Seltsam schlechtes Karma

    • DKJH schrieb:

      Das Wort "auflösen" habe ich in dem Zusammenhang noch nicht ganz begriffen. Es heißt ja das schlechte Karma ist immer da, der Mensch verfügt nunmal über negative Gefühle wie Wut, Neid etc. in der Anlage, man hat die Aufgabe das so weit ins Reine zu bringen, das dieses überwiegt.
      Ich bin als Kind so stark mit negativem "Gift" vollgepumt worden, dass ich seit Jahren dafür kämpfe das "raus" zu bekommen.
      Wer kämpft hat schon verloren. (Denn sonst müsste man nicht kämpfen)

      Loslassen ist das Stichwort was du suchst.
      Ich bin niemals sarkastisch.
    • sag mal @DKJH - bitte entschuldige, wenn ich dir mit dieser Frage zu nahe trete - hast du schon mal darüber nachgedacht, dass du möglicherweise gar keinen Fehler gemacht hast sondern einfach nur Pech gehabt hast? In einem ungünstigen Umfeld dich befunden hast, schlechten Einfluss, mangelhafte/falsche Hilfen hattest? Ich habe den Eindruck, dass du sehr einseitig zu deinen Lasten auf einer Schuldsuche dich befindest - kann das sein?
      Welche Möglichkeiten könntest du sehen, deine Position etwas zu verbessern?
    • Ich möchte Verantwortung übernehmen und nicht mir Schuld zu weisen. Ich kann es nicht als "nur" Pech gehabt abtun, weil es sich dermaßen summiert. Diese Frage, was kann ich tun, stelle ich mir ja. Ich habe deutliche Defizite im positiven Empfinden, Vertrauen zu anderen Menschen und mir selbst usw.. Da aber eine Verbindung zu sehen zu den Punkten: Warum verlassen mich Menschen ständig (nicht wegen mir), warum erlebe ich ständig diese Misserfolge, obwohl ich nichts falsch mache oder anders mache als andere, ist schwierig.

      Die totale Akzeptanz ist da angebracht, wo man nichts mehr machen kann, wo man keinen Einfluss drauf nehmen kann. Das ist aber die Frage hier.
    • Das Gift, was als Kind in dich reingepumpt wurde, @DKJH kenne ich auch - von meinem Vater - ein Virtuose in Bezug auf alle Varianten des seelischen Quälens , vieles im Heute ist passiert, zu welchem ich keinen Bezug zur Vergangenheit herstellen konnte. Erst nach Erkenntnis und Trauer konnte ich loslassen und akzepzieren. Lange habe ich gebraucht, um die Zusammenhänge zu verstehen. Totale Akzeptanz ist mein Weg die Vergangenheit zu verstehen und so die Zukunft zu formen. Seit dem ist Vieles leichter.
    • k3nNy schrieb:

      Loslassen ist das Stichwort was du suchst.
      Alles Loslassen an dem der Geist hängt. Alles loslassen, das man liebt. Alles das einen beschäftigt. Eigene Wünsche, Träume und Verlangen eingeschlossen. Diese Dinge / Personen gehören einem eh nicht.

      Das ist sehr schwer. Wenn man es schafft nur ein paar Dinge Loslassen ist man gut.

      @DKJH
      Du stellst dir viele Fragen. Die musst du beantworten. Das wird dauern. Wenn du alle beantwortet hast, wird es dir besser gehen. Entweder weil du Lösungen hast, oder weil du es akzeptiert hast. Wäre das nicht sinnvoll in einer Therapie?
    • Alles Loslassen an dem der Geist hängt. Alles loslassen, das man liebt. Alles das einen beschäftigt. Eigene Wünsche, Träume und Verlangen eingeschlossen. Diese Dinge / Personen gehören einem eh nicht.
      Ich lass nicht das Positive los. :shake:

      Habe heute mit meiner EFH gesprochen darüber, sie ist ratlos. Ich denke die Behinderung bewirkt, dass ich einen Misserfolg nach dem nächsten einfahre. Ich kann meine Prägungen nur minimal ändern, ich denke das ist realistisch. Also selbst die EFH kann diese Kraft nicht wesentlich verändern. Sie scheitert mit mir und dabei hatte sie ja den Auftrag das zu ändern. Es gibt aber auch einen anderen Punkt noch: die Umgebung. Inwiefern ich nicht zu der passe.

      Ich verstehe was ihr meint, dass ich einem emotionalen Abstand kriegen muss zu der Folter in meiner Kindheit, daran arbeite ich in den Therapien seit Jahren. Dass ich mir neue Gedanken und Verhaltensmuster antrainieren muss.

      Wenn ich ein fröhlicher, positiv denkender Mensch bin, dann kündigen die Efh und die Physio nicht ihren Job.
      Wäre ich ein fröhliches und mich selbstliebendes Kind gewesen, wären mir nicht die Bezugspersonen reihenweise weggebrochen.
      Nächstes Mal glaube ich ganz fest an das Gelingen der Op und dann gelingt die auch.

      In diesen Denkweisen ist bei mir ziemlich der Wurm drin. Hat jemand von euch CBASP mal gemacht?
    • DKJH schrieb:

      Wenn ich ein fröhlicher, positiv denkender Mensch bin, dann kündigen die Efh und die Physio nicht ihren Job.
      Wäre ich ein fröhliches und mich selbstliebendes Kind gewesen, wären mir nicht die Bezugspersonen reihenweise weggebrochen.
      Nächstes Mal glaube ich ganz fest an das Gelingen der Op und dann gelingt die auch.

      In diesen Denkweisen ist bei mir ziemlich der Wurm drin.
      Der Denkansatz ist in sich unlogisch.
      Ich kann noch so fest an das Gelingen einer Op glauben oder mir einreden, das ich jetzt fröhlich bin - da kommen so viele Dinge dazu, die ich nicht willentlich beeinflussen kann. Und dann fühlt man sich bestimmt erst recht als Versager.

      DKJH schrieb:

      Hat jemand von euch CBASP mal gemacht?
      Da habe ich erstmal "googlen" müssen.
      Nein, das kenne ich nicht, es liest sich recht interessant.
      Kennst Du den Moment nach einer Diskussion, wenn Dir die ganzen Dinge einfallen, die Du hättest erwidern können?
    • es kommt nicht darauf an, was dir passiert, sondern wie du damit umgehst. Wie du die Probleme angehst und löst. Du kannst die Welt und die Menschen nicht ändern, nur dich selbst, deine Erwartungen und deine Perspektive. Als mir jemand solche Sachen vor zehn Jahren gesagt hat, bin ich noch wütend geworden. Jetzt weiss ich, dass es stimmt.
    • DKJH schrieb:

      Wenn ich ein fröhlicher, positiv denkender Mensch bin, dann kündigen die Efh und die Physio nicht ihren Job.
      Ich hoffe für Dich dass Du den Unsinn nicht ernsthaft glaubst. Es ist wirklich problematisch wenn man denkt alles was passiert habe etwas mit einem selbst zu tun.

      Ein Mensch der so denkt neigt dazu sich ständig angegriffen zu fühlen.

      Du bist nicht der Nabel der Welt (RW) es dreht sich nicht alles um Dich. Wenn die Efh etwas anderes vorhat, umzieht, oder so, und die Psysio einen anderen Job hat dann hat das nichts mit Dir zu tun.

      So wichtig bist Du sicherlich nicht für diese Leute dass sie extra deinetwegen kündigen.

      Wenn man sich selbst zu wichtig nimmt denkt man alles um einem herum passiert nur wegen einem selber.

      Auch ein glücklicher gesunder Mensch hat Pech, er wird diese Dinge aber ganz anders wahrnehmen auf Grund seiner positiven Stimmung. Wer wenig Positives erlebt oder gerade in einer schwierigen Situation ist nimmt dieselben Ereingnissse ganz anders wahr und bewertet sie auch ganz anders.

      Satureja Antares schrieb:

      es kommt nicht darauf an, was dir passiert, sondern wie du damit umgehst. Wie du die Probleme angehst und löst.
      So ist das.

      Dieses ganze Gerede von Karma halte ich für religiösen Unfug.
    • Nach einigen Theorien geht "Karma" geht davon aus dass es eine Art "übergeordneter Gesamtseele" gibt, von der das Ego, dass man im realen Leben hat, nur einen Teil bewusst wahrnimmt.

      Verschiedene Ansätze, von Rosenkreuzern bis Buddhismus sagen, das Ziel eine jeder Seele sei, sich wieder mit dem Göttlichen zu vereinigen/ins Nirwana aufzugehen oder wie auch immer man diesen immerseeligen Zustand nennen will.

      Warum sich manche Seelen aus diesem "göttlichen" mal abgetrennt haben, dazu gibt es verschiendene Theorien.

      Nach diesen Ansätzen sucht sich die übergeordnete Seele Eltern, die einem ein Leben "bieten", dass es einem ermöglicgt, genau DIE Lernerfahrungen zu machen, die nötig sind, um sich weiter zu entwickeln in Richtung Nirwana/Göttlichkeit (oder Pefektion :d ).

      Dazu werden die Lernerfarungen früherer Leben unbewusst mitgegeben, und dann die neuen Aufgaben beschlossen - und zwar von er Seele selbst. Bewältigt man sie, dann kommen die weiteren für dieses Leben vorgesehenen, bewältigt man sie nicht, dann wiederholt sich das Muster immer wieder - und die nichtbewältigeten Aufgaben werden dann in das nächste Leben als "wiederhole" mitgenommen.

      Diese Theorie erscheint mir zumindest logischer als die "Karma als Strafe"-Theorie. Strafen schaffen ja keine EIN-Sicht, sondern sorgen maximal dafür, dass man auf von anderen "gewünschtes Verhalten" konditioniert wrd, bzw man versucht, Strafen zu vermeiden, und sei es, sich vor etwas zu drücken, zu verheimlchen, zu lügen usw.
      Dazu die Realität: WENN Strafen etwas bringen würden, dann hätten wir einen friedlichen Planeten mit friedlichen Menschen.

      Meine Erfahrung ist, immer wenn ich ein sich wiederholendes frustrierendes "Muster" bei mir erkannt hatte, und dann ein neues "bastelte", lösten sich "plözlich" Probleme - äußerlich UND in mir - die bisher unlösbar schienen, wie von selbst.
      Insofern passt die positive Karma-Theorie eher zu dem, was ich so erlebt habe.

      Allerdings habe ich wohl immer noch einige Muster, die ich einfach nicht sehe, um sie aufzulösen :d
      Sachlichkeit ist meine Ausdrucksweise von Liebe
      Warnung allgemein: Ohne Subtext! Versuche von Subtext werden gesondert kenntlich gemacht.
    • Lilith schrieb:

      DKJH schrieb:

      Hat jemand von euch CBASP mal gemacht?
      Da habe ich erstmal "googlen" müssen.Nein, das kenne ich nicht, es liest sich recht interessant.
      Ich weiß nicht so recht - mir gefällt das Konzept nicht so gut.

      Zitat: Negative Verstärkungsmethoden werden als wesentliche Motivationsstrategie genutzt, um Verhaltensänderungen zu ermöglichen.


      Solche Sätze machen mir zwar nicht direkt Angst, aber ein ungutes Gefühl.

      Satureja Antares schrieb:

      es kommt nicht darauf an, was dir passiert, sondern wie du damit umgehst. Wie du die Probleme angehst und löst.
      Es kommt auch darauf an, wie du bewertest, was passiert. Als Menschen tendieren wir dazu, negative Dinge auf uns zu beziehen, als unser persönliches Versagen zu betrachten, selbst wenn das objektiv nicht stimmt. Wenn wir uns davon lösen können, machen wir uns nicht mehr selber klein und sabotieren uns nicht mehr.
      ~ Mir egal - ich bin ein Einhorn. ~
    • Im Moment sehe ich den Knackpunkt darin, dass ich in dem Moment, wo es in einer Sache nicht weiter geht und ich mir sage: Wenn es so nicht klappt, werde ich einen anderen Weg finden, keine Ahnung habe wie. Ich hatte nur eine Erzeugerin als Vorbild, die mir immer vorgelebt hat zu scheitern. Ich habe heute die EFH auch gefragt, was machen denn die anderen Menschen? Wie verhalten die sich, wie denken die in solchen Situationen, so dass die am Ende einen Erfolg haben. Mir fehlen soziale Kontakte, ich bin völlig isoliert aufgewachsen. Ich denke da beißt sich Katze in den Schwanz, weil vieles durch Interaktion aktiviert wird. Ich kann mich nicht vergleichen auf Gefühlsebene, nicht im Positiven konkurrieren, mich motiviert keiner, ich kriege keine emotionale Belohnung, kann andere nicht imitieren, weil ich sie nicht spüre.
      Nunja, das wird großes Thema werden in der Therapie.
    • Du wartest auf Motivation, Belohnung und Anerkennung durch andere. Und das auch noch in Konkurrenz zu anderen.

      Wie wäre es, wenn du einfach mal nachsiehst, was du mittlerweile hinkriegst, dass vorher nicht mal nicht klappte und dich selbst dafür anerkennst?

      Negativ-Vorbilder zeigen einem zwar wie man es NICHT machen soll, was man statt dessen machen könnte ergibt sich daraus aber nicht.
      Und sie pflanzen einem in der Zeit, als man sich nicht dagegen wehren konnte, eine negative Botschaft zu siich selbst ein, die man dann doch irgendwie glaubt. Und sich dann bei ANDEREN beweisen will, dass das nicht so ist, aber dieser "Glaube" sitzt ja tief in einem drin.
      Insofern kann keine Anerkennung von außen das "heilen", das muss man IN sich machen und zwar selbst.
      Ega wiee gut man was hinkriegt, IN einem ist diese Botschaft, dass es nie gut und schon gar nicht gut genug ist - diese alte Botschaft des Negativ-Vorbildes, das dann natürlich immer weiter bestätigt wird, wenn irgendwas schief geht oder andere einen kritisieren.

      Ein Weg da raus:
      1) Wie will ich sein?. Was sind die Zwischenschritte. Zwas sind die zwischenzwischenschritte usw. und die dann angehen
      2) Abeit mit dem Konzept des "Inneren Kindes".
      3) Bei sich selbst jeden noch so kleinen Fortschrtt annerkennen zu lernen. Einfach weil es mehr ist, als vorher gelang.
      Sich also mit sich selbst vergleichen, nicht mehr mit anderen. Und auch mal loben :)
      Sachlichkeit ist meine Ausdrucksweise von Liebe
      Warnung allgemein: Ohne Subtext! Versuche von Subtext werden gesondert kenntlich gemacht.
    • Neu

      hilfreich könnte für dich auch sein, die Opfer Rolle abzulegen und Verantwortung für dein leben zu über nehmen.
      Stell dir einfach vor, das ist ein Computerspiel
      und du hast dir eben nicht den einfachen Barbaren Krieger erstellt, der mit seiner Axt alles nieder mäht, mit seiner dicken Rüstung nahezu unverwundbar ist und nur so durch die level rauscht,
      sondern einen Magier, mit seiner stoffrobe ist er verletzlich und mühsam muss er die komplizierten Zaubersprüche lernen und alles ist schwieriger und dauert länger.
      Ja, der Krieger hat es viel leichter als du. Aber es ist dein Spiel, du hast es dir ausgesucht
      und in der Ecke hocken und seine klassenwahl in Frage zu stellen, bringt keine Erfahrungspunkte.
      Nimm quests an und erledige sie, so gut du kannst.
      Und wenn du immer wieder scheiterst , lies den Text nochmal oder nutze die Hilfe Funktion
      Es ist Wahnsinn immer wieder dasselbe zu versuchen und andere Ergebnisse zu erwarten ( Albert Einstein)
      Also wenn der questgeber deine wolfs pelze nicht will, die du ihm immer wieder anschleppst, obwohl er Kürbisse verlangt, ist nicht der questgeber schuld, sondern du.

      Meine Gedanken zu dieser verrückten Welt, mir hilft das und ich muss mich viel weniger aufregen :-D