Bericht vom Diagnosegespräch plus Frage

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    • @Question Mark

      Hast du vor, nochmal Frau Dr. Falter Wagner zu kontaktieren und das diagnostische Gespräch mit ihr fortzuführen oder ziehst du es vor, eine andere Adresse für die Diagnostik aufzusuchen? Das Gespräch bei Falter Wagner in der UK Köln lief bei mir auch sehr "holprig" ab. Sie hatte mir gegenüber zwar keine Indizien genannt, die gegen eine ASS sprechen, aber sie sagte, sie sehe bei mir lediglich "autistische Züge", sodass eine ASS wahrscheinlich ausgeschlossen werden könne. Das hatte mich so sehr verunsichert, dass ich in diesem Moment dachte, ich hätte mich da reingesteigert und mir die Symptome nur eingebildet. Ob sie tatsächlich Zweifel hatte oder sie mich gezielt verunsicherte, kann ich nicht sagen. Das Ergebnis der Diagnostik war dann zwei Termine später eine Positiv-Diagnose. Was ich dir letztendlich damit sagen will, ist, dass die Benennung einiger Indizien gegen eine ASS, wie es bei dir der Fall war, womöglich nicht zwangsläufig zu einem endgültigen Ausschluss einer ASS geführt hätte. Ich kann mir vorstellen, dass Falter Wagner bei vielen ihrer Patienten so vorgeht um ihre Reaktionen zu testen.
    • Grübler_1988 wrote:

      Was ich dir letztendlich damit sagen will, ist, dass die Benennung einiger Indizien gegen eine ASS, wie es bei dir der Fall war, womöglich nicht zwangsläufig zu einem endgültigen Ausschluss einer ASS geführt hätte. Ich kann mir vorstellen, dass Falter Wagner bei vielen ihrer Patienten so vorgeht um ihre Reaktionen zu testen.
      Das denke ich auch. Vor allem verstehe ich nicht: Was ist so schlimm daran, wenn Indizien gegen eine ASS angesprochen werden? Man ist ja bei einer Diagnostik um etwas, in diesem Fall eine ASS, abzuklären und nicht um sie bestätigen zu lassen. Meines Erachtens sollte eine Diagnostik auch auf einer Abklärung bzw. eines Versuches etwas auszuschließen basieren und nicht auf dem Versuch etwas zu bestätigen. Jemand, der ein Diagnostik-Verfahren gänzlich abbricht (nicht die einzelne Sitzung und auch nicht, wenn es echte Beleidigungen gab) und wo anders hingeht, der zeigt - meines Erachtens, dass er kein Vertrauen in die Kompetenz des Arztes hat, weil er meint, er würde es selber besser wissen. Und im Grunde nur eine Bestätigung des Verdachts wollen.

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    • SpFLeedY wrote:

      meines Erachtens, dass er kein Vertrauen in die Kompetenz des Arztes hat, weil er meint, er würde es selber besser wissen. Und im Grunde nur eine Bestätigung des Verdachts wollen.
      So etwas kann es geben, ist aber nicht zwingend der Grund eines Abbruchs. Man kann auch eine Person einfach sehr unsympathisch finden, oder sich sehr unwohl fühlen und dann hat eine solche Diagnostik, wo es ja um sehr persönliche Dinge geht, vielleicht auch nicht viel Sinn. Misstrauisch würde ich eher werden, wenn jemand immer wieder einen Abbruch macht, weil eine Negativdiagnose droht. Aber 1 mal den Arzt zu wechseln, weil man sich dort unwohl oder von ihm völlig unverstanden fühlt - das ist ja auch etwas, was man bei ganz gewöhnlichen Krankheiten machen würde, wenn einem die Begegnung mit dem Arzt nur quälend vorkommt.
    • @SpFLeedY

      du schreibst "Und im Grunde nur eine Bestätigung des Verdachts wollen."

      Noch vor zwei Monaten hätte mich so ein Satz maximal getriggert und in Verzweiflung gestürzt, jetzt sind die hockommenden Tränen nur Anzeichen, dass der Trigger noch immer da ist.

      Wenn man sein Leben lang als " nicht normal" bezeichnet wurde, "die falsche Art" hatte, keinerlei Hilfen, immer wieder die Kommunikationsprobleme, die Missvverständnisse, die tausende versuche, sich verständlich zu machen oder überhaupt zu kapieren, was die anderen von einem wollen - immer wieder falsch sein, allerdings mit dem Anspruch und vor allem dem Selbstanspruch, es doch können zu MÜSSEN

      Stell dir vor, man würde dich morgen in einer fremden Stadt auf die Straße setzen,dein Wissen darum, Aspie zu sein löschen, alle deine Hilfskontakte wären weg, und entweder du "reißt dich zusammen" und passt dich an, oder du verhungerst in irgend einer Ecke. Und das als die einzige Alternativen. Entweder oder.

      Also überlebst du irgendwie, ast dich an, schaust ab, kompensierst, bist oft verzweifelt und erschöpft, weil es dir immer wieder nicht gelingt - denn eigentlich müsstest du doch das alles können - irgendwann ist die Kraft weg.

      JETZT erst beginnst du, nachdem andere Hilfsangebote alle nicht greifen, du keinen grund finden kannst, warum du selbst unter den anderen Diagnosen WIEDER dieses "nicht normal/falsche Art" erlebst, durch Zufall oder Hnweise anderer zu recherchieren.

      Entdeckst, da gibt es etwas, das so absoltut ähnlich klingt. Liest Geschichten, die deiner bis in die Gedanken gleichen. Bekommst Erklärungen, die ENDLICH mal logisch sind, dir auch dch erklären.

      Dumm nur, deine Geschichte entsprich in vielen Dingen kein bisschen dem, was hier erwartet wird (du hast ja alles mögliche versucht mit aller Gewalt gegen die eigenen Schwächen), und du verhältst dich auch hier wieder nicht nach den "klassischen" Merkmalen, die ja auf dem beruhen, was man bei Frühdiagnostizierten, DIE Hilfen bekommen, zu sehen bekommt.

      Erst bist du ein Alien, dann bist du irgendwann frohh zu sehen, da gibts andere von meiner Sorte, ABER die sagen "du bist kein richtiges Alien" und dann sagen die Aliendiagnostiker "du bist kein Alien".

      Es geht, wenn man sich selbst mittlerweile sicher ist, bei so etwas um nichts weniger als die Anerkennung der eigenen Identität MIT diesen "autistischen Zügen".
      Endlich einen inneren Namen haben, der stimmt, der sich richtig anfühlt, der bleibt und auch anerkannt wird und so alles was in einem ist zu EINEM zusammengeführt wird.

      Ansonsten bleibt nämluch nur wieder dieses unverselle "von von der falschen Art".

      Oder wie mein Vater das zusammenfasste, due bist nicht, du kannst nichts, du bist nicht richtig, due bist lebensunfähik, mit die kannn NIEMAND zurechtkommen, mit deiner Art - du landest mal in der Gosse....

      Ich schwanke immer wieder, ob ich mir diesen Diagnoseprozess antun soll.
      Ob ich sowas aushalten würde. Heute nicht.
      Hier die falsche Art, da auch - und sonst überall auch. Immer falsch.

      Und irgedwie muss ich gerade an die Flüchtlinge denken, die es sicher irgend wo hin geschafft haben, und sich dann über später kommende beschweren, da Grenzen fordern, niedere Motive unterstellen....

      wer im sicheren hafen der Diagnose sitzt, sollte sich bewusst machen, wie es wäre, so zu sein, OHNE eine zu haben und dann auch noch zu hören zu bekommen "So wie du bist passt das nciht in die "Kriterien" - weg mit dir.

      Denn DANN ist da gar keine Hilfe mehr, nicht mal mehr eine kleine emotionale, an der man sich ein bisschen innerlich aufrichten kann, das man eben so ist für manches nichts kann, was da so schiefgelaufen ist - und der ganze Scheiß, den man sein Leben lang hatte mit dem anders und falsch und unfähig geht dann bis in alle Ewigkeit weiter.....

      ach, es ist einfach zu Kotzen...
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • @Nalc Eine Diagnostik ist keine Therapie. Das heißt bei der Diagnostik, werden bestimmte Sachen abgefragt, es kommt zu einer Anamnese und auf Grund der Fakten, wird geschaut, ob bestimmte Kriterien erfüllt werden. Neben dem verbalen Inhalt ist auch noch das nicht abgefragte - das Verhalten wichtig. Der zu Diagnostizierende hat nur die Aufgabe zu antworten, gegebenenfalls nachzufragen, wenn er was nicht versteht. Ob er auf Aussagen eingeht oder nicht bleibt ihm selbst überlassen. Ich glaube, die Diagnostik wird in ihrem "Wesen" überbewertet, denn es geht nicht prinzipiell um verstehen, einfühlen, nachvollziehen, dem Patienten aktiv beistehen und helfen. Es geht um Fakten, die vorherrschen und wenn sie unschlüssig dargestellt werden, dann wird nachgefragt werden müssen. Die Beziehung zw. Patient und Diagnostiker brauch keinesfalls "innig" oder "warm" sein.
      Anders ist das bei der Therapie: In der Therapie ist Verständnis für den Patienten/Klienten ein sehr großes Thema, denn es muss eine Beziehung aufgebaut werden, die für den Klienten als angenehm empfunden werden muss. Der Patient soll in der Therapie über Innerstes sprechen um es auch mit Hilfe verarbeiten und verstehen zu können.
    • Happy to be wrote:

      @SpFLeedY

      du schreibst "Und im Grunde nur eine Bestätigung des Verdachts wollen."

      Noch vor zwei Monaten hätte mich so ein Satz maximal getriggert und in Verzweiflung gestürzt, jetzt sind die hockommenden Tränen nur Anzeichen, dass der Trigger noch immer da ist.

      Wenn man sein Leben lang als " nicht normal" bezeichnet wurde, "die falsche Art" hatte, keinerlei Hilfen, immer wieder die Kommunikationsprobleme, die Missvverständnisse, die tausende versuche, sich verständlich zu machen oder überhaupt zu kapieren, was die anderen von einem wollen - immer wieder falsch sein, allerdings mit dem Anspruch und vor allem dem Selbstanspruch, es doch können zu MÜSSEN

      Stell dir vor, man würde dich morgen in einer fremden Stadt auf die Straße setzen,dein Wissen darum, Aspie zu sein löschen, alle deine Hilfskontakte wären weg, und entweder du "reißt dich zusammen" und passt dich an, oder du verhungerst in irgend einer Ecke. Und das als die einzige Alternativen. Entweder oder.

      Also überlebst du irgendwie, ast dich an, schaust ab, kompensierst, bist oft verzweifelt und erschöpft, weil es dir immer wieder nicht gelingt - denn eigentlich müsstest du doch das alles können - irgendwann ist die Kraft weg.

      JETZT erst beginnst du, nachdem andere Hilfsangebote alle nicht greifen, du keinen grund finden kannst, warum du selbst unter den anderen Diagnosen WIEDER dieses "nicht normal/falsche Art" erlebst, durch Zufall oder Hnweise anderer zu recherchieren.

      Entdeckst, da gibt es etwas, das so absoltut ähnlich klingt. Liest Geschichten, die deiner bis in die Gedanken gleichen. Bekommst Erklärungen, die ENDLICH mal logisch sind, dir auch dch erklären.

      Dumm nur, deine Geschichte entsprich in vielen Dingen kein bisschen dem, was hier erwartet wird (du hast ja alles mögliche versucht mit aller Gewalt gegen die eigenen Schwächen), und du verhältst dich auch hier wieder nicht nach den "klassischen" Merkmalen, die ja auf dem beruhen, was man bei Frühdiagnostizierten, DIE Hilfen bekommen, zu sehen bekommt.

      Erst bist du ein Alien, dann bist du irgendwann frohh zu sehen, da gibts andere von meiner Sorte, ABER die sagen "du bist kein richtiges Alien" und dann sagen die Aliendiagnostiker "du bist kein Alien".

      Es geht, wenn man sich selbst mittlerweile sicher ist, bei so etwas um nichts weniger als die Anerkennung der eigenen Identität MIT diesen "autistischen Zügen".
      Endlich einen inneren Namen haben, der stimmt, der sich richtig anfühlt, der bleibt und auch anerkannt wird und so alles was in einem ist zu EINEM zusammengeführt wird.

      Ansonsten bleibt nämluch nur wieder dieses unverselle "von von der falschen Art".

      Oder wie mein Vater das zusammenfasste, due bist nicht, du kannst nichts, du bist nicht richtig, due bist lebensunfähik, mit die kannn NIEMAND zurechtkommen, mit deiner Art - du landest mal in der Gosse....

      Ich schwanke immer wieder, ob ich mir diesen Diagnoseprozess antun soll.
      Ob ich sowas aushalten würde. Heute nicht.
      Hier die falsche Art, da auch - und sonst überall auch. Immer falsch.

      Und irgedwie muss ich gerade an die Flüchtlinge denken, die es sicher irgend wo hin geschafft haben, und sich dann über später kommende beschweren, da Grenzen fordern, niedere Motive unterstellen....

      wer im sicheren hafen der Diagnose sitzt, sollte sich bewusst machen, wie es wäre, so zu sein, OHNE eine zu haben und dann auch noch zu hören zu bekommen "So wie du bist passt das nciht in die "Kriterien" - weg mit dir.

      Denn DANN ist da gar keine Hilfe mehr, nicht mal mehr eine kleine emotionale, an der man sich ein bisschen innerlich aufrichten kann, das man eben so ist für manches nichts kann, was da so schiefgelaufen ist - und der ganze Scheiß, den man sein Leben lang hatte mit dem anders und falsch und unfähig geht dann bis in alle Ewigkeit weiter.....

      ach, es ist einfach zu Kotzen...
      Dein Text berührt mich sehr. Mehr kann ich dazu gar nicht sagen, tut mir leid, ich kann so etwas vielleicht nicht gut ausdrücken. Aber ich spüre in Deinem Text ein Ringen um Identität, das wirklich sehr berührend ist und sehr weit geht.
    • Happy to be wrote:

      Also überlebst du irgendwie, ast dich an, schaust ab, kompensierst, bist oft verzweifelt und erschöpft, weil es dir immer wieder nicht gelingt - denn eigentlich müsstest du doch das alles können - irgendwann ist die Kraft weg.
      Denkst du, Leute, die ihre Diagnose kennen, sind nie verzweifelt und erschöpft? Kommen nach Hause und möchten sich am liebsten wo hinunter stürzen? Es hat auch Nachteile. Man weiß, man kann nie "geheilt" werden. Ohne Diagnose gibt es immer noch die Möglichkeit etwas ganz anderes zu haben. Es gibt nicht nur die ASS als Erklärung fürs Anderssein. Nicht jeder, der anders ist, ist gleich Autist. Ich kenne auch Leute, die anders sind ohne eine ASS zu haben, sie sind u.a. hochbegabte und/oder hoch-sensitive Menschen, passen auch nirgends hinein und sind oft unbeliebt. Ich finde die Einstellung falsch zur Diagnostik zu gehen um sich etwas bestätigen zu lassen - gerade bei psychischen Angelegenheiten, wo das Gehirn oftmals unweigerlich sehr auf bestimmte Kriterien fokussiert ist. Am besten wäre es, denke ich, wenn man gar nichts über das weiß, auf das man sich testen lässt. Also zuerst allg. psychologische Diagnostik, dann Verdachtsäußerungen anhören und dann ohne Recherche spezifische Abklärung. Somit ist man nicht beeinflusst.
      Ich möchte nicht schreiben, dass ich nicht verstehen kann, dass Menschen etwas konkretes wissen möchten um sich besser zu verstehen. Oder um ihr Leben im Nachhinein erklären zu können.

      Happy to be wrote:

      Denn DANN ist da gar keine Hilfe mehr, nicht mal mehr eine kleine emotionale, an der man sich ein bisschen innerlich aufrichten kann,
      Hilfe kann sich jeder beim Psychiater/Psychotherapeuten suchen. Du schreibst, als würden nur Leute mit einer ASS Hilfe bekommen. Auch Autisten bekommen häufig (zu häufig) nicht die Hilfe, die sie benötigen. "Sicherer Hafen" mit jeder nötigen Unterstützung ist etwas utopisch. Es gibt viel zu wenige Betreuungsplätze, viel zu selten werden bestimmte Bedingungen am Arbeitsplatz umgesetzt, oder in der Ausbildung.
    • Liebe Speedfly,

      angenommen, alle Daten über dich würden gelöscht, es gäbe niemanden, der über dich Auskunft geben könnte, und kjemand würde dich im Zustand eines meltdowns oder shutdowns in eine Psychiatrie bringen und aus irgend einem Grunde könntest du das Wort Asperger nicht mehr aussprechen.

      Als erstes würde dir ein Mediament zum "runterkommen" gespritzt, dann würde ein Drogenscreening gemacht, wenn du dich wehrst oder rumargumentierst würde das als Aggression, fehende Compliance usw. ausgelegt.
      Deine merkwürdigen Reaktionenen auf bestimmte Reize würden für den einen auf etwas aus dem schizoiden Bereich hinweisen, das Verfallen in Starre auf Depression, andere schließen daraus manisch depressiv, je nachdem, wo da gerade die Aufmerksamkeit draufliegt bei den Beobachtenden. Man würde Selbst oder Fremd - Gefährdung annehmen, also weggeschlossen,

      Das ist das, was jemandem OHNE Diagnose droht, wenn er "draußen" in so einen Zustand fällt.
      Weil absolut niemand auf die Idee käme, und er selbst auch nicht, dass es "nur" Asperger sein könnte.

      Irgendwie weiß man ohne Diagnose und ihne Wissend darum, dass genau das einem droht, wenn man zu sehr auffällt. Also passt man sich an, mit allen Kräften, um nicht aufzufallen.
      Informiert sich über all die Störungen, lässt teilweise abklären, irgendwann im Laufe des Lebens hier eine Therapie wegen Depression, da eine wegen Angststörung....nur immer bleibt da "etwas" zurück.

      Irgendwann wird zufällig klar, was das ist tja, und dann ist man ja so unypisch....

      Die Verzweiflung etwas mal wieder nicht hinzukriegen ist das eine, die hab ich auch oft.
      So hart das ist, aber die Diagnose gibt zumindest die offizielle Erlaubnis, deswegen verzweifelt sein zu dürfen.

      Für die anderen heißt es "Stell dich nicht so an, du willst ja nur nicht, reiß dich zusammen, das bildest du dir ein, du suchst ja nur eine Ausrede, streng dich mal etwas an, ansonsten hast du es ja nicht anders verdient, und dann deine "Art"...".
      Und stell dir mal vor, man würde die DAS jedesmal sagen, wenn du was nicht hinkriegst.

      Vom ersten Tag deines Lebens an, immer wieder, an allen Orten, von allem Menschen, denen du versuchst zu beschreiben, was bei dir innerlich los ist. 20, 30, 40, 50 Jahre und mehr.

      Stell dir voe jedesmal, wo dir jemand geholfen hat, dich unterstützt hat, Verständnis hatte, hingenommen hat....wäre nur dieses "Stell dich nicht so an..." gekommen.
      Da ist simple wortlose Ausgrenzung die freundlichste Variante.

      Und du darfst nicht mal verzweifelt sein, weil auch das ist nur "Anstellerei".

      So doof das klingt, aber eine Diagnose ist die ERLAUBNIS so zu sein, wie man iist, ohne die all diese Sprüche überall hören zu müssen.
      Dazu kommt dann noch in den Momenten, wo man gar nichts hinkriegt, die gut gemeinten Hinweise
      "Sber du bist doch so stark, schau mal wenn du das hinkriegst, dann muss doch auch das andere können"

      Wie wäre es für dich, wenn man aus der Tatsache, DASS du studierst rückschließen würde, das du keine Hilfe beim Einkauf in der Stadt brauchst? Uni ist doch auch groß und laut...stell dich nicht so an, du wllst ja nur nicht.... du würdest denken, dass das gemein und unfair ist, derjenige keine Ahnung von Asperger hat, den für einen Idioten halten, vllt weinen, ABER da wären welche die dich in dieser Einschätzung bestätigen, DASS es gemein und unfair war.

      Ohne Wissen bzw. Bestätigung glaubst auf der einen Seite sogar solche Dinge zu dir selbst. Aber du spürst auch da ist irgendwas was unfair, kannst es nie richtig benennen, und niemand hilft dir und sagt "ja, genau", sondern alle sagen "wieso, der hat doch recht".

      DAS ist die Welt in der man lebt ohne Wissen darum, wer man ist. Und dann entdeckt man "ups", ich bin ja irgendwie doch wie andere, ...

      Wiie ein Katze, die unter Hunden aufgewachsen ist, sich ein Hundefell übergeworfen hat, das teilweise angewachsen ist, sogar Bellen gelernt hat, sich mit Hunden gepaart hat, äußerlich nur wie ein "komischer Hund" wirkt und jetzt anderen Katzen und vor allem Hunden, die sich Katzenexperten nennen, "beweisen soll", dass sie kein Hund ist. sonder eine Katze
      Ohne das da Genetik zur Hilfe genommen werden kann.

      Das alles macht die jeweilige Verzweiflung, die man spürt wenn wieder etwas ncht gelingt, nicht besser, klar. Fehlende Hilfe ist immer etwas, das einen verzweifeln lässt.Vor allem wenn keine Aussicht, welche zu erhalten.
      Nur in dem Moment wird dabei dann oft übersehen, welche man hat (so wie ich eben auch keinen Blick mehr dafür hatte und kurz darin versank, bis mich jemand daran erinnerte, der mir zeigte"ich sehe dich darin, ich verstehe, dass du verzweifelt bist, du bist NICHT allein".

      Der einzige Vorteil, den man hat, wenn man lange gar keine Ahnung hatte, was das ist, das einem das Leben schwer gemacht hat, ist, das man schneller aus dem Leiden über die eigene Unfähigkeit herauskommt - einfach weil es noch viel beschissener geht.

      Wenn einem aber dann das, was das Leiden an der Unfähigkeit und den nach langer Suche endlich gefundenen Erklärungen dafür wieder abgesprochen wird, bzw aus zwei ,drei "Hunde-Mekmalen" gesagt wird, "das ist nicht so wie du das wahrnimmst und denkst", ist man wieder genau da, wo man mal war. Im Nichts. Und genau so fühlt man sich dann auch. Mal wieder als Nichts. Nicht mal Autist. Sondern ein Nichts. Wieder ohne irgend eine Berechtigung, so zu sein, wie man ist.

      Wer da noch nicht so weit ist, sich immer weider selbst aus diesem Nichts-Gefühl herauszuholen, sich selbst notfalls gegen die ganze Welt und alle Aussagen anderer zuzugestehen, DASS er so ist, geht emotional unter.
      Die, die die Kraft haben, darum zu kämpfen, sich die Anerkennung für das So-Sein zu holen, diesen Diagnose-Marathon aus- und durch-gehalten zu haben, die bewundere ich.
      Für die, die das Glück hatten, sofort an enen Diagnosziker zu geraten, der "die Katze riecht", freue ich mich.
      Nur, in Glücksspielen hab ich noch nie gewonnen.

      Für mich ist schon Glück, wenn irgendjemand wirklich versteht.
      Und erst hier im Forum habe ich das erlebt.
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • Question Mark wrote:

      Ich musste das Gestern erstmal verarbeiten, das hat mich doch stärker getroffen als ich dachte. Da geht man in eine Uniklinik, erhofft sich endgültig Klärung und dann muss man sich von jemandem der das eigentlich besser wissen müsste so einen Schwachsinn anhören. Es wirkte auf mich nicht wie eine Provokation. Sie sagte man könne sich mit mir normal unterhalten, das sei ein Hinweis gegen AS. Das bedeutet im Umkehrschluss dass jede/r Diagnostizierte hier unfähig sein müsste ein gewöhnliches Gespräch zu fühern.
      Ich kenne dich und auch die Diagostikerin nicht, aber für eine ASS Diagnose müssen schon Auffälligkeiten bei der Kommunikation bestehen. Das gehört zur Symptomatik/Diagnose dazu.

      SpFLeedY wrote:

      Denkst du, Leute, die ihre Diagnose kennen, sind nie verzweifelt und erschöpft? Kommen nach Hause und möchten sich am liebsten wo hinunter stürzen? Es hat auch Nachteile. Man weiß, man kann nie "geheilt" werden. Ohne Diagnose gibt es immer noch die Möglichkeit etwas ganz anderes zu haben. Es gibt nicht nur die ASS als Erklärung fürs Anderssein. Nicht jeder, der anders ist, ist gleich Autist. Ich kenne auch Leute, die anders sind ohne eine ASS zu haben, sie sind u.a. hochbegabte und/oder hoch-sensitive Menschen, passen auch nirgends hinein und sind oft unbeliebt. Ich finde die Einstellung falsch zur Diagnostik zu gehen um sich etwas bestätigen zu lassen - gerade bei psychischen Angelegenheiten, wo das Gehirn oftmals unweigerlich sehr auf bestimmte Kriterien fokussiert ist. Am besten wäre es, denke ich, wenn man gar nichts über das weiß, auf das man sich testen lässt. Also zuerst allg. psychologische Diagnostik, dann Verdachtsäußerungen anhören und dann ohne Recherche spezifische Abklärung. Somit ist man nicht beeinflusst.Ich möchte nicht schreiben, dass ich nicht verstehen kann, dass Menschen etwas konkretes wissen möchten um sich besser zu verstehen. Oder um ihr Leben im Nachhinein erklären zu können.

      Hilfe kann sich jeder beim Psychiater/Psychotherapeuten suchen. Du schreibst, als würden nur Leute mit einer ASS Hilfe bekommen. Auch Autisten bekommen häufig (zu häufig) nicht die Hilfe, die sie benötigen. "Sicherer Hafen" mit jeder nötigen Unterstützung ist etwas utopisch. Es gibt viel zu wenige Betreuungsplätze, viel zu selten werden bestimmte Bedingungen am Arbeitsplatz umgesetzt, oder in der Ausbildung.
      Dem schließe ich mich an! Ich kann ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, warum manche unbedingt eine tiefgreifende Entwicklungsstörung haben wollen, die als angeboren und unheilbar gilt. :roll: Ich bin auch diagnostiziert und würde mir sehr oft den Autismus manchmal wegwünschen. Das mit dem "sicheren Hafen" halte ich auch für utopisch und an der Realität des Behördenirrsinns vorbei.

      Happy to be wrote:


      So doof das klingt, aber eine Diagnose ist die ERLAUBNIS so zu sein, wie man iist, ohne die all diese Sprüche überall hören zu müssen.
      Wie kommst du zu dieser Verallgemeinerung? Ich habe schon genug blöde Sprüche und Vorurteile bzgl. Autismus gehört.

      The post was edited 1 time, last by Lea_ ().

    • Bist du hier sehr emotional unterwegs?

      Happy to be wrote:

      So doof das klingt, aber eine Diagnose ist die ERLAUBNIS so zu sein, wie man iist, ohne die all diese Sprüche überall hören zu müssen.
      Dazu kommt dann noch in den Momenten, wo man gar nichts hinkriegt, die gut gemeinten Hinweise
      "Sber du bist doch so stark, schau mal wenn du das hinkriegst, dann muss doch auch das andere können"
      Ich glaube, da hast du eine etwas utopische Vorstellungen von der Realität. Die Diagnose löst viele Probleme nicht und ist auch keine Erlaubnis für alles. Vor allem, was heißt Erlaubnis: Wenn nur nicht anders kannst, dann musst du so sein. Erlaubnis hin oder her. Die einen tolerieren es, die andern nicht und wenden sich ab - egal ob du eine Diagnose hast oder nicht. Sonst hätten ja Autisten genug Freunde, wenn diese Freunde sie so nehmen würden und auch verstehen. Aber das ist nicht so. Auch Menschen, die über die Diagnose Bescheid wissen lassen gerne solche Sprüche, wie sie von dir erwähnt wurden ab - Warum? Nicht weil sie böse sind, sondern weil sie es sich nicht anders vorstellen können. Ich musste das auch schon oft hören, und ich habe die Diagnose - nur ein Beispiel. Ich glaube, du solltest dir nicht zu viel von dem Effekt, den die Diagnose hat, erwarten. Damit meine ich nicht deinen inneren Frieden, wenn du es so siehst, sondern die Umwelt - du hast ja nicht AS auf deiner Stirn geschrieben (RW), nicht mehr oder weniger als sonst. Dir können genauso Situationen passieren, in denen du im Irrenhaus landest (auch wenn das generell selten vorkommt, weil einfach kein Platz ist - bei uns nicht einmal nach einem Suizidversuch) oder von der Polizei abgeführt wirst (ist mir schon beinahe passiert - Gott sei Dank hatte ich Glück und es konnte jemand intervenieren - nicht wegen der Diagnose), weil du in deinem Meltdown nicht fähig bist zu sagen was los ist. Hier gibt es viele Diagnostizierte, von denen nicht einmal die Familie Bescheid weiß, oder die Kollegen in der Arbeit. Nur weil man Autist ist, wird man nicht mehr akzeptiert. Diejenigen, die "ungewöhnliche" Menschen akzeptieren tun das auch, wenn der Mensch keine Diagnose hat - egal welche.

      Happy to be wrote:

      Wie wäre es für dich, wenn man aus der Tatsache, DASS du studierst rückschließen würde, das du keine Hilfe beim Einkauf in der Stadt brauchst? Uni ist doch auch groß und laut...stell dich nicht so an, du wllst ja nur nicht.... du würdest denken, dass das gemein und unfair ist, derjenige keine Ahnung von Asperger hat, den für einen Idioten halten, vllt weinen, ABER da wären welche die dich in dieser Einschätzung bestätigen, DASS es gemein und unfair war.
      Und weißt, du, dieser Rückschluss ist auch gar nicht so verkehrt. Denn: Ich habe genau die selben Probleme im Uni-Gebäude, wie beim Einkaufen. Am Anfang ohne Hund bin ich überlastet zwischen den Säulen am Boden gesessen, habe in den LVs nur hin und her gewackelt um nicht zu beruhigen, weil alles so viel war. Ich könnte genauso nicht studieren, wenn ich keine abweichenden Prüfungsmethoden hätte und mein Hund mich nicht begleiten würde. Und so kann ich auch ohne nicht Einkaufen. Nur auf der Uni ist es nicht so streng, dass der Hund auch schon fertig geprüft und staatlich anerkannt sein muss, wie im Lebensmittelgeschäft - darum geht das auch während der Ausbildungszeit.
      Für alternative Prüfungsmethoden braucht man übrigens keine Diagnose, nur ein schreiben des Arztes (nicht mal Psychiater) - bei uns zumindest.

      Happy to be wrote:

      Fehlende Hilfe ist immer etwas, das einen verzweifeln lässt.Vor allem wenn keine Aussicht, welche zu erhalten.
      Absolut. Das gilt für jeden in jeder hilfebedürftigen Situation.

      ...

      Ontopic:
      Ich verstehe auch, wenn Diagnostiker sozial gesehen etwas unhöfliches sagen oder einen schroffen Ton verwenden (wie auch immer sich das anhört), denn so kann der Diagnostiker die Reaktion des Patienten beobachten > reagiert er darauf? Erkennt er soziale Unhöflichkeiten? Reagiert er intuitiv oder nicht? Ich kann das durchaus nachvollziehen, dass das seine Wichtigkeit hat. Vielleicht war das bei mir damals auch so, nur habe ich es nicht erkannt - ich weiß es nicht. Aber dass Diagnostiker den Patienten und sein Verhalten in ungeplanten und sozialen Situationen testen müssen ist klar. Denn solche Sätze wie: "Ich komme mir hier falsch vor." haben sie wahrscheinlich bei jedem gehört, wenn so etwas überhaupt gesagt wird - also ich meine: es gibt bestimmt so Ausdrücke, die bestimmt viele mit Selbstverdacht verwenden. Nicht dass es jetzt schlecht wäre, aber der Diagnostiker muss ja v.a. bei Selbstverdacht mal schauen: Was passt nicht - was passt. Was kommt aus dem Innersten was aus dem Internet...
    • Lea_ wrote:

      Happy to be wrote:

      So doof das klingt, aber eine Diagnose ist die ERLAUBNIS so zu sein, wie man iist, ohne die all diese Sprüche überall hören zu müssen.
      Wie kommst du zu dieser Verallgemeinerung? Ich habe schon genug blöde Sprüche und Vorurteile bzgl. Autismus gehört.
      Ich auch! >

      SpFLeedY wrote:

      Ich glaube, da hast du eine etwas utopische Vorstellungen von der Realität. Die Diagnose löst viele Probleme nicht und ist auch keine Erlaubnis für alles. Vor allem, was heißt Erlaubnis: Wenn nur nicht anders kannst, dann musst du so sein. Erlaubnis hin oder her. Die einen tolerieren es, die andern nicht und wenden sich ab - egal ob du eine Diagnose hast oder nicht. Sonst hätten ja Autisten genug Freunde, wenn diese Freunde sie so nehmen würden und auch verstehen. Aber das ist nicht so. Auch Menschen, die über die Diagnose Bescheid wissen lassen gerne solche Sprüche, wie sie von dir erwähnt wurden ab - Warum? Nicht weil sie böse sind, sondern weil sie es sich nicht anders vorstellen können. Ich musste das auch schon oft hören, und ich habe die Diagnose - nur ein Beispiel. Ich glaube, du solltest dir nicht zu viel von dem Effekt, den die Diagnose hat, erwarten. Damit meine ich nicht deinen inneren Frieden, wenn du es so siehst, sondern die Umwelt - du hast ja nicht AS auf deiner Stirn geschrieben (RW), nicht mehr oder weniger als sonst. Dir können genauso Situationen passieren, in denen du im Irrenhaus landest (auch wenn das generell selten vorkommt, weil einfach kein Platz ist - bei uns nicht einmal nach einem Suizidversuch) oder von der Polizei abgeführt wirst (ist mir schon beinahe passiert - Gott sei Dank hatte ich Glück und es konnte jemand intervenieren - nicht wegen der Diagnose), weil du in deinem Meltdown nicht fähig bist zu sagen was los ist. Hier gibt es viele Diagnostizierte, von denen nicht einmal die Familie Bescheid weiß, oder die Kollegen in der Arbeit. Nur weil man Autist ist, wird man nicht mehr akzeptiert. Diejenigen, die "ungewöhnliche" Menschen akzeptieren tun das auch, wenn der Mensch keine Diagnose hat - egal welche.
    • Leider stimmt das:
      Auf deiner Stirn steht danach nicht "Ich habe Asperger".
      Du wirst wahrscheinlich nicht jedem, dem du begegnest sagen (können), dass du es hast.

      Aber sonst kann ich alles nachvollziehen, und aus meiner Sicht sagen, dass eine Diagnose doch mehr Positives mit sich bringt als keine.
      Mit den Eigenheiten und der "Symptomatik"/ den spezifischen Kriterien, muss man ja so oder so leben, aber eine Diagnose an sich, ist davon getrennt.
      Das eine führt nicht zwangsläufig zum anderen.

      Aber das eine (Diagnose) bringt deutliche Unterschiede für das Leben heutzutage, als nur das andere (Eigenheiten).
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)

      The post was edited 1 time, last by Cloudactive ().

    • @SpFLeedY

      Stell dir vor, dir würde morgen jemand aufgrund irgendwelcher Merkmale, die du dir mittleweile mühsam antraniert hast und desahlb so manches hinkriegst, was ja auch "normale" nicht hinkriegen, deine Diagnose wegnehmen und damit auch alle Hilfen, dann sagen "sry, wir haben uns geirrt", was es ist weiß man zwar nicht, testen wir doch mal dies und das und jenes, und wenn sie jetzt die Kirse kriegen, dafür gibts ja Psychologen.
      Ich denke, DANN würde dir errst klar, was die Diagnose an Vorteilen gebracht hat. Und dann stell dir vor, du hättest diese nie gehabt.

      Erlaubnis bedeutet nicht, jetzt alles machen zu können wonach einem ist, und trotzdem von akzeptiert und gemocht zu werden
      ABER man weiß wenigstens warum das so ist.

      Du schreibst selbst, dass manche Asperger tolerieren - wer die Diagnose nicht hat, wird auch nicht wegen der "Der kann halt nicht anders, ist halt Asperger" toleriert.
      Da ist NULL-Toleranz.
      Es geht um die Erlaubnis, vom Wesen her als anders existent akzeptiert zu sein (nicht was einzelne Verhaltesweisen nach der jeweilogen Toleranz anderer angeht.

      Zwischen "Du bist ein blöder Asperger" und "Du bist blöd" ist ein kleiner Unterschied. Ersterer betrifft ein Merkmal, für dsa man nichts kann, zweiteres betrifft die gesamte Existenz, nicht nur ein Merkmal der Existenz, das sich an der einen oder anderen Stelle mehr oder weniger zeigt.

      Außer bei ganz wenigen Menschen, die sehr viel Toleranz besitzen. Und wirlich ale Menschen in ihrer Eigenart einfach so und da sein lassen können. Und selbst die mögen dann manches nicht.

      Ich hatte mal eine Diagnose, mit der ich sehr zufrieden war. Die hieß zwar PTBS und das bedeutete eine Menge Arbeit, aber es war eine, bei der ich mir einbilden konnte, wenn die Arbeit erledigt ist, dann kriege ich wieder hin, was (scheinbar) früher geklappt hat. Dachte ich.

      Und dann blieb dieser Mist übrig. Und vieles muss ich heute ganz neu betrachten.
      Nur dass da niemand ist, der sagt "ups, da ist Hilfe nötig", ganz im Gegentei, da heißt es dann "Du doch nicht".


      Dass Diagnostiker unbequeme Fagen stellen, dass sie auch manches "antesten" ist klar.
      Was es aber ausmacht für jemanden, wenn da der Diagnostiker fachlich nicht ganz fit ist, oder nur auf bestimmte Variationen achtet und alles andere katogisch als "gibt es nicht" bezeichnet, da wird eher weniger dran gedacht.

      Und leider sind die meisten Psychologen NICHT darauf ausgebildet mit Aspergern umzugehen, und wenn dann einer nach Fehldiagnose da hin kommt - wieder nicht richtig, funktioniert nicht nach dem wie es sein müsste. Ohne das man sagen könnte "es liegt eben daran" - es bleibt "Deine Art ist halt nicht richtig". Aber das kennt man ja schon...

      was den Unterschied ausmacht, mal ein Zitat von hier:
      Selbstständigkeit, Unternehmensgründung, Unternehmensführung usw


      @Lea_

      Sprüche und Voruteile gegen Autismus sind etwas anderes als Sprüche und Vorurteile gegen jemandem persönlich und ganz allein ohne Gruppe, der er angehört, nur weil er so ist wie er ist.
      Aber auch hier, stell dir vor, man würde dir die Diagnose wegnehmen.... und erst mal auf lange Zeit keine Chance, sie wieder zu kriegen....
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".

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    • SpFLeedY wrote:

      @Nalc Eine Diagnostik ist keine Therapie. Das heißt bei der Diagnostik, werden bestimmte Sachen abgefragt, es kommt zu einer Anamnese und auf Grund der Fakten, wird geschaut, ob bestimmte Kriterien erfüllt werden.
      Danke, ich habe eine Diagnostik durchlaufen, ich weiß, worüber ich rede. Wenn man es nicht aushalten kann, auf bestimmte Weise angeredet zu werden, wenn man seinem Gegenüber nicht vertrauen kann, weil man sich unwohl oder unverstanden fühlt, ist es legitim woanders hinzugehen. Ich gehe auch nicht zum zweiten Mal in ein Restaurant, wo der Service nicht stimmt, ich gehe nicht ein zweites Mal zu einem Friseur, der mir unsympathisch ist, ich würde mir von einer Ärztin, die rücksichtslos agiert, keine Spritze setzen lassen und keinesfalls würde ich bei einer Diagnostik, die mir nicht behagt, irgendetwas von mir preisgeben. Ich könnte in solchen Momenten vermutlich auch schlicht nicht sprechen. Es ist legitim, dort hinzugehen, wo man das Gefühl hat, dass "das Setting" stimmt.
    • Ich gehöre hier zu den spät Diagnostizierten... Habe erst dieses Jahr eine Diagnose bekommen im Juni.

      Ja ich durfte es mir oft genug anhören, dass ich mich nicht so anstellen soll...
      Von Klein auf sollte ich mir immer ein Beispiel an meinen Brüdern nehmen,
      die überall soviel besser waren... Ich wurde nicht wirklich als eigene Person mehr gesehen, wie ich fand.

      Aber wer jetzt glaubst, dass es mit der Diagnose soviel einfacher ist, der irrt sich...
      Hatte sogar Bemühungen unternommen, besser klar zu kommen, indem ich in die Tagesklinik gehe, für 6 Wochen...
      Wurde trotz Diagnose nach einem Overload in eine Intervention Maßnahme gesteckt,
      weil die angeblichen Spezialisten damit nicht klar kamen, trotz Diagnose...
      Und statt desses, dass ich einen Rückzugsort hatte, bekam ich ein Bett auf dem Flur, super Idee...

      Also was genau rechtfertigt jetzt so eine Diagnose?
      Nur weil du ein Blatt Papier hast, wo eine offizielle Diagnose steht,
      heißt es leider nicht, dass du deswegen dementsprechende Hilfe bekommst...

      Und ich stimme @SpFLeedY zu, es steht dir nicht auf der Stirn.
      Und selbst wenn du es Leuten mitteilst, heißt es nicht dass sie dafür Verständnis haben.
      Es ist und bleibt ein Kampf, trotz Diagnose.
      Ja sicher, für mich selbst weiß ich jetzt was mit mir los ist... aber hat sich deswegen wirklich was geändert?
      NEIN. Und Leute überlegt euch immer zweimal wo ihr mitteilt, dass ihr die Autismus Diagnose habt,
      dass kann auch schnell nach hinten losgehen...
    • @Nalc

      SpFLeedY wrote:

      Ich verstehe auch, wenn Diagnostiker sozial gesehen etwas unhöfliches sagen oder einen schroffen Ton verwenden (wie auch immer sich das anhört), denn so kann der Diagnostiker die Reaktion des Patienten beobachten > reagiert er darauf? Erkennt er soziale Unhöflichkeiten? Reagiert er intuitiv oder nicht? Ich kann das durchaus nachvollziehen, dass das seine Wichtigkeit hat. Vielleicht war das bei mir damals auch so, nur habe ich es nicht erkannt - ich weiß es nicht. Aber dass Diagnostiker den Patienten und sein Verhalten in ungeplanten und sozialen Situationen testen müssen ist klar. Denn solche Sätze wie: "Ich komme mir hier falsch vor." haben sie wahrscheinlich bei jedem gehört, wenn so etwas überhaupt gesagt wird - also ich meine: es gibt bestimmt so Ausdrücke, die bestimmt viele mit Selbstverdacht verwenden. Nicht dass es jetzt schlecht wäre, aber der Diagnostiker muss ja v.a. bei Selbstverdacht mal schauen: Was passt nicht - was passt. Was kommt aus dem Innersten was aus dem Internet...
      @Happy to be Ich verstehe nicht, warum überhaupt jemand so verzweifelt (so wirkst du) eine tiefgreifende Entwicklungsstörung möchte. (es ist nämlich ein Unterschied ob man etwas abklären lassen will, und wissen möchte: ja oder nein, oder ob man unbedingt ein ja hören will) Ich verstehe auch nicht, warum du mit allen Mitteln versuchst, dass man sich in deine Lage versetzten kann. Sich in dich einfühlen soll. Du brauchst es mir auch nicht zu erklären.

      Deine Vorstellungen von "als Gruppe ist es einfacher", oder dass sich dann in der Umgebung so viel ändert etc. sind einfach verklärt. Bei dir, in dir mag sich einiges ändern, aber sonst? Du hast da keine Gruppe, du bist trotzdem alleine unter einer Menge von NTs, die dich akzeptieren oder auch nicht. So wie jetzt auch. Das ist wie bei Homosexuellen - sie haben eine riesige Lobby, eine Gruppe, aber wenn die Familie und Freunde sie nicht akzeptieren, dann tut sie das nicht, und sie sind genauso alleine. Wenn du Hilfe willst, dann musst du genau das selbe tun, wie wenn du etwas anderes hättest. Autisten wird das Hilfe-bekommen nicht leichter gemacht, als Depressiven, oder Menschen mit Burnout oder einer PTBS.

      Wenn ich keine Autismus-Diagnose hätte, dann hätte ich halt eine andere Störung - normal bin ich nicht, und auch mit anderen Störungen hätte ich die selbe Hilfe. Meine Betreuung ist nicht Autismus-spezifisch, im Gegenteil eigentlich für Menschen mit einer psychischen Erkrankung (aber kein Platz bei Autismus-spezifischen), unter anderem für PTBS (einer z.B. war im Afghanistan-Krieg), meinen Hund würde ich genauso ausbilden, PTBS-Hunde sind bei uns sogar ein weniger bekannter (und waren die ersten anerkannten Assistenzhunde nehmen Blinden-, Service- und Warnhunden), als Hunde für Autisten. Nicht, dass ich jetzt eine PTBS möchte (lieber nicht, denn da muss es ja vorher ein Trauma geben), aber dann hätte ich eben eine zwanghaft/ängstliche(was auch immer) Persönlichkeitsstörung mit Autoaggression und starken autistischen Zügen - jetzt nur ein Beispiel. Aber wohl kein Psychiater der Welt würde mich als normal titulieren. Er würde sagen: "Keine ASS, aber etwas anderes."

      Happy to be wrote:

      Und leider sind die meisten Psychologen NICHT darauf ausgebildet mit Aspergern umzugehen
      Für eine Abklärung auf eine ASS würde ich definitiv nur zu Spezialisten gehen. Und, davon bin ich überzeugt, diese Leute sehen unheimlich viele VA in allen Altersgruppen, und ich denke mir schon, dass die da neben dem allg. Prozedere eine gewisse Erfahrung haben. Und selbst wenn du eine Fehldiagnose hattest, wäre es empfehlenswert zu jemandem zu gehen, der zumindest mit autistischen Zügen zurecht kommt.
    • Happy to be wrote:

      @SpFLeedY

      du schreibst "Und im Grunde nur eine Bestätigung des Verdachts wollen."

      Noch vor zwei Monaten hätte mich so ein Satz maximal getriggert und in Verzweiflung gestürzt, jetzt sind die hockommenden Tränen nur Anzeichen, dass der Trigger noch immer da ist.

      Wenn man sein Leben lang als " nicht normal" bezeichnet wurde, "die falsche Art" hatte, keinerlei Hilfen, immer wieder die Kommunikationsprobleme, die Missvverständnisse, die tausende versuche, sich verständlich zu machen oder überhaupt zu kapieren, was die anderen von einem wollen - immer wieder falsch sein, allerdings mit dem Anspruch und vor allem dem Selbstanspruch, es doch können zu MÜSSEN

      Stell dir vor, man würde dich morgen in einer fremden Stadt auf die Straße setzen,dein Wissen darum, Aspie zu sein löschen, alle deine Hilfskontakte wären weg, und entweder du "reißt dich zusammen" und passt dich an, oder du verhungerst in irgend einer Ecke. Und das als die einzige Alternativen. Entweder oder.

      Also überlebst du irgendwie, ast dich an, schaust ab, kompensierst, bist oft verzweifelt und erschöpft, weil es dir immer wieder nicht gelingt - denn eigentlich müsstest du doch das alles können - irgendwann ist die Kraft weg.

      JETZT erst beginnst du, nachdem andere Hilfsangebote alle nicht greifen, du keinen grund finden kannst, warum du selbst unter den anderen Diagnosen WIEDER dieses "nicht normal/falsche Art" erlebst, durch Zufall oder Hnweise anderer zu recherchieren.

      Entdeckst, da gibt es etwas, das so absoltut ähnlich klingt. Liest Geschichten, die deiner bis in die Gedanken gleichen. Bekommst Erklärungen, die ENDLICH mal logisch sind, dir auch dch erklären.

      Dumm nur, deine Geschichte entsprich in vielen Dingen kein bisschen dem, was hier erwartet wird (du hast ja alles mögliche versucht mit aller Gewalt gegen die eigenen Schwächen), und du verhältst dich auch hier wieder nicht nach den "klassischen" Merkmalen, die ja auf dem beruhen, was man bei Frühdiagnostizierten, DIE Hilfen bekommen, zu sehen bekommt.

      Erst bist du ein Alien, dann bist du irgendwann frohh zu sehen, da gibts andere von meiner Sorte, ABER die sagen "du bist kein richtiges Alien" und dann sagen die Aliendiagnostiker "du bist kein Alien".

      Es geht, wenn man sich selbst mittlerweile sicher ist, bei so etwas um nichts weniger als die Anerkennung der eigenen Identität MIT diesen "autistischen Zügen".
      Endlich einen inneren Namen haben, der stimmt, der sich richtig anfühlt, der bleibt und auch anerkannt wird und so alles was in einem ist zu EINEM zusammengeführt wird.

      Ansonsten bleibt nämluch nur wieder dieses unverselle "von von der falschen Art".

      Oder wie mein Vater das zusammenfasste, due bist nicht, du kannst nichts, du bist nicht richtig, due bist lebensunfähik, mit die kannn NIEMAND zurechtkommen, mit deiner Art - du landest mal in der Gosse....

      Ich schwanke immer wieder, ob ich mir diesen Diagnoseprozess antun soll.
      Ob ich sowas aushalten würde. Heute nicht.
      Hier die falsche Art, da auch - und sonst überall auch. Immer falsch.

      Und irgedwie muss ich gerade an die Flüchtlinge denken, die es sicher irgend wo hin geschafft haben, und sich dann über später kommende beschweren, da Grenzen fordern, niedere Motive unterstellen....

      wer im sicheren hafen der Diagnose sitzt, sollte sich bewusst machen, wie es wäre, so zu sein, OHNE eine zu haben und dann auch noch zu hören zu bekommen "So wie du bist passt das nciht in die "Kriterien" - weg mit dir.

      Denn DANN ist da gar keine Hilfe mehr, nicht mal mehr eine kleine emotionale, an der man sich ein bisschen innerlich aufrichten kann, das man eben so ist für manches nichts kann, was da so schiefgelaufen ist - und der ganze Scheiß, den man sein Leben lang hatte mit dem anders und falsch und unfähig geht dann bis in alle Ewigkeit weiter.....

      ach, es ist einfach zu Kotzen...


      Jetzt Sitz ich hier und weine, weil ich mich so fühle wie ich mich fühle...

      Weil das so ähnlich wie bei mir klingt, weil ich erahnen kann, wie es die geht.

      Davor habe ich auch Angst: Davor, dass es bei der Diagnose irgendwann heißt "Nee, du nich!".

      Und dann? Was macht man dann, wenn das eigene Etwas, das verkrüppelte, missgestaltete Ding namens Seele einfach keinen Namen bekommen kann?

      Wer bin ich dann? Was bin ich dann?

      Wenn ab diesem Punkt niemand mehr deine Geschichte Hört du nie wieder Hilfe bekommst weil du es zwar besser weißt, dir aber selbst keinen Attest ausstellen kannst.

      Wenn ich lese, welch provokative Fragen wohl gestellt werden könnten, wie unsensibel und respektlos das ablaufen kann, da vergeht es einem doch!

      Ich meine da kommen MENSCHEN und wollen Hilfe und dann miss man die in den Schmutz treten (RW) um zu sehen, wann das Schauspiel endet?

      Sry, aber die wissen doch genau was die da tun!

      Wie gefährlich das ist.

      Potentiell ist doch jeder, der in eine Psychoklinik geht ein Selbstmordkandidat!

      Bei seelischen Leiden (egal ob eine angeborene Behinderung oder eine erworbene Krankheit!) können solche Sätze FATALE Folgen haben.

      Allein in meiner Thrape, da habe ich nach jedem Gespräch 3 bis 4 Tage, an denen es mir scheiße geht und ich mich allein von dem Gesagten erholen muss.

      Was würde so ein Gespräch wie das des TE wohl mot mir machen?

      Ich weiß es: Es würde mich extrem fertig machen. Aber so richtig.
      Schwarzer Humor ist wie Essen. Hat nicht jeder.
    • Pingi wrote:

      Und dann? Was macht man dann, wenn das eigene Etwas, das verkrüppelte, missgestaltete Ding namens Seele einfach keinen Namen bekommen kann?
      Man könnte z.B. versuchen herauszufinden, was man WIRKLICH hat...

      Seid doch mal realistisch, Leute - von den Menschen, die sich in z.B. Köln zur Diagnostik anmelden, bekommen gerade mal ca. 30% die Diagnose, die restlichen 70% haben sich eben geirrt. Anstatt dann froh zu sein, keine tiefgreifende Entwicklungsstörung zu haben, die nicht heilbar ist, stürzt für manche davon eine Welt zusammen, weil sie sich schon dermaßen in ihr vermeintlich autistisches Selbst verliebt haben, dass sie einfach keine andere Erklärung - so plausibel sie oftmals sein mag - gelten lassen wollen. Dabei besteht bei JEDER anderen Diagnose eine Möglichkeit auf Besserung oder sogar Heilung, im Gegensatz zum Autismus. Welche Möglichkeiten hat man denn als Autist, sich helfen zu lassen? Außer einer autismusspezifischen Therapie in einem ATZ bleibt da ja nicht viel, und auch diese Form der Therapie heilt einen nicht, hilft nur, sich etwas besser zurechtzufinden.

      Manchmal frage ich mich wirklich, was am Autismus so irre toll ist, dass man ihn unbedingt haben will und schon beim Gedanken, nicht autistisch zu sein, in Tränen ausbricht? Das gibt es wirklich bei keiner anderen Störung im psychischen Bereich, niemand wünscht sich, schizophren oder soziophob oder persönlichkeitsgestört zu sein, aber beim Autismus sind sich viele Leute schon absolut sicher, es zu sein, ohne auch je mit einem Facharzt darüber gesprochen zu haben, und gehen sogar soweit, jede andere Erklärung als böse Verleugnung oder gar Beleidigung anzusehen.

      Ich denke, manch einer verrennt sich da in eine Wunschvorstellung, wie es ist, autistisch zu sein, die mit der Realität herzlich wenig zu tun hat.

      Denke einfach immer daran: Egal, wie sicher du dich fühlst, vielleicht gehörst auch du zu den 70%...

      Und dann?
      Keiner ist so verrückt, dass er nicht einen noch Verrückteren findet, der ihn versteht.
      (Friedrich Nietzsche)
    • Also ich hab schon diverse Diagnosen bekommen.

      Schizoid
      Borderline
      PTBS
      Histrionisch
      Ganz früher Verdacht auf Manisch - Depressiv

      Aber irgendwie passte alles nicht.
      Sonst wäre es ja auch nicht immer wieder revidiert worden...

      Hochsensibel zu sein ist, imho, keine Krankheit?!

      Also brauche ich sowas zB beim Doc nicht ansprechen.

      Ich setzte mich sehr mit mir auseinander und auch mit der Möglichkeit, dass ich es nicht habe.

      Ich hadere mit mir, denk mal nich!

      Aber wie lange soll man denn da suchen?
      Wie viele Neurologen, Psychologen, Psychiater und Psychotherapeuten soll man denn verschleißen bis man sagen kann/darf "Jetzt ist genug!"?

      Ich rechne immer damit, dass es das nicht ist.
      Allein aus Erfahrung.

      Aber ich habe auch nicht die Kraft noch mal 10 Jahre zu suchen und die Termine, das Telefonieren, die Gespräche, die Fahren hin und zurück, der ganze Aufwand für ein NEIN und wieder irgendeine "Therapie".

      Ich hab mich nicht in mein "Aspie - Selbst" verliebt.
      Wie auch? Kann ja auch sein, dass ich es nicht habe.
      Ich verliebe mich doch nicht in Wahrscheinlichkeiten!

      Deshalb frage ich mich ja: Was, wenn es auch das nicht ist???

      Ich verstehe deine Text so als würdest du zB voraussetzen, dass die Leute die in deinen Augen "Aspies sein wollen" noch nie irgendwo waren zur Diagnose.

      Befaßdich mal mit der Realität.

      Wie viele Aspies haben MEHRERE Fehldiagnosen gehabt?

      *Hugh*
      Schwarzer Humor ist wie Essen. Hat nicht jeder.

      The post was edited 1 time, last by Pingi ().