Wechseljahre / Menopause

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      ich hab grade nochmal nachgelesen in Richtung "extreme male brain hypothesis". Es scheint doch auffällig zu sein, dass Menschen mit autistischen Zügen etwas abweichende Hormonwerte zu unauffälligen Leuten haben.

      Bei mir ist es so, dass ich laut dem Buch "Hormondiät" der Testosterontyp bin: Schultern breiter als Hüfte. Dazu passt auch, dass ich extrem rational bin, leider aber auch sehr gebeutelt von Hormonen in Zeiten wie vor der Periode oder am Beginn von Schwangerschaften.

      Ist sicher gewagt, aber ich behaupte, dass bei mir der Autismus und die starken Wechseljahresbeschwerden die gleiche Ursache haben könnten, nämlich die Hormone.
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      Wechseljahresbeschwerden haben natürlich mit Hormonen zu tun, nämlich mit der Reduktion von Östrogen und Progesteron.

      Aber, was du sagst, kann ich auch bestätigen. Ohne, dass es explizit überprüft wurde, bin ich mir dennoch sicher, dass ich -schon immer- zu viel männliche Hormone für eine Frau habe.

      Relativ tiefe Stimme, Damenbart (schon ewig), Fettverteilung männlich (Bauch), behaarte Beine, seit Menopause stachelige, einzelne Haare am Kinn, die ich immer ausreißen muss.
      LG Heavyload

      Es gibt zwei Arten von Menschen:
      Die einen kennen mich...
      Die anderen können mich...
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      Meine Ärztin meinte heute es gebe einen Zusammenhang zwischen Hormonen und Asperger "das würde passen" Ich hatte ihr nicht von meinem Verdacht auf AS erzählt. Sie meinte von sich aus, ich würde mich so verhalten und meine Anamnese dazu passen. Dann kam sie mit der Aussage es würde zu meinen Hormonproblemen passen.

      Leider ist eine Therapie quasi ausgeschlossen. 27 für beginnenden Wechsel ist doch sehr früh. Also bleibt nur hoffen dass es besser wird.
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      Wieso ist das ausgeschlossen? Ich hatte mit Mitte 20 eine Hormontherapie. Danach ging es mir einige Jahre recht gut, also gynäkologisch.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
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      LiltihEve schrieb:

      Leider ist eine Therapie quasi ausgeschlossen. 27 für beginnenden Wechsel ist doch sehr früh. Also bleibt nur hoffen dass es besser wird.
      Die Frage wie Ginome hatte ich auch gerade.
      Wie hat die Ärztin das begründet?
      Wenn kein hormonaktiver Tumor vorhanden ist bzw. eine genetische Problematik oder andere Erkrankungen dagegen sprechen, kann natürlich eine Hormontherapie gemacht werden.
      Kennst Du den Moment nach einer Diskussion, wenn Dir die ganzen Dinge einfallen, die Du hättest erwidern können?
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      Ich habe gemerkt, dass mit meinem Hormon-Haushalt etwas nicht in Ordnung sein kann. Meine Regel blieb aus, meine Haut war extrem trocken, meine Haare splissig, ich musste dauernd Wasser trinken, weil mein Mund so ausgetrocknet war, oft blieb mir die Stimme weg und letztendlich wurde ich in Stress-Situationen inkontinent. Ich dachte lange, dass ich ziemlich früh in den Wechseljahren sei. Mit 45 Jahren wäre das zwar sehr früh, aber nicht unmöglich. Und da ich Arztbesuche hasse und mich nicht gerne mit meinen Wehwehchen beschäftige, habe ich nichts unternommen.
      Dann kamen die Depressionen. Plötzlich fing ich an, an allem zu zweifeln, auch an meinen Diagnosen, weil ich mir die Veränderung meiner Psyche damit nicht erklären konnte. Wenn ich meine derzeitigen Lebensumstände betrachte, müsste ich so glücklich sein wie nie. Aber ich wollte noch immer keinen Arzt aufsuchen. Stattdessen fing ich an, mir alles Mögliche anzulesen und mich in irgendwelche Selbst-Diagnosen zu verbeissen - ohne wirklich Ahnung zu haben.
      Dass ich kollabiere, wenn zu viel Reize auf mich niederhageln, war für mich nichts Neues, aber nun passierte das viel öfter als früher. Im Juni passierte es in einem öffentlichen Gebäude und ich landete im Krankenhaus, das ich aber auf eigene Verantwortung verlassen habe, sobald ich mich wieder auf den Beinen halten konnte. Unmittelbar nach meinem Kollaps hatte man mir Blut abgenommen und es stellte sich heraus, dass ich eine Schilddrüsen-Unterfunktion habe.
      Also überwand ich mich dann doch, zum Hausarzt zu gehen und dieser verschrieb mir Thyroxin. Er überwies mich weiter an einen Neurologen, der ein EEG mit mir durchführte und mich weiter an die Radiologie zwecks MRT überwies, um Epilepsie auszuschließen. Und nebenbei wurden auch meine Zweifel an der Aspie-Diagnose ausgeräumt.
      Seit ich das Thyroxin einnehme, bekomme ich meine Regel wieder und ich bin deutlich weniger depressiv.
      Das was ich lange für die frühen Wechseljahre gehalten habe, war also etwas ganz Anderes, dennoch hormonell-bedingt. Es war wohl nicht besonders klug, mich vor Arztbesuchen zu drücken, denn dann wäre mir viel Unangenehmes erspart geblieben.