Anders anders - Das Asperger-Syndrom bei Mädchen und jungen Frauen

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    • Da kamen Namen vor?

      Das wiederum habe ich überhaupt nicht mitbekommen.
      Das Leben ist unendlich viel seltsamer als irgendetwas, das der menschliche Geist erfinden könnte. Wir würden nicht wagen, die Dinge auszudenken, die in Wirklichkeit bloße Selbstverständlichkeiten unseres Lebens sind. - Sir Arthur Conan Doyle
    • Ah, achso.
      Das Leben ist unendlich viel seltsamer als irgendetwas, das der menschliche Geist erfinden könnte. Wir würden nicht wagen, die Dinge auszudenken, die in Wirklichkeit bloße Selbstverständlichkeiten unseres Lebens sind. - Sir Arthur Conan Doyle
    • Feli kommt mir durchaus verzogen vor. Die Mutter hat da immer viel zu viel durchgehen lassen. Man muss doch nicht so frech sein. Sind die anderen doch auch nicht. Lisa? Welche war das? Die anderen fand ich fast "normal". Die kleine hat mich sehr an mich erinnert, als ich noch jung war.
    • Ich habe nur den Trailer gesehen und finde alle ungewöhnlich.
      Auch allein schon ihre Stimmen/Betonungen sind irgendwie anders.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Mir ist nichts großartig aufgefallen. Hab die Sendung mit meinem Freund geguckt. Der meinte auch, die seien doch ganz normal.
      Nur Feli mit ihren Befehlston und Besserwisserei sei sehr anstrengend. Mich hat Feli an eine Kommilitonin erinnert. Die wusste auch immer alles besser. Aber nicht ganz so extrem. Bei Feli habe ich den Eindruck, sie hält sich für superschlau, auch wenn sie was nicht weiß und verträgt null Kritik. Das ist schon sehr speziell. Bei den anderen ist mir persönlich nicht viel aufgefallen, außer das sie eben sehr introvertiert wirken. Ich weiß nicht.
    • Ich habe mir die DVDs mittlerweile geholt und angesehen. Vor allem die Zusatzmaterialien finde ich interessant, andernfalls wären mir die 4 Hauptvideos das Geld nicht wert gewesen.

      Was ich sehr interessant fand sind die Unterschiedlichkeiten im Schulalltag. Da gibt es hochintelligente Kinder die als nicht beschulbar gelten und keine Schule besuchen (wie das Mädchen Feli), weil sie sich mit der Erkrankung selbst im Weg stehen (ich denke, dass das Mädchen ganz bestimmt nicht aufmüpfig oder nur "frech" ist, sondern wirklich unter ihrer Erkrankung leidet und aneckt) und dann wieder welche, wie Lisa, die ihren Schulalltag leistungsmäßig perfekt meisterten und mit Abitur abschlossen. Das finde ich erstaunlich, dass man sich in so verschiedenen Bereichen mit dieser Erkrankung selbst im Weg stehen kann, dass es aber offenbar aber auch ganz extrem auf das Umfeld ankommt, wie gut jemand mit Asperger zurechtkommt.

      Ich hatte z. B. bei Feli das Gefühl, dass diese Familie das Thema "Provokation" und "Kampf" unbewusst oder bewusst geradezu anzieht. Ich verstehe nicht, wieso diese Familie so oft auf so ablehnende Pädagogen, Ämter etc. trifft und alles so schlimm ausging (liegt vielleicht an der Wohnregion wobei da ja auch schon mehrere Umzüge über mehrere hundert km vorkamen oder auch am kampfesbereiten Auftreten der Mutter, wobei ich der nicht zu nahe treten will, weil da bestimmt selbst eine Traumatisierung vorliegt), andere wiederum (wie ein Mädchen in den Zusatzbeiträgen) mussten die Familie verlassen, wurden therapeutisch gefördert und das Mädchen konnte dann sogar eine normale Ausbildung beginnen und lebte in einer eigenen Wohnung, obwohl die Einschränkungen mir da auch ziemlich gravierend erschienen, aber eben auf eine andere Art und Weise.

      Es hat mich einfach erschreckt, dass manche so gegen Windmühlen kämpfen müssen und bei anderen ging die Hilfe scheinbar Hand in Hand. Andere wiederum haben trotz der Erkrankung in bestimmten Bereichen gar nicht solche Einschränkungen bzw. können die gut kompensieren.

      Der Film stimmt nachdenklich. Ich wurde z. B. auch traurig bei den Elterninterviews, weil da Eltern dabei waren, die sich sehr viele GEdanken um das Kind machten und man merkte, dass die hinter ihrem Kind stehen, dann z. B. der Beitrag von Lisas Mutter, der mich sehr belastet hat, weil ich da das Gefühl hatte, dass die Mutter eiseskalt ist sich über ihre Tochter und deren Probleme lustig macht und diese nicht ernst nimmt. Und dann der Schwenk zu meinen Eltern, die sich nie dafür interessierten, was mit mir los ist, mich bei keinem PSychologen etc. vorstellten sondern mir früher nur damit drohten, mich ins Heim zu geben wenn ich mich nicht bessere oder in ein Internat.
      Ich denke, dass die Familie einen teilweise mit der Erkrankung auch auffangen kann. Ich fand in den Zusatzbeiträgen die eine Mutter ganz toll, die ihre Tochter so unterstützt hat, dass diese trotz gravierender Einschränkungen und dem Besuch einer Förderschule auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß fassen konnte und dann auf einem Reiterhof arbeitete. Aber eine Chefin wie dort, diei so menschlich ist, gibt es in der heutigen Arbeitswelt auch kaum noch. Ich erlebte diese junge Frau als sehr eingeschränkt durch die Erkrankung und dennoch hatte sie eine Freundin und ein recht normales Leben.

      Insgesamt hatten viele der Mädchen Freundschaften, nur in den Zusatzbeiträgen waren mehr, die auch schwer Kontakte fanden. Das hat mich auch traurig gemacht. Ich habe keine solchen Freundschaften zu Frauen und mir ist das auch vollkommen unmöglich.

      Es ist interessant, wie vielschichtig Asperger ist und so irgendwie werde ich den Gedanken nicht los, ob das wirklich eine einzige Erkrankung bzw. Autismusspektrumstörung sein soll, oder ob das nicht verschiedene andere Erkrankungen sind.
    • Als diese Hauslehrerin mit dem einen Kind darüber diskutierte, warum 5/5 oder 1/1 kein Teilbruch ist (oder so ähnlich) musste ich mich ganz schrecklich aufregen. Das Kind wollte ja diskutieren, es hat etwas hinterfragt, war sozusagen anderen Kindern voraus, die nach Beispielen lernen, sondern hat die Definition hinterfragt und alles was diese Lehrerin sagte war "ich weiß es nicht" bzw. "das ist aber kein Teilbruch" ohne eine Definition zu geben, was ein Teilbruch ist. Wie soll man das kapieren, wenn es nicht definiert wird sondern als Erklärung nur ein Beispiel gebracht wird? Ich bin bei so etwas innerlich früher immer ausgerastet und könnte es auch jetzt noch tun.
      Schade, dass ich nicht mehr genau weiß, wie das mathematische "Problem" bzw. die Begrifflichkeit lautete. Mich hätte die Aufgabe bzw. Erklärung der Lehrerin auch stark irritiert. Meiner MEinung nach war die Lehrerin nicht geeignet. Die war zwar gutmütig und halbwegs geduldig, aber dem Kind in keinster Weise gewachsen oder mit der Erkrankung vertraut.

      Man hätte doch an erster Stelle darauf eingehen müssen, dass es auf die Definition ankommt, was ein Teilbruch ist und warum das Beispil mit 5/5 kein Teilbruch ist (mit einer Begründung).
      Dem Kind langsam beibringen, dass man auf ein Problem mit verschiedenen "Wissensstufen" herangehen kann, dass die Schulbücher für 5. Klässler aber nicht auf dem Niveau einer Studentin geschrieben sind und deshalb manchmal keine Antworten auf komplizierte Fragen liefern. Dem Kind beibringen, dass es zwar intelligent und Recht hat mit seiner Denkweise, dass es bei den Matheaufgaben aber auf so ein tiefgreifendes Verständnis nicht ankommt bzw. diese Denkweise das Lösen der einfach gedachten Aufgaben sogar behindert.

      Ich bin selbst zwiegespalten. Das sind einfach zwei Welten. Da denkt ein Kind mit einem Denkansatz, der nicht erwünscht ist und kognitiv seinen Altersgenossen weit voraus ist, aber wird so dermaßen abgestraft. Das ist einfach nur schlimm.

      Von einer Lehrkraft für Menschen mit ASS hätte ich mir da mehr erwartet. Ich finde es schade, dass ein so intelligentes Kind dann auch noch von der Lehrerin so dämliche Rückmeldungen bekommt, die es weiter aufstacheln bzw. verunsichern. Das bringt doch rein gar nichts.
      Die sollte von einem Studenten etc. unterrichtet werden, der dann auf hohem Niveau einfach diesen Begriff diskutiert, bis klar ist, was die Definition meint. Dann kann das Mädchen auch an seinen Aufgaben rechnen und muss sich nicht an den Widersprüchlichkeiten und offenen Fragen aufreiben.
      Oder man wählt den anderen Ansatz und erklärt auf psychologischer Ebene, warum die Überlegungen zwar logisch richtig sind, Logik und zu viel Nachdenken aber sehr oft hinderlich sind.

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    • Ich wollte den Threat gerade mal wieder ausgraben, weil ich mir inzwischen die DVD auch gekauft habe und in Teilen auch schon angeschaut habe. Ich finde sie auch supergut und freue mich, dass ich durch die den Hauptfilm ergänzende DVDs noch schöne DVD-Abende vor mir habe. Gut finde ich auch das Interview mit Frau Preißmann, die auf die Fragen des Interviewers sehr klar und eindeutig antwortet.

      Von den Mädchen her fand ich mich auch am ehsten bei Sophia wieder - ich liebe heute noch Playmobil und bei Lisa - ich habe auch studiert und mal eine pferdegestützte Therapie gemacht. War ziemlich cool, also letzteres. (Das Studieren aber auch.)
      Surprised by the joy of life.