Infos und Gesprächspartner/innen zur Nutzung digitaler Technologien im Alltag gesucht

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    • Happy to be wrote:

      Wer aus seiner subjektive Sicht meint, die Probleme anderer kleinreden oder abwerten zu können, hat sein eigenes "wirklich schlimm" noch gar nicht erlebt.
      Ist nur so, dass es darum überhaupt nie ging.
      Bzw. eher andersrum. Da der Kontext überlesen wurde, wurden die Probleme von Kannerautisten kleingeredet und mit den Problemen Hochfunktionaler gleichgesetzt.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Hier hat niemand die Probleme von Kannerautisten kleingeredet!

      Aber dass es für geistig behinderte Menschen - was ja die meisten Kanner-Autisten sind - schwierig ist, einen Arbeitsplatz auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden, dürfte wohl auf der Hand liegen!

      Es las sich nur so als sei ein IQ über 150 oder so fast schon ein Garantieschein für Beschäftigung ungeachtet sämtlicher Autismussymptome.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Shenya wrote:

      Happy to be wrote:

      Wer aus seiner subjektive Sicht meint, die Probleme anderer kleinreden oder abwerten zu können, hat sein eigenes "wirklich schlimm" noch gar nicht erlebt.
      Ist nur so, dass es darum überhaupt nie ging.Bzw. eher andersrum. Da der Kontext überlesen wurde, wurden die Probleme von Kannerautisten kleingeredet und mit den Problemen Hochfunktionaler gleichgesetzt.
      Kanner-Autisten haben andere Probleme, die Hochfunktionale vielleicht dann ein bisschen nachempfinden und "hochrechnen" können, wenn es sie mal in eine Depression oder PTBS "gehauen ha"t, sich ganz viel abschaltet, dann funktioniert auch nichts mehr in velen Bereichen.
      So wie manche Nicht-Autisten danach mehr Verständnis über Autismus allgemein haben (Stichwort z.B. Reizüberflutung, Empfindlicheiten. Zitat einer Freundin heute aus früheren Zeiten "Ich erinnere mich noch, wie das bei mir war, wenn ich denke, dass das nie mehr weggegangen wäre....)

      Man muss schon etwas Ähnliches erlebt haben, um da etwas Verständnis dafür zu gewinnen, und die Fähgkeit, das weiter zu denken.

      Dazu kommt auch, dass einem Probleme anderer, wo man selbst Ansätze für Lsungen sieht, weniger schlimm vorkommen - einfach weil man DA Löungen sieht, und für sich selbst nicht. (Helferkomplex beruht auch darauf, das eigene Elend wird dann halt nur dazu noch damit verdrängt.

      Ebenfalls sieht man in der eigenen emfundenen Hilflosigkeit immer auch die Hilfe, die der andere beommt, und denkt, dass der sich deswegen besser fühlen müsste - nur das der ka aufgund der Hilfe, diie er "selbstverständlich" hat und an die er gewohnt ist, sich wiederum nicht vorstellen kann wie es ohne ist - und sich zu seinen "ich hab dafür keine Lösung"-Problemen schlecht fühlt, das nicht verstehen kann.

      Letztendlich stehen sich dann zu ihren jeweiligen Problemen Hlflose sich gegenüber und diskutieren das gegeneinander aus, anstatt gemeinsam zu überlegen, wie das, was dem einen an der einen Stelle geholfen hat, auch dem anderen an ähnlicher Stelle helfen könne.
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • Wenn wir auf das Thema Technik zurückkommen wollen aber hierbei nun wirklich über Kanner-Autisten reden wollen, dann könnten wir ja auch über die technischen Hilfsmittel reden, die Kanner-Autisten und anderen Menschen mit sehr starken Autismussymptomen (also z. B. solche, die sich in nicht sprechen äußern) zugute kommen. Es gibt zum Beispiel doch sicher so IPad-Programme und Sprachcomputer, die Kannern mitunter zugute kommen als Kommunikationsassistenz. Kennt sich da jemand näher aus? Habe das nicht mehr so ganz im Kopf. Die gibt es zum Teil allgemein für stark behinderte nicht-sprechende oder eingeschränkt kommunikationsfähige Menschen. Gibt es sicher auch mit auf Symbole klicken und so.
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    • Ich geh da jetzt nicht mehr drauf ein, da sich die Diskussion sonst ewig im Kreis dreht. Habe bereits einen neuen Ansatz zur Weiterführung des Threads vorgeschlagen, siehe oben.
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    • Mal eine Nicht-technische Frage.
      Als ich damals etwas Gebärdensprache lernte gefiiel mir die Direktheit der Kommunikation. Ich empfand das damals als erlicher, weil über die Bewegungen und die Körpersprache mehr von der Stimmung abzulesen war. Eine Geste konnnte, je nachdem wie sie ausgeführt wurde, gleich die Gefühlsadjektive mit-trasportieren.
      Vielleicht auch ein Weg, zu kommunizieren?

      Bei einem Mädchen, das an einer Sonderschule war, weil sie eine Alexie hatte, versuchte man es mit Braille-Schrift, es schien damals erste Erfolge zu haben, aber wie es dann wirklich weiter ging, weiß ich nicht.

      Ich denke, viel von dem, was im Einzelfall hilft, hängt u.a. auch von individuellen Lerntyp ab.
      Also, technische oder andere Hilfsmittel, die mal auf eher visuelle, eher auditive oder eher haptische Lerntypen abgestimmt sind.
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • Wir hatten schon einen Thread zum Thema Gebärdensprache und ein nicht-Technik-Topic gehört auch nicht in den Thread zum Thema Technik. Mein Kommentar dazu daher nur in Kurzversion: Hatte mal nen Kurs angefangen aber der Lehrer war selber stumm und hat daher nichts übersetzen können und nur wenig als Übersetzung angeschrieben, wobei manchmal dann auch der Bezug nicht ganz klar war. Und den einen Typ, der hätte dolmetschen können, hat er aus dem Kurs geworfen, weil seine Geärdenkenntnisse zu gut waren! :( Lange Rede kurzer Sinn: Der Lehrer hat versucht uns mit der Immersionsmethode zu unterrichten, so als könnte ich aus seiner Körpersprache ablesen, wovon er redet, und das konnte ich eben NICHT! Habe also ständig nicht kapiert worum es geht im Unterricht und somit auch nichts gelernt und das war nur frustrierend. Die anderen konnten vermutlich mehr intuitiv erschließen aus seiner Mimik und Gestik aber ich brauche klare Angaben und nicht nur Vermutungen, was gemeint war, die dann gar nicht mal selten auch noch falsch waren und oft war ich auch gänzlich ahnungslos oder habe es viel zu spät rausgefunden, wenn wir eigentlich schon üben sollten. Gebärdensprache nach der Immersionsmethode zu lernen funktioniert für mich absolut NICHT und denke auch es dürfte für viele Autisten schwer sein.

      Zudem sind meine Finger nicht lang und/oder beweglich genug, um manche der Bewegungen überhaupt nachahmen zu können. Um z. B. den einen Finger weit genug über den anderen zu schlagen, müsste ich mit der anderen Hand nachhelfen, was aber nicht möglich ist, da man meist beidhändig kommuniziert und so jede Bewegung eine Bedeutung hat.

      Der Lehrer hatte auch Videos und wir hatten auch ein Lehrbuch. Hätten wir uns im Unterricht genauer ans Buch gehalten oder hätte er mehr mit den Videos gearbeitet oder Powerpoints vorgeführt oder irgendwas, wo wirklich die Übersetzung dabeisteht, hätte es mir mehr gebracht.

      Ich weiß noch davor hatte ich mal ne Unterrichtseinheit woanders in so einer Art vereinfachter Gebärdensprache für geistig Behinderte (die sich wohl teils auch für Kanner eignen könnte, allerdings nur einzelne Wörter enthält und keine vollständigen Sätze sozusagen). Da wurde es von Sprechenden unterrichtet und entsprechend lernte ich innerhalb weniger Stunden um ein vielfaches mehr Wörter als ich bei dem anderen erwähnten Kurs nach mehreren Sitzungen kannte.

      Aber es gibt schon viele Kommunikationsmöglichkeiten für nicht sprechende Autisten. Darunter auch Bildkarten (PECS etc.) und situatives Sprechtraining usw. Aber gehört auch nicht hier in den Thread wie gesagt, hier geht es nur um technische Unterstützung. Was anderes ist es dann wiederum, wenn es technologisierte Bildkarten sind wie in diesem Beispiel:

      autismus-kultur.de/autismus/ko…iew-mit-lisa-domican.html

      Es gibt auch andere Apps wie zum Beispiel welche, die Autisten helfen sollen, Gefühle bei anderen Leuten zu erkennen, aber das scheinen mir eher unausgereifte technische Spielereien zu sein bislang.
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      The post was edited 1 time, last by Lex ().

    • Lex wrote:

      Es gibt zum Beispiel doch sicher so IPad-Programme und Sprachcomputer, die Kannern mitunter zugute kommen als Kommunikationsassistenz. Kennt sich da jemand näher aus? Habe das nicht mehr so ganz im Kopf. Die gibt es zum Teil allgemein für stark behinderte nicht-sprechende oder eingeschränkt kommunikationsfähige Menschen. Gibt es sicher auch mit auf Symbole klicken und so.
      Ich kenne mich damit etwas aus, zumindest für Smartphone und Tablet. Ich nutze einige davon, wenn ich nicht sprechen kann. Ich erwähnte das auch schon auf Seite 2 im Thread. Es gibt da z.b. Text-to-speech Apps, die getippten Text laut vorlesen oder groß anzeigen. Oder auch Apps / Programme (Stichwort "Augmentative and alternative communication (AAC)" aka Unterstützte Kommunikation mit Kommunikationstafeln, Sprachcomputer etc.), die Text oder Pictogramme laut vorlesen, teils auch welche, die aus Symbolen, Pictogrammen oder selbst eingestellten Fotos ganze Sätze zusammenstellen lassen und in gewählten Stimmen (Stimmhöhe, Geschwindigkeit etc.) dann vorlesen. Genauso gibt es das natürlich auch zur Kommunikation von Krankheitssymptomen oder Gefühlen etc.
      Man kann sich auch Aufnahmen von häufigen Sätzen wie "Ich verstehe die Frage nicht." oder "Ja, danke" etc. einspeichern, um sich lästige Wiederholungen zu sparen oder z.B. für Notrufe eine Aufnahme machen, die den Namen, die Adresse, die Sprachbehinderung etc. zweimal laut vorliest, und man hält das dann an den Hörer. Genauso gibt es Apps, die per Textnachricht die Polizei alarmieren für Menschen, die nicht hören / sprechen o.ä. können.

      The post was edited 1 time, last by Mark_Twain ().

    • @Lex
      bei so einem Lehrer hätte (und habe) ich nach den ersten 10 Minuten die Veranstaltung für immer verlassen.
      Ich braucch es übersetzt und auch kleinschrittig zerlegt. Da hatte ich wohl mehr Glück.

      Technisch würde mich eher interessieren, wie man eine Art Hilfe- und Trainingsprogramm entwickeln könnte, DMIT man überhaupt mit der TEchnik klarkommt. Ich scheitere schon daran "Apps" bei mir aufzuspielen, geschweige denn die oder PC Programme zu bedienen, weil so viel selbstverständlich vorausgesetzt wird.
      Bevor ich halbwegs kapiert habe, was man überhaupt damit mechen kann bzw wie das geht, ist alles schon veraltet, wird nicht mehr unterstützt oder die Techniil ist kaputt.

      Und es gibt nicht so viele Leute, die echten Technik-Dummies was erklären können, meist verstehe ich ja nicht mal da die erste Antwort...und die müsste man aj auch erst mal finden.

      Es wäre nett, wenn es mal eine selbsterklärende Technik gäbe, die NICHTS an Vorkenntnissen zvoraussetzt.
      Für mich sind diese vielen Voraussetzungen, die man mitbringen muss, etwas, was mich schon behindert, diese Technik nutzen zu können.
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • Ich hab den Kurs auch letztlich nach ein paar Sitzungen abgebrochen. Fand es nur schade. Der Kurs war für mich umsonst, aber hab da so gelitten und meine Zeit verschwendet und es war auch so peinlich für mich gegenüber allen anderen, dass ich so wenig klar kam, dass ich ihn dann auch umsonst nicht mehr wollte.
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    • Mark_Twain wrote:

      Also wer dieses Forum nutzen kann, der kann auch eine App verstehen lernen. Also nur Mut.
      Hast du mitgekriegt, wie akribisch mir @Tiankay das spoilern erklären musste bzw @Nervenbündel, wie man Bilder hochlädt und kopiert - wobei ich das immer noch nicht ganz hinkiege?
      Ein interakives Progamm, das anhand der Dummheit der Fragen erkennt, WO es mit dem Erklären ansetzen muss, und eben einfach einen Schritt zurückgeht, wenn "komisch" nachgefragt wird, DAS wäre was :)

      @Lex
      ich bin schon aus Kursen, die von mir bezahlt waren abgehauen, wenn so unterrichtet wurde. Das war ich mir dann einfach wert :d
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • Du, das mit den Bildern ist ganz einfach. Schau dir nochmal an was ich dir zu BBCodes erklärt habe. Der BBCode für Bilder lautet {IMG} {/IMG}. Zwischen die beiden Kästen kommt der Link zu Bild. Wichtig dabei - Direktlink nutzen. Also nicht den Link zur Seite auf der das Bild zu finden ist, sondern Rechtsklick aufs gewünschte Bild "Grafik anzeigen" und dann den Link aus der Adressleiste kopieren. Was eigene Bilder hochzuladen betrifft - Ich kann dir da imgur.com empfehlen. Da klickst du einfach oben links auf "New Post", dann kannst du deine Bilddateien direkt mit der Maus ins Browserfenster ziehen. Anschliessend klickst du auf den kleinen Pfeil oben rechts in deinem Bild, dort auf "get share Links" und kannst dir da dann direkt einen fertigen BBCode für Copy/Paste ins Forum kopieren. Simpel^^

      Peace
      TK
      Excuse me but I was wrong... :(

      The post was edited 3 times, last by Emkay: Hallo, Techsupport? Ne, ich bin hier nur die Aushilfe ;) ().

    • Happy to be wrote:

      Ein interakives Progamm, das anhand der Dummheit der Fragen erkennt, WO es mit dem Erklären ansetzen muss, und eben einfach einen Schritt zurückgeht, wenn "komisch" nachgefragt wird, DAS wäre was
      Möglich ist das. Das alte Star Office (oder ein anderer Vorgänger von Open Office) hatte eine kontextbezogene Hilfe, die verflixt clever war. Leider gibt es das so nicht mehr.

      Ich habe eh das Gefühl, dass Hilfen in Programmen immer kürzer und unübersichtlicher werden - oder zuviel Vorwissen voraussetzen. Die 10 am häufigsten gefragten Probleme werden beantwortet, beim Rest muss der Anwender schauen, wo er die Information findet.
      ~ Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein. ~