Beispiele für Fettnäpfchen und (zu) wörtliches Verstehen

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    • Dass zur Zeit viele Geschäfte klaren Rechtsbruch betreiben (zum Beispiel der IKEA), muss nicht im Umkehrschluss heißen, dass Atteste nichts gelten. Läden, Verkehrsmittel, Behörden sind ihrerseits in der Pflicht, allen Menschen zugänglich zu sein.

      Edit: Grad erst gemerkt, dass wir im Fettnapf-Fred sind. Wollen wir mit dem C-Thema dahin gehen, wo es besser passt?
      equo ne credite
    • Bitte entschuldige, daß ich mich so spät erst melde... Ich meinte, daß ich auch Schwierigkeiten hätte mit dem Hinweis,, im Notfall bitte klingeln " und ich nochmal nachgefragt hätte. Mit der mündlichen Erläuterung wäre das dann aber in Ordnung, auch wenn der schriftliche Hinweis nicht nachträglich korrigiert würde.... Bleibt nur noch, Dir eine gute Nacht zu wünschen... Gute Nacht
    • Vor einer Weile war ich in einer Arztpraxis. Dort klebte auf einem der Stühle im Wartezimmer ein Hinweisschild mit der Aufschrift "Bitte einen Stuhl frei lassen". Wie ich richtig erkannte, ging es darum jeweils einen Stuhl zwischen den wartenden Patienten frei zu lassen, damit die 1,5 Meter Corona-Abstand gewahrt bleiben können.

      Vor ein paar Tagen war ich dann in einer anderen Arztpraxis. Dort hingen im Wartezimmer wieder Stühle mit der Aufschrift "Bitte Stuhl frei lassen". Ich dachte mir: "Aha, das ist das gleiche wie neulich auch." und habe geschaut wo bereits Leute sitzen. Da nur relativ weit links und relativ weit rechts eine Person im Zimmer saß, habe ich mich so hingesetzt, dass zu jedem von beiden etwa gleichviel Platz war. Das waren bei der einen zwei freie Stühle und bei der anderen, wo es um eine Ecke ging auch.
      Nach einer Weile kam die Arzthelferin ganz aufgregt ins Wartezimmer und meinte, ich könne dort nicht sitzen, weil auf dem Stuhl ein Schild sei und es doch darum ginge genug Abstand zu allen zu haben. Mich hat das verwirrt, weil ich mit dem Auslassen von jeweils zwei freien Stühlen doch versucht hatte größtmöglichen Abstand herzustellen. Sie meinte dann, das Schild bedeute nicht, dass man (mindestens) einen Stuhl Abstand halten sollte, sondern dass der jeweilige Stuhl frei bleiben sollte. Obwohl sonst niemand mehr kam, sollte ich mich also wieder näher an die rechts von mir sitzende Person heran setzen.

      Mir ist jetzt klar, dass das Schild keine Abstandregel aufstellen wollte, sondern sich auf den konkreten Sitzplatz bezog. Aber wirklich sinnvoll erschien mir diese Verfahren nicht, weil ich am Ende ja näher an den anderen Person dran saß. :?
    • Thajanu wrote:

      Aber wirklich sinnvoll erschien mir diese Verfahren nicht, weil ich am Ende ja näher an den anderen Person dran saß.
      Es hätte aber auch passieren können, dass zwei weitere Leute ins Wartezimmer kommen und sich links und rechts von Dir hinsetzen.

      Bei der einen (ersten) Arztpraxis scheint man mehr Vertrauen in das "mitdenken" zu haben. Bzw. vielleicht hat die andere (zweite) Arztpraxis einfach schon festgestellt, dass es weniger Arbeit ist bestimmte Stühle zu verbieten als die Leute immer darauf hinzuweisen, dass die Sitzordnung die da gerade zustande gekommen ist nicht in Ordnung ist.
    • Thajanu wrote:

      In der konkreten Situation hatte ich das nicht im Blick, sondern bin nur von der besten/sichersten Lösung in der Status-Quo-Situation ausgegangen.
      Wäre ich auch. Das Problem ist nur dass es nicht reicht, wenn man alleine mitdenkt. Neulich in der S-Bahn hatte ich mich extra nicht zu jemandem bei den Vierer-Sitzen hingesetzt, sondern im Gang Abstand gehalten. Als der Vierer frei wurde habe ich dort Platz genommen. Was natürlich den bei der nächsten Station zusteigenden Passagier nicht davon abhielt, sich zu mir zu setzen und die Maske abzunehmen um sich in Ruhe die Nase putzen zu können.

      Wäre interessant, ob die erste Arztpraxis mit dem Konzept durchkommt oder ob es zu naiv ist.