Existenzangst / Zukunftsängste

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    • Ich mach mir Gedanken um die Zukunft meiner Kinder. Ich habe Gott sei Dank mein Studium abgeschlossen und ein Gebiet gefunden welches zu meinen Neigungen passt und arbeite allein als selbständige. Aber unser Schulsystem wird immer krasser und trotz Schulbegleiter für beide Mädels weiß ich nicht ob ein Schulabschluss drin ist. Und an eine Berufsausbildung mag ich gar nicht denken.

      PS. Mit Asperger und Depressionen geht auch eine Erwerbsminderungsrente recht gut durch. Die verdicherungsrechtlichrn Vorraussetzungen müssen halt erfüllt sein. Wenn auch nicht immer höher als Hartz IV für manche ein angenehmeres Gefühl.
    • Ich studiere zwar voll das interessante Fach, aber wer braucht schon Mediävisten? Außerdem habe ich in meinen Studentennebenjobs nur schlechte Erfahrungen mit Kollegen gemach. Es wird alles so schrecklich wenn ich mit dem Studium fertig bin...
      Over-thinking, over-analyzing separates the body from the mind.
      Withering my intuition, leaving opportunities behind.
    • risotto wrote:

      Was bietet die Arbeitsagentur denn für konkrete Hilfe bei der Suche? Im Moment bin ich ja auf ALG 2 und die Arbeitsagentur fühlt sich für mich sowieso nicht zuständig und verweist auf das Jobcenter.
      Teilhabe am Arbeitsleben geht über die Agentur für Arbeit, sofern man keinen Anspruch bei der Rentenversicherung hat.
      Sonst bietet die AfA eigentlich nur noch allgemeine Berufsberatung für ALG2-Empfänger an.
    • Früher, als ich noch gearbeitet habe oder selbständig war, habe ich mir sehr oft Gedanken um die Zukunft gemacht und mir auch deswegen Sorgen gemacht. Nach einem katastrophalen Einschnitt mit Verlust aller Sicherheiten und Besitz, habe ich festgestellt, dass ich noch lebe.

      Aktuell beziehe ich H4, weil ich 1. keine Arbeit finde (zu alt, zu krank) und 2. krank geschrieben bin (z.Zt. nicht belastbar). Es ist nicht viel Geld, aber ich habe gelernt, damit auszukommen. Die Hoffnung auf eine Arbeitsstelle, die mich vom Amt weg bringt, habe ich aufgegeben. Ich bewerbe mich weiterhin, aber es ist echt frustrierend wenn immer nur Absagen kommen.

      Was wird mir die Zukunft also bringen? Niemals mehr Geld als jetzt und hoffentlich keine Verschlimmerung meiner Krankheiten. Es wird sich also nichts ändern. Darum brauche ich mir auch keine Sorgen zu machen - das versaut nur die Gegenwart.
      ~ Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein. ~
    • Wolkenfrosch wrote:

      Sozialschmarotzer in diesem System: Nämlich diejenigen Arbeitgeber, die ihren Angestellten so wenig Lohn zahlen, daß sie nicht davon leben können. So daß diese Leute nicht nur nicht in die Sozialversicherungen einzahlen können, sondern diese auch schon während ihrer Lebensarbeitszeit in Anspruch nehmen müssen (Stichwort "aufstocken").
      Das ist es. BWLer sind meiner Meinung nach durchwegs nicht fähig weiter als bis zum nächsten Bonus zu denken. Sonst würde ihnen auffallen, dass wenn sie die Menschen nicht gut bezahlen keiner ihren Puder kaufen kann und sie dann weniger Umsatz haben. Das "lösen" sie durch Export. Toll damit kauft jemand ihren Plunder aber in dem importierenden Land haben weniger Menschen Arbeit weil sie die Produkte nicht herstellen müssen. Nicht jedes Land kann nur exportieren. Damit sinkt auch in den Zielländern der Exporte die Kaufkraft. Ein Kreislauf....


      Pingi wrote:

      Damit die ganzen Geldsäcke mal merken, WER eigentlich das Kapital in diesem Land IST (nicht HAT!)
      Menschen sind Faktoren, Ressourcen. Das ist abwertend.

      Es wird auch nix bringen wenn alle Nierdigverdiener einen Tag Zuhause bleiben. Sie sind ersetzbar. Es gibt zuviele Arbeitslose und zur Not nimmt man wen aus dem Ausland. Bei uns sind in der Gastronomie 2/3 Ungarn. Keiner will die Jobs um das Geld machen. Aber dann regt sich wer auf die nehmen uns die Jobs weg. Blödsinn sind zu gering bezahlt.

      Vielleicht sollte man andecken hier die Diskussion abzutrennen ist inzwischen doch offtopic.
    • Was Minea geschrieben hat und daß andere ihr beigepflichtet haben, trifft mich doch mehr als ich gedacht habe.

      Ich dachte eigentlich, dies hier sei ein Selbsthilfeforum.

      Darf hier jeder nach Lust und Laune gegen Autisten hetzen?

      Na gut, vielleicht verstehe ich mal wieder was nicht richtig und ich bin nur zu Gast hier, weiß ich. Ob ich es noch mal fertig bringe, mich zu öffnen und über meine Ängste zu sprechen, weiß ich nicht. Und was soll Windtänzerin sagen?
    • risotto wrote:

      Was Minea geschrieben hat und daß andere ihr beigepflichtet haben, trifft mich doch mehr als ich gedacht habe.

      Ich dachte eigentlich, dies hier sei ein Selbsthilfeforum.

      Darf hier jeder nach Lust und Laune gegen Autisten hetzen?

      Na gut, vielleicht verstehe ich mal wieder was nicht richtig und ich bin nur zu Gast hier, weiß ich. Ob ich es noch mal fertig bringe, mich zu öffnen und über meine Ängste zu sprechen, weiß ich nicht. Und was soll Windtänzerin sagen?
      Das ist mir hier leider auch schon aufgefallen.
    • risotto wrote:

      Was Minea geschrieben hat und daß andere ihr beigepflichtet haben, trifft mich doch mehr als ich gedacht habe.
      Soviel Zustimmung hab ich hier jetzt nicht gesehen. Ist meiner Meinung nach schon noch eine faire Diskussion.

      Ich persönlich finde dass man die Betreuung von Arbeitslosen und Arbeitsunfähigen viel mehr trennen müsste. Überlastete Arbeitsämter mit nicht ausreichend qualifiziertem Personal können das nicht richtig betreuen. Grundsätzlich müssten Behörden auch so aufgestellt sein dass sie wirklich in der Lage sind zu helfen und vor allem keinerlei Gewinn haben wenn sie Leistungen kürzen können.
    • risotto wrote:

      Darf hier jeder nach Lust und Laune gegen Autisten hetzen?
      Nein, und Minea hat ja auch reichlich Gegenwind bekommen.

      Ich glaube das Problem lag hier nicht in deiner Öffnung, sondern in leicht missverständlichen Aussagen.Da würde es vielleicht helfen, wenn du einfach erklärst, was du mit deiner Frage nach dem Sinn von Arbeit und Beruf gemeint hast. Dann kann dich auch niemand mehr falsch verstehen und die Diskussion ist beendet.
    • Minea wrote:

      Vor einiger Zeit sah man im Autismus gerade erst die Potentiale und besonderen Fähigkeiten, es gab Bestrebungen, Autisten speziell aufgrund derer auszubilden und einzusetzen. Seit jedoch die Diagnose immer inflationärer verwendet wird und immer öfter nur als Ausrede für SBAs, Renten, Pflegegrade vewendet wird, geht es wieder in eine andere Richtung.
      Willst du meinen Autisten hätten nur Stärken in ihrem Leben?! Dass einem Autisten (AS) kein SBA zusteht, weil er ja eh alles kann?
      Offensichtlich hast du eine sehr leichte Form von AS (gut für dich!), denn ich habe das Gefühl du meinst alle Aspies seien so wie du: "Toll durch ihre Stärken." Sonst nichts. Was nicht heißt, dass keine Eingliederung über Stärken statt finden soll!
      Ich sehe das so: durch solche Leute wie dich, werden Autisten (AS), die wirklich Hilfe benötigen und eine sehr starke Ausprägung der "Symptomatik" haben, irgendwann keine Hilfe mehr bekommen. Ich bin überzeugt, dass Autismus in den wenigsten Fällen eine "Ausrede" für SBA etc. ist, sondern ein fundierter Grund! Hier haben einige einen SBA und bestimmt nicht, weil sie so tolle Fähigkeiten und Potentiale haben (bestimmt auch, aber eben viele Probleme auch - nicht falsch verstehen!).
    • Was ist ein SBA?

      Danke.

      @LilithEve

      Kennst du Volker Pispers?

      Der hatte mal in seinem "Bis neulich" Programm etwas über BWLer gesagt.

      Google doch mal

      "Volker Pispers bwler"

      Viel Spaß :d
      Schwarzer Humor ist wie Essen. Hat nicht jeder.

      The post was edited 1 time, last by Pingi ().

    • @Pingi Wenn du jemanden in deinem Beitrag erwähnst, und willst, dass die Person davon in Kenntnis gesetzt wird, dann funktioniert das so:

      @ die ersten drei Buchstaben der Person - warten bis eine Liste kommt - aus der Liste die Person anklicken.

      SBA ist Schwerbehindertenausweis
    • >>Die Frage ... wie man darin lebt. Da gibt es auch noch die Sichtweise von Leuten, die sich selbst mühsam hochgearbeitet haben und nun mit der Hälfte ihres Lohns das Sozialsystem finanzieren, aus dem sie selbst denkbar wenig Nutzen ziehen. <<

      DAS ist sowas von "Ich hab es auch, aber ICH komme klar. Guck wie ich glänzend und mir den Arsch aufreisse (RW) damit du leben kannst!"

      Das ist wie wenn einer erzählen würde

      "Ich habe AIDS"
      und sein Gegenüber würde mit
      "Na das geht ja noch! ICH habe Krebs im Endstadium!"
      kontern.

      (Weil AIDS mit Medikamenten heutzutage kein Todesurteil mehr ist, Krebs im Endstadium aber schon)

      Ich liebe es, wenn selbst Betroffene auch noch ihre Krankheit oder Behinderung gegen andere Betroffene ausspielen und damit deren Leid und Willen was zu ändern NEGIEREN.

      Sry, aber sowas kenne ich im Gewand anderer Mütter schon wirklich zur Genüge!
      ("Du hast doch vorher gewusst, dass Kinder bekommen weh tut und aufziehen schwierig ist, stell dich nicht so an, ICH bekomme es ja auch hin und hörst du MICH jammern?")

      Auch von Depressiven kenne ich dieses Verhalten.
      ("Du hast es ja noch gut! DIR helfen die Medis wenigstens! Was soll ICH denn sagen?")

      Und Ähnliches ...

      Was ist das? Woher kommt das?

      Unzufriedenheit?
      Schwarzer Humor ist wie Essen. Hat nicht jeder.

      The post was edited 2 times, last by Pingi ().

    • Dann brauche ich vielleicht einfach Hilfe darin, mit dieser Hetze umzugehen.

      Ich habe nichts getan, gegen kein Gesetz verstoßen, aber mir werden blind Dinge unterstellt, mir wird das Existenzrecht abgesprochen, ich werde unter Rechtfertigungsdruck gestellt. Das ist Mobbing. Von Leuten angezettelt, die überhaupt nicht befugt sind, über mich zu urteilen.

      Vor 10 Jahren, als ich 31 Jahre alt war, war ich in meinem letzten Job gescheitert, nach bereits einigen anderen, ebenfalls erfolglosen Versuchen. Ich wußte nicht mehr weiter. Da wollte ich zum ersten Mal ALG 2 beantragen. Mir war bewußt, wie gemein und selbstgerecht über ALG 2-Empfänger geurteilt wird, und war deshalb psychisch verletzlich. Schon bei der Antragstellung machte sich der Sachbearbeiter über mich lustig und zeigte mir wieder dieses hämische Grinsen, das in Deutschland so weit verbreitet ist. Ich war bei Ärzten gewesen und hatte versucht, die Ursache zu finden, warum ich mit den Jobs nicht klar kam, die ich hatte, aber erfolglos. Am Ende habe ich den Antrag nicht gestellt und mich in meine Situation ergeben. Ich habe bei meinem Vater gewohnt und er hat mich finanziell ausgehalten.

      Letztendlich habe ich dem Staat über einen Zeitraum von 9 Jahren ca. 50.000 € erspart, im Vergleich dazu, wie wenn er für mich in Form von ALG 2 aufgekommen wäre. Also eigentlich genau das erwünschte Verhalten gezeigt, Sozialleistungen nur dann in Anspruch genommen, wenn es gar nicht mehr anders geht - denn es ging ja anders. Dafür lobt mich aber niemand, im Gegenteil wird dies noch gegen mich verwendet, und dann kommt wieder dieses hämische Grinsen.

      Ich hätte zu dem Zeitpunkt eine EM- oder EU-Rente beantragen können, aber ich wußte nicht, daß es so etwas gibt und da war niemand, der mich aufklärte.

      EM- oder EU-Rentner haben von der Hetze nichts zu befürchten, die sind ja offziell "entschuldigt" und dürfen ein wesentlich streßfreieres Leben führen als ALG 2-Empfänger. Und genau deswegen sucht man sich die ALG 2-Empfänger zum Hetzen aus, die sind die Schwächsten, Verletzbarsten und deshalb macht die Hetze gegen sie so richtig viel Spaß. Und die EM- und EU-Rentner können sich dieses Vergnügen auch leisten und lustvoll mithetzen, hach, was für ein Spaß!

      Dann dieses Wort "Sozialschmarotzer". Denen wird das Existenzrecht abgesprochen. Da wäre es doch mal unheimlich wichtig, überhaupt erst mal zu klären, was ein Sozialschmarotzer eigentlich sein soll. Wie wäre es denn, wenn diejenigen, die dieses Wort gerne in den Mund nehmen, mal definieren, was ein Sozialschmarotzer ist, wer dazu gehört und wer nicht? Vermutlich werde ich keine Antwort darauf kriegen.


      Kann jemand, der im Einklang mit Recht und Gesetz für sich Sozialleistungen beantragt und erhält, ein "Sozialschmarotzer" sein? Soll es nicht mehr nach Recht und Gesetz und nach der Entscheidung der Gerichte gehen? Soll derjenige schuldig und im Unrecht sein, den der Mob sich gerade als lustiges Opfer ausgesucht hat?
    • risotto wrote:

      Ich habe nichts getan, gegen kein Gesetz verstoßen, aber mir werden blind Dinge unterstellt, mir wird das Existenzrecht abgesprochen, ich werde unter Rechtfertigungsdruck gestellt. Das ist Mobbing. Von Leuten angezettelt, die überhaupt nicht befugt sind, über mich zu urteilen.

      Na, komm mal wieder runter. Es wurde doch klargestellt, dass es ein Missverständnis war.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Willowtree wrote:

      risotto wrote:

      Darf hier jeder nach Lust und Laune gegen Autisten hetzen?
      Nein, und Minea hat ja auch reichlich Gegenwind bekommen.
      Ich glaube das Problem lag hier nicht in deiner Öffnung, sondern in leicht missverständlichen Aussagen.Da würde es vielleicht helfen, wenn du einfach erklärst, was du mit deiner Frage nach dem Sinn von Arbeit und Beruf gemeint hast. Dann kann dich auch niemand mehr falsch verstehen und die Diskussion ist beendet.
      Ich fühle mich unter Rechtfertigungsdruck, der nicht nur von Minnea kommt und ich glaube, da bin ich nicht der einzige in diesem Strang.

      Minnea hat nichts zu befürchten. Es sind ja alle darauf angesprungen und sie kann sich zurücklehnen und zugucken, wie wir uns hier streiten und ich mich zu rechtfertigen versuche. Sie kann dazu schweigen und es bleibt immer noch genügend an mir hängen.
    • Shenya wrote:

      risotto wrote:

      Ich habe nichts getan, gegen kein Gesetz verstoßen, aber mir werden blind Dinge unterstellt, mir wird das Existenzrecht abgesprochen, ich werde unter Rechtfertigungsdruck gestellt. Das ist Mobbing. Von Leuten angezettelt, die überhaupt nicht befugt sind, über mich zu urteilen.
      Na, komm mal wieder runter. Es wurde doch klargestellt, dass es ein Missverständnis war.
      Sehe ich nicht. Wo war denn das Mißverständnis?