachen, dann geht es aber.

      Bei anderen gefühlen hab ich das nicht.
      Ich begegne Leuten inzwischen mit einem Lächeln wenn ich jemanden grüße aber nur weil ich weiß das andere das erwarten.
      Wenn jemand weint, habe ich nicht den drang selber zu weinen.
      Ich erinner mich aber das ich als ich Kind war manchmal angefangen habe zu weinen wenn ich ein anderes Kind zum weinen brachte.
      Ich hab oft sehr stur nur bestimmte Dinge spielen wollen und mich damit schonmal unbeliebt gwemacht was ich als Kind aber nicht verstand.
      Da fing der bekannte Freund dann an zu heulen und ich dachte, wenn ich auch heule, kapiert die Mutter von der nicht warum oder was passiert ist.
      Ende von der Situation war aber eigentlich immer die gleiche, ich durfte dann gehen XD
      Es machte eh nicht viel Sinn dann noch dort zu bleiben.
      Ich habe das bewusst so gemacht, vermutlich weil ich in früheren Situationen (an die ich mich nicht erinner) dann erst recht der Bu-mann war wenn das Kind wo ich spielte, heulte und ich unbeteiligt daneben saß.

      Wie ist das bei euch so?
    • Unter Gefühle erwidern verstehe ich mehr, dass ich z.B. spüre, wenn mich jemand mag und ich diesen Menschen dann auch mag. In der Regel basieren Gefühle füreinander auf Gegenseitigkeit. Das ist bei mir auch nicht viel anders. Allerdings passiert es mir immer wieder, dass ich mich im ersten Eindruck täusche. Mir ist jemand sympathisch und ich gehe davon aus, dass es anders rum auch so ist. Später stellt sich heraus, dass der andere nur eine Rolle spielt und in Wirklichkeit so gar nicht zu mir passt, so gar nicht so ist, wie ich ihn eingeschätzt habe. Ich habe mich damit schon oft in blöde Situationen gebracht. Ich habe Leuten Freundschaft angeboten, die eigentlich nicht passen und bin dann so schnell nicht mehr aus der Nummer raus gekommen.

      Das sog. "soziale Lächeln" mache ich auch. Wenn mich jemand anlächelt, lächle ich zurück. Der Grund, warum der andere lächelt, ist beim sozialen Lächeln egal. Man zeigt damit einfach nur sowas wie: ich bin nicht Dein Feind. Von mir geht keine Bedrohung aus. Das ist ein Signal aus Urzeiten.
      Ob ich das schon als Kind gemacht habe, weiß ich nicht. Ich habe es aber mit Sicherheit gelernt.


      Umarmungen zurück geben tue ich sehr gerne bei Menschen, die ich wirklich sehr mag und auch schon länger kenne. Als Kind wollte ich aber nur von meinen Eltern angefasst werden. Nur bei meinen Eltern auf den Schoß und am besten auch nur von meinen Eltern angeschaut werden. Hat jemand andres in meinen Kinderwagen geschaut, habe ich laut meiner Mutter sofort gebrüllt. Wollte mich meine Oma auf den Arm nehmen: dasselbe.
    • Verstehe, was das Anfassen angeht war es bei mir ähnlich.
      Ich stand meiner Oma fast schon näher als meiner eigenen Mutter, aber ich mochte am liebsten meinen vater, darum durften die beiden mehr mit mir machen als meine Mutter oder sonst wer.
      Ich bin aber komischerweise oft mit anderen Leuten mitgegangen (das waren halt Leute die meine Altern kannten und oft in den laden kamen und Kunden waren), mit denen bin ich dann einkaufen gegangen wenn meine Eltern keine Zeit hatten und ich was von denen wollte, in dem Moment.
      Meist hab ich ja eh für mich allein gespielt.
      Diese Leute haben sind dann mit mir unterhalten wärend dem Einkaufen aber mich nicht angefasst oder so.
      Das mit dem Anschauen mochte ich von niemandem, auch nicht meinen Eltern, fand das immer sehr irritierend.
      Darum vermute ich das auch mit dem Lächeln oder anderen Emotionen, das ich sie nicht spontan erwiederte, aber wissen tu ich das nicht.
      Meine Mutter würde sich da auch nicht an was erinnern, weil sie sehr wenig als ungewöhnlich empfand.
      Wenn man nicht gesagt bekommt "Es ist unnormal wenn dein Kind nicht zurück lächelt" dann weiß man das nicht und man denkt garnicht erst drüber nach.

      Bei mir war es glaube ich generell immer so, das ich gelacht habe, wenn man auch meine Aufmerksamkeit bekommen hat, also wenn man mir was vorspielt oder so. Sonst hätte ich vermutlich nichtmal wirklich hingeschaut weil es mich nicht interessiert hat.

      Aktiv zurück lächeln wenn mich jemand anlächelt hab ich erst in den letzten Jahren gelernt, jedenfalls merke ich bewusst, das ich es mache.
      Vorher wüsste ich nicht, das ich auf solche Reaktionen überhaupt wert lege und meine Reaktion war immer so wie ich mich momentan fühle.
    • Das ist ein ganz wesentliches Problem bei mir. Dieses Ausbleiben der sofortigen Reaktion wird mir immer sehr negativ ausgelegt. In diesem Moment verliere ich gewöhnlich alle Sympathien und kann es regelrecht spüren. Um mich zum lächeln zu kriegen bedarf es einen starken Impulses (oder Fotos von Cristiano Ronaldo ;))
      Einfach zu lächeln auf Kommando kann und will ich nicht.
    • RegenbogenWusli schrieb:

      Was ich meine ist nicht Empatisch sein, also einfach das fühlen was jemand anderes fühlt, SONDERN wenn einer lächelt, das man automatisch selber lächelt.
      Das soziale Lächeln ist wohl einer der Meilensteine, an denen man sieht, ob sich ein Kind normal entwickelt. Als Kind hatte ich das nicht wiklich. Ich habe gelacht, bei verschiedenen Anlässen. Aber dieses Erwidern nicht.

      Heute habe ich damit auch noch Probleme. Es passiert nicht automatisch. Das kommt schlecht an.

      DKJH schrieb:

      Dieses Ausbleiben der sofortigen Reaktion wird mir immer sehr negativ ausgelegt. In diesem Moment verliere ich gewöhnlich alle Sympathien und kann es regelrecht spüren.
      Das trifft es exakt. Man wird für unhöflich, arrogant oder sonst was gehalten... Es ist wirklich schlimm. Ich habe aber keine Kontrolle darüber. Automatisch passiert nichts. Und bis ich es schaffe zu lächeln, ist es zu spät. Das zählt nicht mehr. Das ist mit erlernten Dingen so. Man wird nie so schnell, wie jemand der es intuitiv macht.
    • Wenn ich jemanden mag habe ich meistens ein Problem. Ich weiss ich meistens nicht ob derjenige mich auch mag oder schätze dessen Verhalten total falsch ein!
      Bei allen anderen, ist es mir im Prinzip nicht so wichtig. Warum sollte ich mir Mühe geben sozial zu lächeln o.ä. wenn ich mit dem/derjenigen eh nicht näher in Kontakt treten will als oberflächlich.
      Ich weiss mittlerweile, männliche Menschen haben meist Absichten (sexuell o.ä.) weshalb ich sogar darauf achte nicht besonders sozial oder zugänglich zu wirken, sollte ich kein Interesse an dem haben. # weibliche reden leider nicht weiter mit mir.
      OMG es ist ein Teufelskreis haha

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    • Menschen sind in der Hinsicht schon seltsam.
      Wenn ich so herumlaufe und anderen Menschen begegne ist mir total egal ob die mich anschauen oder nicht.
      Wenn mich dann noch jemand anlächeln würde, wäre ich total verwirrt und würde mich fragen "Was will der/die von mir?" und schaue dann wieder weg, vonwegen "Ich kenn dich nicht, lass mich in ruhe" und dann hab ich das meist auch gleich wieder abgewändet.

      Aber aufgefallen das ich bei anderen unten durch bin (RW), nur weil ich nicht zurück gelächelt hab, das hab ich glaube ich noch nie bemerkt.
      Ich kann lächeln oder mit lachen wenn ich mich mit anderen über was unterhalte was ich auch amysant finde, aber das war es dann auch schon.
      Wenn das nicht reicht, also wenn die erwarten das man grundlos ohne einen zu kennen anlächelt, ohne einen Anlass, dann verlangen die zu viel O.o
      Vielleicht ist das der erste Schritt den menschen gehen um sich kennen zu lernen.
      So wie lächeln = ansprechen = was zusammen unternehmen = anfassen = küssen = sex.
      Zum Glück habe ich solche Bedürfnisse nicht XD
      Das wäre schlimm wenn ich sowas bräuchte, aber schon wegen dem nicht vorhandenen Lächeln kein Kontakt möglich ist.

      Ich trete eigentlich nur von mir aus mit anderen in Kontakt wenn ich was konkretes will und dann komme ich auch sehr schnell aus den Punkt.

      Ich gehe in den Supermarkt um Fleisch zu kaufen "Hallo, ich hätte gerne dies und das" fertig (wenn die dann noch von sonst was anderem reden frag ich mich oft warum)
      Ich gehe zu einem Treffen für Vogelfedersammler "Hallo, sammelst du auch gerne fasanenfedern? Würdest du welche tauschen?" (dann würde ggf ein Gespräch über diese Sache endstehen. Mehr will ich in dem Moment garnicht.
      Ich empfinde Menschen manchmal als sehr kompliziert.