Beispiele für Fettnäpfchen und (zu) wörtliches Verstehen

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    • Lars77 wrote:

      Quantenfrage? Das ist eine Frage, bei der die Antwort prinzipiell erst nach der Messung feststeht? Keine verborgenen Variablen?
      Also so wie wir das brauchen, wohl eher nicht, obwohl ich nach ein wenig recherchieren auch denke, dass 'die Gretchenfrage' nicht mehr bedeutungstechnisch gleichzusetzen ist mit der Frage Gretchens in Faust.
      Jetzt wudere ich mich, warum ich Faust in der Schule las, aber nie von der Gretchenfrage gehört habe :roll:
    • Liamina wrote:

      Da der neue Tag ja schon angebrochen war, habe ich mich an dem ein paar Stunden später beginnenden Arbeitstag konsequenterweise nicht gemeldet.
      Und da hat er nicht gemosert? Nächster Tag ist bei allen Leuten, die ich kenne, der nach dem Schlafen, ganz egal wann man Schlafen gegangen ist. Allenfalls, wenn wirklich schon etliche Stunden vom kalendarischen Tag vergangen sind, also jemand erst mitten am Morgen/Vormittag Schlafen geht, wird sowohl als auch verwendet, da frag ich dann lieber nach.

      LeuChris wrote:

      Wie geht ihr denn um damit, wenn jemand konsequent etwas falsch ausspricht oder ein falsches Sprichwort immer wieder verwendet.
      Kommt drauf an, wie gut ich die Person kenne und was falsch ist. Ich hab einige Nichtdeutschmuttersprachler im Freundes- und Bekanntenkreis, die nicht systematisch Deutsch gelernt haben bzw. zu wenig sprechen und deswegen immer wieder die gleichen Fehler machen (englische Sätze in Deutsch übersetzen gibt nunmal einen falschen Satzbau). Bei sehr auffälligen Sachen oder systematischen Fehlern wie falschem Satzbau korrigier ich sehr häufig, anderes laß ich durchgehen. Außer bei denen, zu den ich ein sehr enges Verhältnis hab, da korrigier ich fast jeden Fehler, wenn ich Muße dazu habe (das hatte ich aber sicherheitshalber vorher mal abgesprochen, ob das ok ist).
      Bei deinem Beispiel würde ich erstmal verwundert nachfragen, wieso er das sagt. Kann ja auch eine regionale Abwandlung des dir bekannten Sprichworts sein oder ein regionales Sprichwort mit etwas anderer Bedeutung, das du nicht kennst.
    • @LeuChris Wenn es dir nicht zuwider ist, könntest du im Gespräch die Redewendung deinerseits korrekt verwenden und ihm somit eine Alternative vorschlagen, ohne ihn direkt zu belehren.
      "Auf der Metaebene lässt sich Abstand gewinnen zum Geschehen. [...] Und dabei zeigt sich, dass es andere Perspektiven, andere Erlebensweisen und viel mehr Möglichkeiten für Lösungen gibt, als sich der Mensch in seiner alten kleinen Welt hatte träumen lassen." (Brit Wilczek)
    • flori1994 wrote:

      Drachenboot wrote:

      ... wieso sagt man im Laden "Tschüß", aber wenn man das dem Schaffner nach der Ticketkontrolle sagt, ist man ins Fettnäpfchen getreten?
      Deswegen sage ich auch lieber "Schönen Tag noch."
      "Tschüss" kann in einem bestimmten Tonfall bedeuten "Verpiss dich". Im falschen Tonfall oder Kontext kann auch "Schönen Tag noch" so gedeutet werden. Es kommt ganz auf die Situation an.
      Glaub nicht alles, was du denkst.
    • kim wrote:

      "Tschüss" kann in einem bestimmten Tonfall bedeuten "Verpiss dich". Im falschen Tonfall oder Kontext kann auch "Schönen Tag noch" so gedeutet werden. Es kommt ganz auf die Situation an.
      Mensch, ist das schwierig!
      Jedes mal, wenn man mir sagt, ich wäre nicht gesellschaftsfähig,
      werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin überaus erleichtert.
    • Unwissend wrote:

      LeuChris wrote:

      Die Quantenfrage oder Quentchenfrage kennt der Duden nicht.
      Ich komme auch aus der Schweiz und wir sagen das auf Mundart. Das kann so nicht im Duden sein ;)
      @Unwissend Und in welchem Kontext verwendet ihr den Ausdruck, bzw. was bedeutet er? Ich habe ihn in D auch noch nie gehört. "Quanten" kenne ich außer im wissenschaftlichen Sinne noch als umgangssprachlichen Ausdruck für Füße: "Nimm bitte mal deine Käsquanten da runter!" für "Füße runter vom Tisch" zB.. Und das Quäntchen kenne ich als "kleine Menge von irgendwas".
    • Nelke wrote:

      kim wrote:

      "Tschüss" kann in einem bestimmten Tonfall bedeuten "Verpiss dich". Im falschen Tonfall oder Kontext kann auch "Schönen Tag noch" so gedeutet werden. Es kommt ganz auf die Situation an.
      Mensch, ist das schwierig!
      Wenn ich "Verpiss Dich." sagen will, dann sage ich "Verpiss dich." und nicht "Tschüss!". Solche Sachen werde ich wohl auch nie begreifen...
    • Grubber wrote:

      @Unwissend Und in welchem Kontext verwendet ihr den Ausdruck, bzw. was bedeutet er? Ich habe ihn in D auch noch nie gehört. "Quanten" kenne ich außer im wissenschaftlichen Sinne noch als umgangssprachlichen Ausdruck für Füße: "Nimm bitte mal deine Käsquanten da runter!" für "Füße runter vom Tisch" zB.. Und das Quäntchen kenne ich als "kleine Menge von irgendwas".
      Eine Frage, die als erstes beantwortet werden muss/sollte, die am Wichtigsten ist, den Kern der Sache trifft,... sowas eben. Denke ich?
    • Aldana wrote:

      Liamina wrote:

      Da der neue Tag ja schon angebrochen war, habe ich mich an dem ein paar Stunden später beginnenden Arbeitstag konsequenterweise nicht gemeldet.
      Und da hat er nicht gemosert? Nächster Tag ist bei allen Leuten, die ich kenne, der nach dem Schlafen, ganz egal wann man Schlafen gegangen ist. Allenfalls, wenn wirklich schon etliche Stunden vom kalendarischen Tag vergangen sind, also jemand erst mitten am Morgen/Vormittag Schlafen geht, wird sowohl als auch verwendet, da frag ich dann lieber nach.
      Natürlich hat es sich nachmittags aufgeklärt, als er sich dann bei mir gemeldet hat. Nein, gemosert nicht, wir verstehen uns gut, nur verwirrt nachgefragt, weil das untypisch für mich ist, so eine Nicht-Reaktion. Hm, ich sage, wenn es nach Mitternacht ist und ich mit jemandem spreche, nicht unbedingt "morgen". Wenn ich es sage, erläutere ich, dass ich später am Tag meine. Für mein Sprachverständnis beginnt ein neuer Tag um Mitternacht, unabhängig vom Schlafengehen. Über diese Mail hab ich nicht genau nachgedacht, mir ist das Missverständnis erst aufgefallen, als er mich angerufen hat. Er hat wahrscheinlich auch nicht auf die Uhr geschaut, als er sie abgeschickt hat, sonst hätte er bestimmt konkretisiert, welchen Tag er meint.
    • LeuChris wrote:

      Wie geht ihr denn um damit, wenn jemand konsequent etwas falsch ausspricht oder ein falsches Sprichwort immer wieder verwendet. Das macht mich innerlich enorm wahnsinnig aber ich weiß mittlerweile, dass es als unhöflich empfunden werden kann, wenn man denjeniegen korrigiert.
      Im Moment arbeite ich mit jemandem zusammen, der ständig folgendes sagt:
      "Ja also, die Quentchenfrage ist ja, ...". Und er hat keinen komischen Dialekt oder so. Er sagt wirklich Quentchenfrage obwohl er offensichtlich die Gretchenfrage meint. Das gruselt mich. Vielleicht ist das aber auch nur besonders lustig und ich verstehe es nicht :D
      Frag ihn doch mal , ob er ein Gretchen Glück braucht.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Garfield wrote:

      LeuChris wrote:

      Wie geht ihr denn um damit, wenn jemand konsequent etwas falsch ausspricht oder ein falsches Sprichwort immer wieder verwendet. Das macht mich innerlich enorm wahnsinnig aber ich weiß mittlerweile, dass es als unhöflich empfunden werden kann, wenn man denjeniegen korrigiert.
      Im Moment arbeite ich mit jemandem zusammen, der ständig folgendes sagt:
      "Ja also, die Quentchenfrage ist ja, ...". Und er hat keinen komischen Dialekt oder so. Er sagt wirklich Quentchenfrage obwohl er offensichtlich die Gretchenfrage meint. Das gruselt mich. Vielleicht ist das aber auch nur besonders lustig und ich verstehe es nicht :d
      Frag ihn doch mal , ob er ein Gretchen Glück braucht.
      Man, das habe ich zuerst nicht verstanden. Es geht um das sprichwörtliche "Quentchen Glück" oder? Und wenn ich ihn das fragen würde, dann würde er das aber vermutlich doch nicht lustig finden, oder?
    • LeuChris wrote:

      Man, das habe ich zuerst nicht verstanden. Es geht um das sprichwörtliche "Quentchen Glück" oder? Und wenn ich ihn das fragen würde, dann würde er das aber vermutlich doch nicht lustig finden, oder?
      Er würde es höchstwahrscheinlich nicht verstehen.
      Ich frage die Leute bei falschem Gebrauch der Sprache gerne so absurde Sachen - und kaum Jemand davon merkt überhaupt, dass er gerade auf die Schippe genommen wird. Meist merkt auch keiner der Zuschauer was. Frustrierend.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • LeuChris wrote:

      Wie geht ihr denn um damit, wenn jemand konsequent etwas falsch ausspricht oder ein falsches Sprichwort immer wieder verwendet. Das macht mich innerlich enorm wahnsinnig aber ich weiß mittlerweile, dass es als unhöflich empfunden werden kann, wenn man denjeniegen korrigiert.
      Kommt drauf an, wie gut ich die Person kenne und ob ich weiß, dass sie gerne korrigiert werden möchte. Selber passiert es mir oft, dass ich zwei Sprichwörter/ Redewendungen zusammenschmeiße, da kommen dann ganz ulkige Sachen heraus. Das kommt mir vor wie in den Känguru-Chroniken:
      Känguru: "Was ist denn dir heute für eine Maus über die Leber gelaufen?"
      Mark-Uwe: "Laus."
      Känguru: "Was?"
      Mark-Uwe: "Es heißt Laus. Eine Laus läuft über die Leber."
      Känguru: "Eine Laus? Was soll denn das für einen Sinn machen?"
      Mark-Uwe: "Keine Ahnung. So geht das Sprichtwort eben."

      Oder dass ich zwei Sätze denke, den einen ausprechen möchte und dann ist die erste Häflte von dem einen Satz und die zweite Häfte vom anderen Satz.
      Bei Sprichwörtern kann ich deswegen noch irgendwie mitgehen, wenn das ab und zu passiert, aber was mich richtig wahnsinnig macht, ist wenn Fremdwörter oder einfach generell bestimmte Worte nicht korrekt verwendet werden und nicht komplett richtig verstanden wurden. Vor allem, wenn das die "Signature-Wörter" einer Person sind, also die Wörter, die die Person andauernd verwendet.
    • Gerade zu Beginn der Corona-Pandemie hatte ich wahnsinnige Probleme mit wörtlichem Verstehen. In der Bibliothek und am Bahnhof standen diese Schilder überall, mit den neuen Regeln.

      Bahnhofsanzeigen: "Mundnasenschutz im gesamten Bahnhof:"
      Und ich so: Häh? Der Bahnhof ist doch nur ein Gebäude, zählen jetzt die Gleisflächen an der freien Luft dazu oder nicht? Muss ich, sobald ich das Bahnhofsgelände betreten habe, eine Maske tragen? Warum schreiben sie dann nicht Bahnhofsgelände? Aber das würde ja die Fläche vor dem Bahnhof mit einbeziehen? Ab wann und wo soll ich nun eine Maske tragen? Das hat mich echt wahnsinnig gemacht. Das war so ärgerlich unpräzise. Ich hätte es besser gefunden, wenn sie Bahnhofsgelände, Bahnhof und Gleisbereich oder so geschrieben hätten. Denn was gehört denn alles zum Bahnhof? Klar, wenn ich jetzt so darüber nachdenke, denke ich: ja ok, man kann Bahnhof schon auch so verstehen, dass sie die Gleise mitmeinen.


      An das Schild in der Bibliothek kann ich mich leider nicht mehr erinnern, nur dass ich weiß, dass ich auch da ein bisschen davor gerätselt hab.