Beispiele für Fettnäpfchen und (zu) wörtliches Verstehen

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    • Naja, man stelle sich das vor, der Flugzeugkapitän kriegt per Funk Meldung von der Pleite während des Fluges und dann sagt er einfach: "So, das war's, ich flieg nicht weiter!" und verlässt das Cockpit...

      Das erinnert mich wieder an den Bilderwitz mit dem Erzieher, der das geschaukelte Kind nicht auffängt, weil in der Sekunde sein Dienstende für den Tag laut Uhrzeit ist...
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • flori1994 wrote:

      Heißt das nun, dass am 11.10 das Geld da sein muss oder muss an dem Tag nur die Überweisung in Auftag gegeben sein?
      Bei einer guten Bank ist das identisch.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • Ich führte eine telefonische Terminabsprache durch. Nachdem ich aufgelegt hatte, ergab sich folgender Dialog:

      Meine Mutter: "Wann sollst du da sein?"

      Ich: "Acht Uhr Dreißig."

      Meine Mutter *etwas genervt wiederholend*: "Wann?" *betont*

      Ich: "Achso! Am Dienstag!"

      :oops: :m(:
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Lex wrote:

      Meine Mutter *etwas genervt wiederholend*: "Wann?" *betont*

      Ich: "Achso! Am Dienstag!"

      :oops: :m(:
      Genau sowas nervt mich, wenn man eine Frage nicht so versteht, wie der Fragende sie meint und dann wiederholt der Fragende sie einfach, ohne sie anzupassen. Sie hätte dann fragen müssen: "An welchem Tag?" und nicht nochmal "Wann? (!?)"

      Woher sollst du wissen, was sie mit "Wann?" meint?

      Für mich zeigt sich da der Fragende als unflexibel, nicht der, der die "falsche" Antwort gibt.
    • Ja, in diesem Fall bin ich zum Glück auch so drauf gekommen, aber habe es oft genug erlebt, dass jemand seine Formulierung nicht angepasst hat sondern sich nur stoisch wiederholt hat egal was ich sagte und das ist dann echt ätzend.
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    • Lefty wrote:

      Woher sollst du wissen, was sie mit "Wann?" meint?

      Für mich zeigt sich da der Fragende als unflexibel, nicht der, der die "falsche" Antwort gibt.
      sehe ich haargenauso.
      Und deine Mutter müsste dich doch allmählich kennen .
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Ich hätte mir schon denken können, dass sie auch der Tag interessiert und nicht nur die Uhrzeit. Ich hatte nur gerade die Uhrzeit im Abschnitt für den entsprechenden Tag in den Terminkalender eingetragen und das dann so nochmal nachgeplappert, was ich gerade geschrieben hatte, quasi.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Man muss allerdings dazusagen, dass ich sowohl Tag als auch Uhrzeit laut wiederholt hatte, als ich noch am Telefon sprach. Es hätte also durchaus sein können, dass sie den Tag mitbekommen hat und nur die Uhrzeit nicht gehört hat.
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    • Vor vielen Jahren sollte ich im Lateinunterricht etwas vorlesen. Zur Erheiterung meiner Klassenkameraden ermahnte der Lehrer mich: "Kopf hoch!", gefolgt von einem harschen "Sieh ins Buch!", dann wieder "Kopf hoch!", und zurück zu "Sieh ins Buch!" - das ging eine ganze Weile so, und ich habe Jahre gebraucht, um zu verstehen, dass ich beides gleichzeitig machen sollte, also den Kopf beim Lesen gerade halten. Die Situation hat im Nachhinein auch etwas von einem Sketch.
    • Der Lehrer war dämlich. *lol*

      Ich nahm erst an er meinte das "Kopf hoch" im übertragenen Sinne.

      Meine Schwester hatte mal eine Mitschülerin, der war wohl gesagt worden sie solle am ENde die Stimme erhöhen, wenn sie einen Fragesatz las. Das tat sie auch, aber nicht so wie gedacht...
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    • Knusper wrote:

      Vor vielen Jahren sollte ich im Lateinunterricht etwas vorlesen. Zur Erheiterung meiner Klassenkameraden ermahnte der Lehrer mich: "Kopf hoch!", gefolgt von einem harschen "Sieh ins Buch!", dann wieder "Kopf hoch!", und zurück zu "Sieh ins Buch!" - das ging eine ganze Weile so, und ich habe Jahre gebraucht, um zu verstehen, dass ich beides gleichzeitig machen sollte, also den Kopf beim Lesen gerade halten. Die Situation hat im Nachhinein auch etwas von einem Sketch.
      Du hättest also das Buch hochnehmen sollen, damit es vor dem hochgenommenen Kopf ist und Du dann daraus lesen kannst?
      Ich hätte wohl spätestens nach dem 2. Mal gefragt, ob der Herr Lehrer sich bitte entscheiden könne, was ich nun tun soll.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • Garfield wrote:

      Knusper wrote:

      Vor vielen Jahren sollte ich im Lateinunterricht etwas vorlesen. Zur Erheiterung meiner Klassenkameraden ermahnte der Lehrer mich: "Kopf hoch!", gefolgt von einem harschen "Sieh ins Buch!", dann wieder "Kopf hoch!", und zurück zu "Sieh ins Buch!" - das ging eine ganze Weile so, und ich habe Jahre gebraucht, um zu verstehen, dass ich beides gleichzeitig machen sollte, also den Kopf beim Lesen gerade halten. Die Situation hat im Nachhinein auch etwas von einem Sketch.
      Du hättest also das Buch hochnehmen sollen, damit es vor dem hochgenommenen Kopf ist und Du dann daraus lesen kannst?Ich hätte wohl spätestens nach dem 2. Mal gefragt, ob der Herr Lehrer sich bitte entscheiden könne, was ich nun tun soll.

      Linnea wrote:

      Er hätte es auch anders formulieren können statt wie ein Automat wiederzukäuen.
      Beides würde ich ihm heute wohl zusammenfassend so sagen. Damals habe ich wirklich nicht verstanden, was er von mir wollte, und dachte, ich sollte das in der Reihenfolge machen. Auch wenn sich mir nicht erschloss, warum. :roll:
    • Mein Mann ist eigentlich kein Autist wobei ich mir in mancher Hinsicht nicht sicher bin.

      Aber im wörtlich verstehen ist er auch große Klasse.

      Es gibt ne schöne Anekdote von einer Hochzeitsmesse vor unserer Hochzeit. Das war so peinlich aber auch irgendwie wieder lustig. Darf ich erzählen?
    • Lefty wrote:

      Lex wrote:

      Meine Mutter *etwas genervt wiederholend*: "Wann?" *betont*

      Ich: "Achso! Am Dienstag!"

      :oops: :m(:
      Genau sowas nervt mich, wenn man eine Frage nicht so versteht, wie der Fragende sie meint und dann wiederholt der Fragende sie einfach, ohne sie anzupassen. Sie hätte dann fragen müssen: "An welchem Tag?" und nicht nochmal "Wann? (!?)"
      Woher sollst du wissen, was sie mit "Wann?" meint?

      Für mich zeigt sich da der Fragende als unflexibel, nicht der, der die "falsche" Antwort gibt.
      Korrekt, sehe ich genau wie Du! Ich hätte weiterhin die Zeit wiederholt. Woher soll man wissen, das mit der Frage gemeint ist, den Wochentag heruaszufinden?
    • @Knusper

      Ich verstehe ehrlich gesagt immer noch nicht, was gemeint war... Das muss mir doch überlassen bleiben, wie ich am besten ins Buch schaue?

      Und genau dieses Beispiel zeigt die Diskrepanz auf zwischen den sog. "normalen" Menschen und den Aspies. Die sog. normalen sind nicht in der Lage sich wirklich präzise auszudrücken.