Auditive Wahrnehmungs/Verarbeitungsstörung - wie wurde das vor 20 Jahren diagnostiziert?

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    • Auditive Wahrnehmungs/Verarbeitungsstörung - wie wurde das vor 20 Jahren diagnostiziert?

      Hallo zusammen,

      Vielleicht kann mir wer weiterhelfen.
      Mama hat mal ganz tief im Gedächtnis gekramt und meint, bei mir wurde als Kind eine avws diagnostiziert.
      Allerdings über eine Kinderpsychologin/Psychiaterin.
      Soweit ich weiß, wir das audiometristisch (?) diagnostiziert, solche Untersuchungen hatte ich als Kind definitiv nicht.

      Wisst ihr, ob das früher (vor 20jahren ca) auch Psychologen gestellt haben?
      (Ich weiß auch nicht, ob das zutrifft - ca 1/4 der Problematik habe ich, 3/4 nicht)

      Grüße!
    • Koralle schrieb:

      Wisst ihr, ob das früher (vor 20jahren ca) auch Psychologen gestellt haben?(Ich weiß auch nicht, ob das zutrifft - ca 1/4 der Problematik habe ich, 3/4 nicht)

      In meinen Unterlagen von 1984 wurde eine "auditive Wahrnehmungsstörung" genannt. Wer diese Diagnose allerdings stellte, geht aus den Unterlagen nicht hervor.
      Diagnostiziert - immer noch ein komischer Vogel ;)
    • Weiß hier jemand zufällig, was man heute tun kann, wenn man eine solche Verarbeitungsstörung bei sich vermutet? Wohin müßte ich mich wenden, um das abklären zu lassen? Hat jemand Erfahrungen mit entsprechenden Untersuchungen/Diagnosen? Ich bin gerade einfach zu platt/überreizt, um intensiv zu recherchieren :oops:

      Ich habe auf der Seite einer Selbsthilfegruppe die folgende Liste gefunden:


      AVWS Selbsthilfegruppe schrieb:



      Mehrere der folgenden (oder auch andere, mir nicht bekannte) Kriterien müssen zutreffen:
      1. Eingeschränktes Erkennen von unterschiedlichen Lauten
      2. Die Auditive Merkspanne ist verringert (Das Kurzzeitgedächtnis für Gehörtes ist schwach)
      3. Das Nachsprechen unbekannter Silbenfolgen fällt sehr schwer
      4. Die Trennung von Nutz- und Störschall ist nur bei geringem Störschall möglich. Mit anderen Worten:
        • in einer lauten Umgebung – wie z. B. einer Klasse mit vielen Kindern oder aber in einer Turnhalle mit viel Hall – ist das Heraushören des gesprochenen Worts aus dem Umgebungslärm nicht möglich.
        • In Räumen mit viel Hall – wie z. B. einer Turn- oder einer Schwimmhalle – ist das Verstehen des gesprochenen Worts kaum möglich.

      5. Schwierigkeiten des Erkennens, aus welcher Richtung ein Geräusch kommt.
      Aber Achtung: Das Ohr muss fehlerfrei arbeiten

      Das trifft alles auf mich zu, und mein Gehör selbst funktioniert tadellos (vor kurzem erst getestet). Aber der Rest ist wirklich ein Problem, gerade jetzt an der Uni. Manchmal merke ich auch, daß ich etwas Gesagtes zwar höre, aber es einige Sekunden dauert, bis die Bedeutung im Gehirn "ankommt". Dann frage ich erst einmal "Wie bitte?", und zwei Sekunden später macht es dann doch "Klick" - meist genau dann, wenn mein Gesprächspartner dazu ansetzt, seine Aussage zu wiederholen :oops:
      Так! я буду крізь сльози сміятись...

      Achtung: Benutzer kann sich nicht "kurz fassen" :oops:
    • Hallo.

      Ähhh... Ich habe GENAU diese Symptome (auch das mit dem verzögerten Verstehen!). War schon zig mal beim HNO, u.a. einem Gerichtsgutachter. Und da wurde nur gesagt: Gehör arbeitet gut (dieser Ton-Test), Rest interessiert die nicht.

      Ich habe gerade heute ein HNO Termin.. Da werde ich den mal genau dazu fragen.
      Keine Diagnose - wohl doch NT
    • Geist schrieb:

      Hallo.

      Ähhh... Ich habe GENAU diese Symptome (auch das mit dem verzögerten Verstehen!). War schon zig mal beim HNO, u.a. einem Gerichtsgutachter. Und da wurde nur gesagt: Gehör arbeitet gut (dieser Ton-Test), Rest interessiert die nicht.

      Ich habe gerade heute ein HNO Termin.. Da werde ich den mal genau dazu fragen.
      Toll. Ich habe den HNO gesagt, dass die Diagnose genau meine Probleme beschreibt und jetzt habe ich eine Überweisung an die "Phonotrie" (oder so, ich kann die Handschrift nicht decryptieren) in der "Klinik für Kommunikationsstörung".
      Keine Diagnose - wohl doch NT
    • Also bei mir wurde das als Kind beim Psychiater festgestellt.
      Der HNO wusste nicht mal, was das sein soll, als ich ihm davon erzählte. :roll:
      >>Die sittliche Freiheit macht allein den Menschen erst in Wahrheit zum Herrn über sich selbst; denn der Trieb der bloßen Begierde ist Sklaverei und der Gehorsam gegen das Gesetz, das man sich selber vorgeschrieben hat, ist Freiheit.<<

      Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778), Genfer Schriftsteller, Philosoph und Pädagoge; wichtiger Wegbereiter der Französischen Revolution
    • dead schrieb:

      Und woher wusstest du es?
      Weil ich die Unterlagen gelesen habe?
      >>Die sittliche Freiheit macht allein den Menschen erst in Wahrheit zum Herrn über sich selbst; denn der Trieb der bloßen Begierde ist Sklaverei und der Gehorsam gegen das Gesetz, das man sich selber vorgeschrieben hat, ist Freiheit.<<

      Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778), Genfer Schriftsteller, Philosoph und Pädagoge; wichtiger Wegbereiter der Französischen Revolution
    • Cloudactive schrieb:

      Also bei mir wurde das als Kind beim Psychiater festgestellt.

      Cloudactive schrieb:

      Der HNO wusste nicht mal, was das sein soll, als ich ihm davon erzählte.
      Es handelt sich nicht um denselben Vorgang, @dead .
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert?"
      (Schrödinger lässt grüßen :) )

      ‚Der häufigste Fehler liegt in der Annahme, dass die Grenzen unserer Wahrnehmung auch die Grenzen des Wahrzunehmenden sind.’
      C.W. Leadbeater